Wort davor: Rosogliomacher
Roß
Wortklasse: Neutrum
sprachliche Erläuterung:
ae. und afries. hors; auch dim.
Roß (I)
Erklärung:
Pferd als Reit- und Nutztier.
bedeutungsverwandt:
Füll,
Gaul,
Hengst,
1Page,
Pferd (I),
Roßvieh.
Roß (I 1)
Erklärung:
im Rechtsverkehr: zB. als Bestandteil des Heergewätes bzw. des Todfalls, der Morgengabe
(I), rechtlich als Fahrhabe gewertet.
- Belegtext:
so sal de vrowe to herwede irs mannis svert geven, unde dat beste ors oder perd gesadelet
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.)LR. I 22 § 4
Textarchiv: SspLR. I 22
- Belegtext:
die vrouwe sal geben zuo herwete ires mannes swert vnde sin ors oder sin beste phert gesadelet vnde das beste harnasch, daz her habete, zuo eines mannes libe, do her starp, binnen sinen weren
Datierung: 1261
Fundstelle: BreslUB. 23
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- Belegtext:
waz værnde gvot heizet. golt. vnd silber. vnd edel gesteine. vihe. ros. vnd allez daz man triben. vnd tragen mac
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(Langform Z) LR. Art. (L.) 168a
- Belegtext:
ist ein eigen man ritter er mac niht mere [als Morgengabe] geben wan ein ros oder ein vihe
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(Langform Z) LR. Art. (L.) 18
- Belegtext:
seinem phaffen mag man wol ein ros in wertleichem gericht anphahen, wan ein ros ist nicht ein geistleich dinch
Datierung: um 1330
Fundstelle: BrünnRQ. 402
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- Belegtext:
das best hopt ros rinder oder ander lebendes guot
Datierung: 1400
Fundstelle: Geschfrd. der 5 Orte 38 (1883) 32
- Belegtext:
der frei gebaur und frei leute die nicht ritter sein, die mogen geben iren weiben zu morgen gabe ein roß
Datierung: 15. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Schwsp.Var.
Fundstelle: WSB. 73 (1873) 454
- Belegtext:
das comodatum besteet in beweglichen guetern, als in einem wagen, in einem pflueg vnd sich bewegenden ... thiern, in einem menschen, roß, ochsen
Datierung: um 1500
Fundstelle: Summa legum 416
- Belegtext:
zu rechtem haubtfall ... von einem man sein böstes roß und von einer frauen die böste kuehe
Datierung: 1546/1764
Fundstelle: WürtLändlRQ. III 254
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- Belegtext:
von einem hauptvech roß, rind, küg oder schwin vier den. [Zoll]
Datierung: 1548
Fundstelle: NydauFrhB. 52
- Belegtext:
das der vatter gwalt habe, dem sun roß harnisch gweer vnd kleider zeuergaben
Fundstelle: JaunLR. 1560 S. 51
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- Belegtext:
das der vatter gwalt habe, dem sun ross, harnisch, gweer und kleider zevergaben und die mutter der tochter ir morgengab, houptgwand, kleider und kleinotter
Fundstelle: JaunLR. 1560 S. 25
Roß (I 2)
Erklärung:
Dienst mit dem Pferd: Spanndienst, Einsatz für das Gemeinwohl in Notsituationen und beim Militär; Abgabe auf das Tier.
vgl.
Roßauszug,
Roßdienst,
Roßlehen,
Roßlohn,
Roßmenne.
- Belegtext:
gebures gerihte ... gif he aferað, ne ðearf he wyrcan ða hwile ðe his hors ute bið [des Bauern Rechtspflichten ... wenn er Spanndienst leistet, braucht er die Zeit,
da sein Pferd draussen ist, nicht zu arbeiten]
Datierung: um 1020/30
Fundstelle: Liebermann,AgsG. Rect 4
- Belegtext:
wer vircik huben ader mer coufet von vnzeme hus, der sal mit vollem wafene vnd mit eime verdacten rosse ... vnd mit anderen zwen pherden dinen
Datierung: nach 1251
Region/Autor/Textsorte:
Kulm
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 39
- Belegtext:
ez ensol nieman ovf den andern invarn, noch leisten vmb dhein gvelt, div hinder zehen pfvnden ist, noch dhein ros noch hengst setzen, vmb dhein gvelt hinder drin pfvnden
Datierung: 1281
Region/Autor/Textsorte:
Regensburg
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 410
- Belegtext:
weret dat uns enes orleges not anstuende, des we uns irweren mosten ... so scolle we van H. holden teyn man up orsen unde teyn man uppe hinksten
Datierung: 1328
Fundstelle: QuedlinbUB. I 82
- Belegtext:
ob daz ist daz ayn richter ayn ros in der ... statt dinst ze tod reyt, daz ist man nicht pflichtig noch schuldig ze geben
Datierung: 1391
Fundstelle: MHungJurHist. V 2 S. 1
- Belegtext:
wann die äbtissin ausfahren will, so soll man von jedem lehen ein roß zu ihrem kammerwagen leihen
Datierung: 1444
Fundstelle: NeuburgKollBl. 53 (1889) 40 Anm.
- Belegtext:
welicher inwoner ... aigne roß hat, derselb soll dem hirten järlichen ain holtzfart tun ongeverde
Datierung: 1480
Fundstelle: WürtLändlRQ. I 14
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- Belegtext:
die von H. gent das holz zu dem hohen gericht, ursach das man in uf ir begern urtel gibt uber ros und hert
Datierung: 1494
Region/Autor/Textsorte:
Unterelsaß
Fundstelle: GrW. V 512
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- Belegtext:
soll demnach hierauf ein creyß den andern verstaendigen, ... wie hoch sich eins jeden huelff zu roß und fuß, auf den einfachen reichs-anschlag erstrecke
Datierung: 1555
Region/Autor/Textsorte:
RExekO.
Fundstelle: RAbsch. III 32
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- Belegtext:
daß sich desselben crays doppelhülff auf 400 zu roß ... erstreckt
Datierung: 1564
Fundstelle: Moser,KreisAbsch. I 359
- Belegtext:
wofern dan das erfallene gut pferdscurmutig, soll der halfman, so die guter bauet, schuldig sein alle seine roß und pferd zu B. uf den hof sitzent gerichts ufzuleiten, umb zu besehen, welcher unter denen das beste
Datierung: 1577
Fundstelle: RhW. II 2 S. 178
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- Belegtext:
so einer ein magers ammächtiges roß an die robath schickt und ein bößers daheimb hat, ist er verfallen 72 (pfennig)
Datierung: um 1600
Region/Autor/Textsorte:
Oberösterreich
Fundstelle: ÖW. XII 833
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- Belegtext:
die gültrüstung zu roß oder gültpfärd
Datierung: 1606
Fundstelle: ZSteir. 13 (1915) 83
- Belegtext:
von judenzeichengeld in und zwischen den messen sollen hinfürder von jedem roß 6 gute albus vom juden fallen
Datierung: 1614
Fundstelle: VeröfflFrankf. VII 2 S. 551
- Belegtext:
dass ein landtmann macht und gewahlt haben sölle, seine mannschaft, ross und harnisch zu vergaben wäm er will
Datierung: 1623
Fundstelle: Niedersimmental 111
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
wegen der gültrüstung zu roß
Datierung: 1640
Fundstelle: ForschSteierm. VII 464
- Belegtext:
ist ein jeder schuldig, mit fleiß daran zu seyn, daß er mit seinem roßdienst sich zu allen zeiten ... an roß, mann, gewehr und waffen der musterrolle gemaeß fertig halte
Datierung: 1650
Fundstelle: EstRitterLR. 474
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- Belegtext:
ist ... ein aufschlag erganngen zu roß unnd fueß und dem 10. mann aufbotten wordten
Datierung: 1652
Fundstelle: SteirGBl. 5 (1884) 15
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- digitalisiert im Rahmen von "austrian literature online (ALO)"
- Belegtext:
der cammerholden robath ... alwo die inleuth 6 tag, die roß haben 12 tag im jahr zue robathen schuldig
Datierung: 1654
Fundstelle: NÖLO. V 2, 4 § 5
- Belegtext:
[bei feürsprunst] solle ... die burger und gmainpauern, welche roß haben, mit laitvaßern ... zuezulaufen ... schuldig sein
Datierung: 1660
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 119
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- Belegtext:
auf den sauanger sollen nur die jenigen burger, so anvor robatroß halten mießen ... wer aber zuwider deßen zwai roß hinauß treibt oder ein anderer der kain robatroß bedarf, solle er alsobalden umb 6 ß (pfennig) gestraft ... werden
Datierung: 1687
Region/Autor/Textsorte:
Steiermark
Fundstelle: ÖW. X 129
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- Belegtext:
es soll ieder zeit ein ganzes lehen mit 4 rössern robathen, es sei in ackern holzfuhren heigen und antern fuhren
Datierung: 17. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 610
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- Belegtext:
[es] solle ein jeder, der sich mit einem roß in dise rodordnung eingelassen, alle waren, so ihme zu seiner zeit auf der rod zu füehren gebüeren, das jahr
hindurch, so oft es ihme trüfft und einem vom rodmaister geboten würd, alsobalden füehren
Datierung: 1731
Region/Autor/Textsorte:
Vorarlberg
Fundstelle: ÖW. XVIII 230
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- Belegtext:
der ... chur-fuerst ... gebetten [hat, es] ... von wegen solcher grafschafft zur reychshuelff bey zween zu roß vnnd fuenffen zu fuß bleiben zu lassen
Datierung: 1746
Fundstelle: Moser,StaatsR. 26 S. 399
- Belegtext:
gesambte burgerschafft ist schuldig, alle frohnden mit roß und handt zu dem aldasigen schloß zu thuen, das seie zum bawen oder haußhaltung
Datierung: 1748
Fundstelle: Wiesloch 722
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Roß (I 3)
Erklärung:
ein Pferd oder Reiter und Pferd als Bezugsgröße für Meßbares.
vgl.
Roßbau,
Roßläde,
Roßlast,
Roßlauf,
Roßlege.
- Belegtext:
die weil ... der man ... auf ein ros ... sitzen mag ... vnd ein meil gereiten mag, die weil mag er halten vnd lazzen, als ob er vierzich iar alt wære
Datierung: 1275/76
Fundstelle: Dsp.(Eckh.1971)LR. Art. 49 § 1
- Belegtext:
man mac och wol ane sin [lantrihtær] vrlop einen hof an ebenr erde vmbe vahen mit einr mvr als hoh daz ein man sitzende vf einem rosse oben an die mvre mit einr hant reiche
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(Langform Z) LR. Art. (L.) 143b
- Belegtext:
man muz ouch wol vesten einen hof mit czunen oder mit stecken alz hoch als man gereichen mac uff eime ross siczende
Datierung: 1357/87
Fundstelle: MeißenRB.(Oppitz) VI 20 Dist. 5
- Belegtext:
ez sul auch ein iczlich man uberschuz als hoch von unden erhaben sin, das ein man uff eime spenischen rosse darunder her geriten muge unangerurt. wer uber das anders tut, der ... muz rumen mit sins selber schaden
Datierung: 1357/87
Fundstelle: MeißenRB.(Oppitz) II 2 Dist. 3
- Belegtext:
ob ein persohn flichtigen fueß sözt umb todtschlag ... und daß perkrecht erraicht, der solle drei tag darinen freiheit haben. und ob ihme einer zu füssen nachsözet, so ist derselbig von iedem raißspiess
verfallen zween und sechzig schilling; kumbt im aber einer zu roß nach, so ist er von iedem raißspieß-weit verfallen fünf gulden reinisch
Datierung: 1407 (Hs. 1687)
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. IX 117
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- Belegtext:
von iedem ziehenden haubt, es seye ross oder rinder, zwey viertel korns kernensteuer
Datierung: 1462
Fundstelle: SchwäbWB. IV 345
- Belegtext:
es soll ain ieder wendlstat raumen dreier roß lang mit dem gschier
Datierung: 16. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. IX 197
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Roß (I 4)
Erklärung:
bei dem Verbrechen der Sodomie.
vgl.
Kuhgeheier.
Roß (I 5)
Erklärung:
dem Tier zugefügter Schaden.
- Belegtext:
hwamis hors so ma dolghet, ther en man mith leither bileith hath and mith tame halt, soe scel ma hit beta, als oft hem selme den were [wenn man jemands Roß, das
einer mit einem Sattel belegt hat und am Zaume hält, verwundet, so soll man es büßen, als ob es ihm (dem Eigentümer) selbst getan wäre]
Datierung: um 1300 (Hs. 1464)
Fundstelle: WesterlauwersR. I 474
Textarchiv: WesterlauwersR. I 474
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- Belegtext:
ob ein knecht in seines herren geschefften ist, mit seinem eigenen roß, wird es ihme erschoßen oder genommen, oder andere seine sachen raublich vnnd diebisch endwendett; der herr ist es ihm schuldig zue erstatten
Datierung: 1628
Fundstelle: Apel,Collect. 39
Roß (I 6)
Erklärung:
durch das Tier zugefügter Schaden.
- Belegtext:
jef thet hors dulgat anne man, ast sine here hine mith tame halt and mith lere bileith hath, so schel hit beta, ascha hit self deen hethe, ner hit were buta sijn witscippe her
schyn and vvr zijn wald ronne [verletzt ein Roß einen Mann, wenn sein Herr es am Zaume hält und mit einem Sattel belegt hat, so soll dieser es büßen, als ob er es selbst getan hätte, es
sei denn, daß es da ohne sein Wissen geschehen und (das Roß) gegen seinen Willen durchgegangen wäre]
Datierung: 13./14. Jh. (Hs. 1464)
Fundstelle: WesterlauwersR. I 552
Textarchiv: WesterlauwersR. I 552
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- Belegtext:
ob ein ros oder ... ein ander tiere iemant laidigt, so schol der herre dez selben tiers, ob er wil, um iz veriehen rechtleich
Datierung: um 1330
Fundstelle: BrünnRQ. 403
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Roß (I 7)
Erklärung:
Entwendung des Tieres.
- Belegtext:
ef en man en oerem dis bitigheth, dat hi habbe zijn hors raeflike riden iens zijn moed ende wr sijn willa, soe aegh hyt ti betane, ief hyt bikant, mit twam scillingem [wenn
ein Mann einen anderen dessen beschuldigt, daß er sein Pferd unerlaubterweise, ohne seine Zustimmung und gegen seinen Willen geritten habe, so soll er das, falls er es gesteht, mit zwei Schillingen büßen]
Datierung: 12. Jh. (Hs. 1464)
Fundstelle: WesterlauwersR. I 238
Textarchiv: WesterlauwersR. I 238
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- Belegtext:
swaer dem andern ein ros stilt, begriffet er in daran, so sol er ez uf in schieben unde sol uf dem rosse bereden, daz ez sin waere unz an die zit daz ez im diuplich verstoln wurde
Datierung: 1276
Fundstelle: AugsbStR. Art. 34 § 3
Textarchiv: AugsbStR. Art. 34
- Belegtext:
[Klage bei Diebstahl:] so westet der chlager selbdritt auf dem rosse mit aiden, oder mag er niemant zue im gehaben, so swer er ain dreiaid auf dem rozz, und leg die hant darauf und bestet pei dem aid, daz das ros sein sei gewesen
Datierung: 1350
Fundstelle: WienStRb. Art. 75
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- Belegtext:
wenn ich dir aber auff einen tag ein roß leyhe vnndt due brauchst es zue deinem nutz acht oder vierzehn tage oder lenger. daz ist furtum usus
Datierung: 1628
Fundstelle: Apel,Collect. 39
- Belegtext:
pflugdiebe: so etwa ein roß auß dem pfluge stielett
Datierung: 1628
Fundstelle: Apel,Collect. 115
Roß (I 8)
Erklärung:
Gewährleistung des Eigentümers oder Verkäufers.
- Belegtext:
es muez auch ein isleich man, er sei rostauscher oder nicht seineu ros schermen, die er verchaufet, also des landes recht ist
Datierung: um 1300
Fundstelle: WienStRb. Art. 74
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- Belegtext:
wann einer ein ross oder anders thier erkauft, welches mit verborgenen mänglen behaft und selbiges dem kaufer nicht entdeckht worden, destwegen er der kaufer das erkaufte guet
dem verkaufer gegen zuruckhnehmung deß kaufschillings innerhalb jahrsfrist von zeit an deß kaufs wider haimbzuschlagen befuegt ist
Datierung: 1654
Fundstelle: NÖLO. II 31 § 7
- Belegtext:
so einer schädlich viech höldt alß schlagende roß ... dardurch menschen oder viech schaden zuegefüegt würdt, der solle neben der straff so er der obrigkheit verfallen auch denen
interessierten zue gebührlichen abtrag deß schadens verbunden sein
Datierung: 1654
Fundstelle: NÖLO. V 2, 13 § 5
- Belegtext:
wann einem sein roß oder anders viech entlauft und er es uber kurz oder lang erfragt und betritt, soll ihme solches auf begehren gegen gebührlicher erstattung deren entzwischen
darauf gangenen nothwendigen uncosten nit vorgehalten werden
Datierung: 1654
Fundstelle: NÖLO. V 2, o § 6
Roß (I 9)
Erklärung:
Rechtsänderung durch Kauf, Tausch, Leihe oder Pfändung.
- Belegtext:
rinder, ross vnd ander vich, das mag man wol versetzen oder ze aigen geben, daz ez ainer wider lyhe vmb ain miet
Datierung: 1396
Fundstelle: MemmingenStR. 271
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
was ross dehainer unnser burger gepfenndet hat, das enmag nieman verbieten on ains ächters. ist ouch, das er das pfanndross selber bruchet oder lyhet, das sol er tuon als sin aigenlich guot
Datierung: um 1500
Fundstelle: RottweilStR. Art. 189
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- Belegtext:
als ob ich dir leych gelt vnd du gehayst mir zu geben ein roß oder dergleichen, das wirt geschetzt ein wucher
Datierung: um 1500
Fundstelle: Summa legum 587
- Belegtext:
so ainer mit dem andern thuet ainen roß tausch, hat er es dann an waal und an reu, soll der tausch beleiben, gestuends aber uber nacht, und welchen es gereuth, der soll im das roß wider haimb reithen
Datierung: 1611
Fundstelle: ZRG. 13 (1878) 253 Anm. 121
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
so ... die vierer ander undt frömbde roß oder vych fundendt, söllendt sy dieselbigen in pfandtstall thuon
Datierung: 1618
Fundstelle: KonolfingenLGR. 389
- Belegtext:
daß sich alle die jenigen, sowohl christen als juden, so inn- oder ausser der stadt allhie zu Wienn, reißmaeßige, oder andere roß, wie sie seyn moegen, kauffen oder verkauffen
(es sey gleich an denen ordentlichen erchtag und sambstags roß-maerckten, oder sonsten in der wochen) jederzeit bey unserm handgrafen-ambt anmelden, und dieselbe kaeuff einschreiben lassen, auch die
gebraeuchige gebuehrnus bey verlust und confiscirung der erkaufften roß, sowohl auch des kauff-gelds, davon unweigerlich reichen, und bezahlen sollen
Datierung: 1659
Fundstelle: CAustr. I 133
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- digitalisiert von der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
welcher verluhre roß küh klein oder groß vich und das sechs wuchen und drei tag unangesprochen hingaht, das soll dem maulvichrecht unterworfen und einem oberamtmann für dessen eigen gut verfallen seyn
Datierung: 1659
Fundstelle: Emmenthal 209
- Belegtext:
soll niemand kein roß, so kauft oder eintauscht worden, außschlagen, es werde dann vom schulthaiß oder gemeindspflegern zuvor beschauet
Datierung: 1695
Fundstelle: WürtLändlRQ. II 813
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Roß (I 10)
Erklärung:
Versorgung des Tieres.
- Belegtext:
ist daz nicht so getane vihe daz erz nicht gevahen mac als wilde ros sein vnd reinishe phert oder wilde daz zam ist oder gense daz shol er in sein gewalt treiben ob erz zv dem
richter nicht pringen mac vnd shol ez dem richter kuende
Datierung: nach 1280
Fundstelle: Schwsp.(Langform M) LR. Art. 198
- Belegtext:
wenn der probst zu dem hoff kompt so sollent die hoflüt den rossen stroh und heu ... geben
Datierung: 1434
Fundstelle: Burckhardt,Hofr. 47
- Belegtext:
ob einem wegfertigen manne sein roß auff dem wege erligen wolte, so mag er wol korn oder sonst getreyde abschneyden vnndt dem roße geben, so weytt er stehend
von seinem hause gereichen mag. aber führet ers davon so ists ein diebstal
Datierung: 1628
Fundstelle: Apel,Collect. 79
- Belegtext:
es solle auch mit allem ernst verpotten seyn, in die verhackte wäld und junge maiß ohne sonderbahre bewilligung unserer cammer kein ross, gaiß oder schaf, so lang nit zukehren
und zutreiben, biß daß junge holz so hoch erwachsen, daß das vich die wifftl nit mehr erraichen kan
Datierung: 1659
Fundstelle: SalzbWaldO.(FRAustr.) 141
- Belegtext:
es soll auch keiner seine roß ... nicht auf die waid treiben, er habe dan einen aignen menschen darbei, damit solches vüch nicht under die traider kommet
Datierung: 1725
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 423
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Roß (I 11)
Erklärung:
Viehhaltung.
- Belegtext:
da [durch übermäßige Roßhaltung] das heu und andere underhaltung des viechs dermaßen verzert, daß desto weniger küeviech erzeugt werden mag, daraus nit klainer mangel an flaisch,
milch, schmalz und anderm erfolgt ... so wöllen wir, ... daß ... dergleichen ... roß ... abgeschafft ... werden
Fundstelle: BairLO. 1553 III 7, 5
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
- Belegtext:
wer in die hällingische bergwerck oder unsers hofholzmaiß mer vich treibt, als ihme erlaubt, soll gestrafft werden, von einem ross 2 gulden, von einer gaiß 1 gulden 4 schilling, von einem schaaf oder rindvich 1 gulden
Datierung: 1713
Fundstelle: SalzbWaldO.(FRAustr.) 164
Roß (I 12)
Erklärung:
als Reittier.
- Belegtext:
daz hatt eben die bedeutung, daz wenn der bapst soll auffs roß steigen, so muß ihm der kayser den steigereyffen haltenn. daz ist, wenn der bapst in der kirchen etwaz gutts soll
außrichten, so soll ihme der keyser dazue behülfflich sein
Datierung: 1628
Fundstelle: Apel,Collect. 96
Roß (II)
Erklärung:
phras.: ein Roß an die Wand malen den Wert des Hauptrechts berechnen, um den Ansatz für das Besthaupt festsetzen zu können.
vgl.
Besthaupt,
Hauptrecht (I).
- Belegtext:
[wie es mit dem houbtrecht vnd fal gehalten werden solle] so ainer reich waere vnd hette schlecht vich ald gar keins desglichen mit den klaidern och soll mans dem gutt nach anschlagen ... alls man dan
sagt ain ross an die wannd malen
Datierung: 1558
Fundstelle: Reyscher,Stat. 355
Faksimile
Roß (III)
Erklärung:
hölzernes Pferd; das Sitzen auf diesem Pferd als Prangerstrafe.
Roß (IV)
Erklärung:
meton. für einen Besitz.
vgl.
Handroß.
- Belegtext:
daß aber das wort roß nicht allzeit in eigentlichen verstande vor ein pferd gebrauchet, sondern bisweilen anders angenommen und ein an sich gebrachtes neben-guth gleichsam vor ein hand-roß gehalten werde
Datierung: 1750
Fundstelle: Klingner II 189
Roß (V)
Erklärung:
eine Basler Münze.
Wort danach: Roßarbeit
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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