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Die Neuregelung ist neu ... aus der Mottenkiste
geholt worden; der Sprachwissenschaftler Mentrup (ein Reformbefürworter)
datiert ihre Erfindung auf das Jahr 1829. Man nennt diese Erfindung oft
die Heysesche s-Schreibung; es ist aber nicht ganz klar, ob sie Johann
Christian August Heyse (der 1829 starb) oder seinem Sohn Karl Wilhelm Ludwig
Heyse zuzuschreiben ist.
Jedenfalls fand die Idee wenig Freunde – auch Karl Heyses Sohn Paul
- der erste “richtige” deutsche Literatur-Nobelpreisträger – verwandte
sie offenkundig nicht. Immerhin wurde sie 50 Jahre nach ihrer Erfindung
doch einmal offiziell eingeführt – von 1879 an galt sie in Österreich.
Es sind aber keinerlei Klagen bekanntgeworden, nachdem sie 1902 – zugunsten
der Regelung der 2. Orthographischen Konferenz (wie sie unter “Alte Regelung”
dokumentiert ist) – wieder aufgegeben wurde. Ist die Heysesche s-Regelung
dann nicht ein gescheitertes Experiment? |