Wort davor: Leib(es)nahrung
Leib(es)not
Wortklasse: Femininum
Erklärung:
Gefahr für das Leben oder die körperliche Unversehrtheit oder körperliche Schwäche insbesondere als Rechtfertigungsgrund für die Durchbrechung von Rechtssätzen (zB. Erscheinungspflicht
bei Gericht, Mitwirkungsrechte von Erben beim Testieren, Gewaltverbot).
vgl.
Leibsehehaft,
Leibesschwachheit.
- Belegtext:
were ok dat, dat eyn scryge umme brueke des vorgenanten vredes gesce, der scryge solen voelgen alle dey geyne, dey dat hoert unde vornemet, also vere alse sey doerven vor lives not
Datierung: 1319
Fundstelle: DortmUB. I 262
- Belegtext:
wurde ... eynig van unsen gesworren aflivich, ... of lifs noit eyme beneme, dat hey neit komen in moygte
Datierung: 1328
Fundstelle: Ennen,QKöln IV 139
- Belegtext:
ne mag nin man erve laten sunder erven gelof, he ne muget oppe de heilegen vor gerichte bereden, dat it heme lives not do
Datierung: 1. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: DortmStat. 50
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- Belegtext:
welher denn darzuo [Gericht] nit komet, der sol dz beßren mit dry schillingen ..., er ziehe denn uß sache, die jn billich schirmen sol: dz ist herren- oder libes not
Datierung: 1351
Fundstelle: Argovia 9 (1876) 40
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- digitalisiert im Rahmen des Projekts retro.seals.ch
- Datierung: 1356
Fundstelle: MWittelsb. II 451
- Datierung: nach 1358
Fundstelle: Rb.n.Dist. I 45 Dist. 3
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1368
Fundstelle: MecklUB. XVI 302
- Datierung: 1369
Fundstelle: Wertheim 15
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
welich scheffen da nit inwere, iz beneme eine danne libes not odir herren gewalt, die weren schuldig die kost zu bezaln, die in deme dinghofe des dages verzeret wurde
Datierung: 1375
Fundstelle: ArchHessG.2 3 (1904) 151
- Datierung: 1396
Fundstelle: RsprGrHolland I 84
- Datierung: 1399
Fundstelle: Erler,Ingelh. I 108
- Datierung: 1425
Fundstelle: Burckhardt,Hofr. 182
- Datierung: 1437
Fundstelle: KölnAkten I 656
- Datierung: 1440/59
Fundstelle: Miltenberg 336
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- Datierung: 1449
Fundstelle: KölnZftUrk. I 140
- Belegtext:
vorbehalten gotess gwalt, landss noth, feüwrss noth oder zuofallend lybss noth
Datierung: 1. Hälfte 15. Jh.
Fundstelle: GlarusGO. 121
- Belegtext:
ist eyn parthie ußbliben und nit komen, so bringt seumeniß schaden, es wer dann, das es herren und libßnoit gewerte hette
Datierung: um 1450
Fundstelle: Erler,NeustadtWeinstr. 143
- Belegtext:
wann zwey elutte einsz vom andern abstirbt, also das dasz lebedig gebrechen hat und libs nott erschint, alsdann gibt man im usz dem gericht und einen siner nechsten frund. die
selben zwen helffen im angriffen die verfangen goutt und toun ime statung siner libs narrung
Datierung: 1464/82
Fundstelle: Ochs,RODurlach 51
- Datierung: 1467
Fundstelle: BernStR. I 194
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1494
Region/Autor/Textsorte:
Steiermark
Fundstelle: ÖW. VI 229
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
richter rät vnnd gesworn aines yeden gerichts söllen nach gelegenhait der tat in handl sehen, ob sich zuzeiten ainer leibsnot weren müst oder sunst ain vngeuaerlicher todschlag
beschehe, damit die vrtail alsdann gemiltert werde
Datierung: 1499
Fundstelle: TirolHGO. 135
- Datierung: 1512
Fundstelle: QNPrivatR. II 1 S. 102
- Belegtext:
van densulften eden losede se de pawes, wente se dat in lyvesnoth gesworen hadden
Datierung: 1514
Fundstelle: BrschwSchichtb. 315
- Belegtext:
ob aber ainer seiner ehrn vnd leibsnot halben zu gegenwehr gedrungen vnd darauß ain todtschlag folgen ... wuerde, demselben mag auff ain halb jar zeit, durch vns oder vnser regiment, ... glait vnd gnad mitgetheilt werden
Datierung: 1518
Fundstelle: KärntLHdf. 128
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Datierung: 1527
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 86
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- Belegtext:
kundigh heren noith off lyffs noith
Datierung: 1555
Fundstelle: BergLR. 92
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- in Google Books
- Belegtext:
es soll dhainer die armen leüt lenger dann ain nacht beherbergen, ... so aber leibsnott ... verhanden, sollen die amptleüt macht haben, innen ... weiter zu vergnugen
Datierung: 1562
Fundstelle: WürtLändlRQ. III 161
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- Datierung: 1568
Fundstelle: WürtLändlRQ. I 120
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1570
Fundstelle: WürtLändlRQ. III 505
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1587
Fundstelle: WaldkirchStR. 11
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- Datierung: 1622
Fundstelle: BruggStR. 260
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
für ehehafte noth würd gehalten erstlich lybsnoth, wsnn einer durch krankheit oder andere vnuäl so wyt geschwächt oder beschwärt ist, das die bein den lyb nit ertragen mögend
Datierung: 1. Hälfte 17. Jh.
Fundstelle: FreiburgÜMun. I 160
- Belegtext:
wer dem anderen bluet wundet, und kan hei wiesen, dat hei liefes noth gewehrt heft, sall dei gewohnte broeke geven
Region/Autor/Textsorte:
Westfalen
Fundstelle: GrW. III 68
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Wort danach: Leibsnotdurft
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten