Wort davor: Kilianusbatz
Kind
Wortklasse: Neutrum
Kind (I)
Erklärung:
Bezeichnung für einen Menschen innerhalb seiner ersten Altersstufe, die (meist) von der Geburt an bis zu einem rechtlich unterschiedlich festgelegten Zeitpunkt gerechnet wird und innerhalb
derer man nicht in vollem Umfang am Rechtsleben teilnimmt, jedoch einen besonderen strafrechtlichen Schutz genießt.
- Belegtext:
iz inmac och nichein kint, iz si mannisnami edir wibisnami, nimini nicheini ewi globi, iz insi zu sinin iarin cumin
Datierung: um 1230
Fundstelle: MühlhsnRb.2 166
- Belegtext:
suanni kindiri cumin ubir zuelph iar, daz mannisnamin sin, suaz su dan des tuin, daz un geit an urin liep
Datierung: um 1230
Fundstelle: MühlhsnRb.2 177
- Belegtext:
ein kint, daz drizehen iar alt ist vnde secsh wochen, daz ist lehenber. vnd ist ez vierzehen iar alt, so swert ez wol vmbe sin selbes gescheffede, vnde ez mag niemans gezivg sin, vntz daz ez ahtzehen iar alt wirt
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(L.)LehnR. Art. 49
Faksimile
- Belegtext:
swaz chint tun, diu zir tagen niht chomen sint, daz sol ir vater rihten unde niemen anders, unze hinze funfzaehen iaren
Datierung: 1276
Fundstelle: AugsbStR. Art. 40
Textarchiv: AugsbStR. Art. 40
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1276
Fundstelle: AugsbStR. Art. 60
Textarchiv: AugsbStR. Art. 60
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 13. Jh.
Fundstelle: CJBohem. I 125
- Belegtext:
alsa en ungerech kind sit andere bobbaburg, weder sa ma hit bifiucht sa birawat, thribete te betane ieftha thria riuchte te riuchtane, alsa fir sa thet alder clagia welle
Datierung: um 1300
Fundstelle: HunsingoR. 66
Textarchiv: HunsingoR. 66
- Datierung: 1304
Fundstelle: ZürichUB. VIII 13
- Belegtext:
wili tha ungeroga kinde ammon ursetta sin erue, sa acht thet kind alder opa to gungande sunder steue and sunder stride
Datierung: 1327
Fundstelle: RüstringerR. 138
Textarchiv: RüstringerR. 138
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wer nicht ziug mag gesein: di chint, di nicht zuo ir tagen chomen sint ze viertzehen jâren
Datierung: 1328
Fundstelle: Ruprecht(Claußen) 182
- Belegtext:
daz chind hinder vierczehen iaren nicht mag den galgen verdienen
Datierung: um 1330
Fundstelle: BrünnRQ. 399
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: vor 1340
Fundstelle: GöttingenStat. 33
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wanne dat kint to sineme drittegheden iare komen is, so is it to sinen iaren komen
Datierung: vor 1350
Fundstelle: GoslarStR. 52
- Datierung: vor 1350
Fundstelle: GoslarStR. 88
- Belegtext:
under den iaren der bescheidenheit mogen sich die kinder nit virbinden
Datierung: 1372 (Hs.)
Fundstelle: KlKaiserr. II 17
Textarchiv: KlKaiserr.(Hs. Corvey) II 17
- Belegtext:
swelich chint hinder zwelif jaren ist, der vntzvcht schol nieman richten won vater vnd mveter
Datierung: 1387
Fundstelle: BurghausenStR. 180
Faksimile
- Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: EisenachRB.(Rondi) 42
[weitere Angaben: Aufzählung d. sieben Altersstufen]
- Belegtext:
von geczewgen sol man auch merken, das kinder nicht geczewgen mogen, die vnter vierczehen jaren sind, es sey denne, dass die scheppen sehen, das sie soleich vernunft haben, das sie vbel vnd gut erkennen
Datierung: 2. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: IglauOberhof 359
Faksimile
- Belegtext:
eyn kynt mach neyn lant vorkopen edder entferen, er yd xviij yar alt ys
Datierung: um 1400
Fundstelle: JyskeLov 293
- Datierung: 1439
Region/Autor/Textsorte:
Zürich
Fundstelle: GrW. I 13
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1439
Region/Autor/Textsorte:
Niedersachsen
Fundstelle: GrW. IV 707
Faksimile
- Datierung: 1457
Fundstelle: EmsigerR. 234
Textarchiv: EmsigerR. 234
- Belegtext:
item een kint van vyff und twintich iaren sal wesen vul in allen saken
Datierung: 1470
Fundstelle: Richth. 261
Faksimile
- Datierung: 1480/81
Fundstelle: JurFris. I 212
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1492
Fundstelle: Walldürn 259
Faksimile
- Belegtext:
welhe fraw ain kind verthut, die sol lebendig in das erdtrich begraben vnd ain phal durch sy geschlagen werden
Datierung: 1499
Fundstelle: TirolHGO. 134
- Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Hach,LübR. 279
Faksimile
- Datierung: 1520
Fundstelle: FreiburgStR. II 9, 3
Faksimile
- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Datierung: 1532
Fundstelle: CCC. Art. 131
Volltext (und Faksimile), Ausgabe von 1533
- in DRQEdit
- Datierung: 1. Hälfte 16. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Gotha
Fundstelle: GothaStR. 209
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1553
Region/Autor/Textsorte:
Württemberg
Fundstelle: QNPrivatR. II 2 S. 14
- Fundstelle: NürnbRef. 1564 XXXIX 11
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1571
Fundstelle: TeutschForm.(1571) 101r
- Datierung: 1572
Fundstelle: NordstrandLR.(nd.) 190
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1579
Fundstelle: WittgensteinLR. 104
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1588
Region/Autor/Textsorte:
Luzern
Fundstelle: ZRG.2 Germ. 49 (1929) 162
- Datierung: 1603
Fundstelle: FriedbergGBl. 15 (1940) 139
[weitere Angaben: Schulpflicht]
- Belegtext:
alle künder, welchen ihr vatter oder muetter stirbet und ire 25 jahr noch nit erreicht, sollen von unserm obervogt mit taugentlichen pflegern oder vormündern ... bevögtigt werden
Datierung: 1627
Fundstelle: BaselRQ. II 165
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
ein kind, so über 14 iahr kommen ist, mag sein gut und erbe mit vorwissen ... seines vormundes und seiner nechsten freunde wol verkaufen
Datierung: 1670
Fundstelle: EisenachStR. 157
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1706
Fundstelle: SchriesheimW. 301
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1726
Fundstelle: HessSamml. III 986
[weitere Angaben: Schulpflicht]
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- Belegtext:
wann die kinder ihre vogtbarkeit, nemlich ein knab das 22. und ein maegdlein das 20. jahr, erreichet
Datierung: 1752
Fundstelle: Greneck 278
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Datierung: 1785
Fundstelle: Fischer,KamPolR. I 52
[weitere Angaben: K. im Mutterleib]
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
erwachsene kinder ueber 12 jahr
Datierung: 1786
Fundstelle: Gadebusch,Staatskunde I 199
- Datierung: 1786
Fundstelle: Krünitz,Enzykl. 37 S. 540
- Belegtext:
die allgemeinen rechte der menschheit gebühren auch den noch ungebornen kindern, schon von der zeit ihrer empfängnis
Datierung: 1794
Fundstelle: PreußALR. I 1 § 10
- Belegtext:
wenn von den rechten der menschen in beziehung auf ihr alter die rede ist, so heißen kinder diejenigen, welche das siebente, und unmündige, welche das vierzehnte jahr noch nicht zurückgelegt haben
Datierung: 1794
Fundstelle: PreußALR. I 1 § 25
- Datierung: 1811
Fundstelle: ÖstABGB. § 22
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1817
Fundstelle: RepStaatsVerwBaiern VI 10
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- in Google Books
- Belegtext:
das ehemalige erforderniß des anfangs der rechtsfaehigkeit, daß ein kind die 4 waende beschrieen habe, gilt jetzt nicht mehr
Datierung: 1824
Fundstelle: Mittermaier,PrivR. 70
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
kinder jartal is dritten jar unde ses weken van erer bord ... des kindes jar ne scal men nicht rekenen van der tit, dat it de muder untvenk, mer van der tit, dat it de muder gewan unde it levendich in die werlt quam
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)Lehnr. 26 § 1
Textarchiv: SspLehnr. Art. 26
- Belegtext:
kint mach kinde gut lien, de wile se beide binnen eren jaren sin
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)Lehnr. 58 § 1
Textarchiv: SspLehnr. Art. 58
- Belegtext:
nen kint ne mach binnen sinen jaren nicht dun, dar it sinen lif mede verwerke
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. II 65 § 1
Textarchiv: SspLR. II 65
Kind (II)
Erklärung:
Bezeichnung für die Nachkommen eines Elternpaares.
Kind (II 1)
Erklärung:
im engeren Sinn als Bezeichnung eines Nachkommen der ersten Generation ohne Beschränkung auf eine bestimmte Altersstufe.
Kind (II 1 a)
Erklärung:
Kind aus einer oder mehreren Ehen, elterl. Gewalt.
- Datierung: um 1230
Fundstelle: MühlhsnRb.2 138f.
- Belegtext:
de ersten kindere scholden besitten mit erme deele unde de lateren kindere scholen hebben al dat andere gut eres vader unde erer moder
Datierung: 1270
Fundstelle: HambStR. 15
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(L.)LR. Art. 161
[weitere Angaben: = S. 77]
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- Belegtext:
unde ist, daz ein man sin kint verkovffet durch ehafte not, daz tvot er wol mit rehte
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(L.)LR. Art. 357
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- Datierung: um 1300
Fundstelle: RigaStR. 170-175
Faksimile
- Datierung: um 1300
Fundstelle: RüstringerR. 44
Textarchiv: RüstringerR. 44
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
stirbet einem vater sein chint und hât er im guot aus gegeben ... und hât er weder chint noch weip, der vater erbet des sunes guot
Datierung: 1328
Fundstelle: Ruprecht(Claußen) 184
- Datierung: vor 1350
Fundstelle: GoslarStR. 42
- Datierung: vor 1350
Fundstelle: GoslarStR. 45
- Belegtext:
daz ist keyserrechten, unde czweyget sich mit lantrechte unde wichbilde, wen in unseme rechte erbet der vater alle sin gud uf alle sine kindere, uff dy ersten, unde uf dy mittelsten,
unde uf dy leczten, dy yme rechten ome ebenbortigk sinth
Datierung: nach 1358
Fundstelle: Rb.n.Dist. I 24 Dist. 4
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
wen he syn kint monneken welde, dat scolde he don mit witschup des sittenden rades
Datierung: 1397
Fundstelle: GoslarStR. 192
- Belegtext:
dy erste [gebort] heischit eyn fry eliche gebord und ist, wan eyn kint elich wirt geborn von vater und von muter, die beide sint elich zcusammenekommen
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: EisenachRB.(Rondi) 34
- Belegtext:
dar eyn man sin egene kind vele bode unde vorkopen wolde den joden bynnen unser stat, dat os witlik were, over den lethe we richten unde lethen one setten op eyn rath
Datierung: 2. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: GoslarStR. 210
- Datierung: 2. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: SteirLl. 171
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
de kint, de ane zweyuonge van vater vnde van muoter geboren sin, daz sint rechte swestere ...
Datierung: um 1410
Region/Autor/Textsorte:
Harzgerode
Fundstelle: Schwsp.(Kurzform/Gr.) 47
- Belegtext:
kinder sint twierlei, natuerlic ind echt
Datierung: 1417
Fundstelle: CleveStR./ZRG. 9 (1870) 442
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
die nuwen kinde ... daz alt kint
Datierung: um 1453
Fundstelle: Erler,NeustadtWeinstr. I 26
- Datierung: 1455
Fundstelle: PössneckSchSpr. I 27
- Belegtext:
seine ... ersten vnnd allten kind
Datierung: 1493
Region/Autor/Textsorte:
Nürtingen
Fundstelle: Fischer,Erbf. II 234
Faksimile
- Belegtext:
echte rechte und naturlike kindere
Datierung: 1497
Fundstelle: RigaErbb. 152
- Datierung: 2. Hälfte 15. Jh.
Fundstelle: PössneckSchSpr. I 142
- Belegtext:
in vnserem gewalt sind vnsere kinder, die wir vß rechten brutlauffen erboren haben
Datierung: 1520
Fundstelle: Murner,Inst. 9r
Volltext (und Faksimile), Ausgabe von 1519
- in DRQEdit
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
kynder beyder bedh
Datierung: 1521
Fundstelle: LübRatsurt. II 440
- Belegtext:
so der alten ehegemecht ains abgeet ..., so nemen die alten kinder das erbgut an und die andere kinder die varende haab
Datierung: 1552
Fundstelle: WürtLändlRQ. II 25
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1572
Fundstelle: BrandenbSchSt. IV 37
- Belegtext:
das das woertlin kinder in seinem eignen natürlichen teütsch vnd bedeutnuß kindskinder nit in sich begreifft, besonder allein die, die von einem vatter durch sein ehlich haußfrauwen geboren seind
Datierung: 1574
Fundstelle: Frey,Pract. 605
Faksimile
- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
die erste erbfolgung gebürt den natürlichen ehelichen kindern, aus einem ehebette geborn
Datierung: 1579
Fundstelle: WittgensteinLR. 101
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
kind von einem band werdend genembt, die geschwistert sind allein vatterhalb oder allein mutterhalb
Datierung: 1611
Fundstelle: FreiburgÜMun. Art. 390
- Belegtext:
alte und khünfftige junge kinder ... gleiche geschwisterigt sein unnd gehalten werden
Datierung: 1633
Fundstelle: Arnold,Eßlingen 192
- Belegtext:
zusamengebrachte kindere
Datierung: 1749
Fundstelle: ZofingenStR. 431
Faksimile
- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Datierung: 1794
Fundstelle: PreußALR. I 1 §§ 40f.
- Belegtext:
ein kind, welches bis zum dreyhundert zweyten tage nach dem tode des ehemannes geboren worden, wird für das eheliche kind desselben geachtet
Datierung: 1794
Fundstelle: PreußALR. II 2 § 19
- Datierung: 1794
Fundstelle: PreußALR. II 2 § 74
- Fundstelle: BadLR. 1809 Satz 203
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
swe wif to echte nimt unwetene, de he to echte nicht hebben ne mut, unde kindere bi er wint, werden se seder gesceden mit rechte, it ne scadet den kinderen to erme rechte nicht,
de er der scedinge geboren sin, noch deme, dat de muder dreget
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. III 27 § 1
Kind (II 1 b)
Erklärung:
legitimiertes Kind.
- Datierung: Mitte 14. Jh.
Fundstelle: MagdebBresl. 167
Faksimile
- Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: EisenachRB.(Rondi) 36
- Belegtext:
es haut ain man lediglichen kinde by ainer froewen, der sye luetzel oder vil, und nympt er die selben froewen ze rechter e, die kind sint zehande rechte ekind alß wol, alß die sie hernach gewinnet ...
Datierung: 1462
Region/Autor/Textsorte:
Schwsp.
Fundstelle: ZRG.2 Germ. 25 (1904) 159
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
es werden aber vnder die zahl der ehelichen kindere von rechts wegen gerechnet auch diejenigen, welche, ob sie wol im ehestandt von jren eltern nit entpfangen vnn geboren, sonder
volgends erst durch derselben offentliche eheliche vermaehelung seynt geehlicht worden
Fundstelle: FrankfRef. 1578 V 1 § 4
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
- Belegtext:
die so durch gewalt unnd macht des fürsten ehelich gemacht worden seindt, mögenn nit abtreiben; dann dieselben werdenn allein bürgerliche unnd nit natürliche kindere geachtet
Datierung: 1579
Fundstelle: WittgensteinLR. 113
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1611
Fundstelle: FreiburgÜMun. Art. 410
- Belegtext:
kinder, die sie miteinander erzeugt hetten, oder rechtgemachte kinder
Fundstelle: FrkLGO. 1618 III 4 § 6
- Datierung: 1712
Fundstelle: Arnold,Eßlingen 216
- Datierung: 1713
Fundstelle: TrierLR. 607
Faksimile
- Datierung: 1713
Fundstelle: TrierLR. 668
Faksimile
- Datierung: 1731
Fundstelle: KurpfSamml. IV 600
- Datierung: 1745
Fundstelle: Hartmann,WürtGes. III 229
- Belegtext:
die aus unehelichem beyschlafe erzeugten kinder erhalten in allen fällen, wo der mutter die rechte einer würklichen ehefrau des schwängerers beygelegt worden, die rechte der aus einer vollgültigen ehe erzeugten kinder
Datierung: 1794
Fundstelle: PreußALR. II 2 § 592
Kind (II 1 c)
Erklärung:
Kind aus einer Ehe zur linken Hand.
- Datierung: 1794
Fundstelle: PreußALR. II 2 §§ 557ff.
Kind (II 1 d)
Erklärung:
angenommenes Kind.
Kind (II 1 e)
Erklärung:
Kind aus unehelicher oder unehrlicher Geburt.
- Belegtext:
nimt en enne gaden to echte unde he vor enne anderen gaden heft, de lateren kinder, de se to samene winnet, sin alle onechte kindere
Datierung: vor 1350
Fundstelle: GoslarStR. 48
- Datierung: vor 1350
Fundstelle: GoslarStR. 69
- Datierung: 1. Hälfte 14. Jh.?
Fundstelle: AugsbStR. Art. 75 Nachtr.
Textarchiv: AugsbStR. Art. 75
- Datierung: nach 1358
Fundstelle: Rb.n.Dist. I 24 Dist. 3
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: nach 1358
Fundstelle: Rb.n.Dist. I 5 Dist. 3ff.
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
dy sybinde gebord heissit eyn kebiz adir vorworffene gebort und ist, wo eyn elich man mit eyme bosen, gemeynen wybe kinder gewinnet adir eyn jude by eyner cristen; di kint sin alliz rechtin vorlegit, ab man des beredin mag
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: EisenachRB.(Rondi) 38
- Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: EmsigerR. 96
Textarchiv: EmsigerR. 96
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
eyn vnelich man vnd seyn vneliche kindir sullen nicht habin hoel vnd wandil gleyche deme, der do elich geborin ist
Datierung: 14. Jh.?
Fundstelle: Böhme,DiplBeitr. II 2 S. 134
- Belegtext:
gewinnet en man eyn kint wnnechtliken, der pabes beerbet iz wol vnde ouch der keyser
Datierung: um 1410
Region/Autor/Textsorte:
Harzgerode
Fundstelle: Schwsp.(Kurzform/Gr.) 72
- Belegtext:
ther ne mey nen moder nene vnafte kinder tya to hir ayn god, huente thi feider faken vnwis is
Datierung: Mitte 15. Jh.
Fundstelle: EmsigerR. 228
Textarchiv: EmsigerR. 228
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1463
Fundstelle: HagenauStatB. 211
[weitere Angaben: Unterhaltspflicht des durch Eid d. Mutter überführten Schwängerers]
- Belegtext:
von ledigen kinden, wie die erben sollen
Datierung: 1520
Fundstelle: FreiburgStR. III 8
- Belegtext:
vneeliche kinder, die aus verdampter vermischung vnd geburt herkommen, als durch den eebruch, oder da vater vnd muter kein ee besitzen moegen, die seyen weder der vaeterlichen
noch müterlichen gueter oder derselben erbschafft vehig
Fundstelle: NürnbRef. 1564 XXIII 9
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
unechte kinder nha fresischem landtrechte sin erfloß und erveth dath unechte kindt nicht mehr alse der moder gudt
Datierung: 1572
Fundstelle: NordstrandLR.(nd.) 204
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Fundstelle: TirolLO. 1573 III 37
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1579
Fundstelle: WittgensteinLR. 102
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1611
Fundstelle: FreiburgÜMun. Art. 410
- Datierung: 1658
Fundstelle: Mevius,MecklLREntw. 704
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Datierung: 1757
Fundstelle: RechtVerfMariaTher. 651
- Belegtext:
hat das kind ein alter von zehn jahren erreicht, so muß es der vater zu sich nehmen
Datierung: 1785
Fundstelle: Ledderhose,HessKR. 534
- Belegtext:
kinder, aus ehebruch oder blutschande gezeugt, haben [kein Erbrecht]
Fundstelle: BadLR. 1809 Satz 762
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
uneheliche kinder sind überhaupt von den rechten der familie und der verwandtschaft ausgeschlossen
Datierung: 1811
Fundstelle: ÖstABGB. § 105
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
swen dat wif erst man nimt, wint se kint er er rechten tit, dat dat kint leven moge, men mach it bescelden an sime rechte, went it to vro geboren is
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. I 36 § 1
Textarchiv: SspLR. I 36
- Belegtext:
swe so enes mannes wif behuret openbare, oder wif oder maget nodeget, nimt he se dar na to echte, echt kint ne wint he nimmer bi er
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. I 37
Textarchiv: SspLR. I 37
Kind (II 1 f)
Erklärung:
Einfluß der Rechtsstellung der Eltern auf die des Kindes.
- Belegtext:
ist ein man sinem wibe niht eben bvrtic ... vnd ist si vri ..., gewinnet si kint, div hornt zvo der ergern hant
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(L.)LR. Art. 67 b
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- Belegtext:
[des neuaufgenommenen Zunftmitglieds] khindt, die er vorgehabt hat, sollen khein recht haben, die er hinnach gewindt, die haben guetter recht
Datierung: um 1300
Fundstelle: Grünberger,PassauZünfte 26
- Datierung: um 1300
Fundstelle: Weichb.(Dan.) III § 1
- Belegtext:
kchemphen und ireu chint ..., di sint ... rechtlôs
Datierung: 1328
Fundstelle: Ruprecht(Claußen) 200
- Datierung: 1333
Region/Autor/Textsorte:
Frankfurt am Main
Fundstelle: Böhmer-Ficker 511
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
nint ovch ein frier man ein gotzhus wib, so het er di friheit verlorn, und zuht du mutter du kint na ir
Datierung: 1344
Region/Autor/Textsorte:
Schwarzwald
Fundstelle: GrW. I 313
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: um 1410
Region/Autor/Textsorte:
Harzgerode
Fundstelle: Schwsp.(Kurzform/Gr.) 143f.
- Belegtext:
wan als de kint geboren werden, an suolchen rechte de muoter ist, in den sint ouch de kint
Datierung: um 1410
Region/Autor/Textsorte:
Harzgerode
Fundstelle: Schwsp.(Kurzform/Gr.) 82
- Belegtext:
eines bischofs lüte hant auch die recht, daz sy ire kint sunt und mögent gen, [so] sie went, an eigen lüten, und sullent ir kint sin aller fürsten genossen
Datierung: 15. Jh.?
Region/Autor/Textsorte:
Elsass
Fundstelle: GrW. IV 268
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- Belegtext:
wenn ein freier oder eine freie ein eigens verehelichet, dass ihr kinder frei sein und also der guten hand nachfallen
Datierung: 1525
Fundstelle: Leuenberger,RG. 170
- Belegtext:
demselbigen eigenbehörigen, so gott zwei kinder in einer geburt bescheret, soll der gutherr das letztgeborne kindt frey zu geben schuldig seyn
Datierung: Ende 16. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Westfalen
Fundstelle: GrW. III 138
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1750
Fundstelle: WürtLändlRQ. III 651
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1768
Fundstelle: Stern,PreußJuden III 2 S. 1 S. 492
- Datierung: 1789
Fundstelle: Kerner,RRittersch. III 177
- Datierung: 1794
Fundstelle: PreußALR. II 8 § 22
- Datierung: 1794
Fundstelle: PreußALR. II 9 § 11
- Belegtext:
zu halben kinden sitzon
Datierung: vor 1798
Fundstelle: Arnoldi,Beitr. 61
- Belegtext:
echte kindere ne mach de unechte man seder mer nicht gewinnen
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. I 38 § 3
Textarchiv: SspLR. I 38
- Belegtext:
dat echte kint unde vri behalt sines vader scilt
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. III 72
Textarchiv: SspLR. III 72
Kind (II 2)
Erklärung:
allgemein als Bezeichnung eines Nachkommen ohne Beschränkung auf die erste Generation.
Kind (II 2 a)
Erklärung:
ohne nähere Kennzeichnung des Verwandtschaftsgrades.
Kind (II 2 b)
Erklärung:
drittes, viertes Kind als Bezeichnung eines Verwandtschaftsverhältnisses im dritten beziehungsweise vierten Grad.
Kind (III)
Erklärung:
in eingeschränkter oder übertragener Bedeutung.
Kind (III 1)
Erklärung:
Bezeichnung für ein Mädchen im Unterschied zu Knaben.
Kind (III 2)
Erklärung:
Bezeichnung für eine Person, die einer Gemeinschaft angehört.
Kind (III 2 a)
Erklärung:
Mitglied der Schiffsbesatzung.
Kind (III 2 b)
Erklärung:
der in einer Gemeinde Geborene oder Aufgewachsene.
Kind (III 3)
Erklärung:
Pflegling eines Spitals.
- Belegtext:
[die] armen kinder [Leprosen]
Datierung: Mitte 13. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Konstanz
Fundstelle: ArchKulturg. 4 (1906) 137
- Belegtext:
daz wir dieselben reben lihin ... H.G. ... ze der armen veldsiechen kinden hand
Datierung: 1334
Fundstelle: ZürichUB. XI 479
- Belegtext:
alle dieselben armen weizen, forwarfene und ellende kinder, die itzunt doselbsten czu R. in dem spittal sein
Datierung: 1411
Fundstelle: RottweilUB. I 307
Kind (III 4)
Erklärung:
geistliches Kind Patenkind.
- Belegtext:
gastlick sib compt fan da helliga sacrament, als dij prester deept een kynd, ende dij, deer't heuet fan da font, beyde sin ze gastlicke feders to dat kynd. ende dis slachten sint
tre gongen. dij aerste twiska dyne flaeslicke ende dine gastlicke fader des kynden. ende dij gong haet faderlicheit. dij ora gong is twiska dyn fader ende dat kynd, deer dat heuet fan da fonte. di tredde
gong is dyo broder licheit, ende dij gong is twiska das gastlicke kynd ende dyn flaeschelicke kynd
Datierung: 1480/81
Fundstelle: JurFris. II 98
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
die geistliche kinder, als die so zum tauff getragen ... werden
Datierung: 1713
Fundstelle: TrierLR. Tit. 20 § 13
Kind (III 5)
Erklärung:
goldenes Kind der meist in Edelmetall dargestellte St. Arnual und das ihm geweihte Stift bei Saarbrücken.
Kind (III 6)
Erklärung:
überzählige Getreidegarbe, die nicht unter die Zehntpflicht fällt.
Wort danach: kinderabtreiben
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten