Wort davor: Luppelei
lüppen, luppen
Wortklasse: Verb
sprachliche Erläuterung:
althochdeutsch lubben, lubbo-n, altsächsisch lubbian, mittelniederdeutsch lübben, mittelniederländisch lubben, zur indogermanischen Wurzel *leubh- 'abschälen, abbrechen, beschädigen' mit unterschiedlichen Bildungsweisen; zur Etymologie vgl. IEW. 690, NlEtymWB. 414 und DWB. VI 1312.
lüppen (I)
Erklärung:
mit Gift bestreichen, vergiften, rechtlich nur in der übtr. Bedeutung gelüppter Eid 'falscher Eid'.
- Belegtext:
die generte ir trügeheit und ir gelüppeter eit
Datierung: 1200/20
Fundstelle: GottfrStraßb.(Weber) V. 15748
lüppen (II)
Erklärung:
wahrsagen, zaubern, hexen.
- Belegtext:
von czawberen, cum circumstanciis de sortilegiis, von lozzen. von anegangen, von luppen
Datierung: um 1300?
Fundstelle: deBoor,GDLit. III 2 S. 342
lüppen (III)
Erklärung:
helfen, Vorschub leisten.
- Belegtext:
solchem vor zuo sein und das den unverschambten toechtern irs anreizens und anlassens nit gelüppet werde
Datierung: 1533
Fundstelle: BaselRQ. I 1 S. 274 (nr. 255, 16)
[weitere Angaben: vgl. SchweizId. III 1353]
Faksimile
lüppen (IV)
Erklärung:
kastrieren, unfruchtbar machen.
lüppen (V)
Erklärung:
betrügen.
- Datierung: 1729
Fundstelle: Halma 393
Wort danach: Luppenei
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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