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Der Nutzwert des FWB – Probeartikel

 
Nicht nur Germanisten finden im Frühneuhochdeutschen Wörterbuch ein Hilfsmittel. Historiker können darin Angaben und Hinweise zur Semantik der in Quellentexten gebrauchten Wörter finden. Theologen wie Naturwissenschaftler, die noch auf die Aufbereitung des Wortschatzes großer Gestalten ihrer Disziplinen – wie Martin Luther oder Thomas Murner – oder auf die Erschließung bestimmter Textsorten – z. B. der Weistümer – warten, finden wichtige Informationen. Auf dem Gebiet der frühneuzeitlichen Rechtsgeschichte wird das FWB zum umfassenden Nachschlagewerk neben dem Deutschen Rechtswörterbuch.

Natürlich soll das FWB speziell den Ansprüchen genügen, die Sprachwissenschaftler an ein Forschungsinstrument stellen; die sogenannte onomasiologische Vernetzung (Angabe bedeutungsverwandter Wörter) erlaubt z. B. Wortfeldanalysen, die Angabe von Syntagmen Untersuchungen zur historischen Syntax usw. Aufgrund der übersichtlichen und nicht allzu theorielastigen Gestaltung ist das Wörterbuch außerdem für den interessierten Laien eine Fundgrube für unterschiedlichste Suchfragen.

Lesen im Wörterbuch? Überzeugen Sie sich selbst und schlagen Sie einmal die Artikel arbeit, arche oder arm auf! (Um die verwendeten Sonderzeichen adäquat wiedergeben zu können, liegen sie als PDF-Dateien vor.)

Neugierig geworden? Wußten Sie übrigens, daß der Beruf des Goldgräbers in frühneuhochdeutscher Zeit nicht besonders lukrativ war, da es sich hierbei um den städtischen Latrinenreiniger handelte? Oder haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, ob Luthers Einfluß auf das Neuhochdeutsche vielleicht doch größer gewesen sein könnte, als manche Leute wahrhaben wollen? Schlagen Sie nach! Jede gute Bibliothek hat das FWB. Sie erkennen es an seinem auffällig gelben Einband.

Thomas Murner (1475–1537)