Wort davor: Marktrat
Marktrecht
Wortklasse: Neutrum
sprachliche Erläuterung:
in lateinischen Urkunden ius fori, ius forense.
Marktrecht (I)
Erklärung:
das im Markt (I) geltende Recht (Stadtrecht); das Recht, am Markt
(I) teilzunehmen, das die Bewohner eines Marktes (V) auf Grund ihrer Rechtsstellung besitzen und Fremde (meist zeitlich eingeschränkt) erwerben
können; im Markt (V) gilt meist Grundbesitzrecht zu freier Erbleihe: Grundstücke gehören/liegen zu Marktrecht, sind Marktrecht, gehen
vom Marktrecht zum Lehen (in Jena Bezeichnung der Rechtsstellung der von der Stadt zu zinsloser Erbleihe ausgegebenen Grundstücke, vgl. JenaUB. II
p. 22); Personen sitzen zu/auf dem Marktrecht; mit dem Besitz eines zu Marktrecht (I) verliehenen Grundstückes ist das Bürgerrecht in einem Marktort verbunden.
- Belegtext:
jus ... quod vulgariter dicitur marktrecht vel bürgerschaft vel gebuerschaft
Datierung: 1097
Fundstelle: Dümgé,RegBad. 118
- Belegtext:
swer in der stat ze market rethe sitzet, stirbet er, so suln sin erben sin beste viheshoubet geben ze houbet rehte
Datierung: 1253
Fundstelle: HohenloheUB. I 166
- Belegtext:
super omnibus illis bonis et possessionibus, quibus attinet ius forense, quod vulgo dicitur marchsreht
Datierung: 1264
Region/Autor/Textsorte:
Winterthur
Fundstelle: ZürichUB. III 347
- Belegtext:
possessiones, quae illius iuris fuerint, quod margetrecht vulgariter dicitur
Datierung: 1272
Region/Autor/Textsorte:
Lindau
Fundstelle: Keller,PatriziatLindau 381
- Belegtext:
daz nieman in der stat oder in der vorstat sol enhain vail guot han danne der uf dem margtreht sitzet
Datierung: 1290
Fundstelle: WirtUB. IX 371
- Belegtext:
umbe daz erbe, ... daz enhain gotzehuz noch enhain gaistlich man noch enhain ritter in der stat erben sol, daz ist daz erbe oder daz guot, daz ze margthireth lit
Datierung: 1290
Fundstelle: WirtUB. IX 373
- Belegtext:
ist aber, daz siv diser erben allir inhainen hant, so sol der abbet alliz ir ligendes gvot, daz ze margetsrehte li, in sin gewalt ziehen vnde behalten iàr vnde tach
Datierung: 1291
Fundstelle: ChartSangall. IV 388
- Belegtext:
markitrecht ist daz die markitliute undir in zo rechte gesazt habin, alse die von Magdeburch unde die von Colne unde die von andirn stetin
Datierung: nach 1300
Fundstelle: GörlitzRb. 99
Faksimile
- digitalisiert im Rahmen des Projekts dMGH
- Belegtext:
daz recht ist drier hande: gotis recht ist daz eine, markitrecht daz andir, lantrecht daz dritte
Datierung: nach 1300
Fundstelle: GörlitzRb. 99
Faksimile
- digitalisiert im Rahmen des Projekts dMGH
- Belegtext:
her E.v.B., ... [und] sine súne, ... lúhent ze ainem rehten marcketreht unde verjachen, daz sw´ ze marcket gelúhen hetten, unde sint ouch dez wer nach der
stette rehte, daz sw also gelúhen hant C .B. ... ain egerden
Datierung: 1304
Fundstelle: RottweilUB. 27
- Belegtext:
das er [von einem hus] ze rechtem marchrecht [jure fori] den ... zins geben sol
Datierung: 1311
Fundstelle: NeustiftUB. 213
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1312
Fundstelle: BrixenUrk. I 195
- Belegtext:
wir [Ludwig d. Bayer] geben auch dem ... dorf alles daz marktrecht, das andern merkten gewonlichen ist
Datierung: 1315
Fundstelle: Beyerle,Beitr. XI 3 S. 377
- Belegtext:
kuind ich ... daz ich ... min wingarten ... han geben ze koufend ... vur ain rehtis markitreht
Datierung: 1318
Fundstelle: HeiligkreuztalUB. I 109
- Belegtext:
swaz aigen vnd marchtreht ist vnd lehen daz suenen vnd toehtern von dem lehenherrn verschriben vnd vermacht ist ... suelen si mit einander erben vnd tailen
Datierung: 1329
Fundstelle: BrixenUrk. I 457
- Belegtext:
daz wier unser purger die pey uns genant sint Flaemming also in unserr stat ze Wienne ingesatzt haben, daz sewo in ier ampt unser marchtrecht in der stat und in dem lande von
unserr vreyuonge und besunder recht als ander unser purger in aller weis vreyn und niezzen
Datierung: 1333 (Übersetzung einer lat. Urk. von
Fundstelle: BabbÖstUB. I 209
- Belegtext:
fremde kremer die niht marchtreht haben. die gebent alle tage so si zu marcht stent ein helbelinch
Datierung: 1348
Fundstelle: HohenloheRB. 29
- Belegtext:
ein igleich lederer. oder gerber. oder schuhwürt. die marchtreht habent der gibt iglicher ze drein goltvasten als vil als ein prewe oder ein pfister vnd geben keinen marcht schilling
Datierung: 1348
Fundstelle: HohenloheRB. 30
- Belegtext:
swas hüser ze marktrecht ligent, si sient herren oder armer lüte, dü sont stür vnd wacht geben, als andrü hüser, dü ze marktrecht ligent
Datierung: 1350
Fundstelle: Pupikofer I Urk. 86
- Belegtext:
sol ... di selbe stad ... haben von vns [König] ... alle die recht, fryheit, markte, marchtrecht, gerichte, stoke vnd galgen ... als ander ir stet habent
Datierung: 1353
Fundstelle: MZoll. III 258
- Belegtext:
daz si [Bürger] alle die recht, ez sein marktrecht oder freyung an den mautstetten ... haben sullen
Datierung: 1360
Fundstelle: SteirGBl. 3 (1882) 109
Faksimile
- digitalisiert im Rahmen von "austrian literature online (ALO)"
- Datierung: 1376
Fundstelle: UlmRotB. Art. 54
Faksimile
- Belegtext:
daz der rat noch die statrechner nieman dehain marktrecht nit lihen suillen ... wan der ain ieglicher ain harnasch haben sol
Datierung: 1376
Fundstelle: UlmRotB. Art. 140
Faksimile
- Belegtext:
ligendü gueter gelegen ze L. in marchtsrecht
Datierung: 1400
Fundstelle: SGallenUB. IV 604
- Belegtext:
wer ... in dem markt hewslich sitzet, der mag von einem iglichen apt hie oder von seinem zollner das marktrecht offenlichen enphahen ... und ein iglicher gast mag daz marktrecht
auch jerlich also losen mit 8 hallern
Datierung: 1400
Region/Autor/Textsorte:
Mittelfranken
Fundstelle: ZRG.2 Germ. 15 (1894) 170
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
dreyzehn höffe gelegen in dem städtichen zu Bibra, die da eigentlich sollen heissen marchöffe [im lat. Original von 1293: curie forenses], undt die darinne wohnen, marchrechte gebrauchen
Datierung: 1410
Fundstelle: Würdtwein,Thur.eccl. 351
- Datierung: 1432
Fundstelle: Stallaert II 191
[weitere Angaben: vgl. MnlWB. IV 1189]
- Belegtext:
na wtwiisinge der composicie ende mercktrecht
Datierung: 1438
Fundstelle: HanseRez.2 II 189
- Belegtext:
[ein Siedelhof] gehit zcu lehin von dem margtrechte unde gerichte der gnanten stad Ihene unde czinset nicht
Datierung: 1452
Fundstelle: JenaUB. II 211
[weitere Angaben: ebd.ö. (vgl. Register)]
- Datierung: 1452
Fundstelle: WoudrichemRbr. II 275
- Belegtext:
hyr biginnet da merckedriucht
Datierung: 1464?
Fundstelle: Richth. 421
Faksimile
- Belegtext:
welch knecht marcketrecht hatt
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Danzig(Hirsch) 337
Faksimile
- Belegtext:
waer aber, daz die hu'ser abbru'nnen ..., so haut er nit gewalt, fu'ro uf die hoffstaett ze schlachen kainen zins ze marktreht
Datierung: 15. Jh.?
Fundstelle: ÜberlingenStR. 74
Faksimile
- Datierung: um 1500
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. IX 166
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: um 1500
Region/Autor/Textsorte:
Tirol
Fundstelle: ÖW. V 570
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
marckrecht zuo R. ist also, das ain yegklicher, der ain wisen, ain acker oder ain huse zuo marckrecht hat, der sol das in guotem wesenlichen buwe und ere haben
Datierung: um 1500
Fundstelle: RottweilStR. Art. 488
Faksimile
- Belegtext:
[ein Wohnhaus] ist marcktrecht, geht vom gerichte zcw lehn unnd zcinst nichts
Datierung: 1505
Fundstelle: JenaUB. II 399
- Belegtext:
dy unbehausten, dy fron noch wachen nicht und genyssen des marcktrechts, dy sollen reysen und volgen noch erkentnis des raths
Datierung: 1514
Fundstelle: SaalfeldStB. 37
- Datierung: 1525
Fundstelle: ÜberlingenStR. 669
Faksimile
- Belegtext:
da ... die burggrauen zu N. eben so wenig, alß jemandt anders, macht haben, ... ein vesten, statt oder marckt, noch statt oder marcktrecht, oder ein richtstat aufzurichten
Datierung: 1575
Fundstelle: JbMittelfrk. 22 (1853) p. 10
- Belegtext:
soliches weist ... [die] abschrift des marktbriefs ... nemblich das inen ... widerumb markrecht und freihait vergunt, ... worden
Datierung: nach 1590
Region/Autor/Textsorte:
Steiermark
Fundstelle: ÖW. X 50
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
nachgeschribne articl sollen als marktrecht und ehehaft, alß oft man das ehehaft täding hält, ... auf dem rathauß ganzer gmain ... verlesen ... werden
Datierung: 1599
Region/Autor/Textsorte:
Oberösterreich
Fundstelle: ÖW. XII 8
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1794
Fundstelle: PreußALR. II 8 Überschrift vor § 103ff.
- Belegtext:
wass güeter zu marktrecht ligen, darüber soll niemand richten, dann ein schultheiss
Region/Autor/Textsorte:
Schweiz
Fundstelle: GrW. I 286
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
[Verkauf eines Hauses in Rottweil,] so sie von herren H. ... ainem ritter zue markrecht hetten alle jahr umb 1 (pfund) breisgewer
Datierung: oJ. (Bezug auf 1225)
Fundstelle: WirtUB. XI 466
Marktrecht (II)
Erklärung:
die an den Marktherrn bzw. die Marktgemeinde gezahlten Abgabe: für die Teilnahme am Markt
(I) oder den Besitz bzw. den Besitzwechsel eines zu Marktrecht (I) verliehenen Grundstücks.
vgl.
Marktgeld (I).
- Belegtext:
iusticiam fori nostri in Patauia, quod marchtreht dicunt, ... in perpetuum remisimus
Datierung: 1195
Region/Autor/Textsorte:
Passau
Fundstelle: MBoica XII 357
Faksimile
- in Google Books
- Belegtext:
exceptam ab omni iure forensi, quod in vulgari marcrecht appellatur
Datierung: 1218
Fundstelle: GrimmaUB. 2
Faksimile
- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Datierung: 1266
Fundstelle: NeustiftUB. 130
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
omnis census, mansi, vinee, aree, molendina, curie, et ius quod wlgo marketrecht appellatur ... apud ipsum remaneant
Datierung: 1273
Fundstelle: ArnstadtUB. 17
Faksimile
- Datierung: um 1280
Fundstelle: MBoica 36, 1 S. 279
[weitere Angaben: ebd. 343]
Faksimile
- in Google Books
- Belegtext:
git man alle iar ze sunnewenden minem herren von marchetrehte: 12 march.
Datierung: 1288
Fundstelle: UrbMeinh. 49
- Belegtext:
[einis iclichen burgers gesinde en sal dicheinen zol geben] ez en si danne also, daz iz kouffe oder virkouffe, dez iz furt wolle geniezzen: davon sal ez danne geben sin markitreht
Datierung: 1289
Fundstelle: ErfurtWeist. 24
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1294
Fundstelle: AmbergUB. 3
- Belegtext:
hii sunt denarii, qui solvuntur domino de W. de ficto perpetuali, quod dicitur marchrecht, in media quadragesima de terris sive de areis domorum sitarum in Bozen
Datierung: um 1300
Fundstelle: OttenthalFschr. 152
- Datierung: 1312
Fundstelle: FritzlarRQ. 293
- Datierung: nach 1312
Fundstelle: FritzlarRQ. 295
- Datierung: 1332
Fundstelle: BrixenUrk. I 549
- Belegtext:
item duas kuppas salis ... accipiet et a figullis ollas, que marcktrecht wlgariter dicuntur
Datierung: 1332
Fundstelle: CDMorav. VI 338
- Belegtext:
czv dem allem vorsetze wyr in sechz marg markrechtyz czv N. alle wochin vf czv hebin
Datierung: 1347
Fundstelle: LiegnitzUB. 108
- Datierung: 1348
Fundstelle: HohenloheRB. 199
- Belegtext:
wier ... tuen chvnt ... daz wier ... verchauft haben ... vnsern marckt ... vnd daz marktrecht mit gericht vnd mit zoelln
Datierung: 1353
Fundstelle: HerzogenburgUB. 208
- Datierung: 1357
Fundstelle: OÖUB. VII 529
- Datierung: 1360
Fundstelle: Wutke,SchlesBergb. I 53
Faksimile
- digitalisiert im Rahmen von Czech Medieval Sources online
- Belegtext:
sal J. here van Z. ende jonfrou J. ... behauden hoer tolrecht ende merctrecht na allen auden heercomen
Datierung: 1383
Fundstelle: Nijhoff,Ged. III 109
- Belegtext:
das groß mark[t]recht hebt man an zu nemen vierzehen tag vor Michaelis ... und man gehet von häusern zu häusern in der statt ... und gibt yeder wirt drey heller und wer zu mark[t] stehet und fail hat, der gibt sieben heller
Datierung: 1385
Fundstelle: NürnbSatzB. 328
- Belegtext:
sal der foyt marktrecht haben an tepphen vnd an andirre ware
Datierung: 1397
Fundstelle: GlatzGQ. I 280
- Datierung: 1398
Fundstelle: ArnstadtUB. 166
Faksimile
- Belegtext:
so nyemant man der herschaft uf allen kirchtagen und jaremerckten zu marckrecht von einem iglichen krame einen pfennig
Datierung: 1398
Fundstelle: QKulmbach 170
- Datierung: 1400
Region/Autor/Textsorte:
Mittelfranken
Fundstelle: ZRG.2 Germ. 15 (1894) 172
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1410
Fundstelle: CDSiles. IV 252
- Datierung: 1414
Fundstelle: NikolsbUrb. 178
- Belegtext:
nota clerunge des zolls gnant das merktrecht, zu dem schultheißen ampt gehorende vnd man in der alden messe pfleget zu heben
Datierung: 1430
Fundstelle: ArchFrankfG. 2, 7 (1855) 161
- Belegtext:
zu wissen sy, daz alle die die uff der straßen steen mit yrer kaufmanschaft, sin das merktrecht ... schuldig zu geben
Datierung: 1430
Fundstelle: ArchFrankfG. 2, 7 (1855) 162
- Belegtext:
haben wir gesetzt das nyemand hie zu L. vß dehainem guote in dem etter nicht mer margkrechts denne ains geben sol bedingen kauffen noch verkauffen
Fundstelle: LauingenStR. 1439 S. 33
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
welchs haus oder stukh markrecht geit, dasselbig sol kain abschidung noch geding nicht geben, wenn mans verkauft
Datierung: 1485
Region/Autor/Textsorte:
Tirol
Fundstelle: ÖW. V 355
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
es soll kein amtmann oder voigt auf die wochenmaerkte ... marktrecht nehmen, ausgeschlossen an den letzten zweyen
Datierung: 1491/1736
Fundstelle: Buttelstedt 324
- Datierung: 1502
Fundstelle: QFürstentBayreuth I 60
- Belegtext:
das margtrecht in der stadt ... das ... dem rate ... vorschrieben, wirdet also eingenommen: ein wagen mit kraute gibt 4 (pfennig) zu margt rechte, ein karn halp so vil
Datierung: 1516
Fundstelle: ErbbLangensalza 64
- Datierung: 1570
Fundstelle: InsterbUrk. 89
- Datierung: 1580
Fundstelle: QÄWGMD. II 162
- Datierung: 1702
Fundstelle: Merschel,Rawitsch 52
- Datierung: 1793
Fundstelle: Lang,Steuerverf. 169
Marktrecht (III)
Erklärung:
die dem Marktherrn zustehende Befugnis, zeitweilig oder dauernd einen Markt
(I) abzuhalten, die erforderlichen rechtlichen Regelungen zu treffen und die damit verbundenen Einkünfte einzuziehen.
- Belegtext:
haben wir macht von der hern gnaden zu schaffen vnd zu büssen vmb alle brüche die zu margrechte gehorn, als ist vmb gewicht, vmb masz, vmb kouffen vnd vorkouffen
Datierung: 1488
Fundstelle: RudolstadtStR. 227
Faksimile
- Belegtext:
markhtrecht, gericht stockh unnd galgen sambt dem bann über das blut zurichten
Datierung: 1578
Fundstelle: JbLiechtenstein 5 (1905) 121
- Belegtext:
die strafen und bussen, so von dem marcktrecht gefallen, sollen dem radte beyder stedte allhier ... alleine vorbleiben
Datierung: 1591
Region/Autor/Textsorte:
Quedlinburg
Fundstelle: QÄWGMD. II 81
- Belegtext:
marck-recht. koente wol von einem marck-fleck gesagt werden, daß er die gerechtigkeit [hat], des jahres einen oder ein paar maerckte zuhalten
Datierung: 1722
Fundstelle: Beier,HdwLex. 263
- Belegtext:
die macht ... einem dorff oder flecken das stadt- oder marckt-recht zugeben ... kommt allein der hohen lands-obrigkeit zu
Datierung: 1727
Fundstelle: Leu,EidgR. I 602
Faksimile
- in Google Books
- Belegtext:
doerfer mit markt-recht werden im wirtembergischen den staedten gleich gehalten
Datierung: 1780
Fundstelle: Weisser,RHandw. 232 Anm. d
- Datierung: 1785
Fundstelle: Fischer,KamPolR. III 219
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
[die Städte haben] das marktrecht, naemlich die befugniß zu gewissen zeiten ... versammlungstaege fuer handel und wandel ... zu haben
Datierung: 1807
Fundstelle: SammlBadStBl. I 429
Marktrecht (IV)
Erklärung:
die Dauer des Marktes (I) und der darauf beschränkte Sonderfrieden, Marktfriede.
- Belegtext:
syn in onser poirten ... drie jairmarcten ... ende dat merct recht van elcker merct voirs. duert xiiii dagen lanc
Datierung: 1414
Fundstelle: VerslOudeR. 2 (1892) 143
- Belegtext:
dat men nyement binnen den marctrecht becommeren noch besetten en mach an lijf noch an goet
Datierung: um 1445
Fundstelle: LeidenRbr. 154
Faksimile
- Belegtext:
in deser voirsz. jaermarct so mach elc man makelaer wesen van marctgoet, also lange als dat marctrecht gheduert, also varre als hy poorter is off gast
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Fruin,Dordrecht I 228
Faksimile
Marktrecht (V)
Erklärung:
das Gebiet, in dem das Marktrecht (I) gilt.
Marktrecht (VI)
Erklärung:
wie Marktgericht (I), Gericht im Markt (V).
- Belegtext:
es mag ein iglicher burger in ainer stat oder ainem markt zu ainem stat- oder marktrechten sein gut frunde und gonner von gesten oder ander landlewt wol ... pringen, doch also,
das im die selben nur in seinen sachen ... beigesteen mügen
Datierung: Mitte 15. Jh.
Fundstelle: LandshutStR. 202
Faksimile
Wort danach: Marktrechtgut
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten