Wort davor: Kuhhafer
Kuhhaut
Wortklasse: Femininum
Erklärung:
wie neuhochdeutsch, rechtlich bedeutsam im Strafvollzug.
vgl.
Haut (B VI).
- Belegtext:
auch weist man, wer die mark freventlich ahnsteckt und verbrennt, denselben soll man in eine rauhe küh oder ochsen haut thun und ihn drey schritt vor das
feuer, da es ahm heftigsten brennet, legen, bis das feuer über ihn brennet, und das soll man zum zweyten und drittenmahl thun ahn dem ort, da es ahm heftigsten brennet, und wenn dieses geschehen und bleibt lebendig oder nicht, so hat er gebüsset
Datierung: 1461
Region/Autor/Textsorte:
Wetterau
Fundstelle: GrW. III 416
Faksimile
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- Belegtext:
[d. mehrfache Mörder] ist ... ergriffen und anno 1672 nach urthel und recht auf einer kuehhaut hinaus geschleifft, mit glueenden zangen in die brueste
und armen gezwicket, mit dem rade geschlagen und darauf geleget worden
Datierung: 1693
Fundstelle: Döpler,Theatr. II 330
- Belegtext:
wenn die delicta gar zu enorm und grausam sind, ... pfleget auch die straffe umb desto mehrern schroeckens willen geschaerffet ... zu werden, so daß der missethaeter gebunden auf eine schleifen, bret,
hoerden oder kuehhaut geleget, durch den scharffrichter oder dessen knecht mit einem pferde von dem gerichtshause ... an ueber die gassen und pflaster hin bis an die fehm- oder gerichtsstat geschleuffet wird
Datierung: 1693
Fundstelle: Döpler,Theatr. II 331
- Belegtext:
einige haben die leute ... nackend in kuh- und kaelber-haeute genaehet und nichts als den kopf haussen und sie also liegen gelassen, biß sie ihren geist aufgegeben
Datierung: 1693
Fundstelle: Döpler,Theatr. II 391
- Datierung: 1705
Fundstelle: KlugeBeamte I2 810
- Datierung: 1726
Fundstelle: OSächsWB. II 119
- Datierung: 1727
Fundstelle: OSächsWB. II 119
- Belegtext:
daß er als ein straßenschänderischer mordtäter zu verbüßung seines verübten ohnmenschlichen verbrechens und zu jedermanns abscheulichem beispiel in eine kuhhaut eingenähet und
durch ohnvernünftige tiere auf die richtstatt geschleifet, daraufhin mit dem rade durch zerstoßung seiner glieder vom leben zum tode gerichtet ... werden solle
Datierung: 1754
Fundstelle: FrkBl. 13 (1961) 4
- Belegtext:
G.H.B. ... ist ... vom leben zum tode gebracht, auch der körper desselben, in eine kuhhaut gewickelt, ... verscharrt worden
Datierung: 1818
Fundstelle: ZNdSachs. 1896 S. 7
Wort danach: Kuhheu
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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