LexiconIconographicumMythologiaeClassicae
Bildlexikon der Antiken Mythologie
Forschungsstelle der Heidelberger
Akademie der Wissenschaften
Arbeitsgruppen
in Heidelberg und Würzburg
Zur Ergänzungsbibliographie
Eos, die Göttin der Morgenröte,
verfolgt den Hirten Kephalos, in den sie sich verliebt hat.
Wassergefäß (Hydria) aus Athen 470/60 v. Chr. im Antikenmuseum
der Universität Heidelberg.
Mehr darüber erfahren Sie in
LIMC III S. 747 ff. Taf. 562-583
Was ist LIMC ?
Das Lexicon Iconographicum Mythologiae
Classicae stellt die antiken Sagenbilder in übersichtlicher Form vor:
in alphabetisch angeordneten Artikeln zu einzelnen Sagenfiguren, Göttern,
Heroen, Dämonen und Personifikationen der griechischen, römischen
und etruskischen Mythologie (z.B. Dido oder Culsu).
Das Lexikon wird in acht Doppelbänden
und einem Indexband (-> Publikationen) von einer
internationalen Arbeitsgruppe aus ca. 40 Nationen unter der Koordination
einer Zentraldirektion in Basel erarbeitet (www.limcnet.org). In Deutschland unterstützt
die Heidelberger Akademie der Wissenschaften das Projekt. Forschungsstellen
befinden sich in Heidelberg und Würzburg.
Warum ist LIMC notwendig? Wer braucht LIMC?
Wir kennen die antiken Mythen vor allem
aus schriftlichen Quellen, z.B. aus Epen und Tragödien, die uns jedoch
nur sehr lückenhaft, in einer spätantiken, knappen Auswahl erhalten
sind. Bilder der antiken Sagen finden sich aber seit dem 7. Jahrhundert
v. Chr. bis in die Spätantike sehr zahlreich in allen Gattungen der
antiken Bildkunst und des Kunsthandwerks - von den Friesen und Giebelskulpturen
der Tempel über Wandbilder aus Wohnhäusern und Sarkophage, bis
hin zu bemalten Gefäßen und Öllämpchen. Sie liefern
uns nicht nur zahlreiche neue Mythenvarianten und bezeugen die Existenz
eines Mythos oft lange vor seiner ersten schriftlichen Erwähnung,
sondern geben uns vor allem auch einen Überblick darüber, welche
Themen in verschiedenen Epochen verschiedene Bevölkerungsschichten
interessierten. Die Gründe für diese Auswahl sind kulturgeschichtlich
und soziologisch von großem Interesse.
LIMC ist deshalb von Nutzen
-
z.B. für Archäologen, Historiker und Kulturwissenschaftler,
die sich mit Religions-, Sozial- und Mentalitätsgeschichte beschäftigen.
-
z.B. für Archäologen, die ein fragmentarisch
erhaltenes Bild oder eine ungewöhnliche Namensbeischrift zu erklären
haben und nun mit Hilfe von LIMC schnell Vergleichsbeispiele finden können,
statt wie früher zahlreiche einzelne Publikationen durchblättern
zu müssen.
-
z.B. für Kunsthistoriker, die wissen wollen,
ob ein Bild, das eine antike Sage darstellt, vom Künstler frei erfunden
wurde oder ob er sich von antiken Vorbildern anregen ließ.
-
z.B. für Klassische Philologen, die wissen wollen,
welche Bilder die antiken Zuhörer und Leser mit den literarischen
Texten assoziierten.
Copyright © 1999-2007
LIMC.
Zuletzt geändert von Jürgen Süß am 31.08.2007.