Wort davor: Kistenschreiber
Kistensitzer
Wortklasse: Maskulinum
Kistensitzer (I)
Erklärung:
Einnehmer in einer (städtischen) Weinschenke.
- Belegtext:
ouch en sal men sie [Weinbruderschaft] neit leynen eynchme kistensitzere noch gheinen winknappen
Datierung: um 1355
Region/Autor/Textsorte:
Köln
Fundstelle: Keutgen,Urk. 246
Faksimile
- Belegtext:
dat alle dy kystensitzere, dy up wynkisten tzo sitzen pleynt, in der schoelen den meisteren burgen setzen soelen vur 2 hundert marc
Datierung: um 1390
Fundstelle: KölnAkten II 76
- Datierung: 1427
Fundstelle: KölnAkten II 246
- Belegtext:
op vastauende als scepenen ende meenten dien wijnkelre waken en wil men den kistensitters of wakers gene qr. geuen of enigen wijn
Datierung: 1473
Fundstelle: KampenStR. II 56
- Datierung: 1555
Fundstelle: BuchWeinsberg II 80
- Datierung: 2. Hälfte 17. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Lübeck
Fundstelle: Pitz,Schriftwesen 387 Anm. 17
Kistensitzer (II)
Erklärung:
Einnehmer einer städtischen Sondersteuer in Lübeck.
- Datierung: 1522
Fundstelle: VeröfflLübeck XVI 211
[weitere Angaben: urk.?]
Kistensitzer (III)
Erklärung:
Finanzbeamter der Stadt Trier.
- Belegtext:
eß sollen zwene uß der gemeiner burgerschaft zue kistensitzern verordnet werden, die sollen auch ehelig und frihe geborn sein, eins guten leumats, dieselben sollen iren eit thun,
der stadt rente und guelte treulich und mit fliße inzuenemen, ufzuschriben etc. man soll inen ein schriftlich ordnung geben, wes sie sich im inhebens zue halten haben, eß sie mit zoll, uf der wagen ader
anders, auch wie sie sich mit ußgebung der zeichen und allen dingen halten sollen, welche gefrihet und nit gefrihet
Datierung: um 1540
Fundstelle: TrierWQ. 50
Wort danach: Kistensitzeramt
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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