Kulmer Handfeste <lateinisch> 1233

weitere Bezeichnungen: Ius Culmense 1233
beteiligte Personen: Aussteller Hermann <von Salza>
Daten: Kulm 1233-12-28 Ausstellung des Originals
Kulm 1244 Original verbrannt
Kulm? 1431 Erstellung der erhaltenen Abschrift
Sprache: lateinisch
lat
Intention: dokumentierend
sozial bindend
legitimierend
informierend
Textsorte: Stadtrecht
Privileg
Inhalt
Inhalt: Den Städten Kulm und Thorn werden die Selbstverwaltung, die Unabhängigkeit der Gerichte und ihr Landgebiet zugesichert. Ihre Bürger erhalten das Recht, Landgüter zu erwerben, Jagd und Fischfang auszuüben, Bodenschätze zu nutzen und Mühlen zu bauen. Sie werden zugleich zur Heerfolge sowie zu Abgaben an den Orden und zum Kirchenzehnt verpflichtet. Für das ganze Kulmer Land gilt eine einheitliche Münze.
Inhaltsklassifikation: Gerichtsbarkeit
Besitz an Grund und Boden
Rechte des Deutschen Ordens
Details
Textgeschichte
Beziehung zu früheren Texten: Einfluss von Bergrecht Freiberg A
Beziehung zu späteren Texten: Bestätigung und Erweiterung in Erneuerte Kulmer Handfeste <lateinisch> 1251
Einfluss auf Alter Kulm
Einfluss auf Neun Bücher Magdeburger Rechts 1400
Einfluss auf Unterrichtung zum Kulmer Recht
Überlieferung: Das Original von 1233 ging 1244 (wahrscheinlich beim Angriff des Herzogs Svantopolk von Pommerellen auf Kulm) verloren und wurde 1251, leicht verändert und erweitert, nochmals ausgestellt.
Wirkung: Unter dem Namen Kulmer Recht wird die Handfeste zum Modell für die Privilegierung von über 220 Städten und vielen Dörfern auch außerhalb des Kulmer Landes. Noch im 18. Jh. kommt es zu Städtegründungen nach Kulmer Recht.
Herkunft der Angaben: KulmHdf.2 4ff. u.ö.
VerfLex. Bd. 5, Sp. 433-436
HRG. II Sp. 1244-1246
LexMA. V Sp. 1564-1565
°Arnold, Udo [Red.] ; Andergassen, Leo 1990 74-76

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