Eleonore <von Österreich>: Pontus und Sidonia (Version A)

beteiligte Personen: Bearbeiter? Eleonore <von Österreich>
Daten: 1449/1465 Übersetzung der Vorlage "Ponthus et la belle Sidoyne"
Intention: unterhaltend
Textsorte: Roman
Inhalt
Inhalt: Der Roman erzählt die Geschichte des Königssohns Pontus, der durch die Heiden sein Erbe, das christliche Königreich Galicia, verliert. Am Hof des Königs von Klein Britannia wächst er zu einem vollkommenen Ritter heran, gewinnt die Liebe der Königstochter Sidonia und erhält sie nach einer langen Reihe von Bewährungsproben zur Frau. Er gewinnt das Reich seines Vaters für den christlichen Glauben zurück und beherrscht gemeinsam mit Sidonia Galicia und Klein Britannia.
Inhaltlich weichen weder Fassung A noch Fassung B nennenswert von der Vorlage ab; A ist stärker gerafft, zurückhaltender und knapper als B.
Inhaltsklassifikation: Motiv: mehrmalige Trennung der Liebenden
Motiv: Rückeroberung des an die Heiden verlorenen Reichs
Textgeschichte
Beziehung zu früheren Texten: Bearbeitung (deutsche) von Ponthus et la belle Sidoyne
Überlieferung: Überliefert in einer Handschrift und in einer Vielzahl von Drucken, deren erster bekannter drei Jahre nach Eleonores Tod erfolgte.
Wirkung: Die Zahl der Drucke wie die Verkaufszahlen sprechen für den großen Erfolg des Werks und begründeten seine Wirkung im 16. und 17. Jahrhundert.
Zitiert durch Johann Agricola, 750 Teutsche Sprichwörter; Wickram, Galmy; Valentin Schumann, Nachtbüchlein; Fischart, Podagrammisch Trostbüchlein; Moscherosch, Geschichte Philanders; Gryphius, Peter Squentz. Pontus-Stücke verfasst durch Heinrich Hoffot, Hans Sachs und Georg Roll; der Autor der Historie von dem gehörnten Siegfried baut eine Jagdszene nach. Das Liebespaar ist Gegenstand von Volksliedern.
Herkunft der Angaben: VerfLex. Bd. 2, Sp. 470-473
LexMA. III Sp. 1809
°Eleonore <Österreich, Herzogin> 1997 12
Hinweise / Kommentare: Die Datierung der Entstehung des Werks geht zurück auf Eleonores Eintreffen am Hof ihres Mannes 1449 als Terminus post und die Datierung der erhaltenen Handschrift der Fassung A aus dem Jahr 1465 als Terminus ante quem.

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