Wort davor: Knappamt
Knappe
Wortklasse: Maskulinum
Erklärung:
im älteren Sprachgebrauch im wesentlichen bedeutungsgleiche Nebenform zu Knabe.
Knappe (I)
Erklärung:
vor allem jugendlicher, aber auch älterer Mensch männlichen Geschlechts.
Knappe (I 1)
Erklärung:
wie Knabe (I 1).
Knappe (I 2)
Erklärung:
wie Knabe (I 2).
Knappe (I 3)
Erklärung:
erwachsener Mann.
Knappe (II)
Knappe (II 1)
Erklärung:
im Rittertum: noch nicht zum Ritter geschlagener Sohn eines Ritters, Angehöriger der niedrigsten Stufe des Ritterstandes.
- Belegtext:
sîne chuonen chnappen
Datierung: 1120/30
Fundstelle: Exod.(Papp) V. 3262
- Datierung: um 1210
Fundstelle: Wolfram v. Eschenb.,Parzival 154 V. 28
- Datierung: um 1230
Fundstelle: HeinrTürlinCrône V. 691
- Belegtext:
dâ gap der edel fürste wert wol drithalp hundert knappen swert
Datierung: 1255
Fundstelle: Ulr.v.Liechtenst.(Lachmann) 11 V. 14
- Belegtext:
wir die stete vnd ritter vnd chnappen von dem lande ze Osterrich tvon ... chunt
Datierung: 1277
Fundstelle: OÖUB. III 580
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
voert die cnape die twist beghint, die wile dat hy met synen heere gaet ofte staet, es in de mesdaet van vyftich ponden
Datierung: 1297
Fundstelle: CoutGand I 428
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- in Google Books
- Belegtext:
knappen und bürger
Datierung: 1307
Fundstelle: SteirLArch.
- Belegtext:
hir [beim Huldigungseid] hebben ouer ghewesen alle de riddere vnde knapen, de in ereme rade weren, de men vint bescreven in deme groten registro in erem breue der huldinge
Datierung: 1345
Fundstelle: BrschwUB. I 39
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- digitalisiert im Rahmen der Digitalen Bibliothek Braunschweig
- Belegtext:
eyn borghere, dey knecht ... worde eynes heren, ritters eder knapen
Datierung: 1355
Fundstelle: DortmStat. 78
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- Belegtext:
de holste scholl dat behoveden mit 6 ridderen und mit 6 knapen, dat he darto beter recht hebbe to beholdene alse dithmarsche
Datierung: 1355
Fundstelle: Westphalen,Mon. III 1759
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Datierung: 1370
Fundstelle: Keutgen,Urk. 534
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- Belegtext:
auch sol ain richter kainen knappen noch edelman kain guet nicht leihen ohn der gemain willen
Datierung: 1409
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 386
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- Datierung: 1414
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. XI 187
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- Datierung: 1424
Fundstelle: OstfriesUB. I 283
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Datierung: 1441
Fundstelle: JbOldenb. 11 (1902) 91
- Belegtext:
die ritter und edl-knecht oder knappen (ueber welche doch die erste der ritterlichen wuerde halber weit erhoben) nur einen stand ausgemacht und mit dem nahmen ritter-stand benamset worden
Datierung: 1747
Fundstelle: Hoheneck III p. 2
- Belegtext:
adelige maennliche personen, welche zur erlangung der ritterlichen wuerde andern rittern dienten, heißen sowohl knappen und edel-knappen als knechte und edel-knechte
Datierung: 1787
Fundstelle: Krünitz,Enzykl. 41 S. 273
Knappe (II 2)
Erklärung:
k. von dem wappen Herold.
Knappe (II 3)
Erklärung:
übertragen auf bürgerliche Kriegshauptleute.
Knappe (III)
Erklärung:
im Berufsleben.
Knappe (III 1)
Erklärung:
dienende Person: Matrose, Dienstbote, Gehilfe, Knecht.
- Belegtext:
so welk knape an vnser borghere denste is, vnde syn knecht heuet gewesen
Datierung: 1270
Fundstelle: HambStR. 48
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- Belegtext:
so wan ein man sin schip uerhuret to Norweghene oder to Gotlande, so scal he iewelkeme knapen gheuen to uorlone x sol. englis to xii weken
Datierung: 1270
Fundstelle: HambStR. 76
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- Belegtext:
so we auer medet enen knapen ofte ene maghet
Datierung: 1279
Fundstelle: StadeStR. 100
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- Belegtext:
so welc knape wif nimt ofte so welc maghet man nimt, dhe mach wol vut sines heren dheneste gan
Datierung: 1279
Fundstelle: StadeStR. 101
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- Datierung: 1282
Fundstelle: HanseRez. I 12
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- in Google Books
- Belegtext:
so waer een bloet man een schade ... doet ..., of he geene vrinden enhevet binnen lande, so sal de ryke man voer syn lantsate, voer ruiter of voer synen knaep den schade boeten
Datierung: 1282
Fundstelle: Langewold 1282(R.) 370
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- Belegtext:
so wanne oc en knape [Kaufmannsgehilfe] comet an sines heren brot, so is he eme plichtic bi tostande to nuden vnde to noden
Datierung: 1296
Fundstelle: Nowgorod 23
- Belegtext:
der siechmaister ... schol auch dem apt dyenen als ein ander chnapp mit allen den diensten, der man an in metet, die zeitlich vnd erwerg dienst sein
Datierung: 1325
Fundstelle: MBoica XII 166
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- in Google Books
- Datierung: 1341/44
Fundstelle: WisbyStR. 94
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- Belegtext:
so wie die scepe voeren, en selen niet mieden vremde knapen, also langhe alsi vrome knapen vinden binnen A. te huerne omme redenleken loen
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: CoutAnvers I 50
Volltext
- digitalisiert im Rahmen von "Recht uit de Lage Landen"
- Belegtext:
vielleicht liegt auch der grund, warum an einigen orten eine sogenannte knapensaat zehntfrei gelassen wird, darin, daß die knechte oder knapen, welche die ganze feldarbeit, wodurch
der zehnte gewonnen ward, besorgten, mit verzehntetem korn unterhalten werden
Datierung: 18. Jh.
Fundstelle: Möser,Phant. V 90
Knappe (III 2)
Knappe (III 2 a)
Erklärung:
insbesondere im Handwerk Geselle (IV 1), vor allem bei den tuchherstellenden Gewerken, selten auch Lehrling.
- Datierung: 1335
Fundstelle: CDSiles. VIII 18
- Belegtext:
di maister nimmer kain saczunge schullen habn an der knapen wille, noch di knapen nimmer kain saczunge schulen habn an der maister wille
Datierung: 1351
Fundstelle: BudweisUB. 52
- Belegtext:
in den eersten, dat men niemant in desser [Krämer-]ghilde ofte broder scap ontfanghen ofte annemen sal, he sal eerst brieve brengen, dat he vry sy ende niet eghen ende van enen
gueden geruchte ende dat sijn saken rechtschichtich sint, als enen gueden knapen thobehoert
Datierung: 1362
Fundstelle: GroningenUB. I 374
- Belegtext:
soe wie eenen cnape te wercke sette, die in eens anders meesters huer ware, die verboerde eenen halven ryael, ende die cnaep diesgelicke
Datierung: 1388
Fundstelle: BredaRbr. 94
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- Belegtext:
vortmer hebbe wi geset, ofte ennich knape hadde eyn wif unde kindere, di macht ut nud syner kleider gewant maken, alleyne dat he des nicht vorkoppet
Datierung: um 1395
Fundstelle: BerlinStB. 69
- Belegtext:
dehain knapp dehain aigen werk noch aigen stuele ze U. hab
Datierung: 1403
Fundstelle: UlmRotB. Art. 245
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- Datierung: 1455
Fundstelle: KahlaUB. 101
- Belegtext:
ob ein meyster mehr lohn gab, wenn gemeldett ist, der verpußt ein pfund wachs. unnd ein jeder knapp sol seinem myster umb die kost gnuck thuen
Datierung: 1498
Fundstelle: ZMährSchles. 13 (1909) 176
- Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: CoutGand II 191
- Datierung: 1629
Fundstelle: Schmoller,StraßbTucherZft. 265
- Datierung: 1673
Fundstelle: SchrBodensee 42 (1913) 66 f.
- Belegtext:
ein geselle, knecht oder knappe ist eine person, die ein handwerk vorschriftsmaeßig ausgelernt hat und nun bey andern meistern um den lohn arbeitet
Datierung: 1785
Fundstelle: Fischer,KamPolR. III 283
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
die mueller sind zuenftig und halten daher knappen und lehrjungen
Datierung: 1803
Fundstelle: RepRecht XI 19
Knappe (III 2 b)
Erklärung:
Lehrling.
Knappe (III 3)
Erklärung:
unter Tage arbeitender Bergarbeiter.
- Datierung: 1408
Fundstelle: ZBergr. 33 (1892) 211
- Datierung: 1408
Fundstelle: ZBergr. 33 (1892) 213
- Datierung: 1449
Fundstelle: Schmitt,NhdSchriftspr. 411
- Datierung: 1486
Fundstelle: ZBergr. 48 (1907) 498
- Datierung: 1502
Region/Autor/Textsorte:
R. Palme, D. landesherrl. Salinen- u.
Innsbrucker Beitr. z. Kulturwiss. Sonderheft 34 (1974) 58
- Belegtext:
die knappen sollen als vnnser vnnderthanen vnnd camerlewt stewr frey sein
Datierung: 1517
Fundstelle: MaxBO. Art. 28
- Datierung: 1731
Fundstelle: VorderöstBO. Art. 60
- Belegtext:
zu dem oberberggerichte als erster instanz gehoeren ... die knappen ... in personalibus ... ohne ausnahme
Datierung: 1780
Fundstelle: SteirEinl. 69
Knappe (III 4)
Erklärung:
Stadt- und Gerichtsdiener.
Knappe (III 5)
Erklärung:
Grundholde (I), Bauer.
- Belegtext:
unterthonen, knappen und forstholden
Datierung: 1580
Fundstelle: VeröfflSteierm. 25 S. 63
Wort danach: Knappenbruderschaft
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten