Wort davor: Pfuhlrichterordnung
Pfund
Wortklasse: Neutrum
sprachliche Erläuterung:
ahd. pfunt, pund glossiert lat. libra, mina, talentum AhdGlWB. 463; auch in der Abkürzung lb. für lat. libra und dem entsprechenden Kürzel (pfund).
Pfund (I)
Erklärung:
eine besonders im Handel häufig verwendete Gewichtseinheit von unterschiedlicher Größe.
vgl.
Krämergewicht,
Krampfund,
Liespfund,
Markpfund,
Metzgerpfund,
Pfundschwer (I).
Sachhinweis:
Kahnt,Maße 220.
- Belegtext:
pro ejus pecunio quam ab eo accepi hoc est xv pund
Datierung: 860/62
Fundstelle: Birch,CartSax. II 108
- Belegtext:
xx siclorum precium, quod saxonice pund nominamus
Datierung: 917/35
Fundstelle: WestfUB. Additamenta 3
- Belegtext:
ðæt isen, ðe bið to ðrimfealdum ordale, þæt wege iii pund [das Eisen, welches zum dreifachen Ordale gehört, das wiege 3 Pfund]
Datierung: 939/61 (Hs. um 1100)
Fundstelle: Liebermann,AgsG. Hu 9
- Belegtext:
twa and twentig ðusend punda goldes (and) seolfres man gesealde ðam here of Ænglalande wið friðe [22000 Pfund (Silberwerth) in Gold und Silber wurde von England dem
(Nordischen) Heere für diesen Friedensvertrag gezahlt]
Datierung: 991/94 (Hs. um 1100)
Fundstelle: Liebermann,AgsG. II Atr 7.2
- Belegtext:
anan esne gebyreð to metsunge xii pund godes cornes (and) ii scipæteras (and) i god metecu [je einem Knecht gebührt als (jährliche) Beköstigung 12 'Pfund' (genannte Getreidelasten)
guten Korns und 2 Schaf(leiber?) und 1 gute Nährkuh]
Datierung: um 1020/30
Fundstelle: Liebermann,AgsG. Rect. 8
- Belegtext:
xxxiiii uppan thenae spicare gerstinas maltes ande ii pund hraro gerston
Datierung: 11. Jh.
Fundstelle: CTradWestf. I 43
- Belegtext:
umbe dusint punt des allir besten goldis
Datierung: 1152/80
Fundstelle: Rother(de Vries) V. 3134
- Belegtext:
ire weregelt sin achtein punt pündeger penninge
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. III 45 § 1
Textarchiv: SspLR. III 45
- Belegtext:
tgoed datter gheworpen wart, wart gheprijst ten fuere van datter behouden wort, ende ghedeelt van ponde te ponde onder de cooplieden
Datierung: 1252
Fundstelle: BijdrZVlaand. 3 (1858) 49
- Belegtext:
dhat cap sal behalden an dhere wichte viij punt liv.
Datierung: 1269
Region/Autor/Textsorte:
Nowgorod
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 163
- Belegtext:
ist, daz eyn m[an] eyne maget noteget ... vnde cvmt iz vor gerichte, der notzoger de sol irem vater geben hvndert pvnt, vnde se zv der e nemen
Datierung: 1. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: Schwsp.(Kurzform/Gr.) Art. 201 l (Kz1)
- Belegtext:
sol igleich geloet haben als manich loch als ez pfunt hat. und swaz under aht pfunden ist, daz sol man mit cheinem stain wegen
Datierung: 1310/12
Fundstelle: MünchenStR.(Dirr) 200
Faksimile
- Belegtext:
schall nemandt von unsen koplüden ... keine kremer güder ... vorkopen, ahne alleine by helen stücken, by lispunden und centnern efft by punden
Datierung: 1330
Fundstelle: Fock,RügPommG. III 248
- Belegtext:
we dem anderen vorkoft enne cintenere kopperes ..., de schal eme weghen hundert punt kopperes vor den cintenere
Datierung: 1. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: GoslarStR. V § 27
Textarchiv: GoslarStR. V
- Belegtext:
[daß sie] von aller ander kauffmanschaft pfunt zol nemen mugen, bei namen von dem pfunt strasburger zwen pfenningen derselben muntze von dem chauffer
Datierung: 1355
Fundstelle: SchlettstStR. 54
Faksimile
- Belegtext:
ez sol auch chain gast ... woll, garen, flachs hie nicht chauffen auf dem margt noch anderthalben in der stat hinder zwain grozzen pfunden
Datierung: um 1356
Fundstelle: MünchenStR.(Dirr) 410
Faksimile
- Belegtext:
gheve ik to cristi kerken to Bergen 1 punt sterl
Datierung: 1385
Fundstelle: Bergenfahrer 32
- Belegtext:
von dem (pfund), der 24 eynen culmeschen sten machen
Datierung: 1397
Fundstelle: AktStPr. I 82
DjVu-Faksimile
- digitalisiert von "Kujawsko-Pomorska Digitale Bibliothek"
- Belegtext:
alz ir [Liegnitzer Kannengießer] vns [Breslauer Rat] von weyne der ... cannengisser habt geschrebin, lasen wir vch wissen, daz sy [die Breslauer]
czu eyme steyne czenis seczen czwey pfund blyes, vnd sy nemen von eyme pfunde czu machelone sechs heller
Datierung: 1399
Fundstelle: CDSiles. VIII 103
- Belegtext:
50 pfunt loetigs goldes
Datierung: 1400
Fundstelle: RTA. IV 289
- Belegtext:
das dorff dederunt 55 pfundt pfefferczins
Datierung: 1400
Fundstelle: MarienburgKonvB. 15
- Belegtext:
das die fleischmetzler nu vort alle fleische, das sie zu der banke hauwent, alremenlich verkeufen sullent uf der wagen mit gewichte des pundes
Datierung: 1410
Fundstelle: Bär,Koblenz 183
- Belegtext:
dasselbe fessel mit dem pulver gewegen hat xi steine und iii pfunt
Datierung: 1422
Fundstelle: BrüxStB. 81
- Belegtext:
vnder eime phunde geczwirnte vnd offene zeide
Datierung: 1432
Fundstelle: KrakauZftO. 23
Faksimile
- Belegtext:
czweirley pfund, alse eyn marktpfund und eyn krompfund
Datierung: 1438
Fundstelle: HanseRez.2 II 180
- Belegtext:
elck roggenbroedt zal weghen elf pondt
Datierung: 1456
Fundstelle: SneekStB. Art. 222
- Belegtext:
weert oick datter schone broedt ... dat sal veer loet swaer wesen up enen halven krumstert, unde dat grove broet een half punt swarer up enen krumstert
Datierung: 1463
Fundstelle: OstfriesUB. I 720
Faksimile
- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
dy globde, dy er sulde en geton haben, so er nicht welde veyl haben by dem phunde affzcuwegen
Datierung: 1469
Fundstelle: Neumann,MagdebW. 98
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
bi dem großen pfund, das da ... haben sol viertzig lot
Datierung: 1472
Fundstelle: SchaffhStR. II 135
Faksimile
- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
clagschatz und kenngelt. wer im rechten clagt umb schulden, der sol mit der clag den gewonlichen clagschatz einlegen, nemlich von iedem guldin drei pfenning und von aim pfund werung ain heller
Datierung: 1488
Fundstelle: NördlingenStR. 348
Faksimile
- Belegtext:
so ain maister ain leerknecht angenomen, so hett der ... geben muessen ain guldin und zway pfund wachs
Datierung: 1509
Fundstelle: HeilbronnUB. III 248
- Belegtext:
j t[unne] beres vnde iiij punt wassz
Datierung: 1515
Fundstelle: Nyrop,Saml. II 364
- Belegtext:
eyn vath botteren dye sall voir eyn ganss vath affslaen xviii punt voir dat vath
Datierung: 1518
Fundstelle: DuisburgStR. IV 13
- Belegtext:
es söllen ... seiner gnaden burgermaister ... alles fleisch ... tewrn, vnd sezen, wie das phund aines yeden verkhaufft werden soll
Datierung: 1524
Fundstelle: SalzbStPolO. 233
- Belegtext:
wir ... ein gemein landtgewicht geordnet [haben] ... dermassen, das der centner halten soll hundert pfund, ein pfund dreissig vnd zweilot, vnd das lot in vier quintlin
Datierung: 1557
Fundstelle: Reyscher,Ges. XII 301
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
niemand soll gewand bey ellen, noch gewuertz bey pfunden verkauffen, er sey denn ein buerger
Datierung: 1560
Fundstelle: RevalStR. I 238
Faksimile
- Belegtext:
tpond van coude, specereyen of wasse, houdt xiiii onchen
Datierung: 1578
Fundstelle: CoutAlost 408
- Belegtext:
im ganzen lande zu Preussen soll einerley culmisch pfund, scheffel, tonnen, ellen und allerhand ander maaße und gewichte seyn
Datierung: 1594
Fundstelle: JCulm. I 9
- Belegtext:
wer hie hingeit nach dem pfund, der soll geben das recht wiener gewicht
Datierung: 1603
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 241
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
ein jedetz pfund sol an der gwicht zwey und dreyssig loth halten
Datierung: 1616
Fundstelle: WaadtStat. 266
Faksimile
- Belegtext:
gibt 1 pfund 32 loth, 1 loth 4 qvintlin, und 1 qvintlin 4 pfenniggewicht
Datierung: 1626
Fundstelle: CCMarch. V 2 Sp. 628
Faksimile
- digitalisiert von der Staatsbibliothek zu Berlin
- Belegtext:
das hiesige pfund haltet an silbergewicht 33 1/2 lot, ist 2 lot minder als das bernerische pfund, und ist das arawer pfund in 32 lot abgeteilt, also dass ein viertel haltet 8 lot
Datierung: 1678
Fundstelle: SchweizId. V 1154
Faksimile
- digitalisiert in der Onlineversion des Schweizerischen Idiotikons
- Belegtext:
das schepf. roggen ist angeschlagen ad 28 stüber, haber 15 stüber, 100 schoppen strohs, jeder ad 10 (pfund) 30 stüber
Datierung: 1689
Fundstelle: UnnaHeimatb. 35
- Belegtext:
kramer-pfund, kraemer-gewicht, da der centner 105 pfund hat im gegensatz des fleischer-gewichts, so 100 pfund haelt
Datierung: 1741
Fundstelle: Frisch I 543
Faksimile
- in Google Books
- Belegtext:
pfund ... ein gemeines kramergewicht, welches aber nach dem unterscheide der orte unterschiedlich. es wird getheilet in sechzehen untzen, die untze in zwey loth, das loth in zwey qventgen
Datierung: 1741
Fundstelle: Zedler 27 Sp. 1709
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
das kramergewicht ist schwerer als das apothekergewicht, indem ein pfund apothekergewicht 24 loth, ein pfund kramergewicht aber 32 loth hat
Datierung: 1754
Fundstelle: Ludovici,KfmLex.1 III 963
- Belegtext:
[Tabelle:] taig-gewicht. pfund 4 loth 3 ... laib, wecken, kipf 8
Datierung: 1774
Fundstelle: Wagner,Civilbeamte II 91
- Belegtext:
[es] wird die butter nach kannen oder pfunden verkauft, und eine kanne zu 2 pfund gerechnet
Datierung: 1785
Fundstelle: Krünitz,Enzykl. 34 S. 163
- Belegtext:
1 schifpfund haelt 20 ließpfund oder 280 pfund
Datierung: 1788
Fundstelle: Gadebusch,Staatskunde II 98
- Belegtext:
[Buchtitel] von der eintheilung, benennung und ausbildung der kleineren gewichte des kilogramms und badischen neuen pfundes (1816)
Fundstelle: Wielandt,BadMünzG. 295
Pfund (II)
Erklärung:
eine Gewichts- und Recheneinheit für Münzen, zunächst für den Pfennig (II) (ein Pfund entspricht 240 Pfennigen),
dann auch für verschiedene andere Münzen, darunter den flämischen Groten (Lasch-Borchling II 1760).
vgl.
3Mark (I 1),
pfundig (I),
Pfundpfennig (I).
Sachhinweis:
Niemann,MünzHdb. 239ff. (mit Umrechnungstabellen); B. Sprenger, Das Geld der Deutschen (Paderborn 1991) 57f.; North,Aktie 307f. (zum flämischen Groten).
- Belegtext:
gif hwa cyninges borg abrece, gebete ... þæs borges bryce mid v pundum mærra pæninga [wenn einer des Königs Bürgschaft bricht, büße er ... jener Bürgschaft Bruch mit 5 Pfund reiner Pfennige]
Datierung: 892/93? (Hs. um 1100)
Fundstelle: Liebermann,AgsG. Af 1, 3
- Belegtext:
da allerhagista ban beta mey twa ende sauwentiga pundem agrippischere pannenga [die allerhöchste Bannbuße zu zweiundsiebzig Pfund in agrippinischen (kölnischen) Pfennigen zahle]
Datierung: 10. Jh.? (Hs. 1464)
Fundstelle: WesterlauwersR. I 182
Textarchiv: WesterlauwersR. I 182
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
sal de pastoor in D. mogen lossen voor ses punt denarie van Deuenter [Marginalie von späterer Hand: een punt Deuenter denarii syn vyff witten]
Datierung: 1224
Fundstelle: StUtrechtOorkB. II 172
- Belegtext:
soe aegh hi dis mondscettis fan der frouwa en colensch pond [dann gebührt ihm (dem Vormund) ein kölnisches Pfund vom Muntschatz der Frau]
Datierung: 1. Hälfte 13. Jh. (Hs. 1464)
Fundstelle: WesterlauwersR. I 362
Textarchiv: WesterlauwersR. I 362
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
alle disse ban, deer jn disse boeke sint biscriouwen, dae schelleth wessa bi dae graeta punde. dat pond schel wessa bi dae tweintiga scillinghen [alle
diese Bannbußen, die in diesem Buche verzeichnet sind, sollen in großen Pfunden sein. Das Pfund soll zu zwanzig Schillingen sein]
Datierung: 1. Hälfte 13. Jh. (Hs. 1464)
Fundstelle: WesterlauwersR. I 378
Textarchiv: WesterlauwersR. I 378
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
er buezzet dem bischofe einz vnd zweinzzig phunde basiler
Datierung: um 1270
Fundstelle: BaselRQ. I 1 S. 10
Faksimile
- Belegtext:
dev vræuel ist ein pfunt oder fuenf schilling nach des landes gewonhait
Datierung: 1275/76
Fundstelle: Dsp.(Eckh.1971)LR. Art. 76
- Belegtext:
doch sezze wir nicht hoher puze den ein phunt der lantpheninge etwa minner etwa mer
Datierung: nach 1280
Fundstelle: Schwsp.(Langform M) LR. Art. 289
- Belegtext:
fumf niwgereute geltent: 16 1/2 phunt bernaer
Datierung: 1288
Fundstelle: UrbMeinh. 31
- Belegtext:
50 pfund mer fur heistewer und fur morgengab
Datierung: 1290
Fundstelle: MWittelsb. I 441
- Belegtext:
nevn phvnt wienner phenninge
Datierung: 1291
Fundstelle: FRAustr. I 245
- Belegtext:
dreyhundert pfund pazzawer pfenning
Datierung: 1298
Fundstelle: MBoica 28, 2 S. 427
- Belegtext:
thrira lithwega iahwelik en half pund buta ethe [drei Gliedverrenkungen: je ein halbes Pfund ohne Eid (zu gewinnen)]
Datierung: um 1300
Fundstelle: RüstringerR. 58
Textarchiv: RüstringerR. 58
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
swele ünser burger dem andern laget in dem sinne das er im gerne übel taete, das er das besron sol den burgern mit eim lb., und dem, dem er laget ouch mit eim phunde
Datierung: 1300/1402
Fundstelle: LuzernRatsbüchlein 42
- Belegtext:
swer ouch vrevellich abe dem gerihte gat, der sol büessen mit iii pfunt imperial
Datierung: 1303/11
Fundstelle: Mohr,Cod. II 179
Faksimile
- digitalisiert im Rahmen von "austrian literature online (ALO)"
- Belegtext:
dat die margen sal staen vor vifthien pont
Datierung: 1312
Fundstelle: GrafenthalUB. 100
- Belegtext:
wer ... einen iaget, eder nach ime ... sleht ... und in doch nit driffet ..., der git fumf phûnt spirscher
Datierung: 1314
Fundstelle: Hilgard 216
Faksimile
- digitalisiert von der UB Heidelberg
- Belegtext:
negentich punt geldes brand. penninge
Datierung: 1325
Fundstelle: MecklUB. VII 275
- Belegtext:
of die mit scepenen kenlic maken mach, dat hy in enigen renten verstorven is tot enen ponde tsjairs toe, die mach hem van twisteliken saken verborgen op dat pondt renten
Datierung: 1350
Fundstelle: Fruin,Dordrecht I 91
Faksimile
- Belegtext:
ir wergelt ist achczen phunt
Datierung: 1357/87
Fundstelle: MeißenRB.(Oppitz) IV 31 Dist. 2
- Belegtext:
zcwei malder korngeldes ... umme fumfzcen phunt erfortscher phennige
Datierung: 1360
Fundstelle: DOrdHessenUB. III 5
- Belegtext:
300 punt junger heller
Datierung: 1369
Fundstelle: Würdtwein,Subs. IV 380
- Belegtext:
zwainzichk pfund regensburger pfennige
Datierung: 1376
Fundstelle: OstbairGrenzm. 3 (1959) 52
- Belegtext:
da sol man ie ain pfund haller abloesen mit sechs guldin
Datierung: 1376/1445
Fundstelle: UlmRotB. Art. 186a
Faksimile
- Belegtext:
daz nach dem zil uff das pfund oder uff den guldin zwen pfenning oder haller aller woechlich gangen
Datierung: 1376/1445
Fundstelle: UlmRotB. Art. 219
Faksimile
- Belegtext:
twe punt unde sestich mark lubisch
Datierung: 1378
Fundstelle: KielRenteb. 340
- Belegtext:
de renthe is 12 sol. eng., dat houetghelt is 3 punt eng.
Datierung: 1379
Fundstelle: Nyrop,Saml. I 157
- Belegtext:
10 pfund guter italiger haller
Datierung: 1383
Fundstelle: ZFerd.3 16 (1871) 235
- Belegtext:
sy süllen auch geben vmb ainen tucaten hinein ain halbs pfunt münicher, lanczhüter oder ingoldsteter pfenning
Datierung: 1397
Fundstelle: MWittelsb. II 583
- Belegtext:
eyn half mangeld dat syn negen pund
Datierung: 1397/98
Fundstelle: BerlinStB.(Hs.) 93v
- Belegtext:
welch vorste aber vanlen hat, der wettet dem konige hundert phunt sogetaner phennige, alse in der munze genge unde gebe sint, dar daz gewette binnen gewunnen iz, daz phunt bie zwenzig schillingen.
Datierung: 14. Jh. (Hs.)
Fundstelle: Ssp.(Merseburg) Lehnr. 68
- Belegtext:
dy dinstman scal geuen dem biscope to wedde eyn pu¤nd vnd dy dinstmenne scho¤len vnder ein geuen dry pu¤nde to bu¤te
Datierung: Anf. 15. Jh. (Hs.)
Fundstelle: Gaupp,Magdeb. 354
- Belegtext:
wer den andern uff dem sinen ueberleueffet ... der ist ... verfallen vor 15 pfund geldes und der stat vor 15 pfund
Datierung: um 1411
Fundstelle: Mergentheim 139
Faksimile
- Belegtext:
[thins] de oleymole iiii punt peins
Datierung: um 1420
Fundstelle: HildeshUB. III 423
- Belegtext:
thet pund wint a witan [ein Pfundbetrag erfordert immer Zeugeneide]
Datierung: 1. Hälfte 15. Jh.
Fundstelle: FivelgoR. 168
Textarchiv: FivelgoR. 168
- Belegtext:
die mark ist gerechent umb 6 gulden und umb 1 ort, das macht an gold gleich 308 gulden, 1/2 pfund und 15 pfenning
Datierung: um 1450
Fundstelle: Tomaschek,Wien II 73
- Belegtext:
in lehenschaft was 26 kuebel á 26 kr. = 5 mark 6 pfund perner 4 kr.
Datierung: 1463/65
Fundstelle: Peetz,VwStud. 33
- Belegtext:
6 lb. hlr. ist ein slagfrevel zu N.
Datierung: 1476
Fundstelle: SchriesheimW. 161
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
ein pfundt, das ist ein schock zwenzig gr.
Datierung: 1483
Fundstelle: ErfurtGO. 353
Faksimile
- Belegtext:
dem gericht zu wette drei pfund, das seint lx schilling ... solcher pfenning, als ... in dem gericht geng und gebe seint
Datierung: vor 1524
Fundstelle: LeipzigSchSpr. 64
- Belegtext:
derselbig, davon sollich feur erstlich kompt, soll umb ein gut pfundt gelts, zehen thorneß fur ein pfundt gerechent, gestrafft ... werden
Datierung: 1528
Fundstelle: Külsheim 294
Faksimile
- Belegtext:
die järlichen pension, tusend pfund mailändisch
Datierung: 1530
Fundstelle: EidgAbsch. IV 1 b S. 537
- Belegtext:
bey straf zwey pfund novi
Datierung: 1542
Fundstelle: Schoenlank,NürnbGesellenw. 391
- Belegtext:
6 currentgülden maken 1 punt grot vlamsch ... 4 current fl maken 1 (pfund) grot brabans
Datierung: 1549
Fundstelle: Lasch-Borchling II 1760
- Belegtext:
ein landpfund, 5 batzen für ein pfund
Datierung: 1550
Fundstelle: SchweizId. V 1159
Faksimile
- digitalisiert in der Onlineversion des Schweizerischen Idiotikons
- Belegtext:
der reinisch guldin sol fur funf phunnd oder sechtzig kreutzer geben vnd genomen werden
Datierung: 1556
Fundstelle: SchwazErf. Art. 23 § 3
- Belegtext:
10 pfund rappen zu straf und frevel uffgelegt
Datierung: 1561
Fundstelle: Schindler,VerbrFreib. 242 Anm. 6
- Belegtext:
dreizehendehalben gulden, so pfunde genant sein
Datierung: 1578
Fundstelle: BrandenbSchSt. I 708
- Belegtext:
ein schilling-englisch ist eine eingebildete muenze, und gehen davon 48 auf ein pfund. hiernach wird nun einem jeden nach maßgabe seines vermoegens berechnet ... nach welcher
pfunden- oder schillingzahl er zu den jaehrlichen abgaben contribuiren muß
Datierung: 1697
Fundstelle: CStSlesv. I 594
- Belegtext:
pfund-flaemisch, auch pfundgroot genannt, ist nur eine fingirte muentze, welche in Holland 6 hollaendische guelden oder 120 stueber, oder 240 groot flaemisch austraegt
Datierung: 1741
Fundstelle: Zedler 27 Sp. 1711
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
1. mark ist 1/2. pfund oder 16. loth
Datierung: 1766
Fundstelle: KamLex. 68
Faksimile
- Belegtext:
mit 3 kr. von dem gulden ... welches fast eben so viel betraegt, als die 12 pfenninge von dem pfund
Datierung: 1770
Fundstelle: Kreittmayr,StaatsR. 375
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
daß bey einwechselung auslaendischer kupfer-muenzen ein pfund auslaendischer pfennige und heller bey der muenz-casse ... mit 9 gl. 11 pf. baarem silbergelde bezahlet ... werden soll
Datierung: 1780
Fundstelle: CSax. I 1087
- Belegtext:
dem herren landvogt solle jährlich ... für sein salarium in zwei zahlungen entrichtet werden dreyhundert sechs und vierzig pfund zwölf sold schweizer währung
Datierung: 1785
Fundstelle: ZSchweizR.2 27 (1908) 275
- Belegtext:
sieben pfund berner meraner münz
Datierung: 1789
Fundstelle: Schmeller2 I 279
Faksimile
- digitalisiert im Rahmen von "austrian literature online (ALO)"
- Belegtext:
der kaiserliche hof besteht aber schon seit laengerer zeit darauf, daß das pfund heller mit 2 fl. heutigen gelds bezahlt werden muß
Datierung: 1793
Fundstelle: Lang,Steuerverf. 159
- Belegtext:
wie man eine auf veraltete münzen (z.b. pfund heller) lautende geldschulden auf die heutige münzsorten reducirt
Datierung: 1804
Fundstelle: Gönner,StaatsR. 764
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
Pfund (III)
Erklärung:
das konkrete Gewicht als Kontrollmaß.
bedeutungsverwandt:
Pfünder (V),
Pfundgewicht (II),
Pfundstein.
vgl.
1Maß (II).
- Belegtext:
daz ein yegliche person sol haben ... recht elen oder präczen, klafter oder schrit, oder alle ander mesur, wag oder gebicht, marck oder pfunt ... chainer sol nicht messen noch
wegen, es sey den die gewicht oder elen gemerckt ... mit des pischoffs czaichen
Datierung: vor 1307
Fundstelle: Tomaschek,Trient 143
- Belegtext:
das yczleicher mensche man ader weip, der mit vnrechter masse funden wirt ... oder mit vnrechter elen, gewichte, oder pfunt, der schol geben den scheppfen ayn mark
Datierung: 1360
Fundstelle: IglauStR. 214
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
ab das pfund in der woge und das krompfund geliche wegen
Datierung: 1392
Fundstelle: HanseRez. IV 60
- Belegtext:
alle maeten ende ponden, daer men mede in onser stad wecht off met, dye lick groet ende swaer toe wesen
Fundstelle: BolswardStB. 1455 Kap. 127
- Belegtext:
wer vnrechte pfundt hat vnnd die nicht geeischt sindt, wierdt sein vberweist, so soll er es wandln mit xij r.
Datierung: Mitte 16. Jh.
Fundstelle: LaberMarktStat. 149
- Belegtext:
als ehr wegen sothanes falschen pfundes vor burgermeister undt rhatt gefurdertt, zuer entschuldigunge, das ehr sothan falsches pfundes nhur in gefreieten
jahrmarktten undt wullen wegen gebrauchte, angezeigtt
Datierung: 1603
Fundstelle: JbWestfKG. 7 (1905) 120
- Belegtext:
die schüttemeister schall oeck ... alle acht ... dagen in das loech ümmegahn, undt sehen up de wichten, mahten, punden, ellen ... dat de broden ihre behörlicke wichte hebben na
ehrem geldt ... by verlüß der punden
Datierung: 1648
Fundstelle: OstfriesBauerR. 52
- Belegtext:
dass man beschau ... müllmetzen, ellen, halb und ganz pfund
Datierung: 1654/97
Fundstelle: Schlesinger,Weist. I 193
Pfund (IV)
Erklärung:
als Zählmaß für 240 Stück.
vgl.
1Gros,
Großhundert,
Malter (I 4).
- Belegtext:
daz im her U.S. het ze chaufen geben sein guot ... jeriglich umb sehs suemer habern ... ain halb pfunt ayer
Datierung: 1343
Fundstelle: NürnbChr. I 211
Faksimile
- in Google Books
- Belegtext:
swer gen W. nach saltz varen wil, der sol all wochen nicht mer fueren dann 1/2 lb galvai oder 1/2 lb scheyben
Datierung: um 1356
Fundstelle: MünchenStR.(Dirr) 466
Faksimile
Pfund (V)
Erklärung:
ein Flüssigkeitsmaß.
- Belegtext:
pund eles gewihð xii penegum læsse þonne pund wætres [a pint of oil weigheth twelve pennies less than a pint of water]
Datierung: Mitte 10. Jh.
Leechdoms, wortcunning, and starcraft of early England 2 (1865) 779
- Belegtext:
ein viertheil noesel soll halten ... 1/4 pfund reinen klaren springbrunnen-wassers
Datierung: 1713
Fundstelle: HannovPolG. 141
- Belegtext:
noessel, eine kanne, sextarius, haelt ohngefehr ein pfund wasser
Datierung: 1740
Fundstelle: Zedler 24 Sp. 1164
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
Pfund (VI)
Erklärung:
ein Landmaß, metonymisch in der Wendung Pfund Pfund gleich Grundstück für Grundstück.
- Belegtext:
huysluyden als ... lande of ander goede ... behouden sullen, voirtan sullen gelden van dien lande en goede ponde ponde gelyck tot allen onkost die onsen ambocht van N. lijden sal
Datierung: 1401
Fundstelle: Beekman,DijkR. II 1342
- Belegtext:
die sommerung ward beiden teilen gestattet, wobei für eine kuh winterung 50 pf[und] alter taxe bestimmt war
Datierung: 1716
Fundstelle: SchweizId. V 1158
Faksimile
- digitalisiert in der Onlineversion des Schweizerischen Idiotikons
Pfund (VII)
Erklärung:
eine Abgabe.
- Belegtext:
welche landleith ... nach ihrer underthanen ableiben ... daz zehente pfund oder ... das sterbhaupt ... abzufordern [haben], die sollen ... dabei ... gelaßen werden
Datierung: 1599
Fundstelle: NÖLREntw. V 160 § 15
- Belegtext:
die befreyung von den pfunden, so der landvogt ratione officii geniesset
Datierung: 1697
Fundstelle: CStSlesv. I 594
Pfund (VIII)
Erklärung:
in Übtr. zu II: Vermögenswert, vorkommend in Wendungen wie so manch Mund so manch Pfund, die der Bezeichnung der
erbrechtlichen Teilung nach Köpfen dienen; zahlreiche weitere Belege bei 1Mund (II 2 d).
- Belegtext:
so sol ... ir beyder elich erben ... in des benanten D. gut ... gleich erben, ein ydes als manig munt als manig pfunt nach statrechten
Datierung: 1472
Fundstelle: BayreuthStB.2 109
Faksimile
- Belegtext:
soll derselb beleibend gemahel mit allen des absteygenden erben, in alle verlaßne habe und gut, so demselben abgegangen zu der zeit seins abgangs zugepuert hat, gleich erben als manig mund als manig pfund
Fundstelle: NürnbRef.(1479/84) XIII 4
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
- Belegtext:
wo aber anherr od' anfraw nit leipliche eeliche kindere, sonder in der rechten absteygenden lynien ander erben in geleichen graden verliessen, die sollen alle gleich miteinander erben, als manig mund als manig pfund
Fundstelle: NürnbRef.(1479/84) XIV 1
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
- Belegtext:
soehn vnd toechtere, welche all zu gleych, so manig mund, so manig pfundt, erben
Fundstelle: FrankfRef. 1578 V 1 § 1
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
- Belegtext:
so erben dieselbige ... nach anzall der personen oder in die heübter zu gleichen thaillen miteinander (und wie man insgemein sagt, sovil mundt, sovil pfundt)
Datierung: 1616
Fundstelle: OÖLTfl.(Strätz) V 4 § 1
- Belegtext:
weren aber vollbuerdige bruders oder schwester kindere an einen theil, und am andern theil stieff-bruedere oder stieff-schwestern von halber geburth verhanden, so sollen sie zugleich in capita nach
der persohnen anzahl, daß ist so manchen mund, so manches pfundt, die erbschafft bekommen
Datierung: 1658
Fundstelle: GeraStR. 196
Faksimile
Wort danach: Pfundakzise
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten