Wort davor: Kürmark

Kurmede
Wortklasse: Femininum
sprachliche Erläuterung: ab 15. Jh. häufig n., vereinzelt m., sw. und st. flektiert, im mnl. Sprachraum sowie im Rheinland und in Westfalen vorkommend; zu 1Kür und Miete (as. me-da 'Lohn'); in vielfältigen, tw. volksetymologisch umgedeuteten Formen belegt.
vgl. Ableib (III), Auffall (I), Bahrrecht (III), Baulebe, Bauteil (I), best (II 1), Besthaupt, Beutelrecht, Einsgewalt, 1Erbe (II 3 d), Erbfall (IV), Erbrecht (IV), Erbschaft (I 1 b), Erbteil (I 2), Erfällnis (I), Fall (II 2), Gelaß, Gerade, Gewandfall, Güterfall, Hainrecht, Hand (B V), Hauptfall (I), Hauptrecht (I), Heergewäte, Herdmal, Herdrecht, Herrenteil (II), Hofrecht (I 2 a), Hufrecht (I 1), Kateil, 1Kür (B II 2), 1Kür (C I 3), 1Kür (D II 5), Kürgerade, Kürgericht (I), Kürmal, Kurmeder, kurmedig, Kurmedigkeit, Kurmedschaft, Kürrecht (B II).

Kurmede (I)
Erklärung: Besthaupt vgl. LexMA. I 2071f. mit Lit.), das idR. beim Tod eines von einer (Grund-)Herrschaft Abhängigen, aber auch bei Besitzwechsel eines Leiheguts oder in Form einer jährl. (Geld-)Abgabe an die Herrschaft entrichtet wird, vereinzelt auch Heiratsgebühr.

Kurmede (II)
Erklärung: Rechtszustand, aus dem die Pflicht entspringt, Kurmede (I) zu leisten.
Kurmede (III)
Erklärung: wie Kürgut.
Kurmede (IV)
Erklärung: der Kurmedpflichtige.

Wort danach: Kurmedelehen

Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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