Mannlehen, Mannslehen, Mannenlehen, Männerlehen
Wortklasse: Neutrum
Erklärung: als "Oberbegriff der vasallitischen Leihe" bezeichnet Mannlehen ursprünglich "jedes gegen Mannschaftsleistung verliehene Lehen" "im Gegensatz zu den ministerialischen Dienstlehen und der bäuerlichen Leihe" (HRG.1 III 247f.); damit eng verbunden ist die Bedeutung 'nur auf männliche Familienmitglieder vererbbares Lehen', die aber durch die ebenfalls vorkommende Verleihung an weibliche Familienmitglieder zum Teil nur idealtypischen Charakter hat.

Mannlehen (I)
Erklärung: das Lehen, Lehnsgut, das im Erbfall gegenüber den Töchtern ausgleichspflichtig sein kann.
vgl. Kunkellehen.
Mannlehen (I Spiegelstrich 1)
Erklärung: jemanden zu Mannlehen kaufen, Mannlehen tun 'j.m ein Gut als Mannlehen verleihen, j.n zum Lehnsmann annehmen'.
Mannlehen (II)
Erklärung: Einkünfte, Renten aus einem Mannlehen (I).
Mannlehen (III)
Erklärung: das Recht, nach dem ein Mannlehen (I) verliehen wird, das Lehnsrecht des Lehnsherrn.
Wort davor: Mannleere - Wort danach: Mannlehenempfangenschaft