Wort davor: Männlezehnt
männlich, mannlich
Wortklasse: Adjektiv, Adverb
männlich (I)
Wortbildungshinweis: zu
1Mann (II 2).
männlich (I 1)
Erklärung:
im Gegensatz zu weiblich, fraulich.
männlich (I 2)
Erklärung:
einem Mann angemessen, entsprechend.
- Belegtext:
[von eigen, wy man das vorgebin moge zu wichbilde rechte:] bewist eyn burger solliche crafft, daz er gegort komet mit eynem schwerte ane mannes hulffe unde sich menlich bewist
mit eynem gezogenen swerte, ... so teilen wir en mechtig, siner wol gewonnen habe ... zu geben, weme er wolle ... bewist der gebuwer sine crafft, daz er eynen ummegang synem phluge gevolgen moge eynes
morgens lang, so hat die gabe craft von rechtis wegen
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 270
- Belegtext:
kan der man zu dinge ... gehen vnd sein schwerd manlichen zuecken ... one mannes huelffe, so ist er mechtig seinem ehelichen weibe leibgedinge oder leibzucht zu machen
Datierung: 1561
Fundstelle: Rotschitz 139r
Faksimile
- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
männlich (I 3)
Erklärung:
männliche Jahre 'Volljährigkeitsalter'.
männlich (II)
Wortbildungshinweis: zu
1Mann (I 2).
- Belegtext:
swat aver de herre manleke liet, dat steit oppe des mannes truwe, weder he it [stede] late
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)Lehnr. 55 § 7
- Datierung: 1275/76
Fundstelle: Dsp.(Eckh.1971)Lehnr. Art. 156
- Datierung: 13. Jh.
Fundstelle: MnlWB. IV 1132
- Belegtext:
wante de graschap ende de herschap en vry menlic len is des rikes
Datierung: 1319
Fundstelle: DortmUB. I 258
- Datierung: 1333
Fundstelle: WetzlarUB. I 502
- Belegtext:
dat we hebbet gheleghen useme omen ... dat hus ... to rechtem manlekem lene
Datierung: 1341
Fundstelle: HHalberstUB. III 443
- Belegtext:
dat ich hebbe ... vorticht gedan alles rechtes manlikes lenes unde erves
Datierung: 1388
Fundstelle: HildeshUB. II 406
- Belegtext:
hebben mit dem sulven gude manliken belegen unde belenen H.S.
Datierung: 1389
Fundstelle: GöttingenUB. I 365
- Datierung: 1392
Fundstelle: WernigerodeUB. 111
- Datierung: 1446
Fundstelle: MansfeldKlUB. 222
Faksimile
- Datierung: 1. Hälfte 15. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Magdeburg
Fundstelle: LSchrP. 243
Faksimile
- Datierung: 1474
Fundstelle: PössneckSchSpr. I 91
- Belegtext:
ist alles mennlich lehen gut
Datierung: 1511
Fundstelle: Ludewig,Rel. V 144
- Belegtext:
kein einkömling dieser stadt soll bey uns ... seine hauß-wirthschafft beginnen, ... er thue es denn mit ... zulaß eines erßamen rahts und gewinnet sein bürgerrecht, also daß er seines ... herkommens urkundt
erweise ... und den männlichen eydt unser obrigkeit schwere
Datierung: 1599
Fundstelle: DirschauWillk. 31
Faksimile
männlich (II 1)
Erklärung:
zur Charakterisierung von Mannlehen.
männlich (II 1 a)
Erklärung:
männliches Lehen, Lehngut, wie Mannlehen (I).
vgl.
Lehn(s)gut.
- Belegtext:
were in unser stat eyn mole, de manlik gut were, unde de mole worde der herschop los; aver de varende have de storve an de erven
Datierung: 1353
Fundstelle: OsterwieckStB. 13
Faksimile der Quellenseite
männlich (II 1 b)
Erklärung:
männlich leihen 'als Mannlehen (I) verleihen, beleihen, belehnen'.
männlich (II 2)
Erklärung:
männlich halten 'als Lehnsmann besitzen'.
männlich (II 3)
Erklärung:
männlicher Eid, Eid als Mann, der sein Mannrecht (I 2) nachgewiesen hat".
Wort danach: Mannslinie
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten