Wort davor: Lottenmeister
Lotter
Wortklasse: Maskulinum
Erklärung:
Taugenichts, Herumtreiber, Gaukler, Vagant, der idR. eine geminderte Rechtsstellung besitzt.
sprachliche Erläuterung:
altenglisch loddere (Bosw.-Toller 645), auch latinisiert: lotricos omnimodo, vagos scolares cum longa coma inhibemus 1256 Bayern/MGConst. II 604 (vgl. Lotterpfaffe I); zur Etymologie vgl. DWB. VI 1210.
vgl.
Bube (II),
Freihart,
Gaukler,
Geiler,
Lediggänger (II 1),
Lotterer.
- Datierung: 1291
Fundstelle: Scheffler,ANürnbNB. 213
- Belegtext:
des lotirin buoze unde des spilemannis, daz ist ein schate eines mannis
Datierung: Anfang 14. Jh.
Fundstelle: GörlitzLR. 67 § 18
- Datierung: 1349
Fundstelle: BrschwUB. I 46
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- digitalisiert im Rahmen der Digitalen Bibliothek Braunschweig
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1350
Fundstelle: BrschwUB. IV 576
- Datierung: 1. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: GoslarStR. 174
- Belegtext:
ist aber, das ayn lekker ader ayn loter ymande sulche scheltrede tüt smeheleich, den schol man czü der sewl pinden vnd geisseln vnd von der stat ... treiben
Datierung: 1360
Fundstelle: IglauStR. 240
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
lotern vnd puoben, schenderen vnd freyen gesellen vnd soelichen spillaueten, die mit pösen worten vnd wercken wöllen den lawten dienen, den sol man nit geben noch ir dienst auf nemen
Datierung: 2. Hälfte 14. Jh.?
Fundstelle: BerthRechtssumme 1594
- Belegtext:
wer den andern haisset ain buoben, ain schelen, ain schalmen, ain lotter, ain bankhart, der git dem amman v sol. und der stat v sol. den.
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: LeutkirchStR. 27
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: WienerNeustadtStR. 231
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- Datierung: 14./15. Jh.
Fundstelle: DiessenhofenStR. 18
- Belegtext:
sy [Ehefrau] gelooffde, dat sy hem niet meer boeve noch lodder scelden en sall
Datierung: 1441
Fundstelle: Fruin,Dordrecht II 89
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- Belegtext:
leuthen, die ein verlaeumbt leben fuehren, als gauckler, zauberer, oeffentlich scholderer, oeffentlich loder ... [wird das Sakrament verweigert]
Datierung: Mitte 15. Jh.
Fundstelle: Falckenstein,CDNordg. Anh. 75
- Datierung: 1485
Fundstelle: NürnbPolO. 79
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- Belegtext:
von faehlen damit die kinder ir erbthail verwuercken ... ob der sohn ain offner zauberer oder lotter wer, oder mit vergifftnus umbgieng
Datierung: 1510
Fundstelle: Fischer,Erbf. II 174
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- Datierung: 1521
Fundstelle: BernStR. VII 1 S. 533
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1521
Fundstelle: Wilhelm,NBayrRpfl. 113
- Belegtext:
wer ein freiß weib, ein lotter oder ein andere unerberg übel handlet, der ist umb drei helbling
Datierung: 16./17. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. XI 382
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1604
Fundstelle: ArchÖG. 17 (1857) 61
Wort danach: Lotterbube
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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