Wort davor: Kaufszusatz
Kaule
Wortklasse: Femininum
sprachliche Erläuterung:
eine md. Form (nd., mhd., mnl. kûle) aus der idg. Wz. *geulos (vgl. IEW. 396f.).
Kaule (I)
Erklärung:
Grube, Loch.
Kaule (I 1)
Erklärung:
als Grenzzeichen.
Kaule (I 2)
Erklärung:
im Strafrecht die Grube, in der jemand lebendig begraben wird.
- Belegtext:
van enen andren knecht, de hi in culen stac op een tiid
Datierung: 1380
Region/Autor/Textsorte:
Utrecht
Fundstelle: MnlWB. III 2200
- Belegtext:
[daher in Utrechter Rechtsquellen die Wendung:] (iet) wilcoeren op de cule sich bei der Strafe des Lebendigbegrabenwerdens zu etwas verpflichten
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: UtrechtRBr. Inl. 57
Kaule (I 3)
Erklärung:
Begräbnisstätte eines Hingerichteten oder Selbstmörders.
- Datierung: 1547
Fundstelle: CartSTrond II 581
- Datierung: 1758
Region/Autor/Textsorte:
Bernkastel
Fundstelle: Haltaus 1073
Kaule (II)
Erklärung:
übtr.: Verlies, Keller.
- Belegtext:
und se satten gefangen yn de kulen
Datierung: 1444
Fundstelle: GöttingenUB. II 182 Anm.
- Datierung: 1538
Region/Autor/Textsorte:
Hinterpommern
Fundstelle: ZKulturg. ErgH. 2 (1898) 22
Wort danach: Kauner
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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