Wort davor: lustweise
Lut
Wortklasse: Femininum
sprachliche Erläuterung:
mittelhochdeutsch luot, mittelniederdeutsch lo-t, altfriesisch hlo-th(e), altenglisch hloð (tw. behandelt in DRW. V 1098), 'Schar, Menge', häufig in abwertendem Sinn; zur indogermanischen Wz. *kla- 'breit hinlegen, darauflegen', zur Etymologie vgl. IEW. 599 und E. Rooth, Westfäl. lout Neutrum, 'Menge, Schar (Kinder)' und seine Vorfahren, in: Gedenkschr. f. W. Foerste, hg. D. Hofmann (1970) 167ff.; im hochdeutschen Wort liegt vielleicht ein anderes germanisches Suffix vor.
Lut (I)
Erklärung:
geschlossene Gesellschaft.
vgl.
3Lot (III 9).
Lut (II)
Erklärung:
Bande, Rotte.
- Belegtext:
ðeofas we hatað oð vii men; from vii: hloð oð xxxv
Datierung: 7. Jh.
Fundstelle: Liebermann,AgsG. 94
- Belegtext:
gif mon twyhyndne mon unsynnigne mid hloðe ofslea, gielde se ðæs sleges andetta sie wer (and) wite [wenn jem. mit e. Bande e. unschuldigen 200 (Schilling-)Mann erschlägt, so zahle,
wer des Totschlags geständig ist, das Wergeld (des Erschlagenen an dessen Sippe) und Strafgeld (an den Richter)]
Datierung: 892/93?
Fundstelle: Liebermann,AgsG. 64
- Datierung: 1114/18
Fundstelle: Liebermann,AgsG. 601
Lut (III)
Erklärung:
Teilnahme an einem Bandenzug.
- Belegtext:
se ðe hloðe betygen sie, geswicne se hine be cxx hida [wer (der Teilnahme an) e. 'Bande' bezichtigt ist, der reinige sich durch (Eid in Stärke von) 120 Hiden]
Datierung: 688/94
Fundstelle: Liebermann,AgsG. 94
Wort danach: luteigen
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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