Wort davor: Mäkelbuch
Makelei, Mäkelei
Wortklasse: Femininum
Makelei (I)
Erklärung:
wie Maklerei (I), auch mit pejorativem Nebensinn.
- Belegtext:
der mekeler eyd. dat gy unser borgere unde dingplichtigen beste don willen in der mekelie
Datierung: 1438
Fundstelle: HildeshUB. IV 228
- Belegtext:
mekeley ist vorboten, keyn borger kofe ader vorkofe den fremden zcu gutte
Datierung: nach 1455
Fundstelle: DanzigWillk.(Simson) 43
Faksimile
- Datierung: 1503
Fundstelle: LübRatsurt. II 84
- Belegtext:
sal kein mekeler nicht mehr nemen von der mekeley, wenn von der marck 2 d.
Datierung: 1522/24
Fundstelle: KönigsbergWillk. 43
- Belegtext:
die mekeler sollen haben fur mekelei von jeder last zwen groschen von den frembden
Datierung: 1559
Fundstelle: StettinTräger 321
- Datierung: 1642
Fundstelle: Beukemann,HambMäklerR. 96 uö.
- Datierung: 1649
Fundstelle: Blaum,Maklerwesen 10
- Belegtext:
soll niemand ... sich der senzarie undt mäckeley gebrauchen, er sey dann ... von unß ... vereydet worden
Datierung: 1670
Region/Autor/Textsorte:
Breslau
Fundstelle: ZSchles. 33 (1899) 383
- Datierung: 1758
Fundstelle: Estor,RGel. II 552
Faksimile
- Datierung: 1792
Fundstelle: Beukemann,HambMäklerR. 134
Makelei (II)
Erklärung:
wie Maklerei (II) und Makelgeld.
Makelei (II 1)
Erklärung:
für den Makler (I).
Makelei (II 2)
Erklärung:
für den Lastenträger.
- Belegtext:
die biertreger sullen keyne mekeleye nemen von den ghennen, den das bier zcugehoret, das sie vorkouffen
Datierung: 1455
Fundstelle: DanzigWillk.(Simson) 56
Faksimile
Makelei (III)
Erklärung:
in Aachen seit Anfang des 18. Jh.s Bezeichnung für unlauteren Stimmenkauf bei der Ratswahl und die damit verbundenen Verfassungskämpfe.
vgl.
makeln (III).
- Datierung: Anfang 18. Jh.
G. Bausch, Die Mäkelei in der Reichsstadt Aachen (Diss. phil. Marburg 1910) 12
- Datierung: 2. Hälfte 18. Jh.
Fundstelle: AachenZ. 68 (1956) 179 Anm. 2
Wort danach: Mäkeleibuch
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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