Wort davor: Markscheidbestimmung
Markscheide, (Markenscheide)
Wortklasse: Femininum, vereinzelt Maskulinum
Markscheide (I)
Erklärung:
das innerhalb einer 1Mark (I 1) gelegene Feld- bzw. Waldgebiet.
Markscheide (II)
Erklärung:
Grenze zwischen zwei Gemarkungen, im Bergrecht zwischen Grubenfeldern.
- Belegtext:
terminos qui marchscede nominantur inter villam St. et nemus quod vocatur K.
Datierung: 1211
Fundstelle: BergeUB. 44
- Belegtext:
marscheider ... die haben ein steende marscheide gegeben peiderseit
Datierung: 1325/60
Fundstelle: Zycha,BöhmBgr. II 313
- Belegtext:
dez stollin virste sol dy flache marscheyde sin in den czwen lehen
Datierung: 1368
Fundstelle: FreibergUB. II 28
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: SchemnitzStR. 20
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
flach oder steende marschat
Datierung: 1468
Fundstelle: Worms,SchwazBergb. 149
- Datierung: 1476 u. 1509
Fundstelle: Derwein,FlNHeidelb. 201
- Belegtext:
es sol auch der schiner dise taileisen vnnd steend marchschaid aines yeden perkhwerchs ... nach dem conpaß slahen vnnd richten
Datierung: 1517
Fundstelle: MaxBO. Art. 92
- Belegtext:
marscheid. ist, wo sich die massen theylenn, do der lochsteyn stehet. erbstuffen, ist das man den lochsteyn, darauff der merscheyd [Bed. IV] stehet, inn
die gruob langt, darbey weißt ein yeder wo sein maß wendet
Datierung: 1539
Fundstelle: Bergwb. 255
- Datierung: 1548
Fundstelle: ZinnbgwO. 108
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
marckscheide. ist, wo zwey zechen mit einander reinen oder grentzen, oder der ort, wo eine zeche ausgehet, und die andere sich anfaengt
Datierung: 1710
Fundstelle: Herttwig,Bergb. 272b
Markscheide (III)
Erklärung:
Grenzfestlegung.
- Datierung: 1450
Fundstelle: DrentheOrdB. 38
- Belegtext:
we dat een marckenscheit begeerth, de sol een rocht ahnsetten ende winnen dat als een lantrecht is
Datierung: 1454
Fundstelle: DrentheOrdB. 53
Markscheide (IV)
Erklärung:
Grenzzeichen, auch im Bergrecht.
- Belegtext:
sve malbome oder markstene [aL.: markscede, markstede, vorpele, reinsteine] sat, die sal den dar an hebben, die in ander siet land hevet
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. II 50
Textarchiv: SspLR. II 50
- Belegtext:
claget ... ein man auff den andern, er habe ym seine reyen oder sein marscheide an seinem acker zerbrochen, do sal man scheppen zusenden . .., die es beschawen
Datierung: 2. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: IglauOberhof 370
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Markscheide (V)
Erklärung:
im Bergbau: das durch den 1Markscheider (I) festgelegte Grubenfeld eines Gewerken.
vgl.
Markstatt (IV).
Markscheide (VI)
Erklärung:
im Bergrecht: die durch Vermessung erfolgende Grenzfestlegung der Grubenfelder.
- Belegtext:
am freitag ... ist die marschede geschen
Datierung: 1530
Fundstelle: GraupenBergb. 148
Wort danach: Markscheidegebühr
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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