Wort davor: Kappengang
1Kapp(en)geld
Wortklasse: Neutrum
1Kapp(en)geld (I)
Erklärung:
statt einer 1Kappe (I 2) in Geld zu leistende Abgabe des in ein Stift eintretenden Geistlichen.
sprachliche Erläuterung:
SchwäbWB. IV 211; SchweizId. II 252.
vgl.
Statutengeld.
- Belegtext:
we [Konrad Graf zu Wernigerode] ... setten tuo ... eweghen wonheyt ...: weme na dissem daghe mer eyn provende gheleghen wert in deme goddeshus tuo W., schal gheven ene lodighe
mark, unde weme eyn vicarie gheleghen wert ..., schal gheven ene halve lodige mark tuo hulpe disses ornates unde cyrodes; unde dat schal gheheten syn capghelt, unde dat schal
utgheven de canonik eder de vicarius bynnen den ersten veyr wecken darna, wanne he beleghen is
Datierung: 1392
Fundstelle: WernigerodeUB. 109
- Datierung: um 1450
Fundstelle: WernigerodeUB. 298
- Belegtext:
statuten- und cappengelde, ßo ein iczlicher thumherre in seiner ankunfft zcu geben geburet
Datierung: 1497
Fundstelle: FreibergUB. I 596
Faksimile
- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Belegtext:
so gfallend hinfür nit me stöuf, statuten oder kappengelt, das vorhin einem angenden chorherren bi 70 fl kosten bracht und dem stift zuo nutz kam
Datierung: 1533
Region/Autor/Textsorte:
Zürich
Fundstelle: ZHR. 58 (1906) 28 Anm. 568
1Kapp(en)geld (II)
vgl.
Kappensate.
Wortbildungshinweis: zu
1Kappe (IV 3).
- Belegtext:
in crastino Martini datur cappengelt de summa restante
Datierung: 15. Jh.?
Fundstelle: MünsterUrkS. VII 398
- Belegtext:
"in Münster hieß von Alters her die Hauptpräbende ..., welche den Domherren um Martini entrichtet wurde, kappengeld'
A. Tibus, Gründungsgeschichte der Stifter ... im Bereich des alten Bisthums Münster, Bd. I (1885) 87
1Kapp(en)geld (III)
Erklärung:
Dirnenlohn, auch Abgabe der Dirnen an die Obrigkeit?
sprachliche Erläuterung:
zu 1Kappe ( I 4 oder II 2?).
Wort danach: 2Kapp(en)geld
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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