Wort davor: Lüsner
Luß
Wortklasse: Maskulinum
sprachliche Erläuterung:
vereinzelt f., im Ablaut mit 1Los (dort zur Etym.); die außerhd. Formen werden unter 3Lot zusammengefaßt.
Luß (I)
Erklärung:
(ursprünglich durch Losentscheid zugefallener) Anteil an einem (Nutzungs-)Recht, dann ein bestimmtes Teil, ein Stück oder eine Menge; 1Los (III).
Luß (I 1)
Erklärung:
bestimmter Anteil an der Allmende (II), Anteil an der verteilten Feldmark, dann ein Gewann
(II) oder ein Feldstück, wie 3Lot (III 1).
vgl.
1Laube (III 1),
3Lust.
- Belegtext:
in A. agri qui dicuntur lussen [geben] ix. solidi
Datierung: 1151
Fundstelle: MBoica XIV 215
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- in Google Books
- Belegtext:
[Klage über zwei Dörfer] darvmb, daz si in ze schaden triben vnd hielten ir viech auf iren wisen, vnd auf iren luozzen, vnd auch uf irr haid, die zu irm hof gehoert
Datierung: 1263
Fundstelle: HeiligenkreuzUB. I 157
- Datierung: 13. Jh.
Fundstelle: Schmidt,ElsWB. 230
- Datierung: 1324
Fundstelle: SPöltenUB. I 271
- Datierung: 1366
Fundstelle: ZSchwabNeuburg 5 (1878) 301
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
das niemant auß unsern güetern im P. etzen, lüss, wismad oder ander ding verkauf
Datierung: 14. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Tirol
Fundstelle: ÖW. II 95
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1414
Fundstelle: NikolsbUrb. 245
- Datierung: 1454
Fundstelle: FRAustr. II 48
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- digitalisiert im Rahmen von Czech Medieval Sources online
- Belegtext:
wenn die gemaind holtz vßgit so git man ainem der das lehen zu S. hat ainen halben luß
Datierung: 1461
Fundstelle: Schmid,SchwäbWB. 358
- Datierung: 1464
Fundstelle: BernStR. IV 441
- Belegtext:
man ainem velthüeter schuldig ist von ietzlichen luß ain garb
Datierung: 15. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Oberösterreich
Fundstelle: ÖW. XII 521
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1528
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. XI 238
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
die G. haben ain gemaine wißmadt bei H., gehört in iedes hauß ain lüß
Datierung: um 1580
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 397
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 16. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 95
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1603
Fundstelle: MHungJurHist. V 2 S. 100
- Datierung: 1668
Fundstelle: MHungJurHist. V 2 S. 270
- Datierung: 1672
Region/Autor/Textsorte:
Steiermark
Fundstelle: ÖW. VI 75
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1678
Fundstelle: MHungJurHist. V 2 S. 295
- Belegtext:
alle lüß der gmain iederzeit in ain gleiche braiten getailet worden seind
Datierung: 1730
Region/Autor/Textsorte:
Oberösterreich
Fundstelle: ÖW. XV 169
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- Belegtext:
die ledigen kinder die schon von ihrem vater sind ..., die sollen ... nur eine halbe lus bannwaldholz ... zu beziehen haben
Datierung: 1792
Fundstelle: UnterwaldenRQ. 125
Luß (I 2)
Erklärung:
eine Bauernstelle.
- Belegtext:
G. und sin erben den ... lûz von nu hin mit aller eheftigi ... sullent ... vúr ir recht vri manlen besitzen
Datierung: 1340
Fundstelle: FRBern. VI 546
- Belegtext:
[zu e. Jahrtag] geschaft ... den lus ze S. vnd die hofstat, die auf dem lus gelegen ist
Datierung: 1344
Fundstelle: OÖUB. VI 491
Luß (I 3)
Erklärung:
größerer Landanteil, Gebiet.
- Datierung: 1277
Fundstelle: Ried,CDRatisb. 543
- Belegtext:
waz ich in dem luzz han, der hintz R. gehört, dazselb gut daz het ich von demselben gotshause ze rehtem lehen
Datierung: 1295
Fundstelle: Ried,CDRatisb. 691
- Belegtext:
der herzoge von Osterrich hat von dem bistum von Regenspurch dri luzze
Datierung: Ende 13. Jh.
Fundstelle: EnikelLB. 714
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- digitalisiert im Rahmen des Projekts dMGH
Luß (II)
Erklärung:
Maßbezeichnung.
Luß (II 1)
Erklärung:
eine Feldbreite, Längenmaß.
- Belegtext:
es soll ain ieder sein vich zu gewönlichen valtarn [Gattern] austreiben, und es soll vor iedem valtar offen sein dreier luss prait, do das vich geruebleich ein und aus mug geen
Datierung: 1541
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 218
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- Belegtext:
so man sew ... für ain halter trib so es nicht bleibig ist; ist ime der halter schuldig, nachzulauffen bis auf den dritten lus
Datierung: 1601
Fundstelle: UnsereHeimat 25 (1954) 157
Luß (II 2)
Erklärung:
Flächenmaß, insb. für Wiesen.
- Belegtext:
de traditione, quam fecit R. in loco qui dicitur C., hoc est territorium quod vulgo dicitur einan hluz
Datierung: 814
Fundstelle: FreisingTrad. I 279
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
ego L. trado ... in loco I. iugeres sex et de pratis unum quod dicimus hluz
Datierung: 826
Fundstelle: FreisingTrad. I 456
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1271
Fundstelle: AnnL'Est 9 (1895) 373
- Belegtext:
iuger dividitur in clymata, i.e. peunt [ursprünglich: luss] clyma ex omni parte habet 40 pedes. et hoc dividitur in actus maiores [luzz] habentes per quadrum
120 pedes et minores [akher] habentes per latum 4 pedes, per longum 120
Datierung: 1299
Fundstelle: OÖUrb. II 116
- Belegtext:
ein lüs ist ein mannesmatte
Datierung: 1351
Fundstelle: AnnL'Est 9 (1895) 373
- Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: AnnL'Est 9 (1895) 373
Wort danach: lussen
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten