Wort davor: Loszucht
1Lot
Wortklasse: Neutrum, selten Femininum
Erklärung:
ursprünglich Blei, dann hauptsächlich Gewicht, vgl. DWB. VI 1206 und zur Etym. Kluge22 449.
sprachliche Erläuterung:
auch lateinisch loto, lotus, lotum.
1Lot (I)
Erklärung:
Gewicht.
1Lot (I 1)
Erklärung:
Gewichtsstück.
vgl.
Gewicht (I).
1Lot (I 2)
Erklärung:
Gewichtseinheit.
1Lot (I 2 a)
Erklärung:
als Gewichtsnorm.
1Lot (I 2 b)
Erklärung:
für bestimmte Waren (Brot, Gewürze ua.), insb. aber für Metall und Münzen (1/16 Mark).
- Belegtext:
undecim marcas auri et dimidiam. quarta parte firtonis minus. que loith dicitur
Datierung: 1190
Fundstelle: Beyer,UB. II 140
- Datierung: 1235
Fundstelle: SspExtrav. 263
Faksimile
- digitalisiert von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
- Datierung: 1255
Fundstelle: LübUB. I 205
- Datierung: 1274
Region/Autor/Textsorte:
Plauen
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 225
- Belegtext:
pro 2 lot ingwer 20 den.
Datierung: 1317
Fundstelle: KlosterneubStiftUB. II 256
- Belegtext:
thionene and there here fiuwer skillinga buta trium panningon, thet is lade binna enere merk [die Verschlechterung des Gehörs büße man mit vier Schillingen Goldes
weniger drei Pfennigen, das ist eine Mark bis auf ein Lot]
Datierung: 1327
Fundstelle: RüstringerR. 122
Textarchiv: RüstringerR. 122
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: um 1330
Fundstelle: BrünnRQ. 372
Faksimile
- Datierung: 1335
Fundstelle: ZürichStB. I 70
- Belegtext:
di zwai tail sol der wechsler loesen pei sibenzehen garaden, das loet umb zehenthalben schilling salczburger pfenning
Datierung: 1342
Fundstelle: GasteinBO. 181
- Belegtext:
en swart lot bi 1 taln.
Datierung: 1349
Fundstelle: BrschwUB. I 45
Faksimile
- digitalisiert im Rahmen der Digitalen Bibliothek Braunschweig
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
4 loit peffers
Datierung: 1358
Fundstelle: SiegburgWQ. 66
- Belegtext:
welch ingesessen kremer in wichbilde gecrute vorkouffet, daz sal her gemeynlich vorkouffen allen luten by quentin, by loten, by halben phunden, unde dem gaste also deme burger
Datierung: nach 1358
Fundstelle: Rb.n.Dist. V 9 Dist. 7
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
eyn lodich lot dem herrn
Datierung: 1364
Fundstelle: StötterlgbUB. 101
- Belegtext:
das derselben pfenninge an der ufczal gen sol fumfundczweinczig pfenninge uf ein nuremberger lot
Datierung: 1390
Region/Autor/Textsorte:
Nürnberg
Fundstelle: RTA. II 291
- Datierung: 2. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: IglauOberhof 371
Faksimile
- Datierung: 1400
Fundstelle: MünchenStR.(Dirr) 572
Faksimile
- Belegtext:
sal ein gemischet marcke silbers acht lod fynes silbers haben und sal die offczale syn dry und drißig pfennige off das lod
Datierung: 1409
Fundstelle: Wielandt,BadMünzG. 336
- Belegtext:
alst malder weyts gilt xxxii grote, soe salt hollans broet wael gebacken wegen xvi loet
Datierung: um 1415
Fundstelle: NijmegenStR. 59
Faksimile
- Belegtext:
das lot sol haben gar ein gerecht lot, und wann der anwalt mit dem korn aufzalt, so sol es gewegen sein also, das die pfenning ein wenig auf das silber schlachen, und das lot sol
haben gleich xlvi medeln und gar ein winzig minder
Datierung: um 1450
Fundstelle: Tomaschek,Wien II 67
- Belegtext:
viii hondert schillingen; disse makiet xl laed seluirs
Datierung: 1480/81
Fundstelle: JurFris. II 242
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
wo er [bergmeister] ynn [arbeter] mit warhafftiger thoth uberkompt, das er alzo vil ungetreben bley gestollenn hath, dorvon man konde gemachen ein lot silbers, ßo ist der galge ßein recht
Datierung: 2. Hälfte 15. Jh.
Fundstelle: FreibergBR. II 301
- Belegtext:
sullen derselben pfennige xxxviij vff ein loith ... gehen
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: NMittThürSächs. 6, 3 (1842) 73
- Datierung: 1580
Fundstelle: MHungJurHist. V 2 S. 50
- Datierung: 1589
Fundstelle: OstfriesBauerR. 3
- Belegtext:
alle ... waaren, so bei lothen, dosinen, paaren und stuecken gefuehret werden
Datierung: 1679
Fundstelle: RevalStR. I 385
Faksimile
- Datierung: 17. Jh.
Fundstelle: CoutBruxelles 453
Volltext
- digitalisiert im Rahmen von "Recht uit de Lage Landen"
1Lot (I 3)
Erklärung:
bei der Prüfung und Bestimmung des Feingehalts von Metall und Münzen.
vgl.
lötig,
Loye (III).
1Lot (I 3 a)
Erklärung:
Gewichtseinheit.
- Belegtext:
wit, dat is an deme lodigen, dat scal sin bi anderhalven lode
Datierung: nach 1325
Gl. zu Ssp. II 26 § 3.
- Belegtext:
di witte vnd di wering der penninge sal besten by einem lode
Datierung: 1345
Fundstelle: CDBrandenb. III 1 S. 22
- Belegtext:
welk goltsmet, de in der stat gherichte to G. werken wel, de schal sweren, dat he nen erghere ghelt ne werke denne bi halvem lode
Datierung: 1. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: GoslarStR. 176
- Datierung: 1542
Fundstelle: Stieda-Mettig 299
Faksimile
- Belegtext:
das silber sol geprennt werden auf funftzehennthalbs lot
Datierung: 1556
Fundstelle: SchwazErf. 14 § 1
- Belegtext:
alles silberwerk ... nit weniger dann vierzehen lot feins silbers halten ... solle
Datierung: 1577
Region/Autor/Textsorte:
RPO.
Fundstelle: QNPrivatR. II 1 S. 79
1Lot (I 3 b)
Erklärung:
hier Femininum, Vollgewicht.
1Lot (I 4)
Erklärung:
redensartlich.
- Belegtext:
nun loufet ez die lenge niht / der allez daz, daz ime geschiht / mit Karles lote gelten wil
Datierung: 1200/20
Fundstelle: GottfrStraßb.(Weber) V. 277
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
ir triuwe wac vür Karles lôt
Datierung: Anfang 13. Jh.
Fundstelle: Wirnt,Wigalois(Kapteyn) V. 10037
- Belegtext:
sprichwort ...: plus valet favor in judice, quam jus in codice. das ist: ich nehme ein mertzen gunst und lasz ein schaffel rechts. ich nehme ein lott gunst wolbereit, und lisse einem anderen ein centners gerechtigkeit
Datierung: 1555/77
Fundstelle: MHungJurHist. IV 2 S. 103
1Lot (II)
Erklärung:
signiertes Bleistück.
1Lot (II 1)
Erklärung:
Bleisiegel als Gütemarke für Tuch, Loye (I).
- Belegtext:
de loode unde segele van beyden lakenen
Datierung: 1465
Fundstelle: HanseRez.2 V 534
- Datierung: 1514
Fundstelle: InfHollant 180
- Datierung: 1592 uö.
Fundstelle: NlWB. VIII 2 Sp. 2708
1Lot (II 2)
Erklärung:
signirtes Bleistück als Legitimations- oder Kontrollzeichen.
1Lot (III)
Erklärung:
Richtblei.
- Belegtext:
wel en man wat buwen unde heft sik sines neyberes ghebuwe vortreden boven sin vullemet oder boven senne sulle, de scal eme rumen alse verne alse men dat mit deme lode bewisen mach, dat it sik boven dat sin vortreden hebbe
Datierung: 1. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: GoslarStR. 61
1Lot (IV)
Erklärung:
Gewehrkugel, meton.: Kaliber.
- Belegtext:
musqueten gleiches lots
Datierung: 1619
Fundstelle: WürtLTA.2 III 758
1Lot (V)
Erklärung:
Metallegierung zum Löten von Metall.
- Belegtext:
es soll auch keiner kein kanten ... flicken dann mit eim lot, das dem gehalt desselben werks gemäß und nicht geringer sei
Datierung: 1621
Region/Autor/Textsorte:
Württemberg
Fundstelle: QNPrivatR. II 1 S. 472
Wort danach: 2Lot
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten