Internet - Eintritt in den Information Highway


Michael Hebgen
Universitätsrechenzentrum
Im Neuenheimer Feld 293
69120 Heidelberg

Email: michael.hebgen@urz.uni-heidelberg.de

September 1995

Dieser Online Vortrag ist über Internet/WWW verfügbar unter der Adresse

http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~x02/internet.html



Einführung

Zum besseren Verständnis der im folgenden gezeigten Beispiele werden zunächst die Begriffe Internet und Information Highway kurz erklärt.

Anschließend wird dann anhand von ausgewählten Beispielen gezeigt, welche Vielfalt an Informationen und Informationsanbietern heute schon via Internet verfügbar sind.

Danach werden einige Zukunftsprojekte vorgestellt, um eine Idee zu vermitteln, was über das gezeigte hinaus bereits in der Planung ist und welche zusätzlichen neue Möglichkeiten bestehen.

Abschließend wird versucht, sowohl die Veränderung des Arbeitsumfeldes durch Internet als auch die neuen Dimensionen einer Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft kritisch zu beleuchten.

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Internet

Internet ist das Netz der Netze. Es basiert auf den standardisierten (und funktionierenden) TCP/IP-Protokollen und verbindet Millionen von Rechnern weltweit, angefangen von PCs, Macintosh über UNIX-Rechner, traditionelle Großrechner bis hin zu Supercomputern und Parallelrechnern.

Internet wird von seinen Benutzern betrieben. Alleine in Deutschland gibt es mehrere Anbieter von Netzen und Zugängen zu Internet, das Deutsche Forschungsnetz (DFN), Xlink, Eunet, Individual Network, IBM, Telekom Online - um nur einige zu nennen.

Das bedeutet, daß jeder am Internet teilnehmen kann, Wissenschaftler, Studenten, Firmen, Interessengruppen, Privatpersonen usw. In Paris gibt es beispielsweise ein Cafe, in dem man Deux Cola et Internet bestellen kann, d.h. einen Platz an einem öffentlichen vernetzten PC (siehe Artikel in Paris Match). In Berlin im Ribbeck-Haus, Nähe Alexanderplatz, ist die Eröffnung eines Internet-Cafe Berlin im Herbst 1995 geplant.

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World Wide Web (WWW)

World Wide Web (WWW) ist das Hypertext-basierte auf viele Rechner verteilte Informationssystem auf dem Internet, das alle möglichen Formen von Multimedia-Informationen unterstützt wie Fließtext, formatierten Text, Bilder, Bewegtbilder und Ton, Abfragen von Datenbanken ermöglicht und fast alle anderen vorhandenen Netzdienste in einer Oberfläche integriert.

WWW arbeitet nach dem Server/Client Prinzip, d.h. der Client schickt eine Anforderung an einen Server, erhält die Antwort und beendet die Verbindung; in der Antwort können weitere Anforderungen enthalten sein, die bei entsprechendem "Anklicken" an evtl. andere Server abgeschickt werden. Die bekanntesten WWW-Clients sind Mosaic, Netscape, Lynx und IBM WEB Explorer.

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Hypertext

Hypertext bedeutet, daß innerhalb eines Textes ein oder mehrere Worte in einer Weise markiert sind, daß beim "Anklicken" weitere Hintergrund-Informationen angeboten werden.

Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Informationen

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"Datenautobähnle"

"Datenautobähnle" soll hier keine schwäbische Verniedlichung bedeuten, sondern eher auf begrenzte lokale Möglichkeiten hinweisen. Auch verstehen wir hierunter nicht etwa die Datenautobahn ISDN wie im neuesten Telekom Katalog 94/95.

Viele Einrichtungen betreiben heute Hochgeschwindigkeitsnetze, die mit den Teststrecken der Autohersteller vergleichbar sind; z.B. umfaßt das Kernnetz (backbone) der Universität Heidelberg ca. 80 km Glasfaserstrecken mit einer Geschwindigkeit von 100 Megabit/sec - das entspricht etwa 10 Mio Zeichen/Sekunde oder in 1 Sekunde kann zweimal die gesamte Bibel mit ca. 5 Mio Zeichen übertragen werden.

Die Zufahrten zum Kernnetz sind die lokalen Netzwerke (LAN) mit 10 Megabit/sec (etwa 1 Mio Zeichen/Sekunde), im Vergleich zu oben fortfahrend als Bundesstraßen zu bezeichnen. In Heidelberg sind das z.Zt. circa 200 LANs mit ungefähr 8000 Rechnern.

Besonders kritisch sind die Verbindungen zwischen den Teststrecken, die heute mit nur 2 Megabit/sec (ca. 200 Tausend Zeichen/Sekunde) höchstens als Landstraßen bezeichnet werden können.

Einige entfernte Einrichtungen sowie Nutzer von Wählleitungen sind via ISDN mit 64 Kilobit/sec (etwa 6 Tausend Zeichen/Sekunde) oder Modem mit 14.4 - 38.4 Kilobit (ca. 1.5-4 Tausend Zeichen/Sekunde) angeschlossen, was hier als Feldweg erster und zweiter Ordnung zu bezeichnen wäre.

Vergleich Autostraße und Datenleitung
Feldweg- bis zu 64Kilobit/sec
Landstraße- 2Megabit/sec
Bundesstraße- 10Megabit/sec
Teststrecke- 100Megabit/sec
Autobahn- 150Megabit/sec

Und wo bleibt das Analogon zu Autobahn?

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BelWue - Forschungsnetz des Landes Baden-Württemberg

Ziele des EDV Gesamtplanes des Landes Baden-Württemberg sind

Durch Beschluß des Landeskabinetts werden die heutigen 2 Megabit Leitungen im Weitverkehr durch 150 Megabit ATM-Verbindungen bis Ende 1995 ersetzt.

Damit wird dann zum ersten Mal wirklich die Vernetzung verteilter Ressourcen möglich, da ein Rechner z.B. in Heidelberg im BelWue genauso schnell erreichbar ist wie wenn er im Zimmer nebenan steht - und jetzt möchte ich von einer Datenautobahn sprechen.

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Beispiele von Informationstypen

Wie schon in der Einführung gezeigt werden Fließtext und formatierter Text unterstützt.

Die Formatierung eines Dokuments geschieht mittels der Hypertext Markup Language (HTML), einer Untermenge des internationalen Standards SGML, die jeder WWW-Client verstehen und entsprechend der Systemplattform darstellen können muß.

Aus Zeitgründen wird auf eine eigene Demonstration der Integration von anderen Netzdiensten wie Telnet, FTP, Email, News usw. verzichtet bzw. auf die nachfolgenden ausgewählten Beispiele verwiesen.

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Beispiele von im Text enthaltenen Bildern

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Beispiele von Bildern

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Beispiele von sensitiven Bildern

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Beispiele von Bewegtbildern

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Beispiele von Ton

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Beispiele von Datenbank-Recherchen

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Beispiele von Suchmaschinen

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Beispiele von Informationsanbietern

Der Information Highway Internet lebt von den Anbietern und den angebotenen Informationen - ähnlich wie eine Buchhandlung von ihren Lieferanten der Zeitschriften und Bücher abhängt.

Nachdem zu Beginn hauptsächlich Rechenzentren in Universitäten eigene WWW-Server aufgebaut haben, sind inzwischen alle möglichen Einrichtungen im Internet zu finden, die sich mittels WWW präsentieren und ihre Dienste online anbieten.

Wie in einem virtuellen Buchladen werden Informationen unterschiedlichster Herkunft und Qualität angeboten - es liegt am einzelnen, darin zu blättern oder zu kaufen.

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Beispiele von wissenschaftlichen Einrichtungen

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Beispiele von öffentlichen Einrichtungen

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Beispiele von Firmen

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Beispiele von Zeitschriften und Verlagen


Aktuelles

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Zeitungen und Zeitschriften

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TV, Radio

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Elektronische Magazine

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Online-Dienste

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Verlage

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Sonstige Beispiele

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Zukunftsprojekte

Die hier vorgestellten Projekte machen erst Sinn mit der flächendeckenden Verfügbarkeit von Internet in adäquater und bezahlbarer Geschwindigkeit.

Die Auswahl der Projekte ist auf öffentlich geförderte Projekte beschränkt, um einerseits auf die Sensibilisierung von Bund und Ländern bezüglich Internet hinzuweisen und andererseits aufzuzeigen, wie wichtig Internet für die Zusammenarbeit und Informationsversorgung in Wissenschaft und Forschung ist.

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Bund-Länder Initiative SUBITO

SUBITO ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie BMBF und der Kultusministerkonferenz der Länder KMK mit dem Ziel, über das Netz Dokumente

Dabei sollen zuerst Zeitschriftenartikel, später auch Auszüge aus Monographien angeboten werden.

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Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG

Die DFG hat ihre Förderschwerpunkte im Bereich wissenschaftlicher Bibliotheken auf Internet orientiert u.a. für

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Fachinformations-Initiative der Gesellschaft für Informatik GI

Die Gesellschaft für Informatik GI hat Ende 1993 den Arbeitskreis Fachinformation gegründet, um die Informationsinfrastruktur der Zukunft mitzugestalten.

Der Arbeitskreis hat inzwischen eine Reihe von Projekten definiert, für die Förderung beim BMBF beantragt ist. Eine genauere Beschreibung der Aktivitäten des Arbeitskreis sowie die Projektanträge finden Sie auf dem WWW-Server der Informatik der Universität Freiburg.

Inzwischen haben die Fachgesellschaften der Mathematik, Informatik, Physik und Chemie einen Vertrag entworfen, mit dem sie ihre Kooperation auf dem Gebiet der Information und Kommunikation festschreiben.

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Teleteaching-Projekt

der Universitäten Heidelberg und Mannheim

Mit diesem Projekt sollen Vorlesungen der einen Universität (Physik in Heidelberg und Informatik in Mannheim) und die darin gezeigten Experimente und Demonstrationen an die andere Universität transportiert und dort den Studenten in einem Hörsaal zugänglich gemacht werden.

In diesem Zusammenhang sollen auch fachspezifische multimediale Lernprogramme erstellt werden und zum Einsatz kommen.

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Projekt zur verteilten Datensicherung

der Universitäten Heidelberg, Karlsruhe und Mannheim

Die Universitäten Heidelberg und Karlsruhe bieten bereits heute ihren Nutzern an, die Daten der angeschlossenen PCs und Workstations über das Netz zentral im jeweiligen Rechenzentrum in ein Robotersystem zu sichern. Beide setzen dazu die IBM-Software ADSM ein, Karlsruhe unter MVS, Heidelberg unter AIX und VM.

Um auch diese gesamten bisher nicht gesicherten Datenbestände in den jeweiligen Robotersystemen zu sichern, ist eine verteilte Datensicherung zwischen Heidelberg und Karlsruhe geplant. Die Universität Mannheim, die selbst keinen ADSM-Server betreibt, soll außerdem ihre Daten sowohl in Heidelberg als auch in Karlsruhe via BelWue sichern.

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Zusammenfassung








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