Wort davor: Kelnhaus
Kelnhof
Wortklasse: Maskulinum
Erklärung:
im schwäbischen Sprachraum gebräuchliche Bezeichnung für einen Meierhof als Mittelpunkt einer grundherrlichen Wirtschaftseinheit
(Sammelstelle für Abgaben und Versammlungsort der Hofjünger (I), der dem Meier (I), 2Keller (V), oder 2Kellner (V) als (teilweise vererbliches) Dienstgut verliehen ist.
- Belegtext:
die livte, die in vnsers herrin des bishoves kelnhove vnde vorstenhove sizzent, kellner, vorster, die suln enkeine stivre gebin, noch di bi in dar inne sizzent
Datierung: 1255
Region/Autor/Textsorte:
Konstanz
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 64 A
- Belegtext:
mengen kelnhof, der ist ... als arm, das der meger muos keller vnd meger sin
Datierung: 1259
Fundstelle: ArgauLsch. I 655
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
der keller soll sizzen in sim kelnhoue
Datierung: 1259
Fundstelle: ArgauLsch. I 656
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- Belegtext:
die lüte, die in den kelnhoff gehörend, die sond ainen keller vnd ainen waibel setzen ...
Datierung: um 1300
Region/Autor/Textsorte:
Thurgau
Fundstelle: Pupikofer II Beil. 3
- Belegtext:
inn dem kelenhoff sitzt der keller
Datierung: 1302
Fundstelle: GlarusUrkS. I 102
- Belegtext:
curia dicta der kelnhof s[olvit] 4 mod. tritici
Datierung: 1302/05
Fundstelle: KonstanzBistUrb. 122
- Belegtext:
der kelnhof ze E. sol ... tuon alle dienste nach der herschaft gnaden
Datierung: um 1306
Fundstelle: HabsbUrb. I 309
- Belegtext:
dis ist die rechtung des kelnhofs ze St.: úber den selben hof vogt und meyer sint der burgermeister, die raet und die burger ... der statt ze Zúrich
Datierung: 1358
Fundstelle: ZürichStB. I 192
- Belegtext:
ze dem selben kelnhoff sollen auch gehalten werden jërlich drüe jar gricht, mit namen ein meyengricht, vnd zwey herbst gericht, zu den zythen so das aller fuglichest syn mag, vnd
zu den selben jargerichten solle man eröffnen deß hoffs recht, umb daß man eigentlich wüß, daß man schuldig seye einem herren dem thumbprobst, dem vogt vnd auch den lütten, die in den hoff gehören
Datierung: 1403
Region/Autor/Textsorte:
Thurgau
Fundstelle: Schauberg,Z. 2 (1847) 69
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
daß sind die vier kelnhöff, so vs einem in die anderen zeappellieren haben
Datierung: 1403
Region/Autor/Textsorte:
Thurgau
Fundstelle: Schauberg,Z. 2 (1847) 74
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
es sol einem probst vell vnd erbschafft werden von des gotzhus luiten, vnd sol im die ein meyer in den kelnhof anttwuerten
Datierung: 1414
Fundstelle: ArgauLsch. I 499
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
es sol ein keller den kelnhof in guoten eren han mit huisern vnd mit spicherrn, dz er einem probst sin zins behalten vnd versorgen muige ... vnd sol den kelnhof vnwuestlich han vnd ... nuit darab fueren noch verkouffen
Datierung: 1414
Fundstelle: ArgauLsch. I 503
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
wurdent ze U. an dem jaargericht uf dem kelnhof an ofner strausz ... al ehaftnen gewonhaiten alter herkomen und recht des gotzhus J. järlich eröfnet
Datierung: 1420
Region/Autor/Textsorte:
Thurgau
Fundstelle: GrW. V 108
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- Belegtext:
wär, das ainem essende pfand gegeben würdint, die sol er die ersten nacht jn den kelnhof stellen
Datierung: 1420
Fundstelle: ThurgauBeitr. 3 (1863) 57
- Datierung: 1427
Fundstelle: ArgauLsch. V 36
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
min herr hett zuo W. zuo richten úber zwúng und benn, holtz, wasser und veld und úber alles, das dar in den kellhöff hoert
Datierung: 1466
Fundstelle: DRWArch.
- Belegtext:
hörent in denselben kelhof gericht zwing vnd penn, die als weit begryffen seindt, alss das etter vnd dass dorff gandt, der taw falt vnd die sun beschynt
Datierung: 1475
Region/Autor/Textsorte:
Thurgau
Fundstelle: GrW. I 260
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- Belegtext:
ein vogt soll haben alle jar zue rechten vogtsteur vss dem kelnhoff zue M. xi mutt kernen wyler mäss, iii lb. 5 ß (pfennig) vnd drü schwyn, vier som wyn, von jeder hoffstat, dess haussrochi
vff ist, ein vassnachthuen vnd ein herpsthuen, ein fart mist, vier eertagwen, die vyschenz
Datierung: 1475
Region/Autor/Textsorte:
Thurgau
Fundstelle: GrW. I 264
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- Belegtext:
der vogther hat den kelnhoff zuo verlichen, vnd woeler in enpfachen von im, der sol bringen ain hún vnd zwen wiß haentschuoch, so sol er in im lichen, wo aber das nit beschaeche, so waere eß des hoffes schad
Datierung: 1492
Fundstelle: FürstenbUB. VII 275
- Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: SchwyzRQ. 19
- Datierung: um 1500
Fundstelle: Alemannia 14 (1886) 6
- Belegtext:
es sol ... ein kelnhofer jedes jâhrs zuo meyenzit den kelnhoff an des probsts oder synes verwäsers ... hand widerum auffgeben ... und ob es sich ... finden wurde, das der kelner
dem hof nit nutz were, so mögend probst und capituli samt den geordneten pflägeren den hoff zu iren handen nemmen
Datierung: 1533
Fundstelle: Hotz,Zürich I Sp. 41
- Belegtext:
die leüt, so inn den kelnhoff gehörent, die mann nennet hoffjünger
Datierung: 1572
Region/Autor/Textsorte:
Thurgau
Fundstelle: Schauberg,Z. 2 (1847) 138
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
es ist ... ein gerichtparkeit ... genandt der kelnhoff zu W.
Datierung: 1616
Fundstelle: EmsChr. 27
- Belegtext:
sumitur ergò coelnhof pro manso & hoba colonaria, fuer ein hub oder hofgut, darauff ein keller oder mayer sitzt, dahero dann in diser landtsart coellen- vnd mayerhoef pro synonymis genommen werden
Fundstelle: Besold,Thes.(Augsburg 1641) 456
- Belegtext:
kellnhoef haben kein einig signum oder umbram eigner territorial-jurisdiction, blutbanns oder anderer herrlichkeit
Datierung: 1643
Fundstelle: Heider,Lindau Index
[weitere Angaben: ebd. ö.]
- Belegtext:
durch ein solchen kelln-hof oder kalen-hof verstanden wird ein ort, wo die zinß und gefaelle ab solchen kelln-hofs-gueteren fuer die geistliche personen, collegia und gueter eingesamlet werden
Datierung: 1728
Fundstelle: Leu,EidgR. II 53
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- in Google Books
- Belegtext:
wan der kelhof empfangen ist, so sind alle erbgüter empfangen
Region/Autor/Textsorte:
Thurgau
Fundstelle: GrW. I 252
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
Wort danach: Kel(n)hof(s)breite
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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