Wort davor: Pfründendieberei
Pfründe
Wortklasse: Femininum
sprachliche Erläuterung:
mnd. und mnl. provende, mnd. auch provene; zur etymologischen Verwandtschaft mit Präbende vgl. DWB. VII 1799; ahd. pfruonta glossiert lat. annona, salaria, stipendium AhdGlWB. 463.
vgl.
Kirchenpfründe.
Sachhinweis:
Ogris,LeibrenteMA. 66f.; U. Stutz, Lehen und Pfründe/ZRG.2 Germ. 20 (1899) 213ff.
Pfründe (I)
Erklärung:
(durch eine Person oder Institution gewährte) Nahrung, Verköstigung, Unterhalt.
- Belegtext:
ni si tház uúir fáremes inti coufemes in allo theso menigi phruonta
Datierung: um 830
Fundstelle: Tatian 80, 4
- Belegtext:
tér óuh tes purgliutes frûondo iu flégen sólta
Datierung: um 1000
Fundstelle: Notker I 149
- Belegtext:
er gebot daz niht bestuonte deheinem armen siner phruonte
Datierung: 1060/80
Fundstelle: GenesisM. 77, 22
- Belegtext:
man sal ... brot ... den nemelichen vrowen von Sch. von den vorgenanten zuein ahteilen weizes zu pfruende geben
Datierung: 1277
Fundstelle: DOrdHessenUB. III 340
- Belegtext:
dan heeft hi sine provende ter hogher cokenen gheliec enen here, sonder wijn
Datierung: 4. Viertel 13. Jh.
Fundstelle: CorpMnlTekst. I 2864
- Belegtext:
[Stiftung,] in ir siechhauss das man den siechen ir pfrienndt damit bessern soll
Datierung: 1320
Fundstelle: MBoica XVI 331
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- in Google Books
- Belegtext:
wenn uff den man giselt, ken dem muz der wirt gerecht werden mit sime eide, das er den giseln ir rechte pfrunde habe gegeben, trinken und essen
Datierung: 1357/87
Fundstelle: MeißenRB.(Oppitz) III 16 Dist. 13
- Belegtext:
to winachten, wanne men provende gift, jowelkeme gildemestere eyne provende unde der werdinnen in deme hus eyne provende
Datierung: 1381/1408
Fundstelle: GöttingenStat. 407
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- Belegtext:
sullen im bereit zu furn sein, wann in landes not angeet ... darumb sol er den knechten ir phrunt geben und ein trinkchgelt nach gnaden
Datierung: 14. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 965
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- Belegtext:
besitzet dann ain ritter das taiding ... der hat die pfrünt und das mall von recht des tags in dem pfarhoff
Datierung: vor 1483
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 717
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- Belegtext:
der gutsherr gehalten ist, ihnen [eigenbehoerige] bei der naturellen dienstleistung den praeven oder pflicht nach wie vor zu geben
Datierung: 1741
Fundstelle: Wigand,Paderb. III 127
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
es werden auch so gar beamte und paechter bey strafe dahin angewiesen, daß sie denen dienst-leuten die proeven ... nicht verkuertzen
Datierung: 1749
Fundstelle: Klingner I 101
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Pfründe (II)
Erklärung:
für einen Geistlichen bestimmtes Amt, das mit einem selbständigen Einkommen (unterschiedlicher Art, zB. Naturalien, bestimmten Geldsummen, Gütern, Nutzungsrechten) aus einem Stiftungskapital,
Grundvermögen, Abgaben usw. ausgestattet ist; der Amtsinhaber muß das Amt entweder selbst versehen oder darf es bei Pfründenhäufung auch von einem Vertreter wahrnehmen lassen; metonymisch auch Einkommen,
Unterhalt; vereinzelt auch mit einem Einkommen verbundenes Kirchenamt für einen Nichtgeistlichen (zB. einen Küster, Beleg 1539); selten auch weltliches Amt (Beleg 1461).
bedeutungsverwandt:
Gottesgabe (I),
Gotteslehen (II),
Kaplanei (I),
Kirchenvikarie,
Klosterstelle,
2Kur (I),
Landkomturei (III),
Leutpriester(s)amt,
Obedientie (II),
Pfarrpfründe,
Pfründlehen,
Pfründlein (I),
Präbende (I).
vgl.
Interkalarfrucht,
Kirch(en)lehen,
Kirch(en)tür (VI),
Kollatie (II),
Kompetenz (I),
Küstergut (I),
Lehen (I 1),
1Messe (II),
Oblei (II),
Panisbrief (II),
Päpstlerin,
Papstmonat.
Sachhinweis:
Plöchl,GeschKirchR. II 408ff.; HRG.1 III 1743f.
- Belegtext:
an pfrüenden und an kirchen müge in misselingen: der sî vil die dar ûf iezuo haben gedingen dazs ir guot verdienen umb daz rîche in liehten ringen
Datierung: 1190/1230
Fundstelle: WaltherVogelw.10 11, 3
- Belegtext:
de ungeradede suster ne delet nicht er muder rade mit dem papen, de kerken oder provende hevet
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. I 5 § 3
Textarchiv: SspLR. I 5
- Belegtext:
swelikes borgeres sone to bisscope gekoren wert he ne darf nicht geuen mer tein scillinge. he ne hebbe prouende so scal he dhenen
Datierung: 1227
Fundstelle: BrschwStR. § 39
- Belegtext:
[die ehemalige Äbtissin beurkundet] daz daz guot ... weder an urbor noh an gemaine phrunde horte
Datierung: nach 1264
Fundstelle: WirtUB. VI 148
- Belegtext:
ob dú phruonde ... also swach wúrde, daz ain priester daruffe nit beliben mak, so sol man si besseren von dem vorgenanden triteil dez hoviz, daz dú phruonde iemerme stæti si
Datierung: 1276
Fundstelle: FreiburgUB. I 263
- Belegtext:
haben die kint einen pruder der ein phaffe ist hot der selbe kirche oder phruende do er sich von begehen mac die geswistereide teilent nicht mit im daz varnde gut
Datierung: nach 1280
Fundstelle: Schwsp.(Langform M) LR. Art. 7
- Belegtext:
tut er [Priester] des [Lesen einer Messe] nicht, so sol er [Prior] im die phrünt nemen die selben wochen vnd
sol di versuompten messe von der selben phrunt frumen
Datierung: 1297
Fundstelle: MBoica XVIII 25
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- in Google Books
- Belegtext:
der prister sal han zu siner prunden bevor alle satzunge vnde alle selegerede, die vor gesetzt sint oder hernach gesetzet werdent einem pfaffen
Datierung: 1311
Fundstelle: OtterbergUB. 305
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- digitalisiert von der UB Heidelberg
- Belegtext:
sol der oblayer den herren geben funf schilling phenninge ze pezzern ir phrunt ... vnd funf schilling dar vmb, daz alle wochen wert gesprochen ein messe
Datierung: 1318
Fundstelle: OÖUB. V 215
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
dat die van H. horen pape gheven sullen alsulke provende, als si hier toe ghedaen hebben
Datierung: 1319
Fundstelle: Mieris II 213
- Belegtext:
súlen die ... gaistlichen frowen ... die phruonde lihen ainem weltlichen priester ..., der ain biderman sie, guotes lúmden und phaefliches lebens
Datierung: 1347
Fundstelle: EßlingenUB. I 432
- Belegtext:
das ein jeglich priester, der in der vorgenanten kilchen oder capellen ist gepfruondet, uf derselben pfruonde sitzen und si selber verdienen sol, es si denne, das in siechtage ... entschuldige
Datierung: 1364
Fundstelle: FreibMünsterBl. 5 (1909) 74
- Belegtext:
dat wy langhe tijt groot ghebrec hebben ghehadt an onser provend, als vanden payment dat van jaer te jaer op ons quaet
Datierung: 1367
Fundstelle: MnlWB. VI 746
- Belegtext:
ich graf H.v.F. ... tuon kunt ... daz ich ... gestift habin ain êwig mésse vnd ain pfruonde
Datierung: 1370
Fundstelle: FürstenbUB. II 287
- Belegtext:
ob die ... priester und altaristen deheinerley leysch guot beseczzen, die zuo irn pfruenden und gotesgaben nit gehoerten
Datierung: 1378
Fundstelle: HeilbronnUB. I 133
- Belegtext:
ist daz symonei, daz ein mensch geit etzwas vmb ein kirchen, vmb einen altar oder vmb ein pfruent oder vmb ein ander geistleich guot
Datierung: 1390 (Hs.)
Fundstelle: BerthRechtssumme 1970
- Belegtext:
darna worven papen grote provene van deme pavese; do wart noch mer kives mang den papen
Datierung: 1395
Fundstelle: Grautoff,LübChr. I 238
- Belegtext:
sewmnisse ... die vnser stifft geliden hat vmbe daz daz vnser thumproebste vns vnser pfrunde zu rehter zyt off niht gereicht ... haben
Datierung: 1397
Fundstelle: MWirzib. VIII 477
- Belegtext:
so heist eynes peculium quasi castrense, das seynt pfrunden, das ist zotan genys, der den geistlichen rittern, das ist, die pristerschafft hat durch yres dinstes wille, das sie
mit gebete thun kegin gote durch des reiches heil und der sammenunge der cristenheit
Datierung: um 1400
Fundstelle: LiegnitzStRb. 259
- Belegtext:
hia scellet om nen paeplika pronda claegia, oers dan om da fiouwer tida ende om da thria offer ende sawendel [sie (die Priester) sollen wegen keiner geistlichen
Pfründe klagen, außer wegen der Gelder für vierteljährliche Seelenmessen und wegen der drei Altargaben (zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten) und wegen der Zahlung für wöchentliche Totenmessen]
Datierung: 1404
Fundstelle: WesterlauwersR. I 596
Textarchiv: WesterlauwersR. I 596
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- Belegtext:
hant auoer de kint eynen broder oder eynen paffen vnde hat her kirchen oder prouoenden, da von he sich begen moge, de swestere ne teilent nicht mit ime daz varende guod
Datierung: um 1410
Fundstelle: Schwsp.(Kurzform/Gr.) Art. 5a (Kz2)
- Belegtext:
waz pfruenden und kirchen antreffende ist ... ist den leyen ir recht behalten, die kirchen und pfruenden zuo lihen hant
Datierung: 1416
Fundstelle: SchlettstStR. 119
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- Belegtext:
das [ein schock huehner 6 kloben flachß] soll alles bey meiner pfruenden zu A. bleiben und das corpus meiner pfrunde soll damit bestellt sein
Datierung: 1420
Fundstelle: MittOsterland 2 (1845/48) 314
- Belegtext:
sie [tomherren] sullen haben ainen vogt und ainen kelner, die ir dinck versorgent und sie irer pfrund außrichten zwir im jar
Datierung: 1439
Fundstelle: RefSigm.(Koller) 181
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- digitalisiert im Rahmen des Projekts dMGH
- Belegtext:
die papelike proven van Z.
Datierung: 1440
Fundstelle: BronnGZeist I 214
- Belegtext:
[Pfr. als Stiftung] so wye tcapittel ten B. off eniger kercken, gasthuysen, onser vrouwen choor, den heiligen sacramente off enige geestelike proevenen off
personen, hoe die genoemt sijn, bynnen den B. off dair buyten, enigen huysen off erven gheeft
Datierung: 1445
Fundstelle: Brielle(Jager) 51
- Belegtext:
win so man inen dann sust ze pfruend git
Datierung: 1447
Fundstelle: HeiligkreuztalUB. II 274
- Belegtext:
das der burgermaister vnd rat ewr k.g. stat hie jerlich ir phrünt vnd ambt zu den weinachten aufsagen
Datierung: 1461
Fundstelle: WienCopeyBuch 288
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- in Google Books
- Belegtext:
welk wertliche persone der geistliken gudere dar sulves underhefft umme jarlix renthe eff pechte, de to eren kerken leynen eff provenen horen, unde der to rechten tyden nicht betalen,
den mogen de geistliken anlangen myt geistlikem gerichte und banne
Datierung: 1472
Fundstelle: Richter,Paderb. I Anh. 87
- Belegtext:
desglich sol man hinfür kein vnelichen me vff kein pfrund nemen
Datierung: Ende 15. Jh.
Fundstelle: LuzernStR. 31
- Belegtext:
gab der bapst Adriano dem kaiser [Karl d. Gr.] die freyhait, das er alle bistumb und pfriend ze leichen hett
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: AugsbChr. I 294
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- Belegtext:
das ich dieselben pfründt vnd meß mit mein selbs leibe ... besitzen versehen verwesen vnnd ordenlich nies halten sol
Datierung: 1500
Fundstelle: JbDillingen 18 (1905) 84
- Belegtext:
daß der cantzler ... sich annemen soll ... aller geistlicher, lateinischer sachen und geschefte, pfrienden und anders betreffnis
Datierung: 1504
Fundstelle: Carlebach,BadRG. I 72
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- Belegtext:
[K. übernimmt] die beladnuiß, so bishaer ein jeder custos unsers stifts gehept hat, unsern kantzel mit breyden, jarziten und anderm zueverkuinden, zuoversechen ..., ordnen
wir im jaerlich und diewyl er unser stift kantzel ... versicht ..., und darzuo genuegsam, toegenlich und uns gefellig sin wurdt, von unser stift zuo geben und ußzuorichten 200 libra, es sye an pfruenden, presentzen, korn und barem gelt
Datierung: 1509
Fundstelle: BernStR. VI 1 S. 206
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- Belegtext:
sicht man vor augen, das yetzo schir keiner in Teütschland ein gute pfrund hat, er hab den zu Rom darumb gethinet, oder aber die mit gifften vnd gaben erworben
Datierung: 1520
Fundstelle: Hutten IV 158
- Belegtext:
das man on kayserlichen gwalt in sunderheit erlang für hin kain ewigen jartag oder pfruond soell stiften
Datierung: 1521
Fundstelle: Hutten II 107
- Belegtext:
inn geistlichen sachen als pfründ, wuocher, eh vnd zehende betreffen, ist der richter nit von not schuldig gerichtlich ordenung zuo halten
Datierung: 1523
Fundstelle: Köbel,GO. 17v
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- in DRQEdit
- Belegtext:
demnach ein ersamer rath sich des bapstsmonat in lyhung der pfruenden underzogen, wollen unnsere herren den selbigen furer behalten
Datierung: 1526
Fundstelle: AktBaselRef. II 259
- Belegtext:
wan pfrunden in unseren landen ledig wurdent, die selben mit unsern lands kindren besetzt werden söllen
Datierung: 1526
Fundstelle: GraubdnRQ. I 272
- Belegtext:
daß ihr hinfür kein pfründ mer, es seien canonicat, pfarren, predicaturen oder vicarien ... bei euch verleihet, auch auf jemand anderst belehnung niemand zur possession ainicher
pfründen in unsern gebit kommen lasset
Datierung: 1528
Region/Autor/Textsorte:
Brandenburg-Ansbach-Kulmbach
Fundstelle: Sehling,EvKO. XI 106
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- Belegtext:
noch schal he [coster] hebben na older gewanheit de proven, angslagen up 9 m., nemlik gift gemeinlich ider hoff einen schinken und twe brot
Datierung: 1539
Fundstelle: PommVis. I 312
- Belegtext:
man erlopt den pfafen von iren pfrienden umbs halb der nutzung in truchen [Erl. des Hg. ebd.: man gestattete, die Pfründen zu verlassen gegen die
Hälfte des Pfründeinkommens zum Besten der Stadtkasse]
Datierung: 1545
Fundstelle: FreibDiözArch. 9 (1875) 229
- Belegtext:
[Titel:] pfruond buoch, darinn 207 pfruenden begriffen
Datierung: nach 1545
Fundstelle: ArchBern 29 (1928) 279
- Belegtext:
thumbherr ader beneficiat ... sein allein ihrer pfründen und beneficien ... fruchtgeniesser
Datierung: 1573
Fundstelle: NÖLTfl. II 7 § 31
- Belegtext:
N.N. priester, der die meß vnnd pfruend ... von vns zu lehen gehabt hat, dieselben sein meß vns (als die patronen vnnd lehenherrn, den ius conferendi vnd præsentandi zustehet)
frei ledig an die handt resignirt [hat] ... darumb haben wir solche meß vnnd gottsgabe mit allen solenniteten, pertinentien, vnnd zugehoerungen ... verliehen
Datierung: 1574
Fundstelle: Zwengel 214r
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- Belegtext:
[die] jungfrauen ... scholen dem praweste, priorissen und prediger des closters mit hand und mund anloben, diesulve [statuta] to holdende bei vorlust der provene und aller klostergerechtigkeit
Datierung: 1586
Region/Autor/Textsorte:
Pommern
Fundstelle: Sehling,EvKO. IV 500
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- Belegtext:
vermoeg deßelbigen [kilchensatz zu latin. jus patronatus] syen ir fuerstl. gnaden befuegt, diese pfarr und pfruenden mit kilchendienere zu besetzen und zu entsetzen
Datierung: 1588
Fundstelle: AppenzUB. III 3 S. 256
- Belegtext:
sie wöllen ... ime als ordinario loci und derselben probstey sambt denen incorporirten beneficien und pfriendten confirmatori von vogt- und lehenschafft wegen einen andern tauglichen
cath. priester zum probst ... praesentieren
Datierung: 1595
Fundstelle: AktGegenref.2 I 159
- Belegtext:
nun lautten die species in bemellter parenthesj gesetzt, von pfrundten, güldten, zinsen, zehenden, unnd welltlichen ligenschafften
Datierung: 1598
Fundstelle: Kratsch,Justiz Anh. 13
- Belegtext:
weliche geistliche ... allain auf ier leben lang habenten pfruenden und beneficien fruechtniester seind
Datierung: 1599
Fundstelle: NÖLREntw. II 5 § 10
- Belegtext:
im concilio tridentino ... fürgesechnen strafen als der privation oder entsetzung von pfarren und pfründen
Datierung: 1623
Fundstelle: AktGegenref.2 II 746
- Belegtext:
von der pfründ wegen, die man bißher einem jetlichen pfarrer geben hat, daß ist nemblichen 4 mltr. dinkel, 8 maltr. roggen, 4 mltr. gersten ... und 18 ß heller
Datierung: 1651
Fundstelle: WürtLändlRQ. I 180
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- Belegtext:
es sollen aber von unserem oberen rath keiner geistliche lehenschaften und pfründen, es seien probsteien, priorat, pfarreien, vicariat, rectorat oder wie die namen haben mögen,
ohne sonderbar unser vorwissen ... vergeben ... werden
Datierung: 1655
Fundstelle: Carlebach,BadRG. II 164
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- Belegtext:
der geistliche wucher, simonia und kauffhandlung über ... pfruenten
Datierung: 1666
Fundstelle: SalzbChr. 92
- Belegtext:
bey dem geistlichen lehen bekommet der geistliche ordentlicher weise ein kirchenlehen oder pfruende von dem bischof
Datierung: 1740
Fundstelle: Senckenberg,Lehen 18
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- digitalisiert im Rahmen von "miami" (Münster)
- Belegtext:
[es] sollten, den heiligen canonen ... gemaeß, die klosteraemter, capellen und andere regulierte pfruenden nur an wirkliche religiosen, die in der abtey profeß gethan haetten, ... abgetreten werden
Datierung: 1755
Fundstelle: Helyot,Klosterorden V 189
- Belegtext:
die zwey pfründen Beatenberg und Habkeren belangend, soll ein jeweiliger landvogt zu Interlaken denen selben wie im vergangenen allso noch ferners dero pensionen ausrichten
Datierung: 1762
Fundstelle: InterlakenR. 641
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
der panist wird auch pfroendner, und weil er weltlich ist, leienpfroender, und wenn diese leienpfrond dem unterhalt der conventualen oder den geistlichen pfroenden des closters
gleich ist, leienherren-pfroender, leienherren-pfrund, genannt
Datierung: 1783
Fundstelle: Spittler,Panisbriefe 5
- Belegtext:
auf diese art [feudalinvestitur] erhielten die erzbischoefe, bischoeffe, aebte ihre kirchenaemter und pfruenden
Datierung: 1785
Fundstelle: Fischer,KamPolR. II 345
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
an proeven oder praebenden erhalten die prediger von hoefen und kathen ... einige mettwuerste ... geraeucherte schweinskoepfe ... fische und flachs, oder statt dessen das proevengeld
Datierung: 1788
Fundstelle: Gadebusch,Staatskunde II 219
- Belegtext:
die ritterschaft setzte in ihrer ... ritterordnung fest: daß an die kloester, stifter, communitaeten, gotteshaeuser, hospitaele, pfruenden ... und andere ... collegien keine
ritterschaftliche gueter ... veraeußert werden sollen
Datierung: 1788
Fundstelle: Kerner,RRittersch. II 274
- Belegtext:
die verliehenen pfruenden sollen nicht durch vikarien oder commendisten versehen, noch viel weniger ein unerlaubter handel damit getrieben werden
Datierung: 1792
Fundstelle: RepStaatsVerwBaiern III 15
- Belegtext:
der papst vergibt die pfründen, deren besitzer sich geschäftehalber bei der kurie befindet und allda oder acht deutsche meilen im umkreise gestorben ist
Datierung: um 1795
Fundstelle: StaatsRHeilRömR. 60
- Belegtext:
es ist das recht des kaisers, einmal während seiner regierung auf jedes deutsche stift eine taugliche person zu einer pfründe nach belieben zu ernennen
Datierung: um 1795
Fundstelle: StaatsRHeilRömR. 63
- Belegtext:
[die staatsbeamten genießen] pfruenden, canonicaten u.s.w. die ihnen zu einem gewissen preise angerechnet zu werden pflegen
Datierung: 1798
Fundstelle: Bischoff,Kanzlei. II 1 S. 238
- Belegtext:
koenigspfruende bedeutet das patronatrecht des kaysers, in den unmittelbaren oder auch mittelbaren capiteln eine pfruende zu vergeben
Datierung: 1801
Fundstelle: RepRecht IX 196
- Belegtext:
von den substitutionen ... unterscheiden sich die stiftungen, wodurch die einkuenfte von capitalien, grundstuecken oder rechten zu gemeinnuetzigen anstalten, als: fuer geistliche pfruenden,
schulen, kranken- oder armenhaeuser ... bestimmt werden
Datierung: 1811
Fundstelle: ÖstABGB. § 646
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
jeder baier ... kann zu allen civil-, militaire- und kirchen-aemtern oder pfründen gelangen
Datierung: 1818
Fundstelle: QStaatsR. 71
- Belegtext:
der koenig vergiebt diejenigen stellen, bei welchen der staat die pfruende fundirt, dotirt, oder augmentirt hat
Datierung: 1831
Fundstelle: Mohl,WürtStR. II 561
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
Pfründe (III)
Erklärung:
Abgabe zur Finanzierung einer Pfründe (II).
- Belegtext:
de brodere vorscr. skolen gheven ere pacht ende provende tho der kerken tho K. al jaer
Datierung: 1424
Fundstelle: OstfriesUB. I 281
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
ein jeder hofner ... in den vier zeiten im jar muss dem pfarner preven entrichten 3 quentin
Datierung: 1554
Fundstelle: PommVis. II 352
- Belegtext:
[das] jede prebenden, kaplaneyen und vicariaten, caland, pfründen und andere gefell, so der kirchen zugehörig ... zusammen eingezogen werden soll
Fundstelle: WolfenbüttelKO.(1569) 209
Pfründe (IV)
Erklärung:
vertragsmäßig durch Einkauf oder Stiftung gesicherter Unterhalt in Naturalien, Geld, Unterkunft usw., i.d.R. durch Einkauf in eine dazu bestimmte Einrichtung (Spital, Siechenhaus, Armenhaus,
aber auch Kloster usw.) erworben (mit günstigen Bedingungen für Träger öffentlicher Ämter); insgesamt mit sehr unterschiedlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten; metonymisch auch Versorgungs-, Pfründstelle;
vereinzelt auch in anderen Lebensbereichen, zB. Stiftung zu Unterstützung eines Studiums (Beleg 1465).
bedeutungsverwandt:
Pfründlein (II).
vgl.
Leib(es)geding(e) (I),
Leibrente.
Sachhinweis:
Ogris,LeibrenteMA. 66f.; Reicke,Spital II 187ff.
- Belegtext:
ist och daz si [Ehefrau] sich wil ... ziehen ze gaischlichem lebenne, so sol si wider zuo ir phruende gan und sol man ir die gen an allen furzok
Datierung: 1291
Fundstelle: WirtUB. IX 506
- Belegtext:
is dat sagge, dat wir alsus de bruoderschaf, als vurs. steit, neit verkouffen in moychten na unsen willen, des provende sal man inleygen uns bruoderen in dat schrijn mit namen
Datierung: 1323
Fundstelle: KölnZftUrk. II 311
- Belegtext:
dz sylber, dz zuo der pfruond in dem spittal gehoert
Datierung: 1348
Fundstelle: ZürichStB. I 154
- Belegtext:
is das sich die personen in dem closter meren ... adder sich begeben in das closter, die sullen ire pfrunde mit en brengen, also das die andern durch iren willen keynen gebrechen durffen leiden
Datierung: 1349
Fundstelle: CDPruss. III 87
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- Belegtext:
ist och daz des gotzhus lüte ieman ain gut von der hant gent ledig und loss aun alle gefärde daz mag kain probst geweren ez waere denne daz ein gotzhus man oder ain gotzhus frowe gedingdes mit ainem
probst ueberainkomen waeren umbe lipgedingde oder umbe phruenden da sol es ain probst och weren
Datierung: 1354
Fundstelle: WürtVjh.2 5 (1896) 364
- Belegtext:
ez sol aber kain siechomaister gewalt han, kaine pfrunde ze gende zen siechen an den rat den maistentail
Datierung: 1358
Fundstelle: KemptenStB.(Beck) Anh. 8
- Belegtext:
daz an dem vorgeschriben jartag aller unser samnung ein erber almuesen von dem chloester geben werd, yedem mann uber sein phruent ein mazz guetes weins
Datierung: 1364
Fundstelle: OÖUB. VIII 165
- Belegtext:
H.F. ... und A., sin eliche husfrouwe ... wöltind ... geben dem spital ze Baden alles ir ligendes und varndes guot ... umb zwo pfruonden ... mit essen und trinken und andern sachen nach ir lib notdurft
Datierung: 1376
Fundstelle: BadenArgUrk. I 107
- Belegtext:
dat men ghene broeders noch susters ontfanghen sel int gasthuys te L., noch provene dair in copen moghen van deser tijd voirt
Datierung: 1406
Fundstelle: LeidenKb. 47
- Belegtext:
dat wy hebben ... ghekoft twe prouene vt vnseme samenden ghude
Datierung: 1412
Fundstelle: Lasch,NdStB. 31
- Belegtext:
ein jtlich junckfrowe der de provende gegeven werd ... de sall offeren tho nut und behoeff der junckfrowen gemeinlicken in den hospitale twoelff marck guder penninge
Datierung: 1417
Fundstelle: Steinen,WestfGesch. IV 670
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- digitalisiert von der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
ich M.P. bekenn ... meiner l. muter ... ein leybgeding v. pfründ ir lebtag redlichen ... ze kauffen
Datierung: 1435
Fundstelle: Indersdorf I 249
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- Belegtext:
als wir ... erkouft haben umb 370 guter rinischer guldin die pfrende des tisch und spise, die allwegen ain spitalmaister isset
Datierung: 1435
Fundstelle: Wörner,HospitalSchwGmünd 235
- Belegtext:
ir auch ze pfrönd geben zwai hundert pfund oder mer
Datierung: 1. Hälfte 15. Jh.
Fundstelle: Kaufringer XIII V. 504
- Belegtext:
wanne eynich unser scheffen syns scheffendoms gepant wirt, deme sall man geynrekunne provende geven
Datierung: 1452
Fundstelle: KölnAkten I 737
- Belegtext:
in welke vorscreven sessteyn provende schullen se numer nemen ... achte mansnamen unde achte vruwesnamen
Datierung: 1455
Fundstelle: HildeshUB. VII 130
- Belegtext:
alle die, di pfrunde in die orden kaufen, es sein frawen ader man, die sullen und müssen gleichwol losung geben und mitleidung haben als ander mitburger
Datierung: 1460
Fundstelle: EgerStG. 22
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- Belegtext:
dat ... en genant her J.v.H., borgermeyster vnde prouisor des collegium tho C., my zeer hart entegen is, alzo dat ik de possessien myner prouen nicht krijgen kan
Datierung: 1465
Fundstelle: LübUB. X 620
- Belegtext:
miner herren keller sol an dem wienachtabend den husgenossen, den roten win teilen, das ist einem husgenossen, der ganze pfr[uend] hat, sol er geben 3 1/2 kopf wins, und einem
der halbe pfr[uend] hat, sol er geben 1 kopf und drü quärtli wins
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: SchweizId. V 1285
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- digitalisiert in der Onlineversion des Schweizerischen Idiotikons
- Belegtext:
von aussetzigkeit wegen ... den oder dieselbigen vnser burger, burgerin vnd kinder soll man in das siechenhaus zu nemen vnd die pfrund ... zu geben verbunden sein
Datierung: 1503
Fundstelle: EngenStR. 381
- Belegtext:
ein truckne pfrundt in irm closter ihr baider leben lang ... zum ersten einen erbern gemach ... järlich 3 sch. korn ... 2 metzen kern ... 1 virtal schweinefleisch
Datierung: 1505
Fundstelle: Indersdorf II 236
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- Belegtext:
das ain ieder, so im rat ein zeit lange gesessen, nachfolgends uff sein beger er und seini haußfrouv iglichs umb funfftzig gulden in spitall genomen und ein reiche pfrunt gegeben,
und wurde solich gellt zu langen zielen dem spitall gereicht
Datierung: 1517
Fundstelle: MosbachStR. 581
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- Belegtext:
wer wider solichs [Spitalordnung] thie, der sol on alle gnad sein pfrend verfallen sein und zuo dem spital ausgestossen werden
Datierung: 1. Hälfte 16. Jh.
Fundstelle: AugsbChr. IV 404
- Belegtext:
pfründhauß ... damit diejenige, so alte betagte leut sein ... in unserm land ein sauber ort haben, das sie selbst ... ire pfründen kaufen mögen, so haben wir zu solchem gebrauch das closter L. ... verordnet
Datierung: 1574
Region/Autor/Textsorte:
Kurpfalz
Fundstelle: Sehling,EvKO. XIV 477
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
daß niemand vnserer vnderthanen ... seine gueter seinen kindern, verwandten oder frembden, inn: vnd ausserhalb lands gegen einer pfreuendt vbergebe
Fundstelle: BadLO. 1622 Bl. 66r
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
wer lust hatt mag ihm da [spital] erkauffen ein pfrond
Datierung: vor 1653
Fundstelle: Fizion,Reutlingen 62
- Belegtext:
die spitälern, bruder-, siechen- oder andern armenhäusern einverleibte personen können über den halben teil ihres sowohl vorher als auch zur zeit der erlangten pfründ erst eroberten
vermögens eine letztwillige verordnung errichten
Datierung: 1673
Region/Autor/Textsorte:
Salzburg
Fundstelle: QNPrivatR. II 2 S. 119
- Belegtext:
personen, welche gegen einbringung eines gewissen stucks gelds in eine pfründ aufgenommen werden
Datierung: 1690
Region/Autor/Textsorte:
Würzburg
Fundstelle: QNPrivatR. II 2 S. 153
- Belegtext:
[bei Ge- und Verboten] sollen die pfründner nicht murren ... sondern schuldigen gehorsam leisten bei verlust der pfründe
Datierung: 1757
Fundstelle: Wörner,HospitalSchwGmünd 167
- Belegtext:
jene wohltat [dadurch einer solchen person ihr taegliches stueck brod verschafft wird] ... nennen einige leibgeding, gnadenbrod ... gottesgab ... und in den urkunden wird solche durch pfruende,
layenpfruende, layenherrnpfruend ... ausgedrueckt
Datierung: 1784
Fundstelle: Bonelli,Panisbriefe 4
- Belegtext:
durch pfruenden versteht man gewisse, ungewisse, oder lebenslängliche einkünfte: sie werden auch genannt stipendium, beneficium, donatio, dotatio, pensio
Datierung: 1784
Fundstelle: Bonelli,Panisbriefe 5
- Belegtext:
wenn er [pfruendner] die pfruende in natura genießt, so ist es seine pflicht, sich so zu betragen, daß in ansehung seiner auffuehrung keine klagen einlaufen. er soll seinem
pfruendherrn die schuldige ehrerbietigkeit bezeigen
Datierung: 1784
Fundstelle: Bonelli,Panisbriefe 184
- Belegtext:
der vertrag, womit eine pfruende oder lebenslängliche unterhaltung in wohnung, kleidung, kost und pflege ... erworben wird, ist ein verpfruendungs-vertrag
Fundstelle: BadLR. 1809 Satz 1983 a
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
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Pfründe (V)
Erklärung:
bestimmte Menge, Portion, wie sie in Pfründverträgen ausbedungen zu werden pflegt.
vgl.
Gesindepfründe,
Herrenpfründe,
Pfründebrot (II),
pfründgebe,
Pfründholz,
Pfründkante,
Pfründenkäse,
Pfründkorn (I),
Pfründlamm,
Pfründesemmel,
Pfründenweck,
Pfründwein (II).
- Belegtext:
sullen wir in von igleichem mutt dann geben ain phrunt weins und ain herren prot und nicht mehr
Datierung: 1368
Fundstelle: SPöltenUB. II 48
- Belegtext:
dass man dem apt teglich sol gen zwei brot, anderhalb pfr[uend] an win, ein herrenpfrund an fleisch
Datierung: 1405
Fundstelle: SchweizId. V 1285
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- digitalisiert in der Onlineversion des Schweizerischen Idiotikons
- Belegtext:
so sal heer B. ... bi den dischmeesters doen cleeden vp den zeluen dach des mandaeghs, eenen disch van xxxiii prouenden van broode, van wine ... elke prouende waert wesende viere vlaemsche groote
Datierung: 1409
Fundstelle: InvBruges IV 35
- Belegtext:
all tag têgleich zwo pfruent wein, ayne herrenpfruent, die ander gesintpfrunt
Datierung: vor 1412
Fundstelle: FRAustr. 59 S. 217
- Belegtext:
dat syn vader ... vor ghaff H.v.d.C. unde deme rade ... alle yar eyn schepel rogghen unde eyne provene van den Thichtlinger broke
Datierung: 1445
Fundstelle: MeppenUB. 203
- Belegtext:
wann einer in ein leitgebhaus gehet und ... fodert ein pfrünt wein oder bier
Datierung: 1603
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 243
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- Belegtext:
wann ein neuer wirth hochzeit gibt, eine kleine proefen oder stueck fleisch dafuer gegeben zu werden pflegte
Datierung: 1706
Fundstelle: CCOldenb. VI 15
Pfründe (VI)
Erklärung:
wie Pfründebrot (II).
- Belegtext:
daz nieman kein ander broet veil habe vor den greden denne die pfrunde von den stiften, und auch nieman uf die pfrunde semeln backe
Datierung: 1341/42?
Fundstelle: WürzbPol. 47
Pfründe (VII)
Erklärung:
Abgabe der Gemeindemitglieder zur Finanzierung eines Hirten, der zu festgelegten Zeiten deren Vieh auf die Gemeindeweide treibt; metonymisch auch Hirtenlohn und wie Pfründanlegung.
bedeutungsverwandt:
Hirtenlohn (I),
Hirtenpfründe (I).
vgl.
Pfründgeld (IV),
Pfründkorn (II),
Pfründrechnung.
- Belegtext:
die vleischower, die ir gekouft vie uf der burger viewiede triben, die geben halbe pfrunde darnach, alse man die pfrunde gesetzcet
Datierung: 1328
Fundstelle: Tzschoppe-Stenzel 527
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- digitalisiert im Rahmen von "austrian literature online (ALO)"
- Belegtext:
leszet eyn man zeyn vych bezunder gen alzo das her ys nicht welle triben czu der andern herth, der zal do von geben halbe pfrunde
Datierung: 1. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: Böhme,DiplBeitr. I 2 S. 22
- Belegtext:
der widmeyer soll halten den ranen on schaden, vnnd stet selb drit fry der pfronnd halb
Datierung: 1424
Fundstelle: Reyscher,Stat. 246
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- Belegtext:
dz ein jeglicher mayer jm dinckhoff soll geben dem dorff einen eber vnnd einen stier, vnnd sollent die aller pfrunden ledig stohn
Datierung: 1480
Region/Autor/Textsorte:
Elsass
Fundstelle: GrW. IV 210
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- Belegtext:
wenn einer ein vieh oder mehr verschweigt, biß die pfründ erscheind, ist er verfallen vmb das verschwigen vieh
Datierung: 1501
Fundstelle: ZWirtFrk. 4 (1856/58) 106
- Belegtext:
wann man die pfrönd ein will nemen ... so sol man das acht tag vorhin und vor der kirchen verkinden ... es sollen auch die vierer ... dem seuhirten die pfrond ein antworten
Datierung: 1505
Region/Autor/Textsorte:
Schwaben
Fundstelle: GrW. VI 230
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- Belegtext:
am sonntag vor der wahl [des Bürgermeisters], soll die stuer unnd pfrienndt ... eingenommen werden
Datierung: 1587
Fundstelle: NeuburgKollBl. 70 (1906) 2
- Belegtext:
welches fich getriben wirdt, es sei jung oder alt fich oder schwein, es werd in die erste oder andere pfrend [Bed. VIII] getriben, so geit es ganze pfrend
Datierung: 1593
Fundstelle: WürtLändlRQ. II 66
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wann einem ein stuck vich drey tag vor der pfriendt außgetrieben wurde, so ist solcher daß hürtengelt schuldig
Datierung: 1651
Fundstelle: WürtLändlRQ. I 9
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wann einer schwein oder mehr hin ein kaufft ... vor der genandten pfründtanlegung oder rechnung der soll damit dieselbige pfründt ... zu bezahlen schuldig seyn
Datierung: 1652
Fundstelle: Gebhardt,Fürth 104
- Belegtext:
die hoffleüte ... sein von alters her schuldig ... die gewöhnliche pfründ oder hürtenlohn zue entrichten
Datierung: 1695
Fundstelle: SchriesheimW. 206
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
im fall einer ein sau hät und die nit unter den hirten trieb, ist er nichtsdestoweniger die pfrinn davon zu geben schuldig
Datierung: 1720
Fundstelle: BadW. 320
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Pfründe (VIII)
Erklärung:
obrigkeitlich festgelegtes Weiden und Hüten des Viehs gegen Zahlung der Pfründe (VII).
- Belegtext:
soll auch ein iedwederer, so sein viehe von der pfrund, ehe man dieselbig angeschniten, es seie gleich die erst, ander oder drite pfrund, drei oder mehr
tag lang getrieben hette, ebenmeßig schuldig sein, dieselbe pfrund [Bed. VII] davon zu erlegen
Datierung: 1600
Fundstelle: HeidelbStR. 1127
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- Belegtext:
was [vor schwein] gefält vor lorenzen-tag die sollen pfründten in die letzte pfründt zu st. martinstag
Datierung: 1652
Fundstelle: Gebhardt,Fürth 104
Pfründe (IX)
Erklärung:
Stiftung einer Messe.
- Belegtext:
[Memorienstiftung:] so scole wy gheven juwelikem prestere eynen scilling honoversger penninge ... unde laten todreghen twey provende mit twen kertzen
Datierung: 1388
Fundstelle: HamelnUB. I 485
Pfründe (X)
Erklärung:
Anspruch auf die Ausübung von Rechten, insbes. den damit verbundenen Erträgen und Zahlungen.
- Belegtext:
dat holtgerichte unde dat degelikes gerichte und di grut und di zise van bere und van brode is des stichtes alden erve und bennige provende
Fundstelle: Lasch-Borchling II 1727
Wort danach: Pfründefreiheit
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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