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Die Geschichte des FWB

 
Das Frühneuhochdeutsche Wörterbuch wurde 1977 von den Germanisten Robert R. Anderson, Ulrich Goebel und Oskar Reichmann gegründet. Ziel war die Schließung der lexikographischen Lücke zwischen dem Mittelhochdeutschen und dem Neuhochdeutschen. Die Begründer waren damals der Meinung, das gesetzte Ziel innerhalb von 15 Jahren in einem dreibändigen Werk erreichen zu können. Die Zusammenstellung des Corpus und dessen Exzerption ließen aber bald erkennen, dass dies weder hinsichtlich des Umfangs noch hinsichtlich der Bearbeitungszeit möglich sein würde.

Die Leitung des Projektes ist seit seiner Begründung an den Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Sprachgeschichte (Inhaber bis 2005: Prof. Dr. Oskar Reichmann) an der Universität Heidelberg gebunden. Von dieser Stelle aus wurden und werden auch weiterhin alle Arbeiten koordiniert.










Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg

 

FWB-Exzerpte

Die lexikographische Konzeption des Wörterbuches und die Zusammenstellung des Quellencorpus erfolgten im Jahre 1977 durch Oskar Reichmann. Darauf folgte die zum Großteil von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Exzerption des Corpus – da die Computermöglichkeiten damals noch äußerst beschränkt waren, nach der klassischen Zettelmethode – sowie die von der Universität unterstützte Ausarbeitung der ersten Lieferungen. Die genannten Förderungen liefen im Jahre 1994 (Universität) bzw. 1998 (DFG) aus; eine weitere Unterstützung durch Drittmittelgeber konnte trotz des kontinuierlichen Erscheinens des Werkes seit dem Jahre 1986 bis auf den heutigen Tag nicht erreicht werden. Doch der Enthusiasmus der einzelnen Bearbeiter ist ungebremst. Unterstützt wird er durch die Förderung des Instituts für deutsche Sprache in Mannheim, das sich bereit erklärt hat, für die Bände 4 und 12 vollständig und für den Band 7 für die Dauer von 2,5 Jahren in die Herausgeberschaft einzutreten und damit auch die Finanzierung der jeweiligen Bearbeiterstelle zu übernehmen. Dadurch konnte Band 4, bearbeitet von Joachim Schildt, bereits fertiggestellt werden.

Da von vorneherein klar war, dass der Text eines inzwischen auf dreizehn Bände berechneten Wörterbuches nicht von einer einzigen Person verfasst werden kann, versuchte Oskar Reichmann die bereits in der Barockzeit verfolgte Idee zu realisieren, das gesamte Alphabet in eine bestimmte Anzahl von Strecken zu unterteilen und jede dieser Strecken an einen freien Mitarbeiter zur Bearbeitung zu übergeben.

Die ersten Lieferungen wurden noch mit der Hand auf Papier geschrieben und gingen als Typoskript an den Verlag. Eine elektronische Speicherung der Daten des ersten Bandes wurde durch Überspielen auf ein Magnetband vorgenommen – leider kann man das heute nicht mehr lesen ...

Eine Initiative von Ingrid Lemberg, die heute Mitarbeiterin am Deutschen Rechtswörterbuch ist, führte mit der Zeit zum Einsatz des Computers bei der Texterfassung, so daß den Verlag seit diesem Zeitpunkt Disketten erreichen.


Manuskript der 1. Lieferung