Titulus et pena colligentium aliena ligna et fenum
Art. 73. Der einem sein gewunnens holtz hin
fùrt
Wer dem andern sein haw´ oder sein gewunnens holtz hin fùrt, hat er da pfant umb, so sol er auf sein pfant bereden, daz er
im daz haew oder daz holtz genomen hab; hat aber er nicht pfant, so sol man sein laugen dar umb nemen mit seinem ayd, und sind beid dem gericht nichtz schuldich [Hier beginnt S. 87 der Edition]
dar umb, ez mòcht dann iener war gemachen mit zwain, die ez wars westen, die mit im swern, daz er im sein holtz oder hæw genomen hab, daz sol man im gelten mit der zwigùlt, dem richter halb als vil.
Art. 74. Der holtz ab hawet
[Hier beginnt fol. 19r (früher: 13r)] Hawet ein man dem andern sein holtz oder maet oder sneit im sein graz ab, und ist im sein an laugen
und hat er pfant dar umb, daz sol er im gelten mit sechs und dreizzick pfenning; taùcht aber ienem sein schad ze groz, daz er der sechs und dreizzick pfenning nicht genemen mòcht oder wolt,
so sol er seinen schaden betiuren mit seinem ayd, und den sol man im mit der zwigùlt gelten und dem gericht halb als vil, und sol der sechs und dreizzick pfenning ledich sein; laugent aber er sein
und hat nicht pfant von im, so sol zwischen in geschehen, waz recht ist.Art. 75. Der marchbaum haut
Hawet er marchbaum oder panholtz, die auz gezeichent sint, man sol im haw´t und har abslahen oder er sol ez lòsen mit anderthalben pfunt pfenning von dem, dem der schad geschehen ist, und dem gericht als vil; laugent
aber er sein und hiet der chlager von im nicht pfant, so sol zwischen ir geschehen, waz recht ist.Art. 76. Waz panholtz ist
Wir haben erfunden, waz panholtz gesein mùg
oder nicht, da sprech wir umb: und swer eins holtz, ez sey aygen oder lehen, dez er gesezzen sey pey rechter nutz und gewer an all ansprach, daz mùg wol sein
panholtz gehaizzen und sein; wolt da ieman wider sprechen, mòcht er dann sein holtz zuo seiner nutz und gewer
mit dem rechten verantwurtten, als daz puoch sagt, dez sol er geniezzen.
vgl. DRW: gesessen (III 4)