570 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 62 Nationen nutzten die Chance, beim Internationalen Ferienkurs mehr über deutsche Sprache und Kultur zu erfahren.
Der vom Akademischen Auslandsamt veranstaltete Sommerkurs ist damit die mit Abstand größte derartige Veranstaltung an einer deutschen Universität. Das Rahmenthema der Vorträge, Exkursionen und Seminare lautete diesmal "Wandel und Kontinuität Deutschland im europäischen Kontext". So ging es unter anderem um die EU und den Euro, das Europabild der Deutschen, die deutsche Sprache im Kontakt mit ihren Nachbarsprachen und "Das Eigene und das Fremde" im Werk Friedrich Hölderlins. Einige der Dozenten halten dem vier Wochen dauernden Ferienkurs schon seit über dreißig Jahren die Treue. Das Angebot reicht von Anfängerkursen im Sprachlabor bis zu Seminaren für ausländische Deutschlehrer und Germanisten. In jedem Jahr entschließen sich Gäste, ihre Studienzeit in Heidelberg noch etwas zu verlängern.
Das professionelle Organisationsteam um Auslandsamts- und Ferienkursleiter Dr. Joachim Gerke sorgte für ein attraktives Programm, auch außerhalb des Unterrichts. Klassenfeste, Stufenfeste, Disco, Riverboat-Shuffle die Feten des Ferienkurses sind berühmt. Auch an den Wochenenden konnten die Gäste an Ausflügen teilnehmen und zum Beispiel nach Köln, Nürnberg, Trier oder Weimar fahren. Sehr gefragt war auch der Drei-Tages-Trip nach Berlin. Den ersten Ferienkurs organisierte die Universität Heidelberg als erste Hochschule Deutschlands im Jahr 1926. Damals kamen 60 Studierende nach Heidelberg, heute sind es zehnmal so viele. Auch die "Staatswissenschaftliche Austauschstelle beim Institut für Sozial- und Staatswissenschaften", aus der 1925 der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hervorging, hatte ihren Sitz ursprünglich in Heidelberg unter dem Vorsitz von Alfred Weber. 1925 zog der DAAD nach Berlin, heute hat er seine Zentrale in Bad Godesberg.

Eine Taube, die während der Eröffnungsfeier durch die Neue Aula flatterte und sich auf eine Lampe setzte, deutete Rektor Jürgen Siebke in seiner Begrüßung als Zeichen dafür, "daß interessierte Jugendliche aus aller Welt diesen Ferienkurs auch in Zukunft lebendig erhalten werden".