Wort davor: Mannbank
mannbar
Wortklasse: Adjektiv
sprachliche Erläuterung:
bereits altenglisch, aber ohne rechtlichen Bezug belegt.
mannbar (I)
Erklärung:
geschlechtsreif, ehe- und waffenfähig und damit mündig (I); die noch nicht mannbaren Kinder stehen unter
dem besonderen Schutz des Rechts, das Erreichen der Mannbarkeit wird zeitlich und inhaltlich unterschiedlich festgelegt.
vgl.
mannbarig,
mannbarlich,
mannswert,
mannswertig.
Sachhinweis:
HRG.1 III 738ff.
- Datierung: um 1300
Fundstelle: HeinrNeustadtApoll. V. 19326
- Belegtext:
her ir nicht vorczinsen sal zo lange, bys das medychen mundig und manbar wirt
Datierung: 1387
Fundstelle: LübbStB. 5
- Belegtext:
der [vormunde] vorstet das kint unde syn gut, so lange das das kint manbar wirt, unde gibit sy eynem manne zcu der ee mit irem willen
Datierung: um 1400
Fundstelle: MagdebFr. I 7, 3
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- Belegtext:
wa gewachsene kind sind, die manbar und wibbar sind, die mag ein herr wol darzu halten das sy zusamen hilochnid
Datierung: Anfang 15. Jh.?
Fundstelle: Alemannia 26 (1898) 43
- Belegtext:
wanner se [dochter] to jaren komet, also dat se dar manbare wert
Datierung: 1410
Fundstelle: ZHambG. 44 (1958) 158
- Belegtext:
wann ... K. zu iren tagen kommet vnd manber wirt
Datierung: 1421
Fundstelle: SpeyerKoB. 18v
- Belegtext:
was knecht die chorherren hant, die manber sind, sond ainem vogt in vnserm namen sweren
Datierung: 1430
Fundstelle: ArgauLsch. V 38
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
im und seinen manbar erben
Datierung: 1489
Fundstelle: Schannat,FuldLehnh. 331
- Belegtext:
beth to dersulven kinder manbaren unde mundigen jaren
Datierung: 1499
Fundstelle: Kranz,LübVormundschaft 52
- Belegtext:
unse gilde will neymant meer eine gilde overantworden, he sy dan manbar und kunne unsen gnedigen hern vor eynen man deynen
Datierung: 1504
Fundstelle: ZNdSachs. 1886 S. 172
- Belegtext:
sie [Königstochter] warde manbar erreichte das sechzehend jar
Datierung: 1517
Fundstelle: Teuerdank I V. 41
- Belegtext:
so dann die kinder zu iren manbaren tagen komen vnd sich verendern alsdan miessen die oeltern die kinder ausstueren
Datierung: 1552
Fundstelle: Reyscher,Stat. 284
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- Datierung: 1558
Fundstelle: WürtLändlRQ. I 678
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
diener, so manbar vnd vber 18 jar alt sindt
Datierung: 1559
Fundstelle: GeöArch. I 1 S. 370
- Belegtext:
wen se [ein frouwesminsche] tho lawalder (dat js) tho eren mannbaren jaren gekamen js
Fundstelle: JütLow. 1590 I 8 § 2
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
- Datierung: Ende 16. Jh.
Fundstelle: BaselRQ. I 1 S. 448
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- Datierung: 1656
Fundstelle: HessSamml. II 418
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- Datierung: 1783
Fundstelle: Quistorp,GrundsPeinlR. 942
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- Belegtext:
eine eheversprechung ist ungueltig, wenn das mannbare alter fehlt, mithin der knabe nicht das sechszehende, und das maegdlein das vierzehende jahr zuruekgelegt hat
Datierung: 1787
Fundstelle: BernStR. VI 2 S. 796
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
unzucht an noch nicht mannbaren personen ist ... der nothzucht nicht gleich zu achten, sie wuerde aber als unnatuerliche unzucht zu betrachten ... seyn
Datierung: 1803
Fundstelle: RepRecht XI 130
- Region/Autor/Textsorte:
Münster
Fundstelle: GrW. III 129
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
mannbar (II)
Erklärung:
zeugungsfähig.
- Belegtext:
wan ein par tho hope qwemen, dat echte luede wolden weren na irer ehe, dat der man nicht manbar en was und hadde eine iunge frow, so leden sie [Wiedertäufer] dieselve widder von einander
Datierung: Mitte 16. Jh.
Fundstelle: MünsterGQ. II 79
mannbar (III)
Erklärung:
würdig, ehrenhaft, wie es einem Mann geziemt.
Wort danach: mannbarig
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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