Wort davor: Karlsgulden
1Karlin
Wortklasse: Maskulinum
Erklärung:
Bezeichnung für den ursprünglich von Karl von Anjou in Neapel, später von verschiedenen italienischen Münzstätten geprägten und weitverbreiteten Carlino, eine Silbermünze von etwa 3 Gramm Gewicht.
sprachliche Erläuterung:
im 18. Jh. lexikographisch auch als Karolin geführt.
- Datierung: 1421
Fundstelle: AugsbChr. II 365
- Belegtext:
ein halber carlin ... 21 angster ... ein kleiner carlin ... 9 angster
Datierung: 1487
Region/Autor/Textsorte:
Luzern
Fundstelle: EidgAbsch. III 1 S. 258
- Belegtext:
[Ausgaben in Rom:] umb beatissime v karlin van demselbing brief zu illuminiern 5 karlin; item umb die conquest drey reinisch gulden 6 karlin
Datierung: 1495
Fundstelle: GöttweigUB. III 288
- Belegtext:
an stett und lännder ... das niemand schuldig sie ... beschnitten marzallen und karlin zu nämen
Datierung: 1504
Fundstelle: BernRatsman. II 259
- Datierung: 1513
Fundstelle: DWB. V 222
- Datierung: 1561
Fundstelle: Maaler 84r
- Belegtext:
damahlen [1477] ward auch folgende muentzwirdigung gemacht ... ein guter carlin ein fuenffer
Datierung: 1627
M. Stettler, Schweitzer-Chronic ... I (Bern 1627) 274
- Belegtext:
da [1504] wurden die silbersorten in nachgesetztem schrott befunden ... carlin mit dem baum marck 15 loth ... carlin mit dem breiten creutz marck 15 loth
minder dritthalb gran. carlin mit s. Peter vnnd Paul marck 14 loth 1 quintlein 1 gran. Wallis carlin marck 15 loth minder ein quintlein ein gran
Datierung: 1627
M. Stettler, Schweitzer-Chronic ... I (Bern 1627) 380f.
- Datierung: 1741
Fundstelle: Frisch I 165
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- Belegtext:
carolin ... in Italien giebt es geringe münzen dieses namens, welche etwa zwey gute groschen gelten, aber auch sehr verschieden sind
Datierung: 1774
Fundstelle: Adelung I 1182
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
der carolin [ist] in der Schweiz eine art scheidemuenze, welche sich wieder in verschiedene unterarten theilet
Datierung: 1776
Fundstelle: Krünitz,Enzykl. VII 676
Wort danach: Karlinschade
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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