Wort davor: Leinentuch(s)weber
Lein(en)weber, Linnenweber
Wortklasse: Maskulinum
Erklärung:
zunftgebundener Hersteller von Leinenzeug, teilweise (wegen der Verpflichtung, beim Aufbau des Galgens zu helfen) zu den unehrlichen Leuten gezählt.
vgl.
Leinentuchmacher,
Leinentuch(s)weber,
Leinenweberin,
Leinenwebersche,
Leinwanderin,
Leinwandweber.
- Datierung: 1310
Fundstelle: Seibertz,UB. II 81
- Belegtext:
[Recht d. Goldschmiede:] alle de yene, de an unechte gheboren sin, papenkindere, linenwevers kindere, bodeles kindere, de en moghet unse innige nicht besitten
Datierung: um 1320?
Fundstelle: BrschwUB. II 518
- Belegtext:
lininweber, linwater und bleicher súln haben ein zunft und ein baner
Datierung: 1336
Fundstelle: ZürichZftG. I 14
- Datierung: 1346
Fundstelle: Nübling,UlmBaumwollw. 5
- Datierung: 1349 uö.
Fundstelle: MnlWB. IV 661
- Datierung: 1364
Fundstelle: NMittThürSächs. 11 (1867) 431
- Belegtext:
[Schusterzunft:] scheper, linnenweuer vnd vnechte kinder scolen vnse werck nicht winnen
Datierung: 1372
Fundstelle: MecklStrelGBl. 3 (1927) 222
- Belegtext:
welck man dat brede warck in deme ampte der linnenwevere winnen will, de schall borger unnd bure wesen
Datierung: 1375
Fundstelle: HambZftRolle 160
Faksimile
- Datierung: 1375
Fundstelle: KölnZftUrk. II 214
- Datierung: 1377
Fundstelle: Danzig(Hirsch) 338
Faksimile
- Datierung: 1388
Fundstelle: HildeshUB. II 407
- Datierung: 1390
Fundstelle: HildeshUB. II 418
- Belegtext:
der linweber eynunge vnde gewonheyt
Datierung: 1392
Fundstelle: WeimarStB. 273
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- Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: ArchWestf. 2 (1828) 42
- Datierung: Anf. 15. Jh.
A. Kunze, D. nordböhmisch-sächs. Leinwand ... (Reichenberg 1926) 17
- Belegtext:
dy gulde der lynewefer
Datierung: 1401
Fundstelle: CDBrandenb. I 9 S. 395
- Datierung: 1407
Fundstelle: KonstanzLeinengew. II 14
- Datierung: 1418
Region/Autor/Textsorte:
Königsberg
Fundstelle: CDBrandenb. I 19 S. 367
- Datierung: 1452
Fundstelle: Fidicin I 263
- Datierung: 1456
Fundstelle: ChemnitzUB. 139f.
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Datierung: um 1457
Fundstelle: CDBrandenb. I 20 S. 421
- Datierung: 1458
Fundstelle: HambZftRolle 162
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- Datierung: 1470
Fundstelle: LeipzUB. I 380
Faksimile
- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Datierung: 1472
Fundstelle: Reimerswaal 61
- Datierung: 1478
Fundstelle: QuedlinbUB. II 7f.
- Datierung: 1482
Fundstelle: CAug. I 11
- Datierung: 1490
Fundstelle: NArchSächsG. 27 (1906) 334
- Datierung: 1495
Fundstelle: KonstanzLeinengew. II 36
- Belegtext:
wer das handtwerk der lyneweber begeret vnd meister werdn wil von auslendischn ader inlendischn, derselbige sal schrifftlich ader durch glaubwirdige personen seyner gburt vnd herkomen beweisung vnd antzeigung thun
Datierung: 1506
Region/Autor/Textsorte:
Frankfurt an der Oder
Fundstelle: Zimmermann,MärkStV. II 111
- Datierung: 1510
Fundstelle: 's-HertogenboschAmbg. 430
- Datierung: 1515/23
Fundstelle: ZürichZftG. I 175
- Datierung: 1526
Fundstelle: UtrechtGilden II 80
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- Belegtext:
der leinweber ordnung vnnd recht ...
Datierung: 1536
Region/Autor/Textsorte:
Görlitz
Fundstelle: JbNatÖk. 104 (1915) 641
- Datierung: 1539
Fundstelle: HaarlemRBr. 256
- Belegtext:
setzen ..., daß die leinweber, barbierer [u. andere Handwerker] ..., so sie sich ehrlich ... gehalten haben, hinfuehro in zuenfften, gaffeln, amten und
gilden keines wegs außgeschlossen, sondern wie andere redliche handwercker auffgenommen ... werden sollen
Datierung: 1548
Fundstelle: RAbsch. II 605
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- Datierung: 1564
Region/Autor/Textsorte:
Oberösterreich
Fundstelle: ÖW. XIV 40
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1571
Fundstelle: ZGO. 9 (1858) 180
- Datierung: 1577
Fundstelle: RAbsch. III 397
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- Datierung: 1591
Region/Autor/Textsorte:
Freiburg
Fundstelle: Schanz,Gesellenverb. 281
- Datierung: 1600
Fundstelle: Reyscher,Ges. XII 542
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Fundstelle: BairLR. 1616 S. 614
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Datierung: 1643
Fundstelle: Haberleitner,SteirHandwerk 167
- Datierung: 1652
Fundstelle: Scotti,Cleve I 308
- Datierung: 1656
Fundstelle: Schneidt,Thes. II 1387
- Datierung: vor 1668
Region/Autor/Textsorte:
Innviertel
Fundstelle: ÖW. XV 46
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1668
Fundstelle: Wissell,Hdw.2 II 76
- Datierung: 1671
Fundstelle: CCMarch. V 2 Sp. 642
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- digitalisiert von der Staatsbibliothek zu Berlin
- Datierung: 1715
Fundstelle: BadLO. 196
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- digitalisiert im Rahmen der VD18-Digitalisierung der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
- Datierung: 1716
Fundstelle: CAug. I 392
- Datierung: 1722
Fundstelle: CAustr. IV 49
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1729
Fundstelle: CCMarch. V 2 Sp. 479
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- digitalisiert von der Staatsbibliothek zu Berlin
- Datierung: 1757
Fundstelle: Estor,RGel. I 115
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- Datierung: 1757
Fundstelle: Estor,RGel. I 647
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- Datierung: 1775
Fundstelle: BrschwWolfenbPromt. II 435
- Datierung: 1778
Fundstelle: Bergius,NPolKamMag. IV 92
- Datierung: 1780
Fundstelle: Weisser,RHandw. 101
- Datierung: 1785
Fundstelle: BrschwWolfenbPromt. III 347
- Belegtext:
die leineweber gehoeren unter die auf dem lande zu duldenden handwerker; es stehet ihnen auch frey, wenn sie zuenftig seyn wollen, sich zu der gilde zu halten, wohin der district gehoeret
Datierung: 1785
Fundstelle: BrschwWolfenbPromt. IV 21
- Belegtext:
wo man einen galgen macht in dem gericht, so sollen die herrn das holz geben, die landleute sollen das holz furen, on die scheffen, die moller sollen in machen, die leinweber sollen in heben
Region/Autor/Textsorte:
Hessen
Fundstelle: GrW. III 374
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
Wort danach: Lein(en)weber(s)amt
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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