Wort davor: Mandaro
Mandat
Wortklasse: Neutrum
sprachliche Erläuterung:
zu lat. mandatum; bis ins 18.Jh. mit lat. Flexionsendungen belegt.
Sachhinweis:
HRG.1 III 230ff. (mit Lit.) und Art. Mandatsprozeß ebd. 232ff.
Mandat (I)
Erklärung:
an eine Person gerichteter oder auf einen Fall bezogener obrigkeitlicher Befehl (Spezialmandat) oder an die Allgemeinheit gerichteter Befehl (offenes Mandat); aus
dem innerhalb eines Gerichtsverfahrens ergangenen Mandat bildet sich das Mandat (II) heraus.
bedeutungsverwandt:
Befehl (VI),
Bot (I),
Gebot (I),
Gebotbrief (I),
Kommission (I),
Landbot (I),
Land(es)gebot (I),
Land(es)mandat,
Ordnung (II 9).
vgl.
offen (II).
- Belegtext:
solich aid [des Stadtammanns] hieby in den kaiserlichn mandat begriffen ist
Datierung: 1358
Fundstelle: KemptenStB.(Beck) p. 38
- Belegtext:
mandate van des ... ertzbusschops van Colne wegen
Datierung: 1389
Fundstelle: Lacomblet,UB. III 830
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- digitalisiert im Rahmen von "miami" (Münster)
- Datierung: 1447
Fundstelle: Lacomblet,UB. IV 340
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- digitalisiert im Rahmen von "miami" (Münster)
- Belegtext:
gebietten allen, daß sie daß ... mandat ... halten sollen bey pein des bans
Datierung: 1448
Fundstelle: LaupenAmtsbez. 45
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
mit geistlichen forderungen bullen vnde mandaten
Datierung: 1463
Fundstelle: LeipzUB. I 289
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Belegtext:
meine herrn des obern rats mogen lassen außgen mandata ..., das nymant spile
Datierung: 1474?
Fundstelle: WürzbPol. 145
- Belegtext:
hebben wy ... geschloten, dat men in vnsen stichte ... nyne vthlendische mandata sall to laten noch verkundigen, ten sy de saken ersten vor vnsen gerichte deuolueret
Datierung: 1488
Fundstelle: MünsterUrkS. VI 103
- Datierung: 1488
Fundstelle: UrkSchwäbBund. I 30
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- in Google Books
- Belegtext:
nach lawt vnser kunigklichen mandaten und gepotsbrieven
Datierung: 1499
Fundstelle: FürstenbUB. IV 252
- Belegtext:
eyn appellation an dat chamergericht ... ingelecht, na vorhoringe gemelter sententien, obgedachtes mandates unde etliker compulsoriall breve
Datierung: 1503
Fundstelle: LübRatsurt. II 62
- Belegtext:
ließ der romisch konig nochfolgende mandat an die fuersten außgohn
Datierung: 1504
Fundstelle: Mone,QS. II 16
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- digitalisiert im Rahmen von "austrian literature online (ALO)"
- Datierung: 1505
Region/Autor/Textsorte:
Tirol
Fundstelle: ÖW. V 12
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1510
Fundstelle: GörlitzRatsAnn. I/II 42
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1511
Fundstelle: Frey,Pract. 521
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
ernstliche mandata vnd gebots brieff bey vnser vnd des reichs acht vnd aberacht ..., das niemands aus dem heilgen reich ... dem künig von Franckreich, als vnserm ... veinde zudienst zuzeziehen gestattet
Datierung: 1515
Fundstelle: UrkSchwäbBund. II 103
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- in Google Books
- Datierung: 1519
Fundstelle: Zeumer,QS.2 312
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- Belegtext:
befehlen auch ... unserm stadthalter und regiment, daß sie den [land-fried] mit gebuehrlichen mandaten und abschrifften ... im reich verkuenden
Datierung: 1521
Fundstelle: RAbsch. II 207
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- Datierung: 1523
Fundstelle: v.Künßberg,Acht 24 Anm. 4
- Datierung: 1524
Fundstelle: Frey,Pract. 316
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Datierung: 1530
Fundstelle: Wehrli,RefKammer 20 u. 24
- Belegtext:
der mengerley mandaten halb, wellend wir zuo ostern darüber sitzen und, ob ienen uitzit were zeendern, werden wir zuo derselben zitt thuon
Datierung: 1531
Fundstelle: BernStR. IV 2 S. 733
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
soll dis ansechen dem mandat und der landsatzung in allen andern artickeln on schaden sin
Datierung: 1533
Fundstelle: SGallenAbteiRQ. II 1 S. 61
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
mandaten, so göttlichs worts halb oder vm gmeines nüczes willen vnser g.h. liessend v"ßgon
Datierung: 1534
Fundstelle: ArgauLsch. III 40
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Datierung: 1538
Fundstelle: CAustr. II 3
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- digitalisiert von der UB Heidelberg
- Belegtext:
ir [Bern] vßgangner reformacion vnd mandaten
Datierung: um 1540
Fundstelle: ArgauLsch. III 59
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
verpoten nach lut der offnen mandaten darumb usgangen
Datierung: 1540/42
Fundstelle: SGallenAbteiRQ. II 1 S. 64 Anm. 3
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
vorlesinge eynes uthbrachten keyserlichen mandats im camergerichte
Datierung: 1543
Fundstelle: LübRatsurt. III 346
- Belegtext:
[Überschrift:] mandat, die, so ladung von frembden gerichten bringen oder verkünden, gefenglich anzunemen
Fundstelle: Formular 1544 Bl. 51v
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
alle ... kaiserliche edict vnnd mandat, so an die staende des heyligen reichs außgeen, sollen wie die geschriben recht volzogen vnd gehalten werden
Datierung: 1546
Fundstelle: Perneder,Inst.(1546) 4r
Faksimile, Ausgabe von 1544
- in DRQEdit
- Datierung: Mitte 16. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Oberösterreich
Fundstelle: ÖW. XIII 227
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
die kun. maj. deswegen general[-mandat] und mandat hat umbgeschickt
Datierung: 1553
Region/Autor/Textsorte:
Oberösterreich
Fundstelle: ÖW. XII 622
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
damit der gemain mann ... der röm. kun. maj. derselben policei und mandaten gehorsamlich gelebt
Datierung: 1553
Region/Autor/Textsorte:
Oberösterreich
Fundstelle: ÖW. XII 653
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1553
Fundstelle: R.d.alt.L.(Krause) 170
- Belegtext:
[daß] zu volnstreckung solcher achturteil an einen oder mer [Reichs-]kreis mandata und executorialbrief vermög des keis. camergerichts ordnung ausgeen wurden
Datierung: 1555
Fundstelle: WürtVjh.2 10 (1901) 102
- Belegtext:
ain ordnung und mandath
Datierung: 1562/64
Fundstelle: SGallenAbteiRQ. II 1 S. 91
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Datierung: 1566
Fundstelle: Fellner-Kretschmayr II 317
Faksimile
- digitalisiert im Rahmen von "austrian literature online (ALO)"
- Datierung: 1566
Fundstelle: SchweizArchVk. 64 (1968) 143
- Belegtext:
landtsatzung, mandaten, gepot und verpot
Datierung: 1569
Fundstelle: SGallenOffn. I 86
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
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- Datierung: 1571
Region/Autor/Textsorte:
Mecklenburg
Fundstelle: Sehling,EvKO. V 247
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- Belegtext:
edictum, mandat, gebot, landtgebott
Datierung: 1571
Fundstelle: Roth s.v. edictum
- Belegtext:
so jemandt mottwillige dothschlege beghan werth, desulvige schal ahm live gestrafft und darmede na deme hirvor publicirten furstlichen mandat geholden werden
Datierung: 1572
Fundstelle: NordstrandLR.(nd.) 246
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- Belegtext:
das gemelter gefangener wegen seiner vorbrechung, daß er euer mandat helffen zureissen vnd mit fussen zu träten, mitt staupschlagen eurer gerichte ewigk zuuorweisen [sei]
Datierung: 1591
Fundstelle: MagdebR. I 50
- Belegtext:
ein gmein usschriben und mandat in unser statt und landschaft usgan lassen
Datierung: 1596
Fundstelle: Niedersimmental 91
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Datierung: um 1600
Region/Autor/Textsorte:
Oberösterreich
Fundstelle: ÖW. XIV 583
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- Datierung: um 1600
Region/Autor/Textsorte:
Innviertel
Fundstelle: ÖW. XV 75
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- Belegtext:
der statt rödel und satzungen, wie die nunzmalen wyßent und durch ußgangne mandat erlüteret sind
Datierung: 1613/43
Fundstelle: BernStR. V 220
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1614
Fundstelle: LaufenburgStR. 235
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
[daß] wir [Landschaft] ... macht haben sollen ... darüber zustatuieren: welchen vnsern mandaten, ordnungen, gebotten vnd verbotten ... vnwidersprechlich gelebt werden soll
Datierung: 1616
Fundstelle: WaadtStat. 28
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- Datierung: 1617
Fundstelle: Tänzer,GJudVorarlb. 19
- Datierung: 1618
Fundstelle: OstfriesBauerR. 24
- Belegtext:
es hat Churpfaltz an diesen dreyen orten gebott und verbott wie auch verkündigung der mandaten
Datierung: 1620/1701
Fundstelle: SchriesheimW. 144
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1628
Fundstelle: BernStR. VI 2 S. 905
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
grichtliche, civilische, politische und andere usserliche gmeine mandat, satz- und ordnungen
Datierung: 1642
Fundstelle: BernStR. V 236
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
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- Datierung: 1644
Fundstelle: SaanenLschStat. 251
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Datierung: 1696
Fundstelle: SGallenAbteiRQ. II 1 S. 330
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
die toggenburgische freyheiten, mandaten, land- und erbrecht
Datierung: 1697
Fundstelle: SGallenOffn. II 364
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
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- Datierung: 1707
Fundstelle: KaiserstuhlStR. 367
- Belegtext:
[Projekt der beständigen Wahlkapitulation:] es soll ... der roemische kayser ... kein rescript, mandat, oder commission ... ausgehen lassen, oder zu geschehen gestatten
Datierung: 1711
Fundstelle: RAbsch. IV 243
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- Datierung: 1734/36
Fundstelle: GasterLsch. 176
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
mandat ... ist ein obrigkeitlicher auf einen besonderen fall eingerichteter schrifftlicher befehl, weil solcher befehl diejenigen nicht verbindet, die mit der sache nichts zu thun
haben; so verdienet er auch nicht eigentlich den nahmen eines gesetzes. heut zu tage aber, da auch dasjenige in weitlaeufftigeren verstande ein mandat genennet wird, was ein fuerst
oder obrigkeit aus eigenem triebe nach erfordern des gemeinen bestens verordnet, so hat es in gemeinem verstande fast eine bedeutung mit dem edict
Datierung: 1739
Fundstelle: Zedler XIX 885
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1750
Fundstelle: Moser,Kanzlei 392
- Belegtext:
gebottsbrief, executorial, ist soviel als ein mandatum heutigen tages
Datierung: 1766
Fundstelle: KamLex. 48
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- Datierung: 1767
Region/Autor/Textsorte:
Tirol
Fundstelle: ÖW. V 226
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- Belegtext:
mandat ... ein befehl, doch nur von einem obrigkeitlichen oder landesherrlichen befehle in einzelen fällen, oder eine verbindliche obrigkeitliche bestimmung einer einzelen handlung, zum unterschiede von einem gesetze
Datierung: 1777
Fundstelle: Adelung III 338
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
mandate werden genennet, alle in solenner form abgefaßte, im ganzen lande zu publizirende gesetze
Datierung: 1793
Fundstelle: Schwarz,LausWB. II 336
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- Datierung: 1795
Fundstelle: SGallenAbteiRQ. II 1 S. 363
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
der landesherr, dem das recht mandaten zu machen ... einzig zukömmt
Datierung: 1797
Fundstelle: SGallenAbteiRQ. II 1 S. 422 Anm.
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
Mandat (II)
Erklärung:
im sogen. Mandatsprozeß (Erstbeleg 1739 Zedler), der Mandatssache vor Reichskammergericht
und Reichshofrat, später auch vor landesherrlichen Gerichten, bezeichnet Mandat den auf Antrag des Klägers zugleich mit der Ladung an den Beklagten ergehenden richterlichen Befehl,
auf den Klaganspruch zwecks Beschleunigung des Verfahrens in vorgeschriebener, die Verteidigungsmöglichkeit zunächst einschränkender Weise zu reagieren.
- Datierung: 1520
Fundstelle: Harpprecht,StArch. IV 75 u. 78
- Belegtext:
[Überschrift:] von mandaten und in was fellen dieselben one oder mit justificatori-clausel erkendt werden mögen
Datierung: 1555
Fundstelle: RKGO.(Laufs) II 23
Textarchiv: RKGO.(Laufs) II 23
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1555
Fundstelle: RKGO.(Laufs) III 12 § 2
Textarchiv: RKGO.(Laufs) III 12
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- Belegtext:
daß zu mehrer abkuertzung der proceß ... den sondern mandaten, so ohn clausula justificatoria impetrirt, ladung ad videndum se declarari, &c. ... zugleich angehenckt und verfertigt werden soll
Datierung: 1570
Fundstelle: RAbsch. III 298
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- Datierung: 1594
Fundstelle: RAbsch. III 430 u. 434
- Datierung: 1600
Fundstelle: RAbsch. III 479f.
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- Datierung: 1645
Fundstelle: Sellert,Reichshofrat 130f.
- Datierung: 1654
Fundstelle: JRA. § 76
Textarchiv: JRA.(Laufs) § 76
- Belegtext:
wie ... die mandata sine clausula allein in den vier faellen, causis pignorationis, de relaxandis captiuis, und andern in der cammer-gerichts-ordnung und reichs-verfassung enthaltenen faellen, erkennet ... werden
Datierung: 1654
Fundstelle: JRA. § 79
Textarchiv: JRA.(Laufs) § 79
- Belegtext:
mandat (clausulirtes) ... ist ein befehl, welchem die clausula justificatoria angehaenget ist, das ist, daß der beklagte ... dem mandat gehorsame, oder
an dem gesetzten termin erscheine, und seine ursachen anfuehre, warum er dem mandat nicht gehorsam leisten doerffe ... mandat (unclausulirtes) ... ist,
welches denen partheyen, wieder die es gerichtet ist, alsofort ohne erwiederung ... die folge-leistung und execution unter einer gewissen straffe anbefiehlet
Datierung: 1739
Fundstelle: Zedler XIX 886
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1753
Fundstelle: CJBavJud. 33
- Datierung: 1766
Fundstelle: KamLex. 64
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- Datierung: 1766
Fundstelle: KamLex. 66
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- Datierung: 1774
Fundstelle: Moser,JustizVerf. I 1179
- Belegtext:
der mandats-prozeß ... diejenige art des gerichtlichen verfahrens, welche von einem mandate oder befehle anfängt, vermöge dessen der richter dem beklagten befiehlet, dem verlangen
des klägers genüge zu leisten. das mandatum sine clausula ist die schärfste art solcher befehle
Datierung: 1777
Fundstelle: Adelung III 338
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1793
Fundstelle: Scheidemantel,Repert. III 374ff.
[weitere Angaben: ausführlich]
- Datierung: 1802
Fundstelle: RepRecht X 132 Anm. p
- Datierung: 1804
Fundstelle: Gönner,GemProz.2 I 146
Mandat (III)
Erklärung:
Bevollmächtigung, meist Prozeßvollmacht; metonymisch auch die Vollmachtsurkunde.
vgl.
Auftrag (II),
Befehl (II),
Befehlbrief (II),
Gewalt (IX),
Gewaltsam (II 3),
Vollmacht.
- Belegtext:
es sol auch ein jeglicher montpar oder anwalt, so er in einer sachen rechtlich handlen wil, sein beuelh vnd mandat fürbrengen
Fundstelle: FrankfRef. 1509 fol. 35r
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
- Belegtext:
diese gewelt mandat odder procuratoria
Datierung: 1530
Fundstelle: Schenck,GerichtsO.(Günther) 17
- Belegtext:
de appellate gesecht, dath he die fulmechtige tho sulvigem eide van synem principal, dem appelanten, keyn genochsam mandat und bovel hedde
Datierung: 1543
Fundstelle: LübRatsurt. III 345
- Datierung: 1555
Fundstelle: RKGO.(Laufs) I 21 § 4 u. II 31 § 3
Textarchiv: RKGO.(Laufs) I 21
Textarchiv: RKGO.(Laufs) II 31
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
excusator, der auch ohn mandat eins andern abwesen entschuldigt
Datierung: 1571
Fundstelle: TeutschForm. 9r
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
beuell, mandatum genoemt, mit beloeninge angenomen verliest sijnen naemen, want het behoert vergeefflick gedaen te worden
Datierung: 3. Viertel 16. Jh.
Fundstelle: KampenStROntw. 233f.
- Belegtext:
von keiner frembden noch außlendischen personen sollen sie [procuratoren] generale mandatum, oder gemeynen gewalt zu allen sachen, darinn an vnserm stattgericht zu procuriren, annemmen
Fundstelle: FrankfRef. 1578 I 5 § 13
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
- Belegtext:
[von befehl, gewaldt oder vollmacht ausserhalb gerichts:] dieser contract, so einer auß befehl handelt, ... mandatum genandt, geschicht auch auß verwilligung vnd consens der contrahenten
Fundstelle: PreußLR. 1620 IV 11, 1 § 1
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1675
Fundstelle: HessSamml. III 68
Faksimile
- Belegtext:
wenn entweder von klaegern, oder beklagten ... ein mandatarius bestellet, soll vor endigung der sache ... weder der principal das mandat zu wiederruffen, noch der gewalthaber die vollmacht aufzugeben befugt seyn
Datierung: 1681
Fundstelle: LeipzigKaufR. 34
Faksimile
- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Datierung: 1704
Fundstelle: GothaGO. I 3 § 1
- Datierung: 1739
Fundstelle: Zedler XIX 886
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1773
Fundstelle: Boey 447
Wort danach: Mandatar
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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