Unterrichtsmaterial Seminar Balint-Gruppenarbeit
Einführung in die Gruppenarbeit nach Michael Balint
Helmut Zappe, zuletzt durchgesehen Mai 2000

Inhalt des Seminars

Exkursion
Falls Interesse besteht, kann ein Besuch des Monte Verità organisiert werden. Der Monte Verità war Ursprungsort vieler revolutionärer Ideen, unter anderem auch der studentischen Balint-Gruppen.

Literatur
M. Balint (1964, 1. Aufl.) Der Arzt, sein Patient und die Krankheit. Klett-Cotta, Stuttgart
S. Freud (1916, 1. Aufl.) Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. Fischer, Frankfurt
S. Ferenczi (1908, 1. Aufl., Hrsg. M. Balint) Schriften zur Psychoanalyse. Fischer, Frankfurt
B. Luban-Plozza, H. Mattern, W. Wesiack (1983) Der Zugang zum psychosomatischem Denken. Springer, Heidelberg

Internationaler Balint-Preis für Medizinstudenten ("Ascona-Modell")
Das Ascona-Modell (WHO) verwirklicht Grundelemente der Ausbildung des zukünftigen Arztes. Es zeigt einen Weg, die Arzt-Patienten-Beziehung in die Gesamtdiagnose und Gesamttherapie einmünden zu lassen und sie im Einzelfall entsprechend zu nutzen.
Kontaktadresse:
Prof. Dr. med. Dr. h.c. B. Luban-Plozza
Fondazione Medicina Psicosomatica e Soziale
CH-3312 Ascona

Der Balint-Preis wurde zweimal an Teilnehmer des Heidelberger Balint-Seminars für ihre herausragenden Arbeiten verliehen.


 

Michael Balint, Arzt und Biochemiker.
Der 1896 in Ungarn geborene Balint emigrierte 1939 nach England, wo er 1970 starb. Seine umfangreichen Forschungen über die sogenannte Grundstörung, die im ersten Lebensjahr des Kindes entstehen kann, bauen auf Gedanken seines Lehrers Sandor Ferenczi auf. Bekannt wurde Balint durch die von ihm begründeten Balint-Gruppen, die Ärzten, Lehrern und in sozialen Berufen Arbeitenden psychoanalytische Erfahrungen vermitteln sollten. "Ich habe Freud verehrt und Ferenczi geliebt" (Michael Balint).

Hauptwerk: Der Arzt, sein Patient und die Krankheit (1957).


Sandor Ferenczi (links) mit Sigmund Freud (1918).
Ferenczi erhielt den ersten Lehrstuhl der Welt für Psychoanalyse in Budapest. Er war über lange Zeit Freuds engster Freund und "lieber Sohn".

 

 

 

 

 

 


Ascona, am Fuße des Monte Verità.
Ursprungsort der von Boris Luban-Plozza initiierten studentischen Balintgruppen.

 

 

 

 

 


Prof. Hansjakob Mattern 1986 im Kreise "seiner" Studenten des Balint-Seminars auf dem Monté Verità bei Ascona.