Wort davor: Leibsgeburt
Leib(es)geding(e)
Wortklasse: Neutrum, vereinzelt Maskulinum
Leib(es)geding(e) (I)
Erklärung:
durch 1Gedinge (III) begründetes, beschränktes und in der Regel entgeltliches, auf die Lebenszeit des oder der Berechtigten
begrenztes Nutzungsrecht an einer fremden Sache; funktionell im Ehegüterrecht zur Versorgung des überlebenden Ehegatten (in der Regel der Frau), im bäuerlichen Rechtskreis ähnlich wie die Erbleihe (bei
Vererbbarkeit) und in der städtischen Verkehrswirtschaft wie die Leibrente.
vgl.
Leibding,
Leibgewinn,
Leibgezeug,
Leibgezucht (I),
Leib(s)gift,
Leibgiftung,
Leibgülte (I),
1Leibgut (I),
Leibkauf,
Leibrecht (I),
Leibrente,
Leibteiding,
Leib(s)zins (I),
Leib(s)zucht (III).
- Belegtext:
quod domina S. ... tradidit ... tale predium ... quartam partem tam in agris quam in vineis vel pratis quod fuit suum libgedinge, pro remedio anime sue
Datierung: um 1160
Fundstelle: MBoica II 333
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- in Google Books
- Belegtext:
victualia (lifgedinge)
Datierung: um 1164/76
Fundstelle: KölnSchrUrk. II 1 S. 96
- Belegtext:
recepit tamen ab eisdem fratribus tres mansus, ... ad sustentationem vite, quod vulgo lipgedinge vocatur
Datierung: um 1180
Fundstelle: MBoica VIII 165
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- in Google Books
- Datierung: um 1180
Fundstelle: SchäftlarnTrad. 236
- Belegtext:
R. et F. usus fructus iure concessimus, quod vulgo vocari libgeding (solet)
Datierung: 1199
Fundstelle: MEgrana I39
- Belegtext:
in W. quedam curtis pro remedio anime, quod dicitur libgeding
Datierung: 12. Jh.
Fundstelle: OÖUB. I 700
- Datierung: 1208
Fundstelle: HHalberstUB. I 398
- Belegtext:
ius personale quod leipgedinge uocatur
Datierung: 1208
Fundstelle: SteirLArch. 351
- Datierung: 1220
Fundstelle: HohenloheUB. I 33
- Belegtext:
swe so an sime lene oder an lifgedinge siner muder oder nichtelen eme egen seget, he mut de egenleke were mit ses scepenbaren vri mannen getugen, oder eme wert dar brok an
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. II 44 § 3
Textarchiv: SspLR. II 44
- Datierung: um 1230
Fundstelle: MühlhsnRb.2 144 u. 146
- Belegtext:
ut easdem res toto tempore vite sue libere et quiete possideat, sicut possideri solet donum propter nuptias, quod vulgus lipgedinge appellare consuevit
Datierung: 1241
Fundstelle: ZürichUB. II 52
- Belegtext:
nomine dotalicii, quod vulgariter dicitur lipgedinge
Datierung: 1244
Fundstelle: ZürichUB. II 109
- Belegtext:
dominum H. ... uxori sue quedam bona nomine donationis propter nuptias contulisse, quod alii dotalicium vocant minus proprie, apud nos autem lipgedinge vulgariter appellatur
Datierung: 1248
Fundstelle: FRBern. II 292
- Datierung: 1252
Fundstelle: BaselUB. I 187
- Belegtext:
in dotalicio, quod vulgaliter [!] dicitur lippgedinge
Datierung: 1255
Fundstelle: FRBern. II 403
- Belegtext:
in donationem propter nuptias, quae vulgariter leibgedinge dicitur
Datierung: 1259
Region/Autor/Textsorte:
Solothurn
Fundstelle: Matzinger-Pfister,Paarformel 180
- Belegtext:
quas habebat a nobi s nomine usufructus quod vulgariter dicitur libgedinge
Datierung: 1259
Fundstelle: MellingenStR. 267
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
dotes que vulgariter lipgedinge nominantur
Datierung: 1260
Fundstelle: BabbÖstUB. II 326
- Belegtext:
wolde iman der vrowen ir libgedinge brechen sie behaldit iz wol mit manne vnd mit wiben die dar zu iegenwarde waren selbe sibende
Datierung: 1261
Region/Autor/Textsorte:
Breslau
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 79
- Belegtext:
nichein wip nemach ir lipgedinge zuo eigene behalden noch vorkoufen. swan so sie stirbet, daz lipgedinge daz gêt wider an des mannes erben
Datierung: 1261
Region/Autor/Textsorte:
Breslau
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 80
- Belegtext:
pro dote, quod lifgeding dicitur
Datierung: 1266
Fundstelle: MecklUB. II 302
- Belegtext:
dedimus ad terminum vite sue, quod uulgariter dicitur lipgedinge
Datierung: 1268
Fundstelle: HennebUB. I 27
- Belegtext:
mihi... meeque uxori... eadem iugera contulerunt iure personali, quod vulgariter lipegedinge dicitur
Datierung: 1273
Fundstelle: WirtUB. VII 234
- Belegtext:
daz er mir daz vrbor vnde die purk zehenden vnde die manshaft ze R. gelihen hat ze einem leipgedinge ze min eines leibe
Datierung: 1274
Region/Autor/Textsorte:
Österreich
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 219
- Datierung: 1274
Region/Autor/Textsorte:
Villingen (Region)
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 221
- Belegtext:
swer auz lehen leibgeding leihet da hat iener nimer an, wan als lange als daz lehen wert
Datierung: 1275/76
Fundstelle: Dsp.(Eckh.1971) LR. Art. 37
- Belegtext:
hat auch ein weip leibgedinge an aigen oder an lehen, swaz si pawes dar auf hat, swenne si stirbet, daz en erbet si niht an ir næhsten mage. ez nimt der, dem daz guot ledich wirt
Datierung: 1275/76
Fundstelle: Dsp.(Eckh.1971) LR. Art. 123
- Belegtext:
contuli uxori mee ... ritu consuetudinario et titulo qui vulgo dicitur lipgedinge, et liberis per ipsam et me nunc habitis et habendis in futurum, in allodium possessiones sub
scriptas cum omni jure, usufructu et utilitate tenendas et possidendas libere et quiete
Datierung: 1276
Fundstelle: FRBern. 182
- Belegtext:
pensiones, que vulgariter dicuntur lipgedinge
Datierung: 1276
Fundstelle: Pupikofer I Urk. 21
- Belegtext:
wo ainer gen dem andern claget umb leibgeding und der antwurter gicht, es sei sein aigen, in welchem landgericht das gut gelegen ist, da sol der richter die umbsessen umbfragen
Datierung: 1278?
Fundstelle: ÖLR. Art. 24
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- Belegtext:
den kilchenzaz von M. ze rectem lîpgedinge
Datierung: 1279
Region/Autor/Textsorte:
Solothurn
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 354
- Datierung: 1283
Region/Autor/Textsorte:
Zürich
Fundstelle: ZRG.2 Germ. 87 (1970) 175
- Belegtext:
iure precario, quod vvlgariter leibgeding dicitur
Datierung: 1286
Fundstelle: KlosterneubStiftUB. I 34
- Belegtext:
domine Sophie... in pheodo, quod lipphedinge wlgariter nuncupatur, decimam in villa M. ... porreximus pleno iure ad tempora uite sue
Datierung: 1286
Fundstelle: MecklUB. III 242
- Belegtext:
von leipgedinge svle wir chuortzlichen sprechen. leipgedinge sint vnderschaiden. vnd hat ein man leipgedinge von einem gotzhaus, der sol dar vber brif nemen vnd insigel des capitels
Datierung: 1295
Fundstelle: Schwsp.(Kurzform I/Eckh.) 85 (Kt)
- Belegtext:
han dazselb gut dem guten herren sand Peter und sinem gotshause aufgegeben, und han es herwider gewunnen ze leibgeding ze mein aines leib
Datierung: 1295
Fundstelle: SeitenstettenUB. 119
- Belegtext:
ob wir... eine juncvrowen ze einer elichen wirtinne nemen, so sullen wir maht haben, ir ze gebene uf dem unserm gut eine morgengabe als zimelich und billich ist. nemen wir aber eine witewen zu der e,
so haben wir die maht, ir ze machenne ein lipgedinge uf dem gute auch als zimelich und billich ist
Datierung: 1296
Fundstelle: HohenloheUB. I 409
- Datierung: 1296
Region/Autor/Textsorte:
Freiburg
Fundstelle: Ogris,LeibrenteMA. 64 Anm.
- Datierung: 1300
Fundstelle: FreiburgUB. II 388
- Datierung: 1300/1402
Fundstelle: LuzernRatsbüchlein 37
- Belegtext:
auf ainem guot, daz ain burger gekauft hat ze jaren oder ze leipgedinge
Datierung: 13./14. Jh.
Fundstelle: NürnbPolO. 19
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- Belegtext:
ein iegelich wib beheldit wol ir morgin gave uf den heiligen, sie muoz abir ir lipgedinge mit geziuge behaldin
Datierung: Anf. 14. Jh.
Fundstelle: GörlitzLR. 219
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
lipgedinge gibit man den vrowin vor deme gerichte
Datierung: Anf. 14. Jh.
Fundstelle: GörlitzLR. 220
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
heft he döchter, de unberaden sint, de beholden er lifgedinge an eres vaders gude, gelik der moder
Datierung: 1315
Fundstelle: Bunge,Rbb. 58
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- Belegtext:
wäre aber, dass sie einen sohn miteinander gewönnen, der sie beide überlebte, dass dieser die... güter zu einem leibgedinge, seine schwestern und kinder aber kein recht daran haben sollen
Datierung: 1315
Fundstelle: HohenloheUB. II 78
- Datierung: 1319
Fundstelle: WestfUB. X 230
- Belegtext:
es sol dehein closter by uns gelegen ... deheinen kouff tun, es syent stonde kouff, precaria oder lipgedinge, von ir ... huser oder clöster wegen ... one willen und wissen der pfleger
Datierung: 1322
Fundstelle: StraßbUB. IV 2 S. 144
- Datierung: 1324
Fundstelle: AppenzUB. I 1 S. 124
- Belegtext:
wir ... bekennen ..., daz wir an allen disen ... gulten vnd guten besunderlich kein reht habn, weder von morgengaûbe, weder von zuo gelte, heymstur, oder von lipgedinge, oder von deheinen andern sachen
Datierung: 1328
Fundstelle: MWirzib. III 356
- Belegtext:
sub tytulo dotalicii, quod dicitur lifchedynge
Datierung: 1330
Fundstelle: MecklUB. VIII 144
- Datierung: 1337
Fundstelle: ArchUFrk. 22 (1874) 643
- Belegtext:
daz er habe an dem guode lipgedinge oder jareziel
Datierung: 1337
Fundstelle: BadW. 270
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
jaech ieman erbschaft oder leipgedings auf einem guot, swelher herscheft daz guot waer, ob er daz mit nutz und mit gewer behaben wolt, daz sol in nicht fuertragen, er hab dann brief oder hantfest darumb
Datierung: 1340
Fundstelle: MünchenStR.(Dirr) 369
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- Datierung: 1340
Fundstelle: OÖUB. VI 335
- Belegtext:
liebgedinge, morgingabe, brutilstucke dotes
Datierung: um 1340
Fundstelle: MittSchlesVk. 13/14 (1911/12) 390
- Belegtext:
de lifghedinghe, de dar ore tho ener rechten liftucht ghewiset ... is
Datierung: 1348
Fundstelle: DiepholzUB. 32
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- Belegtext:
we lifgheding kopen wil, de scal it kopen van deme rade vnde anders nergen, he en do it mit des rades vulborde
Datierung: 1349
Fundstelle: BrschwUB. I 47
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- digitalisiert im Rahmen der Digitalen Bibliothek Braunschweig
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wirt eyn man mit rechte gescheidin von sinem wibe, si beheldit doch ir lipgedink, daz her ir gegebin hat an sime gute
Datierung: 1. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: NeumarktRb. 134
- Datierung: Mitte 14. Jh.
Fundstelle: MagdebBresl. 141
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- Belegtext:
lipgedinge ist, daz eyn man sinen wibe leth lin unde dinge den hern an sime gute, daz sy besicczen sal unde gebruchen noch sime tode, dywile daz sy lebet unde wol eynen andern man nempt noch sime tode
Datierung: nach 1358
Fundstelle: Rb.n.Dist. I 12 Dist. 1
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1362
Fundstelle: Winter,Rentenkauf 65
- Belegtext:
1 pfunt hauzzinses sol man verstewern fur 5 lb dn, und 1 lb leibgeding für 3 lb pfenning. und swer leibgeding von der stat hat, der sol seiner brief geniezzen
Datierung: 1377
Fundstelle: MünchenStR.(Dirr) 601
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- Datierung: 1381
W. Brauneder, D. Entwicklung d. Ehegüterrechts in Österreich ... (1973) 72
- Belegtext:
hy ist abir zcu merkene, daz drierley gabe wirt gegebin dorch der ee willin. die erste heissit ... malschacz. dy andir gabe heissit ... morgingabe ... dy derte gabe heissit dotacio zcu latine und zcu
dutsch brutschacz adir lipgedinge. desse gabe sal glich sin der metegift; wez an der metegifft gebricht, des sal an dessim lipgedinge ouch gebrechin
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: EisenachRB.(Rondi) 116
- Belegtext:
des lipgedinges enmag der man mit willin adir ane willen der frowin wedir vorkouffen noch enpherrin, das en gehelffen moge. dy frowe endarff ouch von dem lipgedinge keyne schult
gelden, wan si beheldit ez vor allen schuldin zcuvor
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: EisenachRB.(Rondi) 116
- Belegtext:
wer ain leibgeding ynne hat, verchawft er von dem leybgeding icht, so hat er das ander alles verloren
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: SteirLl. Art. 191
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
lipgedinge mach den vrawen niemen gebrechen noch den erben mit den ez in gegeben ist. vnd stirbet ioch ir man si hat ez doch mit rehte. vnd verwurket ioch der man sein gvot mit vntat man chan ez ir mit rehte niht genemen
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: Schwsp.(Kurzform I/Eckh.) 66 (Ks)
- Belegtext:
farnde habe ist lipgedinges gulte und losunges gulte dar umb, daz man sie mag virwandeln myt der losunge
Datierung: Anf. 15. Jh.
Fundstelle: AnzGMus. 7 (1838) 361
- Belegtext:
als uns ... sechs leiben ... die burger der stat zu S. ... unser lebtag zu rechtem leibgeding verlihen vnd lassen haben ir hewsl
Datierung: 1419
Fundstelle: MittSalzbLk. 5 (1865) 180
- Datierung: 1420
Fundstelle: Tomaschek,Wien II 26
- Belegtext:
kauft ich 52 gulden leibgedings ... ie ein [gulden] umb 9 gulden
Datierung: 1421
Fundstelle: NürnbChr. II 9
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- in Google Books
- Datierung: 1427
Fundstelle: Opitz,UrkMeißen 33
- Datierung: 1428
Fundstelle: MBoica 48, 1 S. 302
- Belegtext:
unsern leibgeding, den wir gehabt haben
Datierung: 1434
Fundstelle: Rockinger
- Datierung: 1436
Fundstelle: Indersdorf I 252
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- Datierung: 1441
Fundstelle: AktStPr. II 369
DjVu-Faksimile
- digitalisiert von "Kujawsko-Pomorska Digitale Bibliothek"
- Datierung: 1441
Fundstelle: PosenAC. 82
- Belegtext:
margengab, leibgedinge, leibczucht vnd prawtschatcz sein in lantrecht vnd in weikpilde gar vnderscheidenlich
Datierung: 1. Hälfte 15. Jh.
Fundstelle: OlmützStB.(Saliger) 114
- Datierung: 1474
Fundstelle: PössneckSchSpr. I 211
- Belegtext:
leibgeding vnd austrag
Datierung: 1496
Fundstelle: MittSalzbLk. 16 (1876) 317
- Belegtext:
wyrdt einer frauwenn ein leypgedinge gemacht, die frauwe soll des leypgedinges geniesszenn vnnd gebrauchenn zcu yhrem leybe
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Michelsen,Rdm. 32
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- Belegtext:
vorkeuffet eyne frawe yr leipgeding ader vorwalt sichs ane erbin lawbe dy hat sich von leipgedinge gelediget
Datierung: 15. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
GlogauRb.
Fundstelle: Wasserschleben,Samml. 49
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- Belegtext:
von liepgedinge das zcu gelde adir varnde habe gewandilt wirt
Datierung: 15. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
GlogauRb.
Fundstelle: Wasserschleben,Samml. 247
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- Belegtext:
ein jerlich lewgeding vff vnnser treier leibe, nemlich einem jedem, solang wir inn lebenn sein werdenn, jerlich hundert gulden
Datierung: 1537
Fundstelle: GeöArch. I 3 S. 127
- Belegtext:
fuenff gulden jaerlicher bestendiger erbzinse, item zehen gulden jaerlichs leipgedings, sollen fuer hundert gulden haupt guts angeschlagen, vnd also mit zweyen gulden verstewert werden
Datierung: 1547
Fundstelle: HessSamml. II 265
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- Datierung: 1552?
Fundstelle: Walther,Trakt.(Ri.) 22
- Belegtext:
das leibgedinge sol gleich sein der mitgifft
Datierung: 1561
Fundstelle: Rotschitz 135v
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
ob die witt-frau, nach absterben ihres mannes, gerade, mußtheil, morgen-gabe und leib-gedinge, vor sich behalten, oder zu sich nehmen koenne
Datierung: 1572
Fundstelle: CAug. I 115
- Belegtext:
do ... das leibgeding nit auf persohnen sondern etliche jhar gestelt
Datierung: 1573
Fundstelle: NÖLTfl. III 17 § 7
- Belegtext:
und wirdet ein leibgeding verstanden, da iemand sein ... guet ... nit ... erblich ... sondern auf etliche leib allein umb ein jaehrlichen gewissen ... zinß verlast
Datierung: 1599
Fundstelle: NÖLREntw. V 164 § 1
- Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: QFrankfG. II 110
- Datierung: um 1602
Fundstelle: Carlebach,BadRG. I 162
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- Belegtext:
so dann auch leibgeding von mann vnd frawen auß jhren guotern auff beyder leben gekaufft, sollen dieselben nach vorgesetzter ordnung andern guetern gleich von einander gesetzt vnd getheilet werden
Datierung: 1603/05
Fundstelle: HambGO. III 3 Art. 9
- Datierung: 1635
Fundstelle: Staphorst,HambKG. 2 S. 444
- Datierung: 1646
Fundstelle: CCMarch. II 1 Sp. 136
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- digitalisiert von der Staatsbibliothek zu Berlin
- Belegtext:
wenn aber die mutter bey denen kindern nicht bleiben wollte, soll ihr freystehen, entweder ein leibgeding in dem gut zu nehmen und zeit ihres lebens zu besitzen, und faellet solch
leibgeding hinwieder nach dero absterben zu dem gute, davon es genommen
Datierung: 1650
Fundstelle: EstRitterLR. 319
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wird fuer ein leib-geding verstanden ... wann jemand sein eigenes ligend behaust- oder unbehaustes gut und grund nicht auff ewig, noch allerdings erblich, sondern allein auff
gewisse jahr und leib umb ein jaehrliches gewisses geld, traid, wein oder andern zinß, oder auch auff dritten, halben, oder vierten theil deß jaehrlichen gewaechs verlast, welches dann in der contrahenten willkur stehet
Datierung: 1679
Fundstelle: TractIurIncorp. 595
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- digitalisiert von der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
dotalitium (germanicè ein leibgeding, welches der frauen zu ihrem leib, h.e. zur erhaltung des leibes gedinget wird) est donatio propter nuptias, uxori ... â marito pro vitae sustentatione,
ad vitae dies in compensationem dotis, facta
Datierung: 1688
Fundstelle: Beckmann,Idea 116
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
leib-geding schwindet das haupt-gut. dotalitium absorbet dotem
Datierung: 1723
Fundstelle: Pistorius,Thes. 507
- Belegtext:
unsere beamte ... oefters das leibgeding fast dem erbrecht gleich halten, indeme sie bald anstatt des leibgelds die laudemia, als anstand und abfahrt ... erfordern ... wir aber
... wollen, daß ersagtes leibgeding bey seiner natur gelassen ... werde
Datierung: 1726
Fundstelle: KurpfSamml. III 142
- Belegtext:
[Buchtitel:] Jo. Georgii Scherzii ... dissertatio de dotalitio vom leibgeding Jena 1740
- Belegtext:
wittib-sitz oder leibgeding (dotalitium vel vidualitium) ist jene portion, welche die ehe-frau nach ihres manns tod von seinem hinterlassenen vermoegen lebenslaenglich zu geniessen hat
Datierung: 1756
Fundstelle: CMax. I 6 § 15
Faksimile (Abschnittsbeginn)
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
ob ein leibgeding, so simpliciter oder pure constituiret, durch verrueckung des wittwen-stuhls verlohren gehe
Datierung: 1758
Fundstelle: Cramer,Neb. X 1
- Datierung: 1762
Fundstelle: Wiesand 688ff.
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- in Google Books
- Belegtext:
leibrecht, leibgedinge, oder zu latein vitalitium ist, wenn die grund-gerechtigkeit nicht erblich, sondern nur lebenslaenglich ist
Datierung: 1774
Fundstelle: Wagner,Civilbeamte I 291
- Datierung: 1784
Fundstelle: Scherz-Oberlin 902f.
Faksimile
- in Google Books
- Datierung: 1785
Fundstelle: Fischer,KamPolR. 66
- Belegtext:
wird der frau nur der nießbrauch gewisser güter oder capitalien angewiesen: so heißt es ein leibgedinge
Datierung: 1794
Fundstelle: PreußALR. II 1 § 457
- Datierung: 1794
Fundstelle: Schwarz,LausWB. V Anh. 95
Faksimile
- Belegtext:
leibgut schwindet hauptgut, d.h. die wittwe verliert ihr heyrathsgut gegen das leibgeding, welches bey den wittwen von hohen adel auch noch heutiges tages rechtens ist
Datierung: 1801
Fundstelle: RepRecht VIII 230 Anm. a
- Datierung: 1802
Fundstelle: Runde,Beitr. II 470
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
leibgeding, d.i. die fruchtnießung des ehegatten auf den todesfall
Datierung: 1811
Fundstelle: ÖstABGB. Reg. p. 91
- Belegtext:
hirna, is der wedewen lifgedinge gemaket an egene vor gerichte, edder an len vor dem heren
Fundstelle: Bunge,Rbb. 161
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- Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 476
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
Leib(es)geding(e) (II)
Erklärung:
Lebensunterhalt.
- Belegtext:
wo man auch einen anndern cantzler auffnimbt, will ich nichtz dest wenig uf zimlich besolldung zu meinem leibgedinng ausserhalb der canntzley gern dienen
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: Wagner,Kanzleiwesen 98
Leib(es)geding(e) (III)
Erklärung:
übtr.: Lebensende.
- Belegtext:
wirt sie [die frauwe] also gewiedemet von des keisers hant und besitzt sie es auch, so ist sie sunder sorg, das ir das lehen biß an ir lipgedinge [Paralleltext:
bit an iren dot] numer yeman angewinnen moge nach des keisers recht
Datierung: 1. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: KlKaiserr.(Munzel) 360
Wort danach: Leibgedingsamt
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten