Wort davor: Kluppe
Klüppel
Wortklasse: Maskulinum
Erklärung:
Holzstück.
vgl.
Klüpfel,
Knüppel.
Klüppel (I)
Erklärung:
Streitkolben.
- Belegtext:
laet cluppel ende scilt vallen
Datierung: 1236
Fundstelle: BelgMus. I 31
- Belegtext:
were dat also, dat eyn den anderen sloghe myt der vust efte myt clupele efthe myt anderen dyngen, dat dumslach hetet, den broke mach he dem richthere vor vetteren myt veyr scillingen
Datierung: 1310
Fundstelle: Seibertz,UB. II 77
- Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Ennen,QKöln I 185
- Datierung: um 1543
Fundstelle: MünsterGQ. II 102
- Belegtext:
soe wie ijemanden slaecht met eenen stock oft cluppele, verbeurt ij pondt swerte
Datierung: 1558
Fundstelle: CoutSanthoven 276
Klüppel (II)
Klüppel (II 1)
Erklärung:
Stab als Amtszeichen.
- Belegtext:
[bei einem Begräbnis:] glich nach den geistlichen und vor dem senat sin alle der stat diener mit iren bonten kleidern und weissen kluppeln und steiffen, uf den scholtern habent, gegangen
Datierung: 1581
Fundstelle: BuchWeinsberg III 117
Klüppel (II 2)
Erklärung:
symbolische Nachbildung des Bischofsstabes?
- Belegtext:
der erzbischof zu Coln ... durch die pabstische legaten ... sines erzbischums Coln priveirt und untsatzst sin, wilchs doch nit so offentlich vor dem folk geschein ist. aber dissen nachmittag hat man im
sine funf hulzen kluppel abgeworden und doch den sesten laissn hangen, damit gnogsam zu verstain geben, das sulch urtel ergangen were
Datierung: 1583
Fundstelle: BuchWeinsberg III 182
[weitere Angaben: vgl. dazu Isselt, De bello coloniensi liberi iv (Köln 1584) 254]
Klüppel (III)
Erklärung:
Schandzeichen.
- Belegtext:
[der Mörder] soll, falss er bei seiner bekantnus beständig verpleibt, an den rechten armen mit glühender zangen erstlich an dem stadttor und zum zweiten an dem richtplatz gepitscht,
danach auf ein rad gesetzt und dekapitiert, auch ihme ein kluppel angehangen werden
Datierung: 1630
Fundstelle: AnnNassau 41 (1910) 40 Anm. 3
Klüppel (IV)
Erklärung:
Wurfgeschoß bei der Entfernungsbestimmung.
- Belegtext:
vndt da man der banmeilen nit zufrieden wäre, wie lang sie sein solle, soll man holen dreissig man ... und soll jeglichem einen klüppell in die handt geben, und jeder klüppel
soll einer ehlen lang sein, und jederman soll mit dem klüppell dreyssig würff thun ..., und da die würff wenden, sollen gemelte herren genug haben mit der banmeilen und die nachbaren
sollen nit weiters zu liebern gedrungen werden
Datierung: 1561
Region/Autor/Textsorte:
Untermosel
Fundstelle: GrW. II 414
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Wort danach: Klüppelchen
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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