Wort davor: Kredentialschreiben
Kredenz
Wortklasse: Femininum, auch Maskulinum oder Neutrum
Erklärung:
im 15. Jh. aus der lat. Rechtssprache entlehnt; schriftliche Beglaubigung, Vollmacht, auch bloße Empfehlung.
sprachliche Erläuterung:
zu lat. credere sowie mlat. credentia 'Glaube, Vertrauen'.
vgl.
Beglaubigung,
Beglaubnis (I),
Bittbrief (I),
Gewalt (IX 10),
Gewalt (IX 11),
Gewaltbrief,
Glaubbrief (I),
Kredential,
Kredentialbrief,
Kredentialschreiben,
Kredenzbrief,
Kredenzgeschrift,
Kredenzie,
Kredenzie(n)brief,
Kredenzschreiben,
Kredenzschrift,
Kreditiv,
Kreditivschreiben,
Machtbrief,
Traubrief,
Vollmacht,
Vollmachtsbrief.
- Belegtext:
vragede uns, oft wy ok volle macht hadden, mer denne de kredense, de wy dar hadden
Datierung: 1438
Fundstelle: HansUB. VII 1 S. 207
- Belegtext:
biten umb ... betebrief oder credentz
Datierung: 1439
Fundstelle: RTA. XIV 220
- Datierung: 1468
Fundstelle: BairLT. V 258
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1468
Fundstelle: FreibergUB. I 248
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Datierung: 1471
Fundstelle: ElbogenChr. 164
- Datierung: 1478
Fundstelle: Lacomblet,UB. IV 497
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- digitalisiert im Rahmen von "miami" (Münster)
- Belegtext:
mit ewr gnaden credenz und instruction
Datierung: 1492
Fundstelle: SteirLTA. II 248
- Datierung: 1498
Fundstelle: Schannat,Worm. II 285
- Datierung: 1503
Region/Autor/Textsorte:
Bamberg
Fundstelle: ZStrW. 12 (1892) 237
- Belegtext:
credentz vnd werbung
Datierung: 1525
Fundstelle: BlWürtKG. 6 (1902) 33
- Datierung: 1525
Fundstelle: JenaUB. II 490
- Belegtext:
ain bäpstlichen brieffe ... der war ... des bapsts credencz
Datierung: um 1527
Fundstelle: AugsbChr. V 374
- Datierung: 1536
Fundstelle: AugsbChr. IV 261
- Belegtext:
[Abdruck e.] credentz an den kayser [u. e.] credentz an ein statt
Fundstelle: Formular 1544 fol. 45v
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: um 1550
Fundstelle: HallChr. 256
- Belegtext:
ir inhalt diser credentz glauben geben sollen
Datierung: 1551
Fundstelle: ÜberlingenStR. 389
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- Belegtext:
credentz vnd instruction
Datierung: 1553
Fundstelle: BambBer. 33 (1871) 104
- Datierung: 1564
Fundstelle: Moser,KreisAbsch. I 327
- Belegtext:
literae credentiae, credentzen, seind die briefe, so einem gegeben werden mehrers glaubens halben, daß er solchs vnnd solchs also zuerwerben befelch vnd guot macht habe
Datierung: 1565
Fundstelle: Notariat 15r
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1568
Fundstelle: Moser,KreisAbsch. I 545
- Datierung: 1574
Fundstelle: Frey,Pract. 105
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Datierung: 1574
Fundstelle: Zwengel (Frankfurt1574) 220
[weitere Angaben: verschiedene Beispiele]
- Belegtext:
hatten sie [Gesandte] ... bey der key. may. und ständen ... zu schaffen, so pflegen sie ihre credentz abgesondert an bede ort, als key. may. reichs-hoff-cantzley
und dann der meyntzischen cantzley, zu übergeben
Datierung: 1577
Fundstelle: RTTraktat(Rauch) 90
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- Belegtext:
abgesandte mit vollmechtigem gwalt vnd credentz
Datierung: 1584
Fundstelle: Goldast,Reichshandl. 230
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Datierung: 1607
Fundstelle: ActaBrandenb. II 569
- Belegtext:
credentz oder creditiffschreiben hat daher seinen nammen, daß dem, der solches empfahet, seines befelchs vnnd verrichtung halben glauben zugesteht wirdt
Datierung: 1631
J.R. Sattler, Teutsche Orthographey ... (Frankfurt 41631) 22
Wort danach: Kredenzbrief
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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