Freiberger Statuten 1676

beteiligte Personen: Auftraggeber Rat der Stadt Freiberg
Verfasser Graupitz, Jeremias
Daten: Freiberg/Sachsen 1670 Erste Aufforderung der Bürgerschaft an den Rat zu Revision und Druck des Stadtrechts
Freiberg/Sachsen 1671-02-06 Einrichtung eines Ausschusses zur Vorbereitung eines Beschlusses über Neubearbeitung
Freiberg/Sachsen 1674-04-09 Beschlussfassung durch den Rat und Ausarbeitung durch den Bürgermeister Jeremias Graupitz
Freiberg/Sachsen 1675-09-13 Vollendung der Überarbeitung
Freiberg/Sachsen 1676-04-08 Vorlage des Konzepts im Rat, der Prüfung durch mehrere Instanzen und Bitte um Konfirmation an d. Kurfürsten
Freiberg/Sachsen 1677-09-17 Publikation der Statuten der Bürgerschaft 'bis auf kurfürstliche Confirmation'
1676 bis 1691 Versuche, die Konfirmation des Kurfürsten zu erlangen, scheitern
Intention: sozial bindend
Textsorte: Stadtrecht
Stadtbuch
Statutenbuch
Inhalt
Inhalt: Überarbeitung des Freiberger Stadtrechts von um 1300 unter Auslassung des nicht mehr gültigen Rechts und Modernisierung bzw. Neuaufnahme von ungeschriebenen Rechten, städtischen Gebräuchen, Willküren und Gewohnheiten.
Textgeschichte
Beziehung zu früheren Texten: Bearbeitung von Stadtbuch Freiberg 1296-1305
Überlieferung: Erhalten sind die wohl als das dem Rat am 8. April 1676 vorgelegte Konzept zu identifizierende Handschrift des Freiberger Ratsarchivs ('Project derer Freybergischen Statuten auf E. E. Rathes Begehren wohlmeinend verfertiget von Jeremias Graupitzen p. t. cons. ib. mpp. Anno 1676') (A) und eine Abschrift der Statuten in ihrer korrigierten Fassung in einer Akte des Hauptstaatsarchivs Loc. 30595 Canzley-Acta die Statuten und Privilegien der Stadt Freiberg betr. 1294ff., fol. 28-114, 116-143, bei der es sich um das an den Kurfürsten entsandte Exemplar handelt (B). Eine weitere Abschrift des korrigierten Originalkonzepts befand sich im Freiberger Ratsarchiv, bis Klotzsch sie für seine Bearbeitung einer Ausgabe der Statuten heranzog; nach seinem Tod (1789) gelangte sie in den Besitz des späteren Markscheiders und Kämmerers Johann Friedrich Freiesleben; nach dieser Handschrift erfolgte der 1803 publizierte Druck durch Johann Chr. Friedrich Gerlach, der auch Klotzschs Anmerkungen mit abdruckte. Der Verbleib dieser Abschrift ist unbekannt. Weitere Abschriften des 18. Jahrhunderts finden sich in der Sächsischen Landesbibliothek Dresden (L. 381) und in der Ponickauschen Bibliothek in der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt (Jurid. 26), letztere eine Abschrift der ersteren (Ermisch).
Herkunft der Angaben: Unger,FreibergerStadtrechtsbuch,1999 75
FreibergStR. p. 87-91
Hinweise / Kommentare: korr. VK

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