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FivelgoR. 178

Thet sent emes lawa: Hwersa en mon sterft an hi hebbe brodersbern and sustersbern, sa sent tha sustersbern alsa schildich to tha lawm sa tha brodersbern.
[Dies ist der Nachlaß eines Mutterbruders: Wenn ein Mann stirbt und er Bruderkinder und Schwesterkinder hat, so sind die Schwesterkinder ebenso berechtigt zu dem Nachlaß wie die Bruderkinder.]
Thet sent thredknies lawa: Hwersa brodran sen and hia tha sustera vtbeliat an thib other bern thiuch and thet bern en other, sa istet bern to tha thredda ekemen. Alsa thio suster sterf, sa achgen tha niftline alsa fule on hira feders fetha lawm sa thi brother. Liwath thi broder nout an hede se ene suster, sa urfeng thes broders bernesbern thes dada suster. Heth hio en goud a fremetha flette wonnen, sa feng thio suster alsa fir on tha lawa sa thi broder, there sustera bern alsa fir sa there brodera bern.
[Dies ist der Nachlaß eines Verwandten im dritten Grade: Wenn Brüder da sind und sie ihre Schwestern aussteuern und der eine ein Kind zeugt und das Kind wieder eines, so ist das (letzte) Kind ins dritte Glied gekommen. Wenn die Schwester stirbt, so haben die Großnichten ebensoviel Recht auf den Nachlaß der Tante ihres Vaters wie der Bruder [der Erblasserin]. Lebt der eine Bruder nicht (mehr) und hatte sie eine Schwester, so schließt des Bruders Kindeskind die Schwester der Toten aus. Hat sie ein Gut in fremd er Familie erworben, so erhält die Schwester ebensoviel von dem Nachlaß wie der Bruder, die Schwesterkinder ebensoviel wie die Bruderkinder.]

fon lawm.

[Vom Nachlaß.]

[2] Lawa left ma fort and vrbec, vrbec to tha fedria and fort to tha newa.
[2 Einen Nachlaß vererbt man in fallender und in steigender Linie, in steigender Linie auf den Vatersbruder und in fallender Linie auf den Neffen.]
Hwersa en mon sterf and hi hebbe broderesbern jefta sustersbern, fedria iefta fetha, em iefta modria, sa lefther alsa wel vrbec to tha aldrum sar fort tho tha iungerum bi monhaudum.
[Wenn ein Mann stirbt und er Bruderkinder oder Schwesterkinder, Vatersbruder oder Vatersschwester, Mutterbruder oder Mutterschwester hat, so vererbt er sein Gut sowohl in steigender Linie auf die Eltern wie in fallender Linie auf die Jüngeren nach Köpfen.]

fon laum.

[vom Nachlaß.]

[3] Hwersa en mon ene wida nimth and hio en bodel er ethelat heth an fremetha flette, hwersa sin bodel marra se sa lessa, sa hire goud se marra, wint hio bern on there were, sa ist alle mene. Kumth him en bodel to iefta hire mith lawm, sa hwert thet in thene monda.
[3 Wenn ein Mann eine Witwe heiratet und sie zuvor Hab und Gut in fremder Familie erworben hat, so ist es (ihnen) völlig gemeinsam, falls sie Kinder in der Gütergemeinschaft bekommt, ob sein Vermögen mehr oder weniger oder ihr Gut größer ist. Wird ihm oder ihr Hab und Gut durch Erbschaft zuteil, so geht es in den Gemeinbesitz über.]

noch bet fon lawm.

[Noch mehr vom Nachlaß.]

[4] Hwersa en mon twia wiwat and aidra tyd berne thiuch, sa hi sterft and tha twina bern dela schen, heft thet letere wif en bodel in tha were brocht, sa nimth hio thet alles fara of; thenna agen tha arra bern thet halue bodel. Therefter sa ach hiu thet goud, ther se ofnimen heth, to tha halua bodel to ledsane and thet goud riucht a twa to


vgl. DRW: Mannshaupt

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