Wort davor: Lübde
luben, lüben
Wortklasse: swVerb
sprachliche Erläuterung:
(mit verschiedenen Ableitungssuffixen), ahd. lubo-n, mhd. luben neben lüben, afries. luvia neben lebba (leva?), ae. lufian, zu ahd. luba, ae. lufu (s. d.), vgl. auch DWB. IV 1, 2 Sp. 3108 s.v. gelüben.
vgl.
geloben,
gelübden,
loben.
luben (I)
Erklärung:
geloben, versprechen, sich verbürgen.
- Belegtext:
tha alle Fresa skipad weren, tha leweden hia [als alle Friesen sich eingeschifft hatten, da gelobten sie]
Datierung: um 1300
Fundstelle: HunsingoR. 72
Textarchiv: HunsingoR. 72
- Belegtext:
setzt ... ein man einen pürgel zu im, und lubent paideu zu einander ..., waz an ainem abget, daz man daz auf dem andern hab
Datierung: um 1300
Fundstelle: WienStRb. Art. 7
Faksimile
- Belegtext:
si haben im paideu mit gesampter hant luwen ze laisten
Datierung: um 1300
Fundstelle: WienStRb. Art. 18
[weitere Angaben: ebd. 71]
Faksimile
- Belegtext:
daruber luben auch wir an disem brieff ..., diselben gült ...ze schermen
Datierung: 1305
Fundstelle: KlosterneubStiftUB. I 94
- Datierung: um 1330
Fundstelle: BrünnRQ. 344
Faksimile
- Belegtext:
swie der schad genant ist den er uns pei sein trewn gesagen mag, den luben wier im gar und gênzleich ab ze legen
Datierung: 1342
Fundstelle: SPöltenUB. I 343
- Belegtext:
das lueben wier fuer vns ... stet ze halten mit guten trewen
Datierung: 1348
Fundstelle: OÖUB. VII 60
- Datierung: 1376
Fundstelle: PettauStR. Art. 193
- Belegtext:
lueben mit iren triuwen jn aids wise
Datierung: 1396
Fundstelle: MemmingenStR. 279
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
lub vnd verpind ... mich gegen im ... mit kraft des briefs
Datierung: 1414
Fundstelle: WienSchottenUB. 542
luben (II)
Erklärung:
leisten, bezahlen.
- Belegtext:
daz ir im gehorsam sient die [800 Pfund Pfennige] ze geben, ze lueben und ze richten, wa er iuch hin haizz
Datierung: 1334
Fundstelle: AugsbUB. I 303
luben (III)
Erklärung:
nur altenglisch (vgl. Holthausen,AeEtymWB. 207) und afries.
luben (III 1)
Erklärung:
lieben.
- Belegtext:
hu se man sceal swerie. on ðone drihten, þe ðes haligdom is fore halig, ic wille beon N. hold (and) getriwe (and) eal lufian ðæt he lufað [wie der Vasall schwören soll. Bei dem Herrn,
vor welchem dies Heiligtum heilig ist, ich will N. treu und vertrauenswert sein und alles lieben, was er liebt]
Datierung: um 920/1050
Fundstelle: Liebermann,AgsG. 396
- Datierung: 924/25
Fundstelle: Liebermann,AgsG. 142
- Belegtext:
haet is goedelic riucht? onwerp godes gaestes, deer dat guede lueth ende dat eerge lot by mannes witte [was ist göttliches Recht? Ein Antrieb des göttlichen Geistes,
der das Gute liebt und das Böse verhindert durch des Menschen Verstand]
Datierung: 1464 (Hs.)
Fundstelle: WesterlauwersR. I 58
Textarchiv: WesterlauwersR. I 58
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
luben (III 2)
Erklärung:
pflegen, ausüben.
- Belegtext:
gyf we selre geleorniað, þæt we willað georne lufian (and) healdon, be ðaere ðede ðeawe, ðe we ðænne onwuniað [wenn wir besseres kennen lernen werden, wollen wir eifrig dies andere
pflegen und halten nach Gewohnheitsrecht der Gegend, die wir alsdann bewohnen werden]
Datierung: 960/um 1025?
Fundstelle: Liebermann,AgsG. 452
- Datierung: 1027/34 (Hs.)
Fundstelle: Liebermann,AgsG. 312
Wort danach: lübisch
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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