Wort davor: Pferchwesen
Pferd
Wortklasse: Neutrum
Pferd (I)
Erklärung:
Pferd als Reit-, Last- und Zugtier.
Pferd (I 1)
Erklärung:
in vielfältigen rechtlichen Bestimmungen, zB. zu Kauf (insb. Gewährleistung), Miete, Leihe, (gemeinsamem) Besitz, Teilungsverbot bei Vermögensauseinandersetzung, Diebstahl, Schädigung uä.
- Belegtext:
wert aver eme sin perd oder ander sin gut dufleke oder rofleke genomen in des herren denste, ane des knechtes scult, dat mut eme de herre gelden
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. III 6 § 3
Textarchiv: SspLR. III 6
- Belegtext:
swe so en perd oder sines gudes icht sime herren gelegen hevet, oder icht an sime denste verloren hevet dat eme unvergulden is, de wile n'is he nicht plichtich sime herren to denende noch lenrechtes to plegende
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)Lehnr. Art. 4 § 5
Textarchiv: SspLehnr. Art. 4
- Belegtext:
swelich man koft en perith. de ander sal ene gewaren. stedeges. stareblindes. vnde vnrechtes ane vanges
Datierung: 1227
Fundstelle: BrschwStR. § 25
- Belegtext:
grifet ein man ein phert an vnde sachet, daz iz ime vorstolen si oder abgeroubet, dar sal her sich zuo ziehen, alse recht is
Datierung: 1261
Fundstelle: MagdebR. II 1 S. 8
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- Belegtext:
ob ein brûder zu dikeiner ubeltête pfert oder wâpen oder ander helfe wizzentlîche oder mit willen lîhet oder tû
Datierung: 1264
Fundstelle: DOrdStat. 82
- Belegtext:
under sowelekeme manne wirt ein perit anvanghit in dem wicbilde, ne mach he sinis waren nicht hebben, he sal sweren, dat he ne wete sine utfart noch sin invart noch sinen namen, uf he en unbesproken man is
Datierung: 1279
Fundstelle: BrschwUB. II 132
- Belegtext:
leihet ein dem anderen ein phert vmbe lon vnde benennet im die stat vnd nicht verrer waz dem pherde geshiet biz an die selbe stat daz muz er gelden on den gemainen rot
Datierung: nach 1280
Fundstelle: Schwsp.(Langform M) LR. Art. 206
- Belegtext:
dir ane vanc doet an een pard, an ene coe, of dire ghelike die verboert. tuee. schellinghe
Datierung: 1289
Fundstelle: CorpMnlTekst. I 1343
- Belegtext:
so we en perd huret. vnde dat geergeret wert van welekerhande sake dat si. de dat gehuret heuet. de ne darf it nicht beteren
Datierung: Ende 13. Jh.
Fundstelle: LübMndStR. Art. 82
- Belegtext:
van dem duveden perde
Datierung: Ende 13. Jh.
Fundstelle: LübMndStR. Art. 126
- Belegtext:
allen iuden ist alleczit vorbotten, daz sy uff kein vich noch uff pferde schullen lihen wenn by tage nach uffganc der sunnen mit wissen iuden und cristen
Datierung: 1357/58
Fundstelle: MeißenRB.(Oppitz) III 17 Dist. 26
- Belegtext:
dryer dinge schol man weren an einem pferde, ob ez einer dem andern vorkauft, ez werde benumet oder nicht. das erste vor unrechtem anvange, daz ander vor starblint, daz dritte vor houbtsich
Datierung: 1357/58
Fundstelle: MeißenRB.(Oppitz) IV 41 Dist. 20
- Belegtext:
wer ein pfert gevangen wil, daz im abgestoln oder geroubt ist, der sich ... mit rechte da czu czihen wil, er schol mit sime rechten fuz dem pferde treten
uff sinen linken fuz vorne uff sinen huf und schol mit siner lincken hand dem pferde griffen an sin recht ore und schol begeren der heilgen und dez steberz und schol uff den heilgen
dem pferde uber dem houbte sweren, daz daz pfert da sin were, da ez im abgestoln oder geraubt ward, und noch sin sy, als im got helfe
Datierung: 1357/58
Fundstelle: MeißenRB.(Oppitz) IV 41 Dist. 22
- Belegtext:
[Landfriedensbestimmung:] sal die pflug mit den pferden ... veylich und sicher seyn. ouch sullen alle wilde pferde veylich sin
Datierung: 1372
Fundstelle: DortmUB. II 3
- Belegtext:
vnd daz selb ist auch an dem chauffer, der wissenleichen chauffet guot fuer poez, alz golt fuer mezzink, oder silber fuer plei, oder ein guot pfaert fuer ein poezz, vnd
ein grozz maz fuer ein chlainz, vnd dez geleich, da mit der verchauffer wurd betrogen.
Datierung: 1390 (Hs.)
Fundstelle: BerthRechtssumme 1346
- Belegtext:
das niemant enkainerlayg guotz, avn pfaerit, rinder und schwin, an dem markttag kovffen sol, e es indrenthalb du' tor kunt in die statt
Datierung: 1399
Fundstelle: FeldkirchStR. 153
- Belegtext:
befyndistu eyn pfert, das du anfangen wilt, hiruff setczen etliche vil geplerres, das ist, das her dem pferde sulle treten mit seynem lincken fusze uff
des pferdis rechten füs und dem pferde greiffen mit der lyncken hant an das rechte ore und dem pferde die heiligen uff den kop setczen.
dis ist zuhalden nach der gewonheit. nach dem rechten aber darff man des nicht, sunder her begreiffe das phert, wo her mak, und beneme is mit seyner farbe. wenne worumme: zotane
gewonheit ist allis abegeleyt ut Institu. de legatis §. sed nedum [Inst. 2,20,27?]; ff. eodem titulo l. si in pluribus [Dig. 30,1,107]
Datierung: um 1400
Fundstelle: LiegnitzStRb. 267
- Belegtext:
off twee eenen eygenen knecht hedn off een peerdt, dit moit men om der deilingen wil niet dooden, want nyemant en sal des anderen dinck verderven om siinre deilingen wil
Datierung: 1430
Fundstelle: KleveÄltStRHs. 39
- Belegtext:
dar en man sin pert bind binnen gudem vrede, unde dat sy dach efte nacht, wert eme dat mit unmynne loset efte vreghet by daghe, is dat bewislik, so schal he betheren deme cleghere
viii schillinge unde deme richte viii schillinge
Fundstelle: DithmLR. 1447(Eckh.) § 126
Textarchiv: DithmLR. 1447(Eckh.) § 126
- Belegtext:
was von kappen, hanen ... keß ... gelt oder desglichen zu dem altar geoppert werd, das soll eyns pferners sin ... und was von kuen, schafen, geys und perd oder ander gropvihe wirt, soll des altars sin
Datierung: 1478
Region/Autor/Textsorte:
Pfalz
Fundstelle: ZRG.2 Kan. 32 (1943) 293
- Belegtext:
ob ainem ain phärt oder ain ander tier ungevärlich zuelauft, so soll er es dem ambtman antworten
Datierung: Anf. 16. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 399
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- Belegtext:
das er [gebauersmann] auch nicht mechtig, ein kelblein, schwein, schaffe, pferdt adir kuhe ... zuuorkeuffen, er habe jsz den zuuor seinem junghern angesaget vnd vmb halbgelt vorkaufft
Datierung: 1537
Fundstelle: QÄWGMD. II 50
- Belegtext:
verkaufft einer einem andern ein (gebrechlich) pferdt und lobet ihn, daß es ohne mangell sey an lenden und augen, ist er schuldig, dem käuffer solches zu liefern oder wieder an
sich zu nehmen und dem käuffer seyn geldt zu erlegen
Datierung: Ende 16. Jh.
Fundstelle: NeumünsterKirchsp. 204
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- Belegtext:
verordnen wir ... daß wegen der haupt-maengel, als roßig, kollerisch und hartschlaegig, die pferde gewandelt werden sollen
Datierung: 1697
Fundstelle: BrschwLO. II 626
- Belegtext:
solle es mit der gewaehrschafft also gehalten, und zwar so viel erstlich die pferde anbelanget, fuer haupt-maengel geachtet werden, wann ein pferd 1.)
rotzig. 2.) raeutig. 3.) haar- oder hertz-schlechtig, schleebaeuchig, worunter auch lungenfaul gehoerig, und dann 4.) kollerend ist
Datierung: 1738
Fundstelle: HohenloheLR. III 4 § 2
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- Belegtext:
wir muessen uns vor allen dingen in dieser materie um diejenigen fehler der pferde bekuemmern, aus welchen der pferde-kauf angefochten ... wird
Datierung: 1762
Fundstelle: Hellfeld IV 2256
[weitere Angaben: Sachmängelhaftung]
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
wenn ein bauer seinen herrn nichts an arbeit, gerechtigkeit und vorstreckung schuldig ist, so soll er eigenthümlich behalten sein vieh, seine pferde, sein geld ... und alles was er erwerben kann
Datierung: 1765
Fundstelle: Eckardt,Livland 330
- Belegtext:
wir verordnen demnach hiemit, daß die wandelung nur wegen der vier haupt-mängel rotzig, kollerisch, herzschlägig und mondblind statt finden solle, bey einem gestohlenen pferde
aber die in den gemeinen rechten auf sechs monate bestimmte zeit der wandelung auf drey monate eingeschränket seyn
Datierung: um 1772
Fundstelle: Pufendorf,HannovLREntw. Tit. 61 § 37
- Belegtext:
ist ihnen [juden] verstattet mit ... pferden und rindvieh ... zu handeln
Datierung: 1786
Fundstelle: Gadebusch,Staatskunde I 295
- Belegtext:
die naehmliche vermuthung [daß ein thier schon vor der uebernahme krank gewesen sey] gillt ... wenn bey pferden und lastthieren binnen fuenfzehn tagen nach der uebergabe die
verdaechtige druese oder der rotz ... entdeckt wird
Datierung: 1811
Fundstelle: ÖstABGB. § 925
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
das gesetzlich bestehende verbot: von soldaten pferde, wagen und sonstige effekten anzukaufen, wird in erinnerung gebracht
Datierung: 1826
Fundstelle: Scotti,Cleve IV 2728
Pferd (I 2)
Erklärung:
als Bestandteil des Heergewätes, der Morgengabe (I) oder des Erbes.
- Belegtext:
alle de van ridderes art nicht ne sin, de ne mogen eren wiven nicht geven to morgengave wan dat beste perd oder ve, dat se hebbet
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. I 20 § 8
Textarchiv: SspLR. I 20
- Belegtext:
so scal de vrowe to herwede ers mannes swert geven, unde dat beste ors [Streitroß] oder perd gesadelet, unde dat beste harnasch, dat he hadde to enes mannes live, do he starf, binnen sinen weren
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. I 22 § 4
Textarchiv: SspLR. I 22
- Belegtext:
die vrouwe sal geben zuo herwete ires mannes swert vnde sin ors oder sin beste phert gesadelet vnde daz beste harnasch, daz her habete zuo eines mannes libe, do her starp binnen sinen weren
Datierung: 1261
Fundstelle: MagdebR. II 1 S. 10
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- Belegtext:
man ensol an hergewete kein halp pfert geben noch keinerleye ding, das halb eines andern ist, noch an gerad
Datierung: 1357/87
Fundstelle: MeißenRB.(Oppitz) I 14 Dist. 2
- Belegtext:
sechczig feltgenge pferde und ander vye, das zu der gerade gehorte
Datierung: um 1400
Fundstelle: LiegnitzStRb. 196
- Belegtext:
waz darobir an farnder habe ist, eß sy an getreydich, bachen, pherde, kuhe unde ander desglichen, daz gehort alles zcu erbe
Datierung: 1474
Fundstelle: PössneckSchSpr. I 31
- Belegtext:
da [hergewete] gehoret zcu: des vorscheyden mannes swert unde sin beste phert gesatelt
Datierung: 1474
Fundstelle: PössneckSchSpr. I 109
- Belegtext:
tho den eirsten moiste dat hergewe [!] betaelt sijn van myns gnedigen heren ... wegen nae gewonlicheit, als nemlick sijn beste pert und sijn harrnasch, dat mach myt gelde betaelt werden
Datierung: 1482
Fundstelle: OstfriesUB. II 181
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
do haben wir, das pferde vnd rinder gehoeren zu dem erbe, vnd nicht zu der gerade (aber nach landrecht gehoeren die zur morgengabe)
Datierung: 1561
Fundstelle: Rotschitz 152r
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
das heergewedde besteht aus dem beßten pferde, das ein hengst oder wallache seyn muß
Datierung: 1785
Fundstelle: Fischer,KamPolR. I 496
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
Pferd (I 3)
Erklärung:
als Kurmede (I).
- Belegtext:
stirpt ein man, der unserm gnedigen hern angehort hat, desselben erben mussen verteydingen das best pferd, das er leßt
Datierung: 1470
Fundstelle: SchriesheimW. 91
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- Belegtext:
wanne ein ontfangen hant verstorven ist, und der curmode einich ledich wurde ... sullen de ... geswoiren dat beste pert darvan uszeichenen und min frauwe ir beste daermit laissen doin
Datierung: Ende 15. Jh.
Fundstelle: RhW. II 2 S. 42
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- Belegtext:
als ein hant versterft, is minre frauwen schuldich zo einre kiermunt, ein dat beste pert ader koe mach der scholtiß van wegen minre frauwen gesinnen in aenverdingen, als dat recht ist
Datierung: 1503
Fundstelle: RhW. II 1 S. 152
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- Belegtext:
wenn ein bure erfschichtunge deit, dat schall schen mit der herschop wille; so nimpt de herschop dat beste perd vorut
Datierung: 1532/38
Fundstelle: RügenLR.(Cleist) 261
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- Belegtext:
wannehe das perd geschlagen sall werden, so sullen die perd uf den hof in ein rei gestalt werden und der scholtes sall van hinden zu gaen und besehen dieselb
und unbetast derselben ein mit der richtlichen roden schlaen, wilch wan beschehen, so ist dem hern datselbt erfallen
Datierung: 1549
Fundstelle: RhW. II 1 S. 174
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- Belegtext:
wenn die verstorbene leiche ... nach dem kirchhoff gefahren, soll der abt seinen diener senden, und ... durch denselben die churmoede ausnehmen lassen, und zwarn folgendergestalt: es soll der diener einen
weissen stock nehmen und hinterrücks zu den pferden oder kühen gehen, und mit dem stock eins berühren, welches er nun trifft, das gehört dem herrn, weiter nichts
Datierung: 1569
Region/Autor/Textsorte:
Westfalen
Fundstelle: GrW. III 162
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- Belegtext:
wofern dan das erfallene gut pferdscurmutig, soll der halfman, so die guter bauet, schuldig sein alle seine roß und pferd zu B. uf den hof sitzent gerichts ufzuleiten, umb zu besehen, welcher unter denen das beste
Datierung: 1577
Fundstelle: RhW. II 2 S. 178
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- Belegtext:
es findet des besthaupt (hoff- und baulebungs-recht) fast allgemein auf dem lande statt. so erhaelt z.b. das amt der meierei zu H. nach dem tode eines anspaenner, wenn dieser pferde nachlaeßt, ein
pferd, und zwar das naechste nach dem besten, unter dem namen des hofknechtspferdes
Datierung: 1780/1826
Fundstelle: Kamptz,PreußProvR. I 390
Pferd (I 4)
Erklärung:
bei Frondiensten und Zehntabgabe.
- Belegtext:
daz der armste als vil dienen und fronen muße mit pferden und mit sime libe als der richste
Datierung: 1383
Fundstelle: MosbachStR. 558
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- Belegtext:
sint aldo 6 dinste, iclicher dynet mit 3 pferden
Datierung: 1414/22
Fundstelle: DOrdGrZinsb. 14
- Belegtext:
wersz sache, datz eyncherley persone ... unrecht gezehnt hette, es were an korn, habern, an hawe oder susz an andere frucht oder an win, daz derselbe persone were virfallen dem zehender mit pherden und wagen
Datierung: 1429
Region/Autor/Textsorte:
Südhessen
Fundstelle: GrW. I 507
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- Belegtext:
E.F. hat 1/2 hof von der herrschaft ... frönet mit 1 pferd vnd 1/2 wagen, wann man im gepewtet
Datierung: Mitte 15. Jh.
Fundstelle: BayreuthLB. 5
- Belegtext:
sie weisenn zu recht, das ein jeder hubner ii pferdt oder zwei zugknosser haben sall, vnnd eyn lehener der anders ein pferdtlehen hat, ein pferdt vnd ein sielen, damit sie den herren dienen sollen
Datierung: 1469
Region/Autor/Textsorte:
Franken
Fundstelle: GrW. III 538
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- Belegtext:
ein jeglicher armann, der in dem gericht wohnhafftig, der pferdt und geschirr, alßo guth er die hat, soll der herrschafft jahrs eine farth thun gen W.
Datierung: 1487
Fundstelle: PfälzW. I 248
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- Belegtext:
des pfaltzgraven riede soll die gemeind uffheben, und sollent die, so pferd haben, hinwegfuren, wo sie hinbescheiden werden. wer viel pferde hat, der soll desto mehr furen
Datierung: 1571
Fundstelle: SchriesheimW. 243
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- Belegtext:
der schulze hat sechs freie huefen, dienet zum hause mit pferdt und wagen
Datierung: 1600
Fundstelle: BrandenbSchSt. II 317
- Belegtext:
[von jagd-freveln:] wer mit fuhren zur jagdfrohn bestellt worden, und nicht erscheint, von jedem paar ochsen oder pferd, von jedem tag 3 [fl. kr.]
Datierung: 1780
Fundstelle: Foesser,JagdStrR. 97
- Belegtext:
mehrentheils dienet ... der vollbauer woechentlich vier tage mit vier pferden und zwey leuten
Datierung: 1786
Fundstelle: Gadebusch,Staatskunde I 289
- Belegtext:
haben ... die communen, wenn der general- oder spezialsuperintendent dem kirchenrath futter und pferd verrechnet, weder pferde in der frohn herzugeben,
noch fuer den visitator oder dessen pferde weiter, als das oben bestimmte, zu bezahlen
Datierung: 1798
Fundstelle: Hartmann,WürtGes. IV 171
- Belegtext:
wann der colonus einen spanndienst leistet, ist er in sofern dazu verbunden, daß er jedesmal des abends mit denen pferden wieder nach haus ziehen, und dieselben auf eigenem stalle stellen muß
Datierung: 1825
Fundstelle: Geck,Soest 423
Pferd (I 5)
Erklärung:
in Bestimmungen zum Lehnrecht, zur Heerfahrt (II), zur militärischen Verteidigung und zu sonstigen Diensten für das Gemeinwesen,
auch als Berechnungseinheit für Verteidigungslasten; auf Pferde setzen (vermögende Bürger) zu einer Kriegssteuer veranlagen.
- Belegtext:
wer vircik huben ader mer coufet von vnzeme hus, der sal mit vollem wafene vnd mit eime verdacten rosse ... vnd mit anderen zwen pherden dinen
Datierung: nach 1251
Region/Autor/Textsorte:
Kulm
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 39
- Belegtext:
soelen dese borghen ... dienen den grave van Hollant ... te parde. of te scepe, na des scraven wille. also langhe als dat orloghe gheduret
Datierung: 1285
Fundstelle: CorpMnlTekst. I 1051
- Belegtext:
alse lange so der man uf ein pert komin mac von eime stocke odir von eime steine, der von der erde in die hohe hat eine dume elin, alse lange mac er len untfan unde lien
Datierung: Anf. 14. Jh.
Fundstelle: GörlitzLR. Kap. 45 § 6
- Belegtext:
wer da pferde hait zu Erffurt, die wil der rathe nicht biten alsoferne sie es bewaren mogen. wurden sie aber ire bedurffen zu nothe vnd werden die pferde verderbet, die wil man williglichen gelden
Datierung: 1351
Fundstelle: ErfurtZuchtbf. 123
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- Belegtext:
wenn ein römischer kayser oder könig reisen will über berg, so soll man ihme lehnen das beste ackerpferd, das da in dem gerichte ist, das einen einspänner kann ertragen; kommet das pferde
wieder, so soll man es wieder geben deme es gewest ist; bleibt es aber aus, so soll das gerichte ihme das pferd gelden
Datierung: 1354
Region/Autor/Textsorte:
Wetterau
Fundstelle: GrW. III 410
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- Belegtext:
[Kriegssteuer:] der gross ravt ist in ain komen, das er nach gemainer stett ordnung 200 ross anlegen wil, und das ist den vorgeschribnen sibnen ze tuond enpholhen. die sont uff
1000 lb. hl. 1 phaerit legen beschaidenlich, und sunderlich uff semlich lút, denen phaerit an lib und an guot gemaess sind ... wel aber alt sind und
denen phaerit ze ritend nit gemaess sind, die sond phenning da fúr geben
Datierung: 1388
Fundstelle: KonstanzRbfRotB. 46
- Belegtext:
[S.] sal uns ... dienen mit pferden und mit wopen noch des landes gewonheit
Datierung: 1398
Fundstelle: CDPruss. IV 183
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- Belegtext:
der von V. hoff sol han ein karch vnd zwey pferde vnd soll vnszerm herren vnd der gemeinden dienen in reißen vnd zu andern sachen
Datierung: 14. Jh.?
Fundstelle: PfälzW. I 236
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- Belegtext:
da sie auch von reichswegen zu verreisen, so sollen die von Grefenhausen vier pferde geben, zwei den von Heusenstein und zwei den Eulnern, und da Heusenstein seine pferde
gezogen und binnen der falthors seulen von den Eulnern betretten wurde, so soll Heusenstein ihnen dieselben folgen lassen u. mit den andern zweien pferden hernacher zihen, doch
wan sie wiederkommen, sollen sie den armen leuten ihre pferde wider geben
Datierung: 1413
Region/Autor/Textsorte:
Hessen
Fundstelle: GrW. I 497
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- Belegtext:
[dem Landesfürsten] zu dienen und zu warten mit zwei, drei oder mehr raisigen und pferden
Datierung: 1423
Fundstelle: Stolz,WehrverfTirol 31
- Belegtext:
sal ... H. ... uf dem slosse Brux czehin reisige pferd und drissig rediliche, werhaftige, gute schutczin ... habin
Datierung: um 1430
Fundstelle: BrüxStB. 92
- Belegtext:
staruet ... de fruwen irst, so schel ere elike man ... dat beste perd vnd harnisch to vorn vt nemen vnd beholden, er se dat ander gud ... deilen, also bescheiden, dat dat perd vnd harnisch to der heren dinste in der ... stad B. ... schal bliuen
Datierung: 1433
Fundstelle: CDBrandenb. I 19 S. 42
- Belegtext:
ist man eyn geworden, daz iowelch bruwer der stad eyn pfert halden sal von xvi gulden, darczu synen harnsch
Datierung: 1436
Fundstelle: Größler,Eisleben 61
- Belegtext:
dat register, alse de rad unse borger vppe perde satte
Datierung: 1441
Fundstelle: Arnecke,HildeshStadtschr. 135
- Belegtext:
K.G., seine ehlichen geerben und rechten nachkomlingen sollen von dem ... gutte C. mit dreyen pferden und mit einem spisse pflichttig sein zue dienen neben andern unsern landen und mannschafften
Datierung: 1468
Fundstelle: SchlesLehnsUrk. II 66
- Belegtext:
des namiddages gingen de geschickeden ut beiden reden unde de kemerere in den ratstoel unde setten dar de gantze stat dorch de borgere unde borgerschen up perde, geachtet das
pert up iiijm gulden. dede twe perde helden (was dat alderhogeste) weren twe. dede anderhalf helden, weren ok twe, dede ein heil [ganzes]
pert helden, weren teine. so vort wente to einem halven vote. de dar gelt vor geven, was dat pert xl lutteke punt
Datierung: 1484
Fundstelle: Brandis,Diarium 61
- Belegtext:
sollen landhofmaister und canzler ... bi der canzli gegenwertig sein, der landhofmaister mit 12 gerüsten pferiten und der canzler mit zwaien pferiten im hus
Datierung: 1498
Fundstelle: WürtLTA.1 I 53
- Belegtext:
juwen antall perde, knecht und wagen, so thom geschütte und ander nodtorfft tho gebruken denstlich
Datierung: 1563
Fundstelle: Westphalen,Mon. II 553
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
diejenigen aber, so pferde haben, sollen mit pferden und schlitten bey ... poen des schleuserechts, wenn ihm angesagt wird, sich einstellen
Datierung: 1610
Fundstelle: HadelnPriv. 178
Faksimile
- Belegtext:
sich mit guoten rüstungen und pferden zeversechen und gerüst zehalten, damit sie ir gnaden im fahl der noht ihre schuldige reißpflicht leisten mögind
Datierung: 1612
Fundstelle: BernStR. VII 1 S. 201
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
denen, so pferde halten und bürgerliche nahrung treiben, bey schwehrer straffe anzubefehlen ist, daß sie ... mit denen stadt-pferden an gewiße öhrter sich einzufinden gehalten, umb die sprützen und waßerküfen fortzubringen
Datierung: 1724
Fundstelle: MittKönigsberg 2 (1910) 202
- Belegtext:
das er uff solche geschene gnedige zusage vnd vortrostung bey vns ... pleiben vnd vns zur not mit einem pferdt trewlich dienen vnd gewertigk seyn sol
Fundstelle: HannovGelAnz. 3 (1753) Sp. 966
- Belegtext:
vermoeg privilegiums kaiser Ferdinands I. von 1544. muß man in der Lausiz, wenn ein vasall seine rittergueter veraeußern oder auf die tochter vererbfolgen will, den vorritt leisten. das ist, er muß
vor dem kursaechsischen beamten zu pferde erscheinen, verschiedenemal im kreise herumrennen, den degen ziehen, und damit verschiedene kreuzhiebe gegen die sonne thun, und sich
mit behendigkeit vom pferde schwingen
Datierung: 1785
Fundstelle: Fischer,KamPolR. I 64
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
ist jeder landesherr und lehenherr ... berechtiget ... fuer die heutzutage unmoegliche und unbrauchbare kriegsdienste des adels gewiße steuern und abgaben zu fordern, wobey groeßtentheils von 10 hufen
ein pferd ... gerechnet, und dieses mit 50. thaler zu jaehrlicher abgabe angelegt wird
Datierung: 1785
Fundstelle: Fischer,KamPolR. I 487
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
alle zur mobilmachung der armee erforderliche pferde ... sollen von jetzt ab auf den hufen-stand ... repartirt weden
Datierung: 1801
Fundstelle: NCCPruss. XI 200
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- digitalisiert von der Staatsbibliothek zu Berlin
- Belegtext:
[aus einer Denkschrift Gneisenaus:] jede mannsperson von 17 jahren an wird bewaffnet ... wer ein pferd hat, bringt solches mit und wird kavallerist
Datierung: wohl vor 1808
Fundstelle: Händel,Wehrpflicht 69
Pferd (I 6)
Erklärung:
als Schadensverursacher.
vgl.
Bär (II),
1Hund (I 4),
Ochse (I).
- Belegtext:
swes hunt oder ber oder perd oder osse ... enen man dodet oder belemet ... sin herre scal den scaden na rechteme wergelde oder na sineme werde beteren, of he it weder an sine were nimt na deme dat he dat vereschet
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. II 40 § 1
Textarchiv: SspLR. II 40
- Belegtext:
hat ein man pert oder einen hvnt oder swaz sines vies ist daz nicht gesprechen ne mach, sprichet her iz ne si sin nicht ob iz ienegen schaden tvot, iz ne schadet ime zv sime rechte nicht
Datierung: 1261
Region/Autor/Textsorte:
Magdeburg
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 85
- Belegtext:
stirbet ein pherit oder ein vihe daz man fvir gerihte bringen sol. der bverge ziehe die hvt her fvir. vnde si lidig
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(L.)LR. Art. 267
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- Belegtext:
hat ein man shedelich phert vnd weiz daz wol so er dar auf sizzet so shol er die leute uon im heizen weichen vnd shol von den leuten reiten. tut er des nicht welhen shaden daz
phert tut den shaden shol er gelden als da uor geshriben ist
Datierung: nach 1280
Fundstelle: Schwsp.(Langform M) LR. Art. 192
- Belegtext:
ist daz nicht so getane vihe daz erz nicht gevahen mac als wilde ros sein vnd reinishe phert oder wilde daz zam ist oder gense daz shol er in sein gewalt treiben ob erz zv dem
richter nicht pringen mac vnd shol ez dem richter kuende
Datierung: nach 1280
Fundstelle: Schwsp.(Langform M) LR. Art. 198
- Belegtext:
is dat jeniges mannes perd in deme hove loos wert und eneme anderen manne scaden doet oder serichheit, unde is dat also, dat de here des perdes vorsaket
unde dat perd sic nicht to ne tyt, so ne sal he vor dat perd nicht antworden, mer dat perd sal hoeren sante Petere unde deme clegere;
thyt he aver dat perd sic to, so sal he den broke beteren
Datierung: 1295
Fundstelle: Nowgorod(7 Fassungen) 84ff.
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- Belegtext:
stunde aber ein wagen mit pferden ane hute unde wurden die pfert loufen oder gehn mit dem wagene unde teten einen schaden, den muzen di pfert
gelden, oder ir meister muste davor antwerten, wolde he sich ir underwinden
Datierung: um 1300
Fundstelle: FreibergStR. 49 § 11
Textarchiv: FreibergStR. 49
- Belegtext:
were dat iement dreue enen waghen, worde dar iement af ghe sereghet, wolde den de iene de den waghen dreuen hedde vorstan mit sineme rechte, dat id sunder sine wanhude vnde arghelist ghe schen si, dar
vryet he sik mede, so mot de waghen vnde perde den schaden beteren
Datierung: um 1348
Fundstelle: Hach,LübR. 376
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- Belegtext:
xlii. ob ein vih oder pfert schaden tut vnd wirt uber nacht behalden
Datierung: 1357/87
Fundstelle: MeißenRB.(Oppitz) Rubrikenverz.
- Belegtext:
das pfert hot [als Schadensverursacher] das recht alse das vyhe adir das wilt
Datierung: um 1394
Fundstelle: KulmR. V 25 § 3
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- Belegtext:
efft en perd effte en osse edder anders en unweten deer schaden deden, sleit he dat ve quid van sik, so en darf he den schaden nicht beteren
Fundstelle: DithmLR. 1447(Eckh.) § 105
Textarchiv: DithmLR. 1447(Eckh.) § 105
- Belegtext:
ist ein junger knab zu M. ... durch ein pferde geschlagen, daß er ... verstorben, füder gen P. geführt, daselbst begraben; sowohln auch das pferd als der täter dahin gen P. geschickt worden
Datierung: Ende 16. Jh.
Fundstelle: FrkBl. 1 (1948) 12
- Belegtext:
wird befunden, daß viehe, etwa pferde einem menschen schaden thut, also, daß der beschädigte mensch dadurch stirbet, auff solchen fall ist daß viehe an die herren verfallen
Datierung: Ende 16. Jh.
Fundstelle: NeumünsterKirchsp. 216
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Pferd (I 7)
Erklärung:
im Verfahren wegen Sodomie.
vgl.
1Hund (II 3),
Kalb (A V),
Kuh (II 2).
- Belegtext:
anno 1684 ... wurde ein sodomit zu O. enthauptet, die stutte durch viel kopfschlaege erleget, der boese mensch unten, und das pferd auf ihn geworffen und also verbrennet
Datierung: 1697
Fundstelle: Döpler,Theatr. II 575
Pferd (I 8)
Erklärung:
beim Einlager (I) oder ähnlichen Formen des Herbergsaufenthalts.
- Belegtext:
ware oec dat sake, dat heme the gasthus dier ... penninghe hier in binnen niet en goude, soe mach min her W. comen binnen Brusele met tween knapen ende met drien peerden, ende
daer ligghen op des gasthus cost totiesmaels dat heme die ... penninghe volgouden siin
Datierung: 1277
Region/Autor/Textsorte:
Brüssel
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 309
- Belegtext:
wer awer das mich oder mein erben edhafte not ierreicht, so sol ich oder mein erben ainen an unser stat in legen mit zwain pherften
Datierung: 1240
Fundstelle: SPöltenUB. I 337
- Belegtext:
were aber, daz ...unserr bu'rgen deheiner die giselschaft selber nu't leisten wolte ... der sol ... einen andern erbern knecht mit eim muessigen pherit an sin stat in dise giselschaft leggen
Datierung: 1368
Fundstelle: BaselUB. IV 304
- Belegtext:
sol ir ieglicher derselben gemanten buergen einen knecht oder ein pferd schicken vnd antwerten in eins offen wirts huos
Datierung: 1386
Fundstelle: MWirzib. VIII 4
- Belegtext:
wenn ie eins burgen pfert in der leistung abget oder verleist wirdet, der sol ie als offt des not geschiht ein ander als gut pfert jn die leistung schicken
Datierung: 1400
Fundstelle: MWirzib. VIII 659
- Belegtext:
scholl er ... daselbst laisten nach gastrecht von knechten zu knechten, von pferden zu pferden
Datierung: 1440
Fundstelle: VerhOPfalz 63 (1911) 22
- Belegtext:
die selben schuldig sin, in unser statt offen wirtshuiser, jeklicher mit sin selbs libs oder einem erbern knecht an sinr statt und einem muossigen pferd inziechen und dauselbs offen gewonlich geselschaft halten
Datierung: 1458
Fundstelle: BernStR. VI 1 S. 195
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
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- Belegtext:
do ein gewönlich leystung halten ye von knecht zu knecht und von pferden zu pferden so oft das not thutt
Datierung: 1465
Region/Autor/Textsorte:
Stuttgart
Fundstelle: DRWArch.
- Belegtext:
woelliche also vnder jn gnannt werden, der yegklicher soll ... inn acht tagenn ein knecht oder lastpar pferd inn die laystung schickenn
Datierung: 1533
Fundstelle: Breunle 61r
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
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Pferd (I 9)
Erklärung:
als Gegenstand von Bestimmungen zu Zoll, Weg- und Brückengeld.
vgl.
Pferdezoll.
- Belegtext:
vanden eersten daghe vander maerct totien dat die achterste toghedach gheleden es ... gheefmen gheene tolne van perden, van corn no van gherande beesten
Datierung: 1252
Region/Autor/Textsorte:
Flandern
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 45
- Belegtext:
welch gast brengit ungegossin czin vnde blie, das pfert gibt ein halbis scot, vnde das gwt nicht
Datierung: 1327
Fundstelle: BreslUB. 112
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- in Google Books
- Belegtext:
een pert tho tolne, dat boven twintich mark ghecoft is, twe oere
Datierung: 1368
Fundstelle: HannovUB. 476
- Belegtext:
mag ein yglichir burger von der Syttaw syttawisch bier jn vnnd durch die stad Gorlitz zcolfrey furen vngehindert, vnnd sal von einem yglichen pfert zu tzolle geben einen heller
Datierung: 1414
Fundstelle: ScrRLus. II 121
- Belegtext:
ain yeder reyttunder und ain yedes ledigs pherd sullen zwen phenning geben
Datierung: 1439
Fundstelle: WienRQ. 217
- Belegtext:
wie man zu L. zollen solle. nota vom gut, das man furt, wirt nichts genommen allein von den pferden und von fyhe
Datierung: 1496
Fundstelle: KirchheimW. 59 Anm.
- Belegtext:
von einem jeden pferd, welches an einem frachtwagen ... angespannet sich befindet, ... an weg- und bruekengeld ein kreuzer ... von einem pferd an einer
kutschen ... ingleichem von durchfuehrenden pferden, sie seyen ledig oder beritten, nur ein halber kreuzer
Datierung: 1747
Fundstelle: SammlBadDurlach III 90
- Belegtext:
[Weggeld:] von einem pferd, es mag in der kuppel oder einzeln sein, vom stück 2 pfg.
Datierung: 1757
Fundstelle: Gerhard,SaarbrSteuerw. 117
Pferd (I 10)
Erklärung:
als Maßstab.
Pferd (I 10 a)
Erklärung:
bei Mengen-, Längen- und (räumlichen) Größenangaben.
- Belegtext:
de buer van N. scolet maken ... de halve brugke unde vort van der brugke to Bremen wort also lang also eyn waghen van achten voten unde veere perde dar vore
Datierung: 1398
Fundstelle: BremUB. IV 288
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- digitalisiert von der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen
- Belegtext:
sol der maister iegleicher haben ein schef an dem urfar das wol getragen mug zwen muttmessig wegen und sechs phert
Datierung: 14. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 964
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- Belegtext:
des konnigs straten sal wesen also wyt, dat eyn wagen geladen by deme anderen herunter faren moge, eder der konnynck ader sin ambesait dair tho gesat op eyme perde eder ossen sall
sitten, ind nemen eyne gleven van xviii voeten to werss vor op den sadel
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Wigand,Femg. 558
- Belegtext:
gehet der faathzingel ... als wie weit einer mit einem pferdt reiten kann und dan furter mit einem huphamer gewerffen kan
Datierung: 1537
Region/Autor/Textsorte:
Westerwald
Fundstelle: GrW. I 636
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
dat gerichte to B. moet der richter van S. ... an synen seckeren gewonligen richtestoil holden und khan ehr sodanen platz nicht wider fryen oder verdedigen, als syn pert mit einer
halteren vor, ime gerichte an den sweertpael gebunden, umbher gaen khan
Datierung: 1571
Fundstelle: WestfLR. 169
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- Belegtext:
[den Friedlosen verfolgen] so weit als man ein weiß pferd absehen kann
Datierung: 1615
Region/Autor/Textsorte:
Holstein
Fundstelle: GrRA.4 I 105
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
die marktfreyheit gehet acht tage vor dem markt an, und währet acht tage nach dem markt, und gehet an von S. bis nach H. ... so weit als man mit einem pferd reiten kann und dann noch mit einem hufhammer fortwerfen kann
Datierung: 1670
Region/Autor/Textsorte:
Westerwald
Fundstelle: GrW. I 638
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
ich frage: wann ein ehemann nebst seiner ehefrauen sein guth besehen wollte, und bekaehme eine lust bey ihr zu schlaffen, kaeme aber einer mit ein fuder heu drauf zugefahren, wie sich der verhalten
soll? antw. wann einer drauf zufahren kommt, so soll er stille halten, und die zwille untersetzen, bis solches vollendet, wann er es aber nicht abwarten kann, so soll er so weit umhin fahren, als man
ein weiß pferd absehen kann, auf daß solches nicht verhindert wuerde
Datierung: 1731
Region/Autor/Textsorte:
Wendhagensches Bauernrecht
Fundstelle: Spangenberg,BeitrR. 202
Pferd (I 10 b)
Erklärung:
für eine Ladung oder Fracht.
- Belegtext:
so ist ussgedutschet, waz ein last si, und ist als vil swers, als ein phert gefüren muge
Datierung: 1417
Region/Autor/Textsorte:
Hessen
Fundstelle: GrW. III 393
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
die von G. ... syllen bürger sin 12 jor on abe sagen ... das sillen sy dienen ... an dem dirtten jor ein pferth geladen glenen
Datierung: 1469
Fundstelle: RappoltsteinUB. IV 514
- Belegtext:
van eenen paerde visch, duerlydende, j d
Datierung: 1550
Fundstelle: AnnFlandre 24 (1872) 458
Pferd (I 11)
Erklärung:
im Zusammenhang mit Nutzungsrechten, Versorgung, Verpflegung und Bestallung, sein Pferd an einen dürren Zaun heften keine Verköstigung (durch die Gemeinde) beanspruchen (Beleg 14. Jh.).
- Belegtext:
irleget deme wechverdegen manne sin perd, he mut wol sniden korn unde eme geven, alse verre alse he it reken mach stande in deme wege mit eneme vute; he ne scal it aver nicht dannen vuren
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. II 68
Textarchiv: SspLR. II 68
- Belegtext:
jn zente Seuerins daghe es. te uarene de proefst van Zombeke. ofte ziin zeker bode. toete Zondert. met .vi. paerden
Datierung: 1266/68
Fundstelle: CorpMnlTekst. I 130
- Belegtext:
das mines herren des abbetes knehte sol varn jn die huobmatten ... vnde sol daz duon mit siben ohsen vnde mit sibendenhalben pherde, vnde sol der pherde
eines jn dragen an dem abende, daz die sehse gezzent die naht
Datierung: 1275
Region/Autor/Textsorte:
Gengenbach
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 245
- Belegtext:
ein man sneidet wol seinem mueden pherde ein futer daz ein phenewert sei ob er fuercht daz ez erligen wil. des muz er swern ob sein iener nicht enperen wil des daz gut ist. er
lat auch wol daz phert mit dem fodern fuze treten in den esch vnd lat ez ezzen vnz daz ez wider kvemt. er shol des futers nicht dannen fueren
Datierung: nach 1280
Fundstelle: Schwsp.(Langform M) LR. Art. 190
- Belegtext:
wann er [vogt] kumbt zue endhaftem taiding, so sol er sein pfärift heften an ain turren zaun
Datierung: 14. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. IX 409
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
das ein iclich probst und der stifft ... yerlichen sullen haben drew male mit zwelff pferden, mit einem mawle, mit zweyen vogelhunden, mit einem habich, mit zweyen wynden und mit
zweyen schönen frawen. den sol man allen genung geben zu eßen und zu trincken
Datierung: 1413
Fundstelle: FrkBauernW. 26
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
pfert mögent vier wuchen im meien gon wo sy wellent und sol inn niemant weren
Datierung: 1438
Fundstelle: Burckhardt,Hofr. 84
- Belegtext:
ein vogt, so der ... zu thedingen ... hat, soll er kommen mit drithalb pferden, nemblich mit zweien pferden und einem mule, soll haben ein habich und dabei
einen einaugichten hund, seinen pferden soll man futter geben bisz uber die naszloch, und strohe bisz an die bauch
Datierung: 1485
Region/Autor/Textsorte:
Frankfurt am Main
Fundstelle: GrW. VI 752
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
es soll ein visitator nicht mehr dan zwei pferde, es were dan, daß er so gebrechlich were, daß er zu wagen mit muste faren, haben, so soll er auch zwei oder drei pferde
vor dem wagen haben und daruber nicht
Datierung: 1531
Region/Autor/Textsorte:
Hessen
Fundstelle: Sehling,EvKO. VIII 1 S. 73
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
so aver iemandt eyn gebrechlich pert hette, und zu hove wulte stain laissen, sall er dem marschalk ... zurkennen geven, und begeren, den durwerderen und kelner zu bevelhen, im
solichs gefodert werd. dan aen bevelh desselvigen sall geyn perd gefodert werden
Datierung: 1538
Fundstelle: Sallmann,VerwJülich 92
- Belegtext:
solle ain yeder pfleger oder richter nit mer dann zway pferd, der gerichtschreiber ains, vnnd der ambtman in des gepiet oder ambt die rechnung geschicht, auch ains ... mit nemen
Fundstelle: BairLO. 1553 II 10, 6
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
- Belegtext:
es solle auch der herr bischof mit acht, und nicht mehr pferden auf die visitation ziehen
Datierung: 1568
Region/Autor/Textsorte:
Hessen
Fundstelle: Sehling,EvKO. IV 108
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
darzuo für den herren vnd den dieneren iren pferden nagel vnd issen vnd jedem diener für sin win alletag ein gbz
Datierung: 1601
Fundstelle: Beeler,LandammGlarus 21
- Belegtext:
es solle der dinckhoffsherr dem meyer in den hof kommen geritten mit anderthalb pferd vnd anderthalb mann, ... vnd solle jhm der meyer die pferd in den
stall stellen, vnd soll den stall wohl beschliessen
Fundstelle: Alsatia 1854/55 S. 40
Pferd (I 12)
Erklärung:
als Mittel zu Handlungserzwingung und Strafvollzug.
- Belegtext:
wurde ouch der schöffele deheiner sumig und keme nut an das gerihte, so het der herre von O. ... gewalt, dem schöffele sin hus abezebrechende untze an die vier posten ... und sol man den schöffeln under
der swellen us dem huse ziehen, und in buchelingen uffe ein pfert legen und zu gerihte furen
Datierung: 1336
Region/Autor/Textsorte:
Elsass
Fundstelle: GrW. I 700
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
mögen unsere richter nach gestalt der verbrechung die lebensstraff in dießem laster wohl schärffen, alß daß an statt des endhaubtens daß viertheylen, mit pferden von einander reißen,
greiffen mit glüenden zangen oder dergleichen pöenen erkandt werden
Fundstelle: BadLR. 1588 V 10
- Belegtext:
diser vor zorn verblendte mensch last gleich den stallmaister ... einem pferdt an den schwaiff binden vnd also jaemmerlich zu todt schleppen
Datierung: 1686
Fundstelle: AbrahSCl.,Judas I 640
Pferd (I 13)
Erklärung:
in Vorschriften zum Haltungsgebot und -verbot und zum Weiden.
- Belegtext:
wir wellen ... daz noch dem haweslage vnd noch der meyunge der burgerwesyn daz vnser pfert in den selbin wesin vnd in andir gemeyner weyde der selben burger an eren schaden sullen tryft vnd weyde haben
Datierung: 1336
Fundstelle: CDPruss. II 208
DjVu-Faksimile
- digitalisiert von "Kujawsko-Pomorska Digitale Bibliothek"
- Belegtext:
daß er [amman] uns ain stenzt pfärdt pey dem parn sol habn und dasselb ros sol 12 schilling pfenig wert sein
Datierung: 1. Hälfte 15. Jh.?
Fundstelle: Wilhelm,NBayrRpfl. 10
- Belegtext:
scal de sülve karckhere na lude desser vorsegelden breve holden ein perd, tho behoff des karspels ... dat sacramente buten tho den krancken mede tho vörende
Datierung: 1481
Fundstelle: Westphalen,Mon. II 462
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
welcher ein pferd oder fülhin underschlecht, der geit ein laib und ein viertel korns ungefehrlich, welcher aber drey oder vier underschlecht, der soll geben von jedem ein laib
und zway viertel korns und welcher drey tag underschlecht, der ist den lohn verfallen, die pferd und fühlin sollen alle pfrendt geben wie andere vihe
Datierung: 1490
Fundstelle: WürtLändlRQ. I 77
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
es soll auch niemanndts besonnders hueten, denn da der hirtt mit gemeiner hertt gehueten mag, es sej mit welcherlej vieh das sej, ausgenomen pferdt
Datierung: 1497
Fundstelle: Will,Altdorf 351
- Belegtext:
dass die kothsassen verboten sein solle, pferde zu halten
Datierung: 1563
Fundstelle: Kraaz,FrohndAnhalt 89
- Belegtext:
es soll auch derselbig becker haben ein einiges pferdt, damit soll er den leuten den teig hohlen und das brodt heimführen
Datierung: 1628
Fundstelle: PfälzW. II 600
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wer ohne befugnuß in einem offenen wald hüthet mit einzelnen stuecken, von jedem pferd oder stueck rindvieh ... 15 [kr.]
Datierung: 1785
Fundstelle: Moser,ForstArch. III 162
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- in Google Books
- Belegtext:
den handwerksleuten und tageloehnern soll auf 9 stuck feld ein zugstueck, es sey ochs oder pferd ... zu halten gestattet seyn
Datierung: 1797
Fundstelle: Runde,Beitr. I 10
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
Pferd (I 14)
Erklärung:
in symbolischen Handlungen mit Rechtscharakter oder mit rechtlichen Folgen.
- Belegtext:
dem pabst ist gesezzet ze besheidenlicher ze richten auf einem plancken pherde vnd der keiser shol dem pabest den stegereif haben daz sich der satel nicht enwinde. daz bezeichent.
daz waz dem pabeste widerstet des er mit geistlichem gericht nicht betwingen mac so shol in der werltliche richter ze echte tun
Datierung: nach 1280
Fundstelle: Schwsp.(Langform M) LR. Art. 2
- Belegtext:
sal der marcgreue van Gulche up eyn eynoghich wiz pert sitzen, ind sal hauen eynen stocken saedel ind eynen lynden zoem
Datierung: 1342
Fundstelle: Lacomblet,UB. III 304
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- digitalisiert im Rahmen von "miami" (Münster)
- Belegtext:
nu ist der keyser pflichtig czu pescheiden cziten wenn der babst wil siczen uff sein planckes pfert, das er im sol halden den stegereiff, durch das im der satil icht entwiche.
das ist ein urkunde, das dem geistlichen swert und dem heiligen cristenlichen glauben wider nicht und nicht betwingen mag, das sol der keyser alle tag und alle czit helffen richten und twingen, das (dy) geistliche ordenunge in eren blibe
Datierung: 1357/87
Fundstelle: MeißenRB.(Oppitz) I 2
- Belegtext:
als der keyser und der künig auf dem rathauß warent, was im ein pferd zugericht und für das rathauß auff den placz gefuert. darauf saß er und reyt in den hauffen haberen bis an
die prust des pfaerdes und neyget sich auf seinem pferde, maß das silbrin maeß vol haber und streich das ab mit dem silbrin strich und schut das einem,
der bei im was, in seym geschür und reyt wider hin in das rathauß. da stund er ab und gieng auf das rathause. das pferd, silberen maiß und striche nam der marschalck von Pappenheym, als sein recht ist
Datierung: 1468
Fundstelle: AachenZ. 64/65 (1951/52) 93
- Belegtext:
[die Amtspersonen] sloegen haer hant an die peerd, ende doe hielden sy die ploegh een stuck weghs, ende ginghen mede om so langh hent al dat lant rondom die voore geëerd was
Datierung: 1505
Fundstelle: Iterson,ZeistDorpsgr.2 27
- Belegtext:
ist auch dieser effect mit eingeschlichen, daß maleficanten sich an des fuersten kutschen oder pferd hangen, wann er den ersten eintritt thut und hiedurch vergebung ihrrs verbrechens davon tragen
Datierung: 1705
Fundstelle: KlugeBeamte I2 614
- Belegtext:
die function ... eines erztruchsessen bestehet darinn, daß er bey der kaiser- oder koeniglichen croenung ein stueck von dem gebratenen ochsen zu pferd ablangt
Datierung: 1770
Fundstelle: Kreittmayr,StaatsR. 218
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
erloeschung des wappens. beym leichenbegaengnisse eines edelmanns werden alle wappen an fahnen mitgetragen, oder ihm wenigstens gemahlte ahnen neben dem bloßen degen und dem helme auf den sarg gelegt,
und ihm das pferd nachgefuehrt
Datierung: 1785
Fundstelle: Fischer,KamPolR. I 507
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Pferd (I 15)
Erklärung:
zu Amtseinkünften gehörig.
- Belegtext:
als der keyser und der künig auf dem rathauß warent, was im ein pferd zugericht und für das rathauß auff den placz gefuert. darauf saß er und reyt in den hauffen haberen bis an die prust des pfaerdes
und neyget sich auf seinem pferde, maß das silbrin maeß vol haber und streich das ab mit dem silbrin strich und schut das einem, der bei im was, in seym geschür und reyt wider hin in das rathauß. da stund
er ab und gieng auf das rathause. das pferd, silberen maiß und striche nam der marschalck von Pappenheym, als sein recht ist
Datierung: 1468
Fundstelle: AachenZ. 64/65 (1951/52) 93
- Belegtext:
was die amtseinkuenfte des erbschenken betrifft, so gehoert ihm nach der gueldenen bulle das pferd, worauf ein koenig von Boehmen sein amt verrichtet
Datierung: 1801
Fundstelle: RepRecht VII 84
- Belegtext:
der reichserbschatzmeister wirft zu pferd aus den zu beiden seiten des sattels angebrachten beuteln die krönungsmünzen unter das volk; die pferde und silbergeschirre werden eigenthum der erbbeamten
Datierung: 1804
Fundstelle: Gönner,StaatsR. 142
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Pferd (I 16)
Erklärung:
als Pfand und bei der Strafbemessung.
- Belegtext:
solchi phandunge also man uf der stat grabin von aldir hat gegebin. von vihe. uon pherdin. uon eseln. da suln der burger knehte vur phende
Datierung: um 1300
Fundstelle: NMittThürSächs. 3, 1 (1836) 64
- Belegtext:
wann auch einer ... betroffen wuerde, daß er wieder dieser vnserer ordnunge in einem oder dem andern thaete, demselben soll nach gestalt der verbrechunge ein pfandt genommen, und solch pfandt, es sey
pferdt, ochse, schaafe, schwein ... vom heide-knechte ... in vnser ambt ... gebracht ... werden
Datierung: 1593
Fundstelle: CCMarch. IV 1 Sp. 515
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- Belegtext:
greift aber einer darüber hinein auf die freiung, ... der ist verfallen so vil er pferde hat von einem ieglichen roß 32 fl. und von einem zu fuß 10 fl.
Datierung: 17. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 226
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
daß, wo ein bauer einem burger etwas schuldig, und sein beambter ihme nicht zur zahlung helffen will, dem bauern, wann er in die stadt kommet, die pferd abgespannet oder arrestiret werden
Datierung: 1705
Fundstelle: KlugeBeamte I2 618
- Belegtext:
[Übschr.:] pfaendungsrecht. zu verhuetung alles feldschadens ist es erlaubt, das schadenthuende vieh, pferde, esel, rindvieh, schaafe, schweine, gaense, huehner etc. zu pfaenden
Datierung: 1785
Fundstelle: Fischer,KamPolR. II 678
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
Pferd (I 17)
Erklärung:
beim Deutschen Orden im Zusammenhang der Kriegsführung.
- Belegtext:
dekein brûder sal rîten selbander ûf eime pferde, ez ensî dan uber ein wazzer oder durch grôze nôtdurft
Datierung: 1264
Fundstelle: DOrdStat. 58
- Belegtext:
der meister sol haben ein ros unde drî bestien, uber daz sô man urlouge hat, sô sal er hân ein celdene pfert oder einen thurkeman, einen prîster unde einen schulere mit drîn bestien,
einen heidenisschen schrîbere, einen turkopel, der sînen schilt unde sîn sper vûre
Datierung: 1264
Fundstelle: DOrdStat. 98
- Belegtext:
alle die brûdere, die der wâpene pflegent, die gehôrent zu dem marschalke unde sulen ime undertênic sîn nêhest dem meistere, unde den sal er geben alles, des zu den wâpenen gehôret, pfert
unde mûle, wâpen unde coverture, hutten, die dâ heizent gribellure, lederhosen unde meserîne nepf
Datierung: 1264
Fundstelle: DOrdStat. 103
Pferd (II)
Erklärung:
hölzernes, hülzen Pferd Holzpferd als Strafinstrument.
vgl.
hölzern (I 3).
- Belegtext:
wann zur wacht umbgeblasen und umgeschlagen, ... selbiger aber von den soldaten verseumet, sollen die abwesende verseumer mit dem hültzen pferde oder eysen ... gestraffet werden
Datierung: 1632
Fundstelle: v.Frauenholz,Heerw. III 1 S. 397
- Belegtext:
sollen die anwesende versaeumer mit dem hoeltzern pferd, mit eisen und banden ... bestraffet werden
Datierung: 1672
Fundstelle: Emminghaus,CJGerm. II 396
- Belegtext:
[Artikelbrief für die Reichsarmee:] hölzerne[s] pferd
Datierung: 1682
Fundstelle: ZRG.2 Germ. 69 (1952) 357
- Belegtext:
wer die predigten ... versaeumet oder mittler zeit sich beym gesoeffe oder auf spiel plaetzen finden laesset, sol, wann es ... ein gemeiner ... mit dem picquen-tragen, hoeltzern pferd, oder pfahl gestrafft werden
Datierung: 1689
Fundstelle: HessSamml. III 336
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- Belegtext:
auf der schildwache ... soll kein toback gerauchet werden: bey strafe des hoelzernen pferdes
Datierung: 1746
Fundstelle: HambGSamml. IX 452
- Belegtext:
eine soldaten-strafe ... daß N. W. N. oeffentlich und zu jedermaenniglichem anschauen zwo stunden lang auf dem hoelzernen pferde zu reiten schuldig. (es muessen auch demselben
zwey ziemliche gewichte an die fueße wohl gehenket werden)
Datierung: 1800
Fundstelle: Hommel,TFlav. I 290
Pferd (III)
Erklärung:
Abbild eines Pferdes als Hoheitszeichen.
- Belegtext:
der zweete stempel, mit einem pferde, wird gebraucht in rescriptis, befehlen, vollmachten
Datierung: 1776
Fundstelle: BrschwWolfenbPromt. II 591
- Belegtext:
alle die pfeifen von gewoehnlicher laenge sind ins Hannoevrische einzufuehren verboten. dehmohngeachtet werden auch diese haeufig heimlich dahin gebracht, und um sie als auslaendische unkenntlich
zu machen, an ihrer ferse, statt des hessischen loewen, mit dem hannoevrischen pferde bestempelt
Datierung: 1790
Fundstelle: Gatterer,TechnolMag. I 33
Wort danach: Pferdablieferunggeschäft
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten