Wort davor: Lebende
lebendig
Wortklasse: Adjektiv, Adverb
lebendig (I)
Erklärung:
als attributive Ergänzung zu Substantiv.
lebendig (I 1)
Erklärung:
zu Personenbezeichnungen.
- Belegtext:
men ne sol uber nichên wîph richten, die lebendich kint treit, hoeer den zu hût unde zu hâre
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.)LR. III 3
Textarchiv: SspLR. III 3
- Belegtext:
neme eyn man eyn echte wif op underscheyt alse oppe levendighe blikende erven, storve dan dey man unde eyn kint achter leite van er twier lyve geboren, dey vrowe en is nyne wederkare scueldic
Datierung: um 1300
Fundstelle: DortmStat. 128
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- Belegtext:
bewysen myt leuendigen luden eder myt litgenden orkunde
Datierung: 1310
Fundstelle: Seibertz,UB. II 91
- Belegtext:
ob sye es ziehend auf lemdige lüt, soll es ihr ainer und zween zu ihm, die weder thaill noch gmain daranhaben, oder mit dreyen an sye in derselben weise, wahr machen, ziechen
Datierung: 1322
Fundstelle: Foffa 35
- Belegtext:
briefe haben ... vnd auch lebendiger leute beweisung
Datierung: 1356
Fundstelle: CDBrandenb. I 19 S. 80
- Datierung: um 1365
Fundstelle: MünchenStR.(Dirr) 368
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- Belegtext:
dyse giefft unsser lybis, unsers guodis zuo rechtim selgerede wir semmentlichein getan han unwydirruofflichin under lebendigin luden
Datierung: 1368
Fundstelle: DOrdHessenUB. III 77
- Belegtext:
wer czwo lemptig chonn hat, den sol man verderben an dem leben
Fundstelle: SalzbStR. 1368 114
- Belegtext:
[sie haben] eyn vermechnisse gemacht ... so dat de leste leyvendige hant eyme kinde me, deym anderin min geyven moechte
Datierung: 1371
Fundstelle: KölnSchrB. 709
- Belegtext:
mit siinen anderin leyvendigin burgin
Datierung: 1376
Fundstelle: KölnAmtl. 71
- Belegtext:
man schol ze hals hintz chainer swangern frauen richten, die lentigz chint trait
Datierung: 1376
Fundstelle: PettauStR. 717
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1395
Fundstelle: KölnSchrB. 554
- Belegtext:
den purgern czu den Chutten ist getailt, das hantvesten mit ingesigeln vnd geczewgen pesser kraft habent, denne lebentinge geczugen, ob sy halt scheppen seyn
Datierung: vor 1416
Fundstelle: IglauOberhof 72
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1418
Fundstelle: SchweizId. II 31
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- digitalisiert in der Onlineversion des Schweizerischen Idiotikons
- Belegtext:
bewyes ... als liggende orkunde, breeff, segele, ofte lebendige tuge
Datierung: 1491
Fundstelle: OstfriesUB. II 325
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
alse de erffher nemet eyn heyrgeweyde, so beholt de levendige frouwe dar entegen dat geraede
Datierung: 2. Hälfte 15. Jh.
Fundstelle: CTradWestf. I 192
- Belegtext:
an yegeleicher hantuesten hilft der tod gezeug als der lebentig
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Schwsp.(Kurzform II/Eckh.) S. 10 (Kb)
- Datierung: 1502
Fundstelle: LübRatsurt. II 50
- Datierung: 1507
Fundstelle: BambHGO. Art. 156
[weitere Angaben: vgl. 1532 CCC. Art. 131 und NÖLGO. 1656 S. 697]
Volltext (und Faksimile), Ausgabe von 1507
- in DRQEdit
- Datierung: 1523
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. XI 216
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1529
Fundstelle: Mutschelknauß,NürnbGoldschm. 169
- Belegtext:
geschriben und lebendiges geleit
Datierung: 1532
Fundstelle: SchweizId. III 973
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- digitalisiert in der Onlineversion des Schweizerischen Idiotikons
- Datierung: 1550
Fundstelle: LübRatsurt. III 663
- Belegtext:
so manich lebendig hertz vff dem hoffe, so manich xv alb
Datierung: vor 1563
Region/Autor/Textsorte:
Untermosel
Fundstelle: GrW. II 492
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
das lebendige ehegemahl
Datierung: vor 1573
Region/Autor/Textsorte:
Oberösterreich
Fundstelle: ZRG.2 Germ. 23 (1902) 276
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
das der lebendige tail bei der besizung des guets bleiben soll
Datierung: vor 1573
Region/Autor/Textsorte:
Oberösterreich
Fundstelle: ZRG.2 Germ. 23 (1902) 276
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: um 1580
Fundstelle: NijmegenStR. 179
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- Datierung: 1583
Fundstelle: HadelnLR.(Pufendorf) 9
- Belegtext:
das noch lebendig ehemensch, es sey der vatter oder die muetter
Datierung: 1588
Fundstelle: WaldkirchStR. 7
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- Belegtext:
alle ... weisungen ... beschehen ... entweder durch lebendige zeugen oder briefliche urkhunden
Datierung: 1599
Fundstelle: NÖLREntw. I 22 § 8
- Belegtext:
wan ... zu den gütheren keine lebendige hand mehr vorhanden
Datierung: 1602
Fundstelle: Rive,Bauerng. 424
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1619
Fundstelle: Seestern-Pauly 116
- Datierung: 1667
Fundstelle: WursterLR. 61
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1705
Fundstelle: KlugeBeamte I2 671
- Belegtext:
welche weibs-person sich selbsten oder auch jemand anderer einer schwangern weibs-person ihre lebendige frucht vorsaetzlich abtreibet, der ist mit dem schwerdt hinzurichten
Datierung: 1707
Fundstelle: SudetenHGO. S. 78
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
zu annehmung eines lebendigen gleits gebracht
Datierung: 1729
Fundstelle: Lahner,Samml. 198
- Datierung: 1798
Fundstelle: Grolman,KrimRWiss. 280
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lebendig (I 2)
Erklärung:
zu einer Bezeichnung für ein Tier oder eine Sache bzw. ein Recht, wobei die Verbindung mit lebendig kennzeichnet, daß es sich um ein Tier handelt.
- Belegtext:
setzet ein man dem anderm ein lebentich pfant, stirbt daz in seiner gebalt an sein schulde, daz ist der gemain tod. er gilt ez nicht
Datierung: 1295
Fundstelle: Schwsp.(Kurzform II/Eckh.) 159 (Kt)
- Belegtext:
wenn er stirbt, das beste lebendig haupt von vieh
Datierung: um 1350
Fundstelle: Bader,Prechtal 140
- Belegtext:
ein lebendiger fal ist das best haupt on eins
Datierung: 1425
Fundstelle: Burckhardt,Hofr. 181
- Belegtext:
we dat teynde nicht en heft van leuendigen qweke ..., de mach losen en imme mit twen swaren
Datierung: 1428
Fundstelle: FriesArch. I 438
- Belegtext:
ob einem clager von einem beclagten lebendiger und essender pfande geholfen würde, ist statrecht, das clager die pfant drey tag dem beclagten auf losung halten solle
Datierung: 1464
Fundstelle: QStBayreuth 67
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- Belegtext:
[Übschr.:] van leuendiger haue de to markede kumpt
Fundstelle: DithmLR. 1539 Art. 23
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- Datierung: 1634
Fundstelle: WürzbDiözGBl. 25 (1963) 192
- Belegtext:
wen einem ein pert oder ander levendig gut tho pande gesettet werd
Datierung: 1661
Fundstelle: WursterLR. 97
- Belegtext:
[Übschr.:] vom schimpflicher reithung auf einen lebendigen esel, das angesichte nach dem schwantz zugekehret
Datierung: 1693
Fundstelle: Döpler,Theatr. I 817
- Datierung: 1709
Fundstelle: Mutach 40
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- Belegtext:
lebendige curmede, laudemium ex rebus animatis coloni
Datierung: 1738
Fundstelle: Hayme 588
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- in Google Books
- Datierung: 1786
Fundstelle: Gadebusch,Staatskunde I 290
lebendig (I 3)
Erklärung:
zu einer Bezeichnung für eine Bezeugung oder Äußerung.
lebendig (I 4)
Erklärung:
mit verschiedenen Bezeichnungen für die Zeit oder den Körper (wobei teilweise Leib zu ergänzen ist): zu Lebzeiten.
vgl.
Leib (III 2).
- Belegtext:
pei seinen lebentigen ziten
Datierung: um 1270
Region/Autor/Textsorte:
Bayern
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 172
- Belegtext:
ich ... tvn chvnt allen ... daz ich bei minem lembtigen libe vnd och an minem todebette dem spital ze Mvenichen han geschaffet zwen hoeve
Datierung: 1279
Region/Autor/Textsorte:
Bayern
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 350
- Datierung: um 1281
Region/Autor/Textsorte:
Bayern
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 390
- Belegtext:
K.v.K. hat geben bey ir lemptigen und gesuntn leib
Datierung: 1300
Fundstelle: Höfer,ÖWB. II 207
- Datierung: um 1300
Fundstelle: FreibergStR. V § 1
Textarchiv: FreibergStR. V
- Datierung: 1304
Fundstelle: MBoica XV 34
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- in Google Books
- Datierung: 1306
Fundstelle: BrixenUrk. I 121
- Datierung: 1310
Fundstelle: MBoica XI 384
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- in Google Books
- Datierung: 1321
Fundstelle: MünchenStR.(Dirr) 104
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- Belegtext:
mit disen drin dingen sô verwurchet auch ein vater seineu recht wider sein chint, daz er mit seinem lebentigen leib von seinem guot schaiden muos
Datierung: vor 1328
Fundstelle: Ruprecht(Claußen) 180
- Belegtext:
pey vnsern lebentigen tagen oder noch vnserm tod
Datierung: 1331
Fundstelle: OÖUB. VI 27
- Datierung: 1333
Fundstelle: OÖUB. VI 96
- Belegtext:
pey unsern lepentigen zeiten
Datierung: 1333
Fundstelle: OÖUB. VI 108.
- Fundstelle: BairLR. 1346 Art. 94, 104 u. 116
- Datierung: 1360
Fundstelle: Jung,Misc. II 132
- Belegtext:
vaer iemant, der dem andern sein guot machen wolt, der sol den in nutz und in gewer setzzen pei seinem lebentigem leib
Datierung: um 1365
Fundstelle: MünchenStR.(Dirr) 370
[weitere Angaben: ebd. 376]
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- Datierung: 1370
Fundstelle: Zips 221
- Datierung: 1371
Fundstelle: LimbChr. 121
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- digitalisiert im Rahmen des Projekts dMGH
- Datierung: 1380
Fundstelle: Mencke,Script. III 692
- Belegtext:
by onsen levendigen tijden
Datierung: 1399
Fundstelle: Willems,Brab. II 692
- Belegtext:
er [Hofjünger] mag ... by synem lebendigen gsundnen leib syn varend hab gäben wem er will
Datierung: 1403
Region/Autor/Textsorte:
Thurgau
Fundstelle: Schauberg,Z. II 71
- Belegtext:
so ainer dem anderen sein gueter auf gibt pey dem lebendigen leib, das haisset viva donatio
Datierung: 1413
Fundstelle: OfenStR. 53
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1454
Fundstelle: FreibergUB. I 203
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Belegtext:
her J.R. her G.L. bie synen levendigen dagen eine vicarie ... vorleneth ... heft
Datierung: 1524
Fundstelle: RevalRatsurtb. 17
- Fundstelle: TirolLO. 1573 III 2
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
bey lebendigem leibe vermachen oder geben, viuum sanumque aliquid legare, donare
Datierung: 1758
Fundstelle: Haltaus 1213
- Belegtext:
zu den ... handlungen unter lebenden ... gehoeren ... jede wirkliche einraeumung und uebergabe des eigentumes bei lebendigem leibe
Datierung: 1788
Fundstelle: Thomas,FuldPrR. I 279
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1824
Fundstelle: Mittermaier,PrivR. 171
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
lebendig (I 4 a)
Erklärung:
rsprw.:
- Belegtext:
viventis enim non datur haereditas, das ist, man erbt niemand bey lebendigen leib
Datierung: 1796
Fundstelle: Kreittmayr,AnmCMax.2 III 4
lebendig (I 5)
Erklärung:
Verschiedenes, in alphabetischer Reihung der Substantive geordnet.
lebendig (I 5 a)
Erklärung:
lebendiger Anfall (II 1) Handänderungsgebühr bei Besitzübergabe unter Lebenden oder wie lebendiger Zehnt?
- Belegtext:
ich ... vorlate ... T. vnnd D. ... des my myn vater eruett hefft ... ann houenn, an kercklhene vnd ann alleme anfalle ... mit leuendigem anualle und mit steruendigem
Datierung: 1363
Fundstelle: MecklUB. XV 326
- Datierung: 1366
Fundstelle: MecklUB. XVI 92
[weitere Angaben: vgl. ebd. XVII 319]
lebendig (I 5 b)
Erklärung:
lebendige Feuer(strafe) als Todesstrafe.
- Belegtext:
ein ... uebelthaeter, so sich mit ... viehe vergriffen ... samt dem viehe, so es anderst noch vorhanden, durch das lebendige feuer von der erde vertilget werden [soll]
Datierung: 1769
Fundstelle: CCTher. 74 § 6
[weitere Angaben: ebd. Beil. p. 49]
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- in Google Books
lebendig (I 5 c)
Erklärung:
lebendige Gerade Gerade der überlebenden Ehefrau.
- Belegtext:
wenn einer frauen abstervet ere mann, schall die frau so oeverlevet, vor eine levendige gerade thovoerne wegknehmen und beholden ...
Datierung: 1479
Fundstelle: Kosmann,StettinStatR. 91
[weitere Angaben: ebd. 96]
- Datierung: 1536
Fundstelle: Kamptz,PreußProvR. II 99f.
lebendig (I 5 d)
Erklärung:
lebendige Hand Besitzübergabe zu Lebzeiten.
- Belegtext:
wann ein gut inn dinckhoff gehörig, es seye nach todter oder lebendiger hand verändert und fällig wird
Datierung: 1532
Region/Autor/Textsorte:
Unterelsaß
Fundstelle: GrW. I 723
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
von lebendiger hand ein guth haben, per traditionem inter viuos: cui per fictionem opponitur: von todter hand, iure successionis
Datierung: 1758
Fundstelle: Haltaus 794
lebendig (I 5 e)
Erklärung:
lebendiges Heergewäte, Heergewäte (IV) des überlebenden Ehegatten.
lebendig (I 5 f)
Erklärung:
lebendiges Herz, hier bei Strafvollzug.
- Belegtext:
N. solle auff die ... richtstatt gefuehrt, ihme ... wegen der begangenen unbarmhertzigen that sein lebendiges hertz herauß genommen, umb das maul geschlagen, sodan der leib in vier theil zerschnitten ... werden
Fundstelle: NÖLGO. 1656(CAustr.) 680
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- digitalisiert von der Universitätsbibliothek Heidelberg
lebendig (I 5 g)
Erklärung:
lebendiger Inhalt Sinngehalt einer mündlichen Darstellung.
- Belegtext:
die urtl ... sein engen verstands, sollen deswegen weiter nit als der lebendig und puechstabig inhalt vermag gezogen ... werden
Datierung: 1599
Fundstelle: NÖLREntw. I 28 § 6
lebendig (I 5 h)
Erklärung:
lebendiger Körper, hier bei Strafvollzug.
- Belegtext:
beuelhen sein verretterisch falsch vnd vngetrew hertz mit allem ingeweid auß seinem lebendigen corper schneiden, den lyb zuo vierstucken teilen, offentlich an die strassen auff hencken
Datierung: 1510
Fundstelle: Layensp. 91v
lebendig (I 5 i)
Erklärung:
lebendiger Odem als Zeichen der Geburt.
lebendig (I 5 j)
Erklärung:
lebendiger Schaden einer Person zugefügter Körperschaden.
- Belegtext:
offt de gonnen, de den man geslagen hadden, klageden leuendigen schaden, den schalme wedder vorborgen vp demsüluen male, men vmme sinen schaden schal he so lange beyden, datme
oen vtgeuen mach to rechte, so mach he sinen borgen mit rechte tospreken
Fundstelle: DithmLR. 1539 Art. 43
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lebendig (I 5 k)
Erklärung:
lebendige Sühne Geldbuße für die Verletzung eines Menschen.
lebendig (I 5 l)
Erklärung:
lebendige Verbrennung als Todesstrafe.
- Belegtext:
die straff der gotts-laesterung im hoechsten grad ist, sofern sie mit worten geschehen, ausreissung der zungen, sofern sie mit der that geschehen, abhauung der hand und in beeden faellen lebendige verbrennung
Datierung: 1707
Fundstelle: SudetenHGO. S. 72
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
die haertere [Todesstrafe] ... beschehen erstlich: durch das feuer mit lebendiger verbrennung
Datierung: 1769
Fundstelle: CCTher. 5 § 2
lebendig (I 5 m)
Erklärung:
lebendige Verscharrung als Todesstrafe.
lebendig (I 5 n)
Erklärung:
lebendiger Zehnt Zehntabgabe v. Vieh.
- Belegtext:
geben ... der ... pfare czu K. den czehent unsers dorfs ..., groß und klein, toten und lebentigen, besucht und unbesucht
Datierung: 1349
Fundstelle: QKulmbach 303
- Belegtext:
der lebendige zehende ... ist der herschaft
Datierung: 1398
Fundstelle: QKulmbach 203
- Datierung: 1404
Fundstelle: QKulmbach 155
- Datierung: 1534
Fundstelle: GeöArch. III 402
- Datierung: 1543
Fundstelle: GeöArch. II 1 S. 186f.
- Datierung: 1610
Fundstelle: GeöArch. I 3 S. 67
- Belegtext:
lebendiger zehenten wird der zehent genannt, so von viehe, als rindern, kaelbern ... gaensen, huehnern und andern, so unter der hirten-ruthen gehet, von der wolle, milch, butter,
kaese, denn von bienen und ihrer frucht, als wachs und honig, gereichet werden ... heisset auch einiger massen blut-zehenten
Datierung: 1737
Fundstelle: Zedler XVI 1271
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1753
Fundstelle: Hellfeld I 683
lebendig (II)
Erklärung:
in adv. Verbindung mit Verben.
lebendig (II 1)
Erklärung:
im Strafrecht.
- Belegtext:
ist daz ein maget ... in notnvnfte genomen wirt ... vnd daz man daz selbe dritte erzviget, so sol man den der ez da getan hat, lebendig begraben
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(L.)LR. Art. 254
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- Belegtext:
swer die notnumpht begat an maegeden, an wiben oder an varnden wiben, wirt der gefangen an der hantgetat, so ist diu rehte urteil, daz man in laebendigen begraben sol
Datierung: 1276
Fundstelle: AugsbStR. Art. 31 § 1
Textarchiv: AugsbStR. Art. 31
- Belegtext:
dat wif di mit duue vorsculdet to hangene, di scal man leuendich graven dorch wiflike ere
Datierung: Ende 13. Jh.
Fundstelle: LübMndStR. 135
- Datierung: 1312
Fundstelle: EmsigerR. 206
Textarchiv: EmsigerR. 206
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- Belegtext:
man sol ein moerdaeryn [o]der ein dewppyn über xij vnd vj ß dn begraben lebentige und einen stekchen durch si slahen
Datierung: 1320
Fundstelle: RegensbStat. 55
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: um 1348
Fundstelle: ZwickauRb. 250
- Belegtext:
welch wip adder mayt oren lip vorwercket, dy sal man lebenig begraben
Datierung: nach 1358
Fundstelle: Rb.n.Dist. IV 14 Dist. 4
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
sol man den morder schlaiffen vnd radbrechen alz recht ist, ist ez ain froew, so sol man sy lebendig begraben
Datierung: 1396
Fundstelle: MemmingenStR. 258
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
der frauen tod ist lebendig begraben
Datierung: 1447
Fundstelle: Hellfeld II 1275
- Belegtext:
auch weist man, wer die mark freventlich ahnsteckt und verbrennt, denselben soll man in eine rauhe küh oder ochsen haut thun und ihn drey schritt vor das feuer, da es ahm heftigsten brennet, legen, bis
das feuer über ihn brennet, und das soll man zum zweyten und drittenmahl thun ahn dem ort, da es ahm heftigsten brennet, und wenn dieses geschehen und bleibt lebendig oder nicht, so hat er gebüsset
Datierung: 1461
Region/Autor/Textsorte:
Wetterau
Fundstelle: GrW. III 416
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- Datierung: 1467
Region/Autor/Textsorte:
Oberösterreich
Fundstelle: ÖW. XIII 106
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- Datierung: 1491
Region/Autor/Textsorte:
Deventer
Fundstelle: Noordewier 309
- Belegtext:
das die burger das recht haben, wann ain burger ainen deup in seinem hauss begreift, mag er in nicht lembtigen zu dem richter bringen, schlecht er in zu tod, es ist dem richter noch der herschaft nichtz verfalln
Datierung: um 1491
Region/Autor/Textsorte:
Oberösterreich
Fundstelle: ÖW. XII 810
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- Belegtext:
den genannten N. vermauren lassen söllint, also daß ihn sonn noch mon lebendig niemer mer beschyne
Datierung: 15. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Zürich
R.Quanter, D. Leibes- u. Lebensstrafen ... (2Leipzig 1906) 121
- Belegtext:
welch weyb jr kindt, das leben vnd glidmass entpfangen hat, heymlicher bosshafftiger williger weyss ertoedet, die werden gewonlich lebendig vergraben vnd gepfelet
Datierung: 1507
Fundstelle: BambHGO. Art. 156
Volltext (und Faksimile), Ausgabe von 1507
- in DRQEdit
- Belegtext:
beuelhen mit sampt einem affen, hund, cophan vnd vippernater lebendig in einen lederin sack verneet, in ein nahennd meer oder fliessend wasser werffen
Datierung: 1510
Fundstelle: Layensp. 91v
- Datierung: 1541
Fundstelle: Pufendorf II app. 181
- Belegtext:
[Urteil:] über 6 malefiz personen ... zum feur lebendig erkhandt
Datierung: 1615
Fundstelle: SchrBodensee 15 (1886) 225
- Datierung: 1649
Fundstelle: v.Tscharner,TodesstrBern 69
- Belegtext:
welcher officier und soldat muthwillig und vorsetzlicher weise ... gebaeude ... anzuendet oder anzuenden laeßt, derselbe solle ... als ein mord-brenner lebendig ... verbrannt werden
Datierung: 1672
Fundstelle: Lünig,CJMilit. 117
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- digitalisiert im Rahmen des "Digitales Dokumentenarchivs" der Universitätsbibliothek Augsburg
- Datierung: 1693
Fundstelle: BremPolO. 141
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
[Übschr.:] von lebendigen begraben der missethaeter
Datierung: 1697
Fundstelle: Döpler,Theatr. II 419
- Belegtext:
die ... kindermoerderinnen ... nach gestalt ihrer ... missethat ... lebendig gepfahlet werden sollen
Datierung: 1702
Fundstelle: Lahner,Samml. 771
- Datierung: 1707
Fundstelle: SudetenHGO. S. 85
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
alle vier lebendig jedoch aufs kürtzeste gerädert und die cörper auf die räder geflochten worden
Datierung: 1718
Fundstelle: ZRG. 3 (1864) 113
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1725
Fundstelle: BernStR. VII 1 S. 426
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
soll solcher eltern- oder kinder-moerder mit glueenden zangen angegriffen, und darauf lebendig mit dem rade getoedtet werden
Datierung: 1768
Fundstelle: HambGSamml. V 496
- Datierung: 1769
Fundstelle: CCTher. 61 § 8
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- in Google Books
- Datierung: 1827
Fundstelle: Neocorus,Ditm. II 547
- Region/Autor/Textsorte:
Schweiz
Fundstelle: Osenbrüggen,Stud. 292
lebendig (II 2)
Erklärung:
im Zsh. mit der Rechtsfähigkeit und im Erbrecht.
- Belegtext:
des kindes jar ne scal men nicht rekenen van der tit, dat it de muder untvenk, mer van der tit, dat it de muder gewan, unde it levendich in der werlt quam
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)Lehnr. 26 § 1
Textarchiv: SspLehnr. Art. 26
- Belegtext:
en wif, de kint dreget na eres mannes dode unde sek barhaft wiset to der bigraft oder to dem drittegesten: wert dat kint levendich geboren, unde hevet de vrowe des getuch an vir
mannen, de it gehort hebben, unde an twen wiven, de er hulpen to erme arbeide, dat kint behalt des vader erve
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. I 33
Textarchiv: SspLR. I 33
- Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(L.)LR. Art. 38
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- Datierung: 1306
Fundstelle: BrixenUrk. I 121
- Belegtext:
ist es ..., das gott ... der frauen gehilft, das sie das kint lebendig gebirt ... und das kint die vier wend beschreit, so hat die frau mit sampt dem kinde recht die helft zu nemen von allem, was do ist
Datierung: 1370
Fundstelle: Zips 223
- Belegtext:
een kynt mach gheen erue bitalen, et en kome to kerken leuendich voer den priester ende voer de vadderen, ende dat en moet nyement behinderen
Datierung: 1425
Fundstelle: GroningenStB. 11
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- Belegtext:
dat he erfnisse bueren wil of die ghene die dair leuendich ghebleuen is van hem beiden sal inden guede bliuen sitten
Datierung: 1433
Fundstelle: KampenStR. 118
- Datierung: 1485
Region/Autor/Textsorte:
Nordschwarzwald
Fundstelle: GrW. V 231
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Durlach 134
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- Belegtext:
wen en man sterfft vnde hefft söns edder dochter leuendich, so schölen de söne eres vaders herwede tovoren af nemen eher men sin höuvedelotte vth sette
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Richth. 568
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- Datierung: vor 1524
Fundstelle: LeipzigSchSpr. 133 u. 415
- Belegtext:
daß ein kind lebendig zur welt gekommen sey, ist in dieser beziehung schon für ausgemittelt anzunehmen, wenn unverdächtige, bey der geburt gegenwärtig gewesene zeugen, die stimme desselben deutlich vernommen haben
Datierung: 1794
Fundstelle: PreußALR. I 1 § 13
lebendig (II 3)
Erklärung:
lebendig sein hier: im Amt sein.
- Belegtext:
de ratmanne, dy nu leuendich sint
Datierung: 1378
Fundstelle: MecklUB. XIX 289
lebendig (II 4)
Erklärung:
sich lebendig tot machen bei Lebzeiten den Verzicht auf ein Lehen erklären.
lebendig (III)
Erklärung:
Paarformel tot und/oder lebendig.
Wort danach: Lebendige
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten