Repertorien

des Universitätsarchivs Heidelberg

Abteilung 5: Nachlässe und Handakten
Nachlass Karl Engisch
Bestandskürzel: Rep 141
Verzeichnis nach Lagerungsfolge
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Beispiel für die Zitierweise: Rep 141/5

A   Lebensdokumente
1   Berufsleben
2   Mitgliedschaften in Verbänden
3   Privates
4   Mitglied des Doktortitel-Entziehungsausschusses
5   Mitglied des Rechtsbeirates der Universität Heidelberg
6   Engischs politisches Verhalten während des Dritten Reiches
7   Aus Engischs beruflicher Tätigkeit
8   Schlichter in Rechtsstreitigkeiten
B   Korrespondenz
1   Briefe von Kollegen
2   Briefe an Engisch (alphabetisch geordnet)
3   Briefe / Beurteilungen über Kollegen und ihr Verhalten während des Dritten Reiches
4   Briefe von Engisch (chronologisch geordnet)
5   Briefentwürfe und andere Dokumente in Stenographie von Engisch (chronologisch geordnet)
6   Briefe, Briefentwürfe verschiedener Personen
C   Sonstiges
 
 
A  Lebensdokumente
1   Berufsleben
zum Anfang
1 Mappe 1 1929-1944
  Enthält u. a.:
- Lebenslauf (stenograph., undatiert; 1937)
- Anfrage der Universität Frankfurt/M. für Übernahme einer Lehrstuhl-Vertretung bei Engisch (1929)
- Engischs Berufungsverhandlungen als Lehstuhlvertr. von Edgar Foltin an der Universität Freiburg/Br. (1929, 1930)
- Studienplan der Jur. Fak. Freiburg/Br. (masch., ca. 1929)
- Engischs Berufungsverhandlungen zum Lehrbeauftragten an der Universität München (1932)
- Berechtigungskarte für Benutzung eines. Seminarschlüssels an Juristischer Fakultät der Universität München (1932)
- Zwei Vorlesungsthemen für WS 1932/33 an Universität München
- Zeitplan mit Namen der Prüfenden für jur. Universitätsschlussprüfungen in München für WS 1932/33 und SS 1933
- Namenverzeichnis der Prüflinge für die Universitätsabschlussprüfung in München im SS 1932
- Lebenslauf (hsl. und masch. vom 12.05.1933 sowie von ca. 1937)
- Berufung an die Universität Heidelberg (stenograph., im Okt. 1933)
- Für und Wider einer. Annahme des Rufes an die Universität Heidelberg (stenograph., Okt. 1933)
- „Tatbericht“ über die Amtsenthebung des Dekans Heinrich Mitteis durch Rektor Wilhelm Groh an Jur. Fak. Heidelberg (masch., im Nov. 1933)
- Standesliste/Personalbogen (hsl., 1934)
- Listen der wichtigsten Veröffentlichungen Engischs (hsl., masch., 1930-1944)
- Aufstellungen von Geldeinnahmen und -ausgaben (z. T. stenograph., Abrechnungsbögen der Universitäts-Quästur München, Vorlesungs-gebühren-Abrechnung München, 1929-1943)
- Zwei von Engisch gestellte Prüfungsaufgaben (Mitgl. des Prüfungsausschusses für jur. Schlußprüfung an der Universität München 1932-1933, hierzu 2 Telegramme)
- Ein amtlicher Ausweis der Universität München (mit Photo; 1932)
 
  - Einberufungsbefehl für Unterführerlehrgang (05.12.1944).  
  2   Mitgliedschaften in Verbänden zum Anfang
2 Mappe 2 1934-1943
  Enthält u. a.:
Mitteilungen
- des „Bundes nationalsozialistischer Deutscher Juristen e.V.“ (1934-1936)
- des „Nationalsozialistischen Rechtswahrerbundes“ (1936-1943)
- der Akademie für Deutsches Recht (1936-1938)
 
  3   Privates  
3 Mappe 3 1932-1954
  Enthält u. a.:
- Zwei Karten über Beitragszahlungen an die Hessische Beamtenkrankenkasse
- Eine Ausweiskarte für die Alte Pinakothek München (1932, 1933)
- Eine Einlaßkarte für das Deutsche Museum München (1933)
- Gedicht von Engisch anläßlich des Abschieds von München (1933)
- Zahlungsverkehr mit Reichskasse (Beitragszahlungen (1941-1944)
- Mitgliedsausweis des NS Rechtswahrer-Bundes (13.11.1942)
- Weinetikett „Alsheimer Kirchenstück“ des Weingutsbesitzers Karl Engisch
- Einladung zu einem Musikabend, bei dem Tochter Renate Engisch mitwirkt (1946)
- Brief des Neffen Wolfgang (hsl., 1954)
 
  4   Mitglied des Doktortitel-Entziehungsausschusses an der Universität Heidelberg (chronologisch geordnet) zum Anfang
4 Mappe 4 1940-1944
  Enthält u. a.:
Briefe Engischs an Rektor Paul Schmitthenner mit dem Appell
- das Gnadengesuch der erneuten Verleihung der Doktorwürde nach deren Aberkennung 1934 an Arzt Gustav Lex zurückzuweisen (09.03.1940)
- die Entziehung des Doktortitels im Fall Schäfer wieder aufzuheben (05.06.1940).
Sitzungsprotokolle des „Doktortitel-Entziehungsausschusses“ der Universität Heidelberg gegen
- Arzt Oskar Barber,
- Arzt Theodor Ludwig,
- Sozialpädagoge Josef Laub und
- Augenarzt Karl Salomon (Israel) Emanuel (23.10.1940)
- Rechtsanwalt Kurt Sperling (12.03.1941)
- Facharzt Heinrich Heinen (20.06.1941)
- Regierungsrat Hermann Klauser (24.06.1941)
- Geologe Rudolf Ewald (16.07.1941)
- ehemaligen Rechtsanwalt Walter Julius (Israel) Tachau vom 04.02.1942 (dabei: Urteil des Landgerichts Hamburg gegen Tachau wegen Vergehens gegen das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes etc. von 1941)
- Syndikus Karl Heinrich Theuerkauf (20.01.1943)
- Zahnarzt Karl Heinz Pudewell
- Zahnarzt Edgar Geißler und
- Arzt Heinrich Will (01.07.1942)
- Josef Limbourg
- Arzt Albert Rohrbach
- Friedrich Frey und
- Kurt Walter (02.06.1943)
- Prof. David (Israel) Aufhäuser (21.06.1944)
 
  5   (stellvertr.) Mitglied des Rechtsbeirates der Universität Heidelberg (chronologisch geordnet) zum Anfang
5 Mappe 5 1935, 1939, 1940-1945
  Enthält u. a.:
- Strafordnung für Studenten, Hörer und studentische Vereinigungen an den deutschen Hochschulen vom 01.04.1935
- Auseinandersetzung zwischen dem Dozenten Lic. Dr. Helmut Thielicke und Theodor Odenwald (1939-1941; darin: Postkarte von Danzig, Langermarkt 1941)
- Gesuch von Frau Dr. Ewing-Roeder um Erhöhung ihrer Unterstützung aus der Portheim-Stiftung (27.11-11.12.1942)
- Anfrage über die Einrichtung eines Sondervotums bei der Ernennung eines Honorarprofessors (07.07.1944)
- Engischs Rechtsbelehrung über die Bestrafung von „Scharfem Fechten“ (28.04.1944)
- Reichsstudentenführer belehrt Engisch über Verbot der Bestimmungsmensur (17.05.1944)
- Urteil in der Strafsache des Heidelberger Studenten Walter Ulrich wegen Erregung öffentl. Ärgernisses (Sept., Okt. 1944). - Protokolle über Vergehen vor allem Heidelberger Studenten sowie Engischs Vorschläge zu ihrer Bestrafung u. a. wegen:
- Beleidigung und handgreifliche Auseinandersetzung (07.02.-14.02.1940)
- Politische Hetzreden (18.03.1940, 10.12.-17.12.1940)
- Diebstahl von Knochen aus der Anatomie und Hören ausländischer Sender (07.11.-05.12.1941)
- Widerrechtliche Annahme von Ausbildungsbeihilfe trotz Wehrmachtsbesoldung (13.01.1942, 03.03.1945)
- Spionageverdacht (23.02. und 02.03.1942)
- Strafbefehl vom Amtsgericht Ostrau (Sudetenland, heute: Tschechien) wegen fehlendem Grenzübertrittscheins (01.04.1942)
- Differenzen am Arbeitsplatz mit tätlichen Übergriffen (26.10.-02.10.1942)
- Abtreibung eines Kindes, um Studium weiter fortsetzen zu können (28.01.1943)
- Verfassen eines das Vaterland verratenden Briefes (12.03.1943)
- Wohnungsräumung (Prof. Dr. Georg Beer vs. Frau Ingenkamm) - (24., 27.01.1944)
- Urkundenfälschung (27.01, 01.02.1944)
- Unerlaubter gleichzeitiger Tätigkeit an den Universitäten Heidelberg und Straßburg (24.02.1944)
- Pflichtwidrigem Verhalten während des Krieges (02.03.1944)
- Aneignung institutseigener Sachen (03.03.1944)
- Widerrechtlicher Immatrikulation an Universität Heidelberg, um Arbeitseinsatz in Straßburg zu umgehen (28.04.1944)
- Widerrechtlicher Beschaffung von Prüfungsfragen vor dem Examen (19.05.-02.08.1944)
- Weigerung der Teilnahme an Winterhilfswerk-Sammlung (26.09.1944)
- Widerrechtlicher „Erschleichung“ von Lebensmittelkarten (26.05.-24.10.1944, 19.03.1946) und Beschluß des Dreierausschusses bei der Universität vom 21.06.1944
- Widerrechtliche Immatrikulation an Universität Heidelberg („Ausmerzebestimmungen“) (11.08.-21.12.1944, 11.08.-22.12.1944, 12.10.1944)
- Widerrechtlichem Tragen des Dr.-Titels (12.10.1944)
- Hochstapelei, u. a. Widerrechtliches Tragen des Doktortitels (Dez. 1944-März 1945).
- Unentschuldigtem Fehlen beim Luftschutzdienst (1945).
- Weigerung als Ausbilder im Volkssturm eingesetzt zu werden (13.03.1945)
- Abtreibungsversuch (19.03.1945)
 
  6   Über Engischs politisches Verhalten während des Dritten Reiches (chronologisch geordnet) zum Anfang
6 Mappe 6 1945-1947
  Enthält u. a.:
- Rechtfertigungsschreiben Engischs über sein Verhalten 1933-1942 an der Universität, gerichtet an Gustav Radbruch (1945) - Bericht über die gegenwärtige personelle Zusammensetzung der Jur. Fak. Heidelberg (03.11.1944, 09.05.1945) - Anweisungen der Militärregierung über das Ausfüllen des Fragebogens und über die Sperre von Vermögen (1945/46) - Meldebogen (ausgefüllt von 1945, 1946) - Fragebogen der Military Government of Germany (1946)
a) Angaben zur Person (unausgefüllt)
b) Angabe von Eigentum (ausgefüllt)
- Petition Engischs für Wiedereinsetzung in Universität an die Militärregierung (1946)
- Aufhebung der Vermögens- und Gehaltssperre (1946)
- Schreiben von Walter Jellinek an Präsidenten des Landesbezirks Baden, Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit von Engisch und Eugen Ulmer betr. (1946)
- Schreiben Engischs nach Aufhebung des Urteils der Spruchkammer (06.03.1947)
- Urteil der Spruchkammer Heidelberg gegen Engisch (11.03.1947)
 
  7   Aus Engischs beruflicher Tätigkeit (chronologisch geordnet)  
7 Mappe 7 1945-1951
  Enthält:
- „Wünschbarkeiten für eine neue Universitätsverfassung 1945“: Entwurf von Karl Jaspers
- Kommissionsentwurf für die neue Satzung der Universität Heidelberg mit Kommentaren von
Walter Jellinek, Karl Jaspers u. a.
- Entwurf zur Promotions- und Habilitationsordnung an der Juristischen Fakultät
- Änderungsvorschläge zum Satzungsentwurf für die Verfassung der Universität u. a. vom Dreierausschuss (darin: Satzung der Universität Kiel vom 17.11.1928; Akademische Vorschriften für die Universitäten Freiburg und Heidelberg von 1920)
- Entwurf für die Eröffnung der Universität 1945
- Denkschrift von Gustav Radbruch „Zur Frage politischer Vereinigungen an der Universität“ und über das Verbindungswesen (mit stenogr. Notizen von Engisch)
 
  8   Aus Engischs beruflicher Tätigkeit als Schlichter in Rechtsstreitigkeiten (chronologisch geordnet) zum Anfang
8 Mappe 8 1949-1952
  Enthält:
Schriftwechsel über Streitigkeiten:
- zwischen Richard Kienast und Paul Böckmann über die Verteilung des Aversums am Deutschen Seminar
- zwischen Paul Schmitthenner und der Landesbezirksdirektion des Kultus und Unterrichts auf Regelung seiner Versorgungsbezüge
 
 
 
B  Korrespondenz
1   Briefe von Kollegen u. a. an Engisch (alphabetisch geordnet)
zum Anfang
9 Mappe 1 1929, 1932, 1933, 1938
  Enthält u. a.:
- Johann Daniel Achelis (Ministerialrat im Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung in Berlin; dabei: Antwortschreiben von Engisch, stenograph.)
- Erich Bley
- N. N. Decker (Ministerialrat im Bayer. Staatsministerium für Unterricht und Kultus in München)
- Otto Eger
- Herbert Engelhard
- Franz Exner
- Eugen Fehrle
- Hans Dieter Frhr. von Gemmingen-Hornberg
- Wilhelm Groh
- Dr. Grüninger (Gerichtsassessor im Ministerium des Kultus ... in Karlsruhe)
- Max Gutzwiller
- Josef Heimberger
- Hans von Hentig
- Fr. Hoffmann (Assistent an Jur. Fak. München)
- „Holtzmensch“ in Langen
- Eduard Kern
- Wilhelm Kisch
- A. Königswald (?) (Prof. in München)
- Dr. Dr. Otto Liebmann (Hrsg. der Dt. Juristen-Zeitung)
- Paul Merkel
- Heinrich Mitteis (Telegramm)
- Wolfgang Mittermaier
- Walter Möller (jur. Hilfsarbeiter)
- Karl Neumeyer
- Gustav Radbruch
- Friedrich Ringshausen (Ministerialrat im Hessischen Staatsministerium in Darmstadt)
- Leo Rosenberg
- Wilhelm Sauer
- Eugen Ulmer
- Anna Weber
- Arnold Zinnelius (Vertr. der Heidelberger jur. Studentenschaft; beigefügt „Denkschrift zur Errichtung eines rechtspolitischen Instituts ...“)
 
  2   Briefe an Engisch (alphabetisch geordnet) zum Anfang
10 Mappe 2 1945, 1952
  Enthält:
- Giuseppe Bettiol (farbige Postkarte von Mailand; 1952)
- Dr. iur. Hubertus Prinz zu Löwenstein (1945)
 
  3   Briefe von und an Engisch, z. T. mit (Bitten um) Beurteilungen über Kollegen und ihr Verhalten
     während des Dritten Reiches (alphabetisch geordnet)
 
11 Mappe 3 1949-1956
  Enthält u. a.:
- von Marianne Adolph (1944)
- über/von Karl Bilfinger (1934, 1935, 1947)
- von Georg Dahm (1946)
- von Willi (Wilhelm) E ? (Prof. in Tübingen; 1947)
- von Franz Exner (1946)
- von Ernst Forsthoff (1945)
- von Karl Frölich (1947)
- über/von Karl Geiler (darin: Lebenslauf von G., 1936-1937)
- von Gertraud Grüninger (über Eberhard von Künssberg, 1946)
- über/von Hans von Hentig (darin: Schilderung der politischen Lage von 1923 und Beiträge darüber im Völkischen Beobachter vom 08.12.1927 und Kölnische Zeitung - Morgenblatt vom 04.03.1936, Korrespondenz mit dem Neffen Engischs, Karl Wolff, Chefadjutant des Persönlichen Stabes des Reichsführers-SS; Zeitungsartikel über H. von H. im: Berliner Tageblatt vom 05.01.1928; 1935-1936, 1947)
- von Hildebrecht Hommel (über Otto Regenbogen, 1945)
- über Johannes Hoops (1945)
- von Carl Heyland (1947)
- von Hellmut Georg Isele (1946, 1947)
- von Walter Jellinek (Ahnennachweis, 1935)
- über/von Wilhelm Kisch (1947)
- über Kurt Kostelnik (1947)
- über/von Hermann Krause (darin: über Eugen Ulmer, 1938, 1946)
- über/von Herbert Krüger (Entnazifizierungsverfahren, 1947)
- über Ernst Leutert (1948)
- über/von Karl Löwenstein (1954)
- über/von Max Lorenz (darin: Briefe von Theodor Maunz, 1947, 1954-1956)
- über/von Gustav Radbruch (1937, 1945)
- von Leo Rosenberg (1945, 1946)
- von G. K. Sch ... (Prof. in Tübingen; 1946, 1948)
- über Gustav Klemens Schmelzeisen (1946)
- über Karl Schmidhuber (1947)
- über/von Paul Schmitthenner (u. a. über die Führung seines Rektorats seit 1933; 1947)
- über Hanns-Erich Schrötter (1949)
- über Ernst Schuster (1946)
- über /von Karl Siegert (Entnazifizierungsverfahren von S., 1949, 1950, 1952)
- von Ernst Walz (Oberbürgermeister von Heidelberg, 1945)
- von Udo Wegner (1947)
 
  4   Briefe von Engisch (chronologisch geordnet) zum Anfang
12 Mappe 4 1933, 1935, 1936, 1942
  Enthält u. a.:
- Ministerium für Kultus- und Bildungswesen in Darmstadt; Mitglieder der Jur. Fak. Heidelberg; Hans Oertel (Architekt und Ingenieur in Heidelberg) (1933, 1935)
- Walter Jellinek (1935)
- Max Gutzwiller (1935, 1936; u. a. Aufzeichnung einer Unterredung mit dem Fachschaftsführer cand. iur. Lang, der Gutzwiller als an der Universität „untragbar“ bezeichnete; darin auch Visitenkarte Gutzwillers)
- S.A.-Sturmführer, u. a. wegen Engischs Entlassung aus der S.A. (1936-1940)
- Reichsstatthalter Dr. G. A. Scheel in Salzburg - Bitte um Vermeidung des Abtransports von Frau Dr. Katharina von Künssberg geb. Samson (31.03.1942) u. m.
 
  5   Briefentwürfe und andere Dokumente in Stenographie von Engisch (chronologisch geordnet)  
13 Mappe 5 1932-1934, 1945
  Enthält u. a.:
- N. N. (hierin erwähnt: Mittwoch, 17. Aug.; entspricht 1932)
- Staatssekretär (19.07.1933)
- Wilhelm Groh (31.08.1933, 03.09.1933, nach 28.09.1933)
- Eugen Fehrle (05.09.1933, 13.10.1933)
- Felix Genzmer (Dekan der Jur. Fak. Marburg im Okt. 1933)
- Friedrich Ringshausen (Ministerialrat im Hessischen Staatsministerium in Darmstadt im Okt. 1933)
- Regierungsassessor Dr. Köhler in Darmstadt (09.10.1933)
- „Holtzmensch“ (Antwortschreiben nach 16.10.1933)
- Ministerium des Kultus, des Unterrichts und der Justiz in Karlsruhe (26.02.1934)
- Politischer Lebenslauf Engischs nach 1933 (1945)
 
  6   Briefe, Briefentwürfe verschiedener Personen (chronologisch geordnet) zum Anfang
14 Mappe 7 [sic!] 1934, 1935, 1945-1947
  Enthält:
- Minister des Kultus und der Justiz über Wilhelm Groh und Heinrich Mitteis (1934)
- Amtsleiter der Fachschaft Juristen der Studentenschaft der Universität Heidelberg an Dekan Wilhelm Groh (1935)
- Thekla Engisch an Arbeitsamt Heidelberg wegen Kriegseinsatz in einer Nähstube (16.08.1943) u. m.
- Karl Freudenberg an Gustav Radbruch (1945)
- Renatus Hupfeld an amerikanische Militärbehörde („Declaration“ masch. und hsl.) (1945)
- Heinrich Weber-Unger (ehem. Student der Jur. Fak. Heidelberg) an Rektor Karl Heinrich Bauer (dabei: Visitenkarte mit hsl. Bemerkungen von Bauer) (1945)
- Walter Hallstein an Eugen Ulmer (1946)
- Wilhelm Kisch an Thekla Engisch (1947)
 
  C  Sonstiges zum Anfang
15 Mappe 1 1921-1951
  Enthält u. a.:
- Formular der Defege (Deutsche Feriengesellschaft) in Berlin, Postdamer Platz 3
- Zahlkartenformulare
- Lastschriftzettel
- Briefumschläge (beschriftet; Einschreibebriefe)
 
* 15. März 1899 Gießen
† 11. September 1990 Nieder-Wiesen (Rheinhessen)

Von 1934 bis 1953 Professor für Strafrecht, Strafprozeßrecht, Einführung in die Rechtswissenschaft, Rechtsphilosophie an der Universität Heidelberg.

Sohn des Rechtsanwalts Friedrich Engisch (1871-1943) und der Dora geb. Urich (1876-1928); seit 1924 verheiratet mit Thekla geb. Schudt (1900-1973); 2 Töchter.
Nach Ablegung des Abiturs im Jan. 1917 leistet Engisch von März 1917 bis Jan. 1919 Kriegsdienst; 1918-1921 studiert er Rechtswissenschaft und Philosophie an den Universitäten Gießen und München. Nach bestandener juristischer Fakultätsprüfung in Gießen im Frühjahr 1921 folgt die Referendarzeit im juristischen Vorbereitungsdienst, die er im Frühjahr 1924 mit der Staatsprüfung abschließt. 1924 wird er an der Universität Gießen zum Dr. iur. promoviert. Seit Juli 1924 ist er Gerichtsassessor im hessischen Staatsdienst, von dem er sich von Aug. 1924 bis März 1934 beurlauben läßt. Zwischen 1924 und 1927 arbeitet er im Anwaltsbüro seines Vaters.
Vom 1. Apr. 1927 bis 30. Sept. 1933 ist Engisch Assistent an der Juristischen Fakultät der Universität Gießen; hier wird er am 12. Juni 1929 für Strafrecht, Prozeßrecht und Rechtsphilosophie habilitiert. Von Nov. 1929 bis Aug. 1930 ist er Lehrbeauftragter für Strafrecht an der Universität Freiburg/Br., von Mai bis Aug. 1932 und Nov. 1932 bis März 1933 an der Universität München. Vom 1. Okt. 1933 bis 31. März 1934 wird er mit der Lehre für Strafrecht an der Universität Gießen beauftragt.
Seit dem 1. Apr. 1934 ist er o. Professor an der Universität Heidelberg. Rufe an die Universitäten Marburg (Nov. 1933), Leipzig (März 1938) und Wien (März 1940) lehnt er ab. Im Juni 1942 wird er durch den Minister des Kultus und Unterrichts zum Rechtsbeirat der Universität Heidelberg und Beauftragten für die Wahrnehmung der Amtsgeschäfte eines akademischen Disziplinarbeamten (Rechtsrat) ernannt. Am 2. Jan. 1946 erfolgt seine Entlassung auf Befehl der amerikanischen Militärregierung, am 5. Dez. 1946 seine Wiedereinstellung als Ordinarius unter Berufung ins Beamtenverhältnis auf Widerruf, seit 16. Dez. 1950 auf Lebenszeit. Im Apr. 1950 lehnt er den Ruf an die Universität Hamburg ab.
Zum SS 1953 verläßt er Heidelberg, um ein Ordinariat an der Universität München anzutreten; hier wird er auch Ende des WS 1966/67 emeritiert.
Am 30. Nov. 1972 erfolgt die Bestellung zum Honorarprofessor an der Universität Heidelberg.

Weitere biographische und bibliographische Angaben zu Leben und Werk von Karl Engisch, s. Drüll, Dagmar: Heidelberger Gelehrtenlexikon 1933-1986. Berlin, Heidelberg u. a. 2009.
zum Anfang  
Stand: 26.3.2009