Wort davor: Kerlvolk
Kern
Wortklasse: Maskulinum, Femininum und Neutrum
sprachliche Erläuterung:
pl. kerne, kerner, kernen; z. Etym. vgl. DudenEtym. 321.
Kern (I)
Erklärung:
Kollektivum für ausgedroschene Getreidekörner, insbesondere Weizen und Dinkel, im süddeutschen Raum (teilweise) Getreide überhaupt.
- Belegtext:
maltram de chernone
Datierung: 779
Fundstelle: Neugart,CDipl. I 71
- Datierung: 784
Fundstelle: Neugart,CDipl. I 79
- Belegtext:
ich sage iu wunderlichiu dinch: der mutte cherne chom umbe ainen pfenninch
Datierung: um 1150
Fundstelle: Kchr. V. 16685
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- digitalisiert im Rahmen des Projekts dMGH
- Belegtext:
îerlich... gebent ... sechzich mv´tte kernen gewonliches mezzes ze vogetstv're
Datierung: 1264
Region/Autor/Textsorte:
Schweiz
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 127
- Belegtext:
dis selbe gvot giltet v mvte ker
Datierung: 1272
Region/Autor/Textsorte:
Winterthur
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 195
- Belegtext:
von einem malter dinkeln sol man geben [dem Müller] zewei imui kernen vnd ein imin mêlwes
Datierung: 1299
Fundstelle: ZofingenStR. 43
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
do man zalt von Cristes geburt 1300 jar und in dem niunden jar ... galt der kern ahtzehen schilling und sehs pfenning
Datierung: nach 1309
Fundstelle: AugsbStR. S. 245
Textarchiv: AugsbStR. S. 245
- Belegtext:
zwei und zwenzig viertel korns, halp rogke u. halp kerne
Datierung: 1314
Fundstelle: Schöpflin,AlsDipl. II 109
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- digitalisiert vom Göttinger Digitalisierungszentrum (GDZ)
- Belegtext:
zweinzig stucke geltes an korne, der sechzehn mütte kernen sin süln und vier malter habern
Datierung: 1331
Region/Autor/Textsorte:
Zürich
Fundstelle: SchweizId. X 1805
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- digitalisiert in der Onlineversion des Schweizerischen Idiotikons
- Belegtext:
fúr schenkwin ieklieher frowen ain mút kernen
Datierung: 1367
Fundstelle: GasterLsch. 246
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
wer ... waisßen für kernen wil geben, von dem sol man jn nemen
Datierung: 1414
Fundstelle: Alemannia 14 (1886) 19
- Belegtext:
welicher traid kauft auf gewin und geit er daz hinaus us der statt, so geit er von ainem schaff kerens oder korens 4 den.
Datierung: 1443
Fundstelle: NördlingenStR. 115
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- Belegtext:
wen die ... acker korn tragen, so söllend die selben, so dan die acker buwent vnd schniden ..., der gestiffte ... von yegklicher juchart fuir den zechenden ein viertal kernnen geben
Datierung: 1471
Fundstelle: ArgauLsch. V 63
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
ob ein froembder oder heimscher kernen oder korn in die müli brechti vnd den verkoufen woelti, den sond ir heissen in das koufhuß fuoeren vnd nit lasen in der müli verkoufen
Datierung: um 1510
Fundstelle: AarauStR. 161
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
wo ... sich ... begibt, das einer kernen ald pfeningzins erkofen welt, so sol ein mutt kernen umb zweinzig guldin oder ein guldi geltz och umb zweinzig guldin uf ablösung erkouft und kein ewiger zins me erkoft ... werden
Datierung: 1525
Fundstelle: SGallenAbteiRQ. II 1 S. 233
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Datierung: 1562
Fundstelle: ZürichRQ.2 II 85
- Belegtext:
mit dem glatten mißt man kernen, waitzen, roggen
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: KonstanzWirtschR. 51
- Belegtext:
ain kornkoufer uf ain viertel kernen über allen costen zu gewün mer nit schlagen sol dann zwen krützer
Datierung: 1600/33
Fundstelle: SGallenAbteiRQ. II 1 S. 132 Anm. 116
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
da einer oder der andere willens ist, denselben zu lehnen, dass billig derjenige soll ... mit dem lehn herrn um den kern handeln, und da er solchen mit dem kern gelehnet, dass
derselbe, wer an selben viel giebt, auch des gestreuhes der nächste seyn solle
Datierung: 1620
Fundstelle: Breidenbach 90
- Belegtext:
sollen auch alle bis anhero auf dem stock oder in kerln [oder Dim.?] beschlossen oder ... abgeredete kaeufe, wobey das getreid noch nicht abgefuehret,
... ungehindert aller darangaben von nun an annulliret seyn
Datierung: 1771
Fundstelle: KurpfSamml. II 857
Kern (II)
Erklärung:
Stein beim Obst (hier Kirschkern, der zur Verbesserung des Biers verwendet wird).
- Belegtext:
kernegelt sullen dy jungen nicht mehr denn iiij (pfennig) adir eynen becher kernen dem schulmeister gebenn
Datierung: 2. Hälfte 15. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Marienburg
Fundstelle: SchulO.(Müller) I 125
Wort danach: Kern(e)
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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