Wort davor: Mietleute
Mietling
Wortklasse: Maskulinum
Mietling (I)
Erklärung:
pejorativ: wer nur gegen Bezahlung etwas tut.
vgl.
Mieter (III),
Miethirte.
Mietling (II)
Erklärung:
wie Mietherr (II), Hilfsgeistlicher.
- Belegtext:
B. der mieteling von sante Peter
Datierung: 1284
Region/Autor/Textsorte:
Freiburg (Region)
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. II 78
- Belegtext:
gebiten wir ... allen pherner, midelingen oder coppelan ... daz nymand dheinen ladebriff oder banbriff ... ubir ... unsir iuden ... sollen ... verkundigen
Datierung: 1381
Fundstelle: ErfurtUB. II 625
- Belegtext:
ein eigen kirch ... wirt ... von dem pfarher zu V. als einem miedtlingk [versehen]
Datierung: 1600
Fundstelle: PrignitzVis. 216
Mietling (III)
Erklärung:
Mietmann (I), Person, die gegen Miete (III 2) arbeitet.
- Belegtext:
ab eyn man mit gemitten luthen umb pfenninge vor totslag, wunden, vor gelt ... gesweren mag, adir ab dy selbin mittelinge vor gerichte an irem geczugnisze unde eyde in sulchen sachen zcu vorwerffen syn
Datierung: um 1400
Fundstelle: MagdebFr. I 15, 2
Faksimile
- Belegtext:
durch mytelinge unde uff fremde gedinge ... selden als uff eygen vorsichtikeit, flyes unde sorge gewandt wirt
Datierung: 1447
Fundstelle: FreibergUB. II 100
Faksimile
- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Belegtext:
die capitaine sollen ... visitiren, daß alle ... auch miethlinge, wann sie zu walle gehen, mit ... pulver und loth versehen [sind]
Datierung: 1655
Fundstelle: HambGSamml. IX 187
- Belegtext:
wucher und betrug an armen ... m[ietling]en
Datierung: 1688
Fundstelle: SchweizId. IV 568
Faksimile
- digitalisiert in der Onlineversion des Schweizerischen Idiotikons
Mietling (IV)
Erklärung:
wer eine Sache gemietet (III) hat.
Mietling (V)
Erklärung:
in Krakau der Stadtvogt, der sein Richteramt nur zur Miete (II 1) innehat.
- Belegtext:
[der Krakauer Vogt wird in dieser Zeit] myteling des gerichtes unsers herren des konigs [genannt]
Datierung: Anf. 14. Jh.
Fundstelle: Kaindl,Karpath. I 212
- Belegtext:
daz noch aldir gewonheit ... der myteling des gerichtes ... des konigs mit volbort des ratis der stat eynen andirn undirrichter von seynen wegen undirgesaczt hat czu richten ... wenne er nicht kegenwortig in der stat were
Datierung: Anf. 15. Jh.
Fundstelle: ZRG. 10 (1872) 87
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
Wort danach: Mietlohn
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten