Wort davor: Kauerlehen
Kauf
Wortklasse: Maskulinum, vereinzelt Femininum oder Neutrum
sprachliche Erläuterung:
ahd. kouf, as. kôp, mhd. kouf, mnd. kôp, mnl. coop, afries. kâp, ags. cêap; zu ahd. koufo aus spätlat. caupo, vgl. z. Etym. Kluge20 360 s. v. kaufen.
Kauf (I)
Erklärung:
Kauf umfaßt zunächst jedes entgeltliche Rechtsgeschäft, später nur noch den Austausch von Ware gegen Geld; die Wortbedeutung schwankt je nach dem Blickwinkel (Käufer,
Verkäufer, Obrigkeit) und kann so entweder mehr den (An-)Kauf oder den Verkauf, das einzelne Geschäft oder den Handel im allgemeinen beinhalten.
Kauf (I 1)
Erklärung:
zur Begriffsgeschichte. In Urkunden des MA. zeigt sich das Bemühen um die Präzisierung des Begriffs in der Weise, daß die Gesamtheit aller möglichen Veräußerungsgeschäfte durch mehrgliedrige
Paarformeln aus den Wörtern Kauf, Gabe, 1Gedinge, Gift,
Setzung, Wechsel ua. bezeichnet wird. Die Eingrenzung von Kauf auf den Austausch von Ware und Geld vollendet sich durch den Einfluß
des römischen Rechts, wobei Kauf häufig auf den Konsensualkontrakt (im Gegensatz zum Erfüllungsgeschäft) beschränkt wird. Die ursprünglich weitere Bedeutung erhält sich daneben
(in Rechtsquellen nur vereinzelt) bis in das 16. Jh.
- Belegtext:
þæt he þæt feoh undeornunga his cuþan ceape in wic gebohte
Datierung: um 685
Fundstelle: Liebermann,AgsG. 11
- Belegtext:
geldes ettho côpos
Datierung: um 850
Fundstelle: Heliand V. 1696
- Belegtext:
thar fiðad sie meti te kôpe
Datierung: um 850
Fundstelle: Heliand V. 2826
- Belegtext:
thie stúala ouh thar sie sázun inti iro kóuf mazun: thaz warf er állaz sar in hóuf, thaz sie firmídin thar then kóuf
Datierung: um 870
Fundstelle: Otfrid II 11 V. 14f.
- Belegtext:
þæt mon nænne ceap ne geceapige buton porte
Datierung: um 930
Fundstelle: Liebermann,AgsG. 156
- Belegtext:
hi eac ealra ðinga ge hwyrfdon ge on cucan ceape ... swa swa hi betwehs him geræddon
Datierung: 956?
Fundstelle: Birch,CartSax. III 162
- Datierung: um 962
Fundstelle: Liebermann,AgsG. 210
- Belegtext:
et euici, ne exigeretur coemptio. únde brâhta íh iz tárazû, dáz sie nîoman nenotî des chóufes
Datierung: um 1000
Fundstelle: Notker I 27
- Belegtext:
commutatione chouffe
Fundstelle: AhdGl. I 505
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
coemptionem chouffe
Fundstelle: AhdGl. I 702
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
ista, talia conmercia coufa
Fundstelle: AhdGl. II 34
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
foenus chouf
Fundstelle: AhdGl. II 130
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
mercedes chouffa
Fundstelle: AhdGl. II 192
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
negotium chouffe
Fundstelle: AhdGl. II 280
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
trapezitas munizara chauffi
Fundstelle: AhdGl. II 282
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Fundstelle: AhdGl. II 309
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
uadimonia uuette vuadia chouph
Fundstelle: AhdGl. II 519
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
mercede míd thémo cópa
Fundstelle: AhdGl. II 588
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
mercimonio choufe
Fundstelle: AhdGl. III 413
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
commutacionem, et retributionem. cop
Fundstelle: AhdGl. IV 290
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
negociationis kopas
Fundstelle: AhdGl. IV 301
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
ob ieman vnser edeler livte vrovwen oder man inen ir aigens wolten geben dvr got ane kovf
Datierung: 1270
Region/Autor/Textsorte:
Reichenau
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 179
- Belegtext:
diz kaufes vnd dirre gift sint gezivge
Datierung: 1275
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 248
- Belegtext:
dirre chovf vnd diz gedinge
Datierung: 1275
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 263
- Belegtext:
vnd vber allen den chovf, der lipnar heizet, da sol alles ein bvrgrave vmbe rihten
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(L.)LR. Art. 1 a
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- Belegtext:
des selbin kovfis vnd der vfgebvngi
Datierung: 1281
Region/Autor/Textsorte:
Rapperswil
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 391
- Belegtext:
daz man ... die gift icht entfremede von dem ordene ... umme kauf oder umme wehsel
Datierung: 1293
Fundstelle: HeilbronnUB. I 20
- Belegtext:
der kouf, den mort Judas gap Kâifas, daz war der beste und ouch dâ bî der grôste
Datierung: 2. Hälfte 13. Jh.
Fundstelle: NjblBadHistK. 11 (1908) 23
- Datierung: um 1300
Fundstelle: Hugo v.Trimberg(Ehrismann) I Vers 8295
- Belegtext:
geloben ..., dz wir die ... stat von Berne ... niemer verlan verwandlon, weder mit wechseln, mit kovffe, noch anders in keinen weg
Datierung: Anf. 14. Jh.
Fundstelle: BernStR. I 4
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
the cop unde the ghave unde the settinghe
Datierung: 1303/08
Fundstelle: BremRQ. 58
Textarchiv: BremRQ. 58
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
ain cristenliche fraw, die dient aim juden gar ungetraw, er cham mit ir in ainen chauf [über d. Verschaffung e. Hostie]
Datierung: 1337
Fundstelle: HistVolksl.(Lilienc.) I 46
- Datierung: 1342
Fundstelle: SchlesLehnsUrk. I 162
- Belegtext:
von koufe der scheppfin recht
Datierung: Mitte 14. Jh.
Fundstelle: MagdebBresl. 16
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- Belegtext:
kauf, gabe, gemaechte oder ander wandlung
Datierung: 1360
Fundstelle: JbWien 15/16 (1959/60) 26
- Belegtext:
kouff, giffte oder lehentschafft
Datierung: 1361
Fundstelle: HagenauStatB. 134
- Belegtext:
diesen vorgeschriben kauff vnd pfantsaczunge [Verpfändungsvertrag mit Verfallklausel]
Datierung: 1384
Fundstelle: MWirzib. IX 424
- Belegtext:
dit [societas leonina] lessit daz [Recht] nicht zcu, wan der bestendiger koiff adir geselschaft also nicht hinken sal
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: EisenachRB.(Rondi) 212
- Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 267
- Belegtext:
die gabe ader kouff wandilt nicht daz gut, sundir is wandelt die herschaft
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 268
- Belegtext:
daz man moge domete irkennen, waz undirscheit ist under eyner gabe und eynem kouffe. wenne wer icht vorkoufft, der mus des kouffers eyn gewere sien; daz darf der nicht thun, der eyn ding vorgibt
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 326
- Belegtext:
so schal he ... des kopes vnd der settinge die negeste zin vor die penninge, dar sye oen einen andir vmme laten willen
Datierung: 1400
Fundstelle: MagdebGBl. 20 (1885) 142
- Belegtext:
ab eyn kouff eynis eygins uff eynen wedirkouff geschen moge
Datierung: um 1400
Fundstelle: MagdebFr. 150
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- Belegtext:
P.R. ... sinen teil an der obersten bonen vnder dem tache des vorgnt. huses ... zu kouffe habe geben
Datierung: 1421
Fundstelle: SpeyerKoB. 20v
- Belegtext:
kouf ... uff wedir kouff eygintlichen genant wucher adir symonia
Datierung: 1422
Fundstelle: MeißenUB. 357
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Datierung: 1422
Fundstelle: Richter,Paderb. I Anh. p. 124
- Belegtext:
H.B. ... vnd C.H. ... ire zwene gerthen ... recht vnd redelich miteinand ... in eim rechten wehssels wise v[er] wehsselt habn ... vnd an disem kouffe gijt H.B. C. nach iiij gul.
Datierung: 1435
Fundstelle: SpeyerKoB. 212r
- Belegtext:
der contract des kauffs geschehe also, das einer kauf der ander verkauff. ... des verkauffers habe sey ware, vnd des kauffers habe sey das gelt, wann on gelt geschicht kein kauff
Datierung: 1436 (ed. 1516)
Fundstelle: Klagsp.(Brant) 69v
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- in DRQEdit
- Belegtext:
mit barem gelt waz ez ain kauff
Datierung: um 1465
Fundstelle: Beheim,Wiener 107
- Belegtext:
ein kauff auoff ein widderkauoff
Datierung: 1475
Fundstelle: BrüxStB. 170
- Belegtext:
wie sy disen kouff und versatzung [Bestellung eines Unterpfandes] thon solten, damit er krafft ... hatte
Datierung: 1478
Region/Autor/Textsorte:
Waldkirch
Fundstelle: ZGO. 36 (1883) 314
- Belegtext:
soll niemant swein ... zu kauff nemen, demselben verkeuffer an dem gelt widder zu geben
Datierung: 1492
Fundstelle: Walldürn 263
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- Belegtext:
kain kauf mag gesein on gelt
Datierung: um 1500
Fundstelle: Summa legum 499
- Datierung: 1502
Fundstelle: LübRatsurt. II 65
- Datierung: um 1503
Fundstelle: Ogris,LeibrenteMA. 108
- Datierung: 1516
Fundstelle: BernStR. VII 1 S. 187
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
was ein schmid mit siner hand gedient, das ist lidlohn, vnd wo er einem isen gipt, das ist ein kouff
Datierung: 1519
Fundstelle: ArgauLsch. I 224
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
wann man kouffen vnd verkouffen wil, so gepürt sich, das die hab mit gelt vnd sunst mit keiner andern werunge koufft vnd verkoufft werde, sunst mag es nit ein krefftiger kouff
sin. es mag aber dieselb conuencion wol sunst sin bestand haben, wie ein dwsch oder sunst wie andre gemeine überkomnuß ... were aber, das die parthien den kouff vmb gelt beschlussen, so mag die zalung
wol mit anderm werde beschehen, als wenn ein guot vmb hundert guldin koufft were, so mag der kouffer wyn, korn, silbergeschir, acker, matten oder anders an der kouff summ bezalen
Datierung: 1520
Fundstelle: FreiburgStR. II 4, 1
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Datierung: vor 1528
Region/Autor/Textsorte:
Meersburg
Fundstelle: ZRG.2 Germ. 56 (1936) 6 Anm. 4
- Belegtext:
ist der kouf umb ain fry taxiert lipding volstreckt und geben
Datierung: vor 1528
Region/Autor/Textsorte:
Meersburg
Fundstelle: ZRG.2 Germ. 56 (1936) 6 Anm. 5
- Belegtext:
do ist eyn erb verleihen, dass wol eyn kauff genent werden möcht
Datierung: 1530
Fundstelle: LibriFeud.(Weidm.) D II
- Belegtext:
[zwei Wirte] kamen ... in eine soelliche wettung und tausch, das ein jeder auß seinem hauß von hab und guet gon solt, und der ander in seines tauschs hauß gon ... alsbald schluegen
sy einandern den kauff zuo
Datierung: 1555
Fundstelle: Wickram III 75
- Belegtext:
van vorwandling des kopes ihn eine butenschop und wedderumb
Datierung: 1572
Fundstelle: NordstrandLR.(nd.) 211
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: RChrUlrWürt. 137
- Belegtext:
wo ... im tausch ein aufgeld gegeben und solches den halben theil des werths des ertauschenden guts erreicht, soll es für ein kauf gehalten werden
Datierung: 1663
Fundstelle: KurkölnLR. 460
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wechsel, kauff oder giften
Datierung: 1669
Fundstelle: LuxembW. 687
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- in Google Books
- Belegtext:
von dem ... recht der personen ueber die sachen ... in ansehung der kaeuffen und verkaeuffen ...
Datierung: 1730
Fundstelle: Leu,EidgR. III 323
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- in Google Books
- Datierung: 1757
Fundstelle: RechtVerfMariaTher. 181
- Belegtext:
kauf und verkauf (emtio venditio) wird beschrieben, daß es sey ein einwilligender contract wegen uebergebung einer sache an dem kaeufer um einen gewissen preis
Datierung: 1760
Fundstelle: Hellfeld III 1999
- Belegtext:
bey einem jeden kaufe soll eine ordentliche vergleichung um eine benennte summa oder kaufgeld und gewisse zahlung geschehen, sonst wuerde es eigentlich kein kauf, sondern vielmehr
ein tausch, wechsel oder freymarkt seyn koennen
Datierung: 1760
Fundstelle: Hellfeld III 2000
- Belegtext:
es sollen gänzlich verbotten seyn alle casualische angedingte käuffe, dadurch jemand, auf ligende güter, für einen bestimmten termin, geld ausleiht
Fundstelle: BernGS. 1762 S. 62
- Belegtext:
kauf ... derienige contract, wodurch einer dem andern das eigenthum seiner sache fuer ein gewisses geld uebergiebt. es gehoeren also folgende stuecke zu einem ieden kauf, 1)
die beederseitige einwilligung, 2) in die uebergebung der sache, 3) fuer einen bestimmten preis
Datierung: 1762
Fundstelle: Wiesand 616
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- in Google Books
- Belegtext:
wenn der darleiher fruechte in einem gewissen passierlichen preise giebt und sich dafuer andere neue frucht in dem preise, den sie von der ernde an bis Martini hat, geben laeßt, so ist es ein kauf
Datierung: 1785
Fundstelle: Fischer,KamPolR. II 672
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1789
Fundstelle: Westphal,Kauf 4
- Datierung: 1794
Fundstelle: PreußALR. I 11 § 12
- Datierung: 1801
Fundstelle: RepRecht IX 86
- Belegtext:
kauf hieß jedes geld und jede waare, wofuer man irgend ein recht, nicht blos das eigenthumsrecht, erlangte
Datierung: 1803
Fundstelle: Gesenius,Meierrecht II 272
- Datierung: 1803
Fundstelle: Höpfner,KommHeineccInst.7 914
- Fundstelle: BadLR. 1809 Satz 1588
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wird eine sache theils gegen geld, theils gegen eine andere sache veraeußert, so wird der vertrag, je nachdem der werth am gelde mehr oder weniger als der gemeine werth der gegebenen sache betraegt,
zum kaufe oder tausche und bey gleichem werthe der sache zum kaufe gerechnet
Datierung: 1811
Fundstelle: ÖstABGB. § 1055
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1811
Fundstelle: ÖstABGB. § 1080
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1811
Fundstelle: ÖstABGB. § 1158
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
fuer das gemeine recht giebt es ... keinen kauf von geld, weil die gesetzlichen erfordernisse des kaufes hier fehlen, die insbesondere darin bestehen, daß bei dem kaufe von der
einen seite waare, von der andern ein preis in gelde gegeben werden
Datierung: 1828
Fundstelle: Pöhls,HR. I 81
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
so man war vmb war gebe, so waer es kain kauff, sonder ain tausch
Fundstelle: Perneder,Inst. 1551 fol. 98r
- Fundstelle: Perneder,Inst. 1551 fol. fol. 43v
Kauf (I 2)
Erklärung:
Abschluß des Kaufs, zB. vor 1Gericht, Genannten oder
Zeugen, unter Vornahme bestimmter Formalhandlungen, mit Einschreibung in Register, Beurkundung oder durch bloße Willensübereinstimmung der Parteien.
vgl.
Angeld (I),
Arre (I),
Gottesgeld (II),
Haftgeld (I),
Halm (III),
Hand,
Handgelöbnis,
Handschlag (III 3),
Heiliggeistpfennig,
Leitkauf,
1Mund,
Stab,
Weinkauf.
- Belegtext:
dise [zwaintzich man in der stat] hab wir dazu gesatzt, daz ein ieglich chauf und verchauf oder hingebung der aygen ... staetichleich geschehen und getan werden vor zwain oder menigerin mann der genanten
Datierung: 1244
Fundstelle: BabbÖstUB. II 292
- Belegtext:
vnd dvi vertegvnge dez selben kovphes gischach zi K. an offeme girihte
Datierung: 1267
Region/Autor/Textsorte:
Kenzingen
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 153
- Belegtext:
swa ein kauf geschiht, da der gotsphenninch an geben wirt oder sust litkauf an getrunchen wirt, der sol staete sin, ez ensi danne ettelich dinch da inne, daz den kauf gebrechen muge
Datierung: 1276
Fundstelle: AugsbStR. Art. 125
Textarchiv: AugsbStR. Art. 125
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1295
Fundstelle: Nowgorod(7 Fassungen) 90f.
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- Belegtext:
so we so deme anderen gift des hilegen geystes penninc vp enen kop oder vp en gelouede, dat is also stede, alse he hebbe den litkop gegeuen
Datierung: Ende 13. Jh.
Fundstelle: LübMndStR. 105
- Belegtext:
daz si [underköufel] keinen kouf mit der hand dar slahen noch bestæten, ez werde ê geben sant Niklaus kirchen ... der gotes pfennic, ein zweinziger
Datierung: Anf. 14. Jh.
Fundstelle: MeranStR. 426
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- digitalisiert im Rahmen von "DigiZeitschriften"
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
der chauff sol dan gesten an vir mannen, di wir uns paidenthalben mit wilchuer darzu nemen
Datierung: 1356
Fundstelle: Rockinger
- Datierung: 1360
Fundstelle: MCastellana 165
- Datierung: 1365
Fundstelle: MansfeldKlUB. 42
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- Datierung: vor 1380
Region/Autor/Textsorte:
Köln
Fundstelle: Keutgen,Urk. 323
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- Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: BambStR. 104
- Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: EisenachRB.(Rondi) 212
- Belegtext:
ir sollit wissin vierley nuz an eynes gutis vorreichunge. zum ersten male so ist is eyne bestetigunge des kouffes
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 268
- Belegtext:
wann man chawft oder hin geit, wann man leytchawf trinkcht oder gotsphenig geit, so ist der chawf stêt
Datierung: 2. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: SteirLl. Art. 177
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- Belegtext:
kauf mit gotis pfennig schol nicht wider redt werdenn
Datierung: um 1421
Fundstelle: OfenStR. 195
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1427
Fundstelle: DresdUB. 147
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Belegtext:
alle koep schal stan by den winkopes luden vnd de dar ouer wesen hebben
Fundstelle: DithmLR. 1447 S. 14
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- Belegtext:
alle gemeachte, gestifft, kauff oder saetz, die auff pergrecht beschehen, die sullen mits pergkherrn oder seins pergkmaister hant geschechen, sunst hat das chein krafft
Datierung: Mitte 15. Jh.
Fundstelle: BeitrSteirG. 16 (1879) 21
- Belegtext:
jef hijr ocke tuene ane kap bitellat vppir hira rediewa jef vppir hira afte prester, sa ne ach ma ther nen ting an te achtene
Datierung: Mitte 15. Jh.
Fundstelle: EmsigerR. 152
Textarchiv: EmsigerR. 152
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1469
Fundstelle: SGallenOffn. I 20
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
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- Belegtext:
want dij ara maket neen caep, men hijt is een bywisinghe fen en caep
Datierung: 1480/81
Fundstelle: JurFris. I 248
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1484
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. IX 785
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- Belegtext:
wan men besegelde breve maeket, so settet men den datum alle tyt alse men des eyns wert myt dem kope, unde nycht alse men den breff schryft
Datierung: Ende 15. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Freckenhorst
Fundstelle: CTradWestf. I 200
- Belegtext:
gebung des heftpfennigs ist ein zaychen eines gemachten kaufs, aber nit eines verbrochten
Datierung: um 1500
Fundstelle: Summa legum 498
- Datierung: 1517
Fundstelle: SchriesheimW. 150
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- Datierung: 1520
Fundstelle: LübRatsurt. II 385
- Datierung: 1523
Fundstelle: LübRatsurt. II 547
- Belegtext:
wan wu ein kauf geschicht, der soll bestetigt werden vor gericht, und die gab sall man aufbiten, als recht ist, darumb ap man die guter ansprechen wolde, das man das [beweise]
... wan wu ein kauf sein soll, da sol man mit genanten worten kaufen und sol die bestricken und beheftigen mit leuten und mit andere bestrickunge nach eines landes gewonheit, so das der [Kauf]
nicht zuruckgehe on irer beder willen ...
Datierung: um 1524
Fundstelle: LeipzigSchSpr. 203
- Datierung: 1526
Fundstelle: MosbachStR. 597
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- Datierung: 1533
Fundstelle: Breunle 58v
[weitere Angaben: Formular e. Kaufvertrags]
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- Datierung: 1533
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 234
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- Belegtext:
[darauf] volfierten si disen kouf mit mund, mit hand und an dem stab so ordenlich, also inen urtel und recht erkent
Datierung: 1550
Fundstelle: Kohler,Kadelburg 15
- Belegtext:
die verkaeuff vnd kaeuffe beweglicher gueter vnd fahrender haab seind kraefftig auch allein auß einhelliger bewilligung deß verkauffers vnd kauffers, so sich derwegen vmb das
verkaufft gut vnnd ein namhafft kauffgelt darfuer mit einander vergleichen
Datierung: 1571
Fundstelle: SolmsLR. 25
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1571
Fundstelle: SolmsLR. 29
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1571
Fundstelle: TeutschForm. 128r
[weitere Angaben: Formular e. Kaufvertrags]
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wann einer ein gut kauft vndt dessen gewiß sein will, der läßt solchen kauff an dreyen gerichtstagen durch den schultheißen vffrufen vnd ins gerichtsbuch vorzeichnen
Datierung: 1572
Fundstelle: Grünberg(Glaser) 245
- Belegtext:
dat ... de cooper ende vercooper schuldich ... sijn, in sijns calengierders presentie onder hueren eedt te verclaren den deuchdelijcken coop, metten goedtspenninck, lijffcoop ende
appendentien, ende hoe ende in wat manieren den selven metten palmslach gemaeckt ende gesloten is
Datierung: 1577
Fundstelle: CoutAnvers V 124
Volltext
- digitalisiert im Rahmen von "Recht uit de Lage Landen"
- Belegtext:
wann kauf, tausch oder andere ... contract beschlossen und verschrieben werden, keufer und verkeufer mit aufgesetzter büchsen vermanet werden, das sie auch etwas in den gotteskasten zu unterhaltung der armen geben wollen
Datierung: 1580
Region/Autor/Textsorte:
Sachsen
Fundstelle: Sehling,EvKO. I 1 S. 449
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wen ein man sein gutth vorkaufft, mag ehr zwey oder 3 glaubwuerdige menne von beiden teillen dabei furdern vnd vber ihren gemachten kauff zerter vnd brieffe aufrichten vnd von
inen den zeugen zur wissenschafft vorsiegelen lassen
Datierung: 1581
Fundstelle: HagenLR. 23
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- Datierung: Ende 16. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 747
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- Datierung: Ende 16. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 1109
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- Belegtext:
wan ein gudt verkaufft wirdt, ... man dess kauffs eins iss, soll man vur den hoibscholteiss vndt scheffen erscheinen, alda den kauff vurmelden vndt eins dem andern mit mond vndt halm vbertragen
Datierung: 16. Jh.?
Region/Autor/Textsorte:
Prüm
Fundstelle: GrW. II 543
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- Belegtext:
3. urthell. daß der verkäufer den kauf aufgebe an den stab. 4. urthell. daß dieser kauf und mercht austheilt oder empfangen werd und der käufer den kauf empfang an dem stab
Datierung: 16. Jh.?
Fundstelle: ZugWocheng. 57f.
- Datierung: 1611
Fundstelle: WürtLändlRQ. II 191
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- Belegtext:
[es] erlangt ein jeder auffrichtiger kauff seine vollkommenheit durch beyder contrahenten consens und verwilligung ... und liegt nichts daran, ob gleich
keine verschreibung, alldieweil dieselbige nur zum kuenfftigen beweiß und gar nicht zur substantz oder wesenheit des contracts dienet, darueber auffgerichtet ... wuerde
Datierung: 1616
Region/Autor/Textsorte:
Nassau
Fundstelle: Nahmer I 129
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1619
Fundstelle: GeldernLR. 799
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- Datierung: nach 1620
Region/Autor/Textsorte:
Oberösterreich
Fundstelle: ÖW. XIII 412
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- Datierung: 1624
Fundstelle: MellingenStR. 386
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Datierung: 1644
Fundstelle: Lahner,Samml. 485
- Datierung: 1649
Fundstelle: Gerhard,SaarbrSteuerw. 72
- Datierung: 1655
Fundstelle: CCNass. II 36
- Belegtext:
die arrha, leickauff, gottes-pfenning, und was den armen gegeben wird, machen keinen kauff, sondern dienen nur zum beweiß, wenn der contract nicht zu papier gebracht
Datierung: 1666
Fundstelle: Volckmann,Notariat. 54
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
caput xvi. folgen etliche dergleichen formalisirte kaeuffe sammt den confirmationen und gewaehrs-versicherungen ...
Datierung: 1666
Fundstelle: Volckmann,Notariat. 66
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- Datierung: 1702
Fundstelle: ZMährSchles. 10 (1906) 279
- Datierung: 1713
Region/Autor/Textsorte:
Trier
Fundstelle: Nahmer II 661
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
mehrentheils aber ist der kauff bindig, wenn der handschlag oder ein angeld darauf gegeben
Datierung: 1722
Fundstelle: Beier,HdwLex. 208
- Datierung: 1760
Fundstelle: Hellfeld III 2000
- Datierung: 1768
Region/Autor/Textsorte:
Blankenheim
Fundstelle: Maurenbrecher II 348
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- Datierung: 1786
Fundstelle: Schwarz,Losungen 9
- Belegtext:
der kauf gehoert unter die consensual-kontracte
Datierung: 1789
Fundstelle: Westphal,Kauf 14
[weitere Angaben: ebd. 19]
- Belegtext:
zum abschlusse eines jeden kaufs ist erforderlich, daß der verkäufer, die person, auf welche das eigenthum übergehen soll, die zu verkaufende sache und der dafür zu erlegende preis hinlänglich bestimmt sind
Datierung: 1794
Fundstelle: PreußALR. I 11 § 12
- Belegtext:
bey den zimmerleuten sowohl als bey den boettichern [ist] das abplaetzen [d. verkauften Bäume] als eine vollziehung des kaufs anzusehen
Datierung: 1798
Fundstelle: RepRecht I 98
- Datierung: 1803
Fundstelle: Höpfner,KommHeineccInst.7 914
- Fundstelle: Perneder,Inst. 1551 fol. 98r
Kauf (I 3)
Erklärung:
Wirkungen des geschlossenen Kaufs. Erst die römischrechtliche Trennung von Verpflichtungs- und Erfüllungsgeschäft läßt in den überlieferten Quellen die Leistung
der Kaufsache und des Kaufpreises als Hauptwirkung hervortreten, während in früheren Belegen Nebenwirkungen wie die Ausübung des Reurechts durch die Parteien oder des Näherrechts
durch die dazu Berechtigten, die Gewährschaftspflicht ( Gewähr VI, Gewährschaft
I) des Verkäufers ( Gewähre I 1) oder die Leistung von Abgaben im Vordergrund schriftlicher Regelung stehen.
- Belegtext:
tér chóuf súle uuésen stâte, dér ze iârmércate getân uuírdet, ér si réht álde únréht
Datierung: um 1000
Fundstelle: Notker I 69
- Belegtext:
sve so kopinge [Var.: kopes] bekant, die sal durch recht gewere wesen des he verkoft hevet
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. III 4 § 2 Anm. 10
- Belegtext:
kaufent ... zwene geste mit einander ainen kauf an dem andern, der mvez ietwederre sinen phuntzol geben, vier phenninge von dem phuonde nah gnaden
Datierung: 1276
Fundstelle: AugsbStR. Art. 10 § 2
Textarchiv: AugsbStR. Art. 10
- Belegtext:
waer aber, daz iener daz lipgedinge hin gaebe ane des hofherren wort, swem er ez danne git, wil ez der hofherre danne haben umbe den selben kauf, als er ez geben hat, so muz iener
von dem kauffe stan unde mvez ez dem hofherren lan
Datierung: 1276
Fundstelle: AugsbStR. Art. 128 § 8
- Datierung: 1287
Fundstelle: SPöltenUB. I 166
- Belegtext:
vam kope. item hefft jeniger ein pert edder ander dinck vnd wert dat auesegen vor koffte offer mer, de koper, de dat gekofft hefft, sal dar nene not vmme lydenn
Datierung: 1294
Fundstelle: RigaStR. 46
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- Belegtext:
von harre des chavfes. gib ich ein guet ze chaufen vnd geit mir ener sein harre dar an vnd daz guet peleibet in meiner gewalt, daz wirt mir verstoln, der schad ist sein vnd nicht mein, han ot ich sein gehuet, als ich schold
Datierung: 1295
Fundstelle: Schwsp.(Kurzform III/Eckh.) 207
- Belegtext:
der dritt kawf mus doch allzeit staet sein, beleibt auch der erst kawf staet, so hat sich derselb kawf verfallen an dem dritten rechttag, wann der richtter aufstet
Datierung: Ende 13. Jh.
Fundstelle: RegensbStat. 44
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: um 1300
Fundstelle: DortmStat. 142
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- Belegtext:
ob der kouf geschehen ist mit worten unde die pfennige dannoch niht vergolten sint, dennoch sol der kouf der pêne gebunden sin
Datierung: Anf. 14. Jh.
Fundstelle: MeranStR. 414
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- digitalisiert im Rahmen von "DigiZeitschriften"
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- Belegtext:
so vrag du, na deme dat du rechtleke unde redeliken eme dat afgekoft hefst, wedder du icht neger tu behaldende binst dines kopes unde dines gekoften gudes, wen hes mit sime ede di tu untfurnde si. dat vintme du sistes neger
Datierung: um 1335
Fundstelle: RichtstLR. 128
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
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- Belegtext:
wirt ainer angesprochen umb laeut, die er gechauft hat, si sein aigen oder lehen, und da er sein gewer an erlangt hat, mag er dann seinen chauf war gemachen mit zwain erbern mannen,
die im dez helfen swern, oder mit briefen, dez sol er geniezzen
Fundstelle: BairLR. 1346 Art. 220
Textarchiv: BairLR.(Schlosser/Schwab) [16. Titel]
- Datierung: 1. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: DortmStat. 65
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- Belegtext:
kundiget her [Käufer] is [Mängel bei Viehkauf] abir in disser benanten czith daz yeme nicht weddir, he mus sinen kouff halden
Datierung: nach 1358
Fundstelle: Rb.n.Dist. IV 42 Dist. 24
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
swelich purger einen andern purger bechlagt umb gelt, daz er im sol umb einen chauff, daz sol er im wetten in viertzehen tagen ze geben
Datierung: um 1365
Fundstelle: MünchenStR.(Dirr) 398
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- Belegtext:
forkouft ein man eine uarende habe, wirt dye geanuangit, alz recht ist, und bewist ienr seinen redelichin kauf selb dritte alz recht, mag er seinen geweren nicht gestellin, ig
schat im an seinem rechte nicht; seine pfennynge abir hot er uorlorin, ob in ienr kempflich dorum angesprochin hab vnd sich dorczu geczogin hab, alz recht ist
Datierung: um 1390
Fundstelle: BlumeMagdeb. 108
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- Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 326
- Belegtext:
wer so eynes kouffes bekennet, der sal des kouffes gewere sien, ane der jude
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 436
- Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: EisenachStR. 48
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
gift de koper deme vorkoper wat in de hende in eyn teken der kopenscüp vp deme kop vnde wil den kop nicht holden, de vorkoper beholde vorgheues, wat he entfanget haft, vnde dar to vi schillinge
Datierung: um 1400
Fundstelle: SchleswStR. 42
- Belegtext:
wann ein burger erbe guet verkeufft und sin eliche frauew nit do bi ist, wann dann die frauew das erfert ... und get sie dann zu dem, der das guet kauefft hat, an dem selben dage, als sie des innen
wirt, oder des andern dages ongeverde, und sagt im den kaueff abe, so sol er abe sin
Datierung: 1425
Fundstelle: Mergentheim 146
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- Belegtext:
hefft en man wolde sinen acker vorkopen, so is de swertside negher to kope, alze sin eghene dochter
Fundstelle: DithmLR. 1447 S. 50
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- Belegtext:
fon kap ...
Datierung: 1. Hälfte 15. Jh.
Fundstelle: FivelgoR. 146
Textarchiv: FivelgoR. 146
- Datierung: 1455
Region/Autor/Textsorte:
Drenthe
Fundstelle: LSchrP. 221
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- Belegtext:
von keuffen ...
Datierung: 1489
Region/Autor/Textsorte:
Luzern
Fundstelle: WillisauAmtR. 97
- Belegtext:
wer sich ains kaufs abthuet, der ist dem gericht ain pfunt pfening, den burgern ain emer wein und dem clager seinen schadn schuldig abzetragn
Datierung: 1493
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 988
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: OppenhStB. 192
- Datierung: um 1500
Fundstelle: Summa legum 504
- Datierung: Anf. 16. Jh.
Fundstelle: HambStR. 236
[weitere Angaben: Langenbecksche Glosse]
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1511
Fundstelle: LübRatsurt. II 195
- Datierung: 1517
Fundstelle: MaxBO. 43
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
in kopen verkopen vndt bysprekende liggende gruende, vnd vpstan der erve vnd getimmerte, wert alle wege ock de schwert der spillsiden vorgetragen
Datierung: nach 1517
Fundstelle: Pufendorf IV app. 42
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- in Google Books
- Belegtext:
nach dem landsprauch moegen die nägstn freündt an den kauff steen vnd den ersten kauffer abtreyben
Datierung: 1520
Fundstelle: BairGO. 73v
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
- Belegtext:
wenn einer koufft vnd das gelt vff zil nit zalt würdt, das der kouff nichts sye
Datierung: 1520
Fundstelle: FreiburgStR. II 4, 9
Faksimile
- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Datierung: 1520
Fundstelle: LübRatsurt. II 395
- Datierung: 1528
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. XI 238
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1528
Fundstelle: ZeigerLRb. 336
- Datierung: 1529
Region/Autor/Textsorte:
Meersburg
Fundstelle: ZRG.2 Germ. 56 (1936) 39 Anm. 2
- Datierung: 1531
Fundstelle: BeitrEssen 20 (1900) 143
- Belegtext:
wie ein gesipter freundt in einem kauf steen müge
Datierung: 1552
Fundstelle: Walther,Trakt.(Ri.) 35
- Belegtext:
wer dem anderen etwas verkaufft, der ist ihme werschafft zu thun schuldig, darzu dann auch der richter den verkaeuffer halten sol, ob es gleich mit sonderen worten in dem kauff nicht außgedingt
Datierung: 1555
Fundstelle: JülichLR. 273
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- Datierung: 1560
Fundstelle: JaunLR. 1560 S. 50
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: vor 1563
Fundstelle: NiedersimmenthalLBf. 189
- Belegtext:
wann ain kauf zwischen zweyen oder mer personen bewilligt, abgeredt vnd beschlossen worden, so ist der verkauffer schuldig, dem kauffer das verkauft gut zufertigen vnd zuüberantworten,
also das der kauffer dasselbig erkauft gut alßdann für das sein haben vnd geprauchen müg in allermaß, wie jme solches ist verkauft worden. hergegen ist der kauffer schuldig, das bedingt kaufgelt dem verkauffer alßpald zubezalen
Fundstelle: NürnbRef. 1564 XVI 1
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wennehr de kop vullentagen und dat gekofte gutt gelevert is, so is de gefahr by dem koper
Datierung: 1567
Region/Autor/Textsorte:
Dithmarschen
Fundstelle: Greiser,Kauf 84
- Datierung: 1571
Fundstelle: SolmsLR. 25
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
nach beschlossenem kauff ist alle faehrligkeit ... des kauffers
Datierung: 1571
Fundstelle: SolmsLR. 26
[weitere Angaben: ebd. 27]
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
so die kouff oder tüsch mit mund vnnd hannd beschech vnnd dann glych morndrigs den gannzen tag darnach ... nit widervmb abgeschlagen oder vfgesagt, so sölle ... einem herren von
M. ... den erschatz, das ist von demselben kouffschilling der zwenntzigist pfenning, ... gefolgen ..., ob sy glych demnach einanndern die kouff oder tusch wider vmb vfsagen wurden
Datierung: 1572
Region/Autor/Textsorte:
Zürich
Fundstelle: GrW. I 57
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Fundstelle: FrankfRef. 1578 fol. 90r
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
- Belegtext:
geschicht ein kauf oder kaut, der nicht wieder recht und billichkait ist, der soll bei kreften undt wurden bleiben, es were dann, das beide teil gutwillig davon abstehen wurden
Datierung: 1579
Fundstelle: GothaStR. 330
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1581
Fundstelle: HagenLR. 8
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wan ... ein freund ausserhalb landes ist, soll derselbe, wen er um den kauf nicht weiß, in jahres-frist nicht gefaehret werden, sondern hat saechsische frist als 30 jahr 6 wochen
3 tage die gueter beyzusprechen. da er aber ausserhalb landes den kauf erfahret, soll er innerhalb jahres-frist den kauf beysprechen
Datierung: 1583
Fundstelle: HadelnLR.(Pufendorf) 19
- Belegtext:
von gewer des kaufes und bey welchem die gefahr des gekauften guts stehet
Datierung: 1583
Fundstelle: HadelnLR.(Pufendorf) 20
- Belegtext:
vom kauff vnd verkauff ...
Datierung: 1583
Fundstelle: SiebbLR. III 6 Übschr.
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 16. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Tegernsee
Fundstelle: ÖW. V 15
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
ein ieder kauf tregt die gewehrschaft und schermung auf dem ruckhen
Datierung: 1609
Region/Autor/Textsorte:
OÖLTfl.
E. Rabel, Die Haftung des Verkäufers wegen Mangels im Recht I (1902) 205
- Datierung: 1610
Fundstelle: PfalzLR. 429
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1616
Region/Autor/Textsorte:
Nassau
Fundstelle: Nahmer I 142
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
[wenn] der verkoeuffer ... oder verüsserer zur zyt des kauffs ... vmb ... beschwaerden nüt gewüßt habe, so soll er dessen billich geniessen
Datierung: 1616
Fundstelle: WaadtStat. 226
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- Datierung: 1658
Fundstelle: Mevius,MecklLREntw. 768
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Datierung: 1662
Fundstelle: HelgolGerProt. 138
- Datierung: 1695
Fundstelle: DavosLB. 83
- Belegtext:
ein rechtmaessige ursach oder grund [für d. Übereignung e. Sache] als ein kauff, tausch, geschenck und dergleichen
Datierung: 1730
Fundstelle: Leu,EidgR. III 11
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- in Google Books
- Datierung: 1753
Fundstelle: Hellfeld I 79
- Belegtext:
von abtreibung oder einspruch eines kaufes ...
Datierung: 1760
Fundstelle: Hellfeld III 1995
- Belegtext:
wer einen kauff ziehen will, der soll es thun, völlig auf gleichem fuss und unter gleichen bedingen, wie der kauff selbst ergangen ist
Fundstelle: BernGS. 1762 S. 71
- Datierung: 1765
Fundstelle: CMax. IV 3 § 9
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Fundstelle: Perneder,Inst. 1551 fol. 101r
- Belegtext:
wer einen kauffe bekennet, der sol ze recht des wer sein, das er verkauffet hat: wann der ist ein dieb oder eines diebs genosse, der einen kauff bekennet vnd der gewer laugnet;
er hab es denn auss genomen mit geczeugen, do er es verkauffet
Fundstelle: Schwsp.(W.) 323
Kauf (I 4)
Erklärung:
besondere Ausgestaltungen der kaufrechtlichen Bestimmungen (zB. Marktkauf, Schutz vor Übereilung und Übervorteilung, Beschränkung der Wirksamkeit).
- Belegtext:
swer under inen [Zunftgenossen] deheynen unrechten ... kouf ... veil hêt ..., der sol geben drie schillinge
Datierung: um 1267
Region/Autor/Textsorte:
Basel
Fundstelle: Keutgen,Urk. 370
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- Belegtext:
ist daz ein man uf einen kauf kumt unde darobe stat, swelher hande kaufschatz daz ist, die wile er in veilet, so sol in niemen caufen
Datierung: 1276
Fundstelle: AugsbStR. Art. 63 § 1
Textarchiv: AugsbStR. Art. 63
- Belegtext:
ich [Viztum] wil, daz ir auch verbiett allen chaufe in dem geriht, wan chitzpvhlær suln chauffen, swa si mugen ..., swer anders chauffen ... welle, daz sol geschehen uof offen marcht
Datierung: 1297
Fundstelle: KitzbühelStR. 64
- Belegtext:
ob ain chavf geschæhe in hazzes wîse, gahes vnd an rat, ... daz sol niht chraft haben
Datierung: 1304
Fundstelle: LandauIsarStR. 229
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- Datierung: 1307
Fundstelle: BurghausenStR. 180
Faksimile
- Belegtext:
daz chain walich, noch chayn ander gast sten sol auf dem marcht mit seinem chawffe, der schol sein guet verchawffen in seiner herberge
Datierung: 1307
Region/Autor/Textsorte:
Graz
Fundstelle: SteirGBl. 1 (1880) 175
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- digitalisiert im Rahmen von "austrian literature online (ALO)"
- Belegtext:
neyn underkopere ne schal bringen geste to anderen gesten umme kop, he ne hebbe er ghewesen ti usen borgeren umme den sulven kop
Datierung: 1320
Fundstelle: BrschwUB. II 517
- Datierung: 1328
Fundstelle: WürzbPol. 42
- Datierung: um 1350
Fundstelle: DiessenhofenStR. 6
- Belegtext:
welk mann kopschlaget ledder uppe dem buffelmarkede, heft he twe kope vor einer döre, kumt siner werkbroder ein, und enen von em eschet, he schall em enen folgen laten
Datierung: um 1350
Region/Autor/Textsorte:
Anklam
Fundstelle: PommMbl. 28 (1914) 131
- Datierung: 1352
Fundstelle: EgerStG. 11
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- Datierung: 1372 (Hs.)
Fundstelle: KlKaiserr. III 32
Textarchiv: KlKaiserr.(Hs. Corvey) III 32
- Datierung: 1387
Fundstelle: BabbÖstUB. II 301
- Datierung: 1387
Fundstelle: WürzbPol. 84
- Datierung: 1417
Fundstelle: CleveStR./ZRG. 9 (1870) 432
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
wel dejenne, den den kop schal gedan hebbon, sin recht darthu dun, wat dar ane geschen sy, dat he dat in drunkener wise gedan hebbe und sy vordrunken west, so en is he des kopes nicht plichtig to holden
Datierung: 1. Hälfte 15. Jh.
Fundstelle: GoslarStR. 227
- Belegtext:
ouch sal keyn kouff adir wechsell vmme erbe vnd legende grondt, der des obendes geschit, mechtig seyn, her werde denne des morgens vorliebet
Datierung: um 1455
Fundstelle: DanzigWillk.(Simson) 27
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- Datierung: 1459
Fundstelle: SchlettstStR. 1023
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- Belegtext:
hweerso dij caep is bedregelyck wr dyn helfft dis riuchta wirden, dyn mey ondwaen, ende ys ma naet schyldich to halden
Datierung: 1480/81
Fundstelle: JurFris. I 248
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: NürnbPolO. 117
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- Datierung: Anf. 16. Jh.
Fundstelle: SchlettstStR. 985
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- Belegtext:
es sollen alle kauf und verkauf nach der betglocken zu nacht verboten sein
Datierung: 1517
Fundstelle: Carlebach,BadRG. I 147
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- Datierung: 1528
Fundstelle: ZeigerLRb. 329
- Datierung: 1556
Fundstelle: Reyscher,Ges. IV 96
- Datierung: 1557
Region/Autor/Textsorte:
Mecklenburg
Fundstelle: Sehling,EvKO. V 227
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1571
Fundstelle: SolmsLR. 26
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1572
Fundstelle: NordstrandLR.(nd.) 211
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- Belegtext:
da sich ... befuende, daß kaeuffer oder verkaeuffer in solchem kauff vnd verkauff vber die helfft deß rechten waehrts betrogen vnd verfortheylet ... were, so sol solcher kauff nichtig vnd krafftloß seyn
Fundstelle: FrankfRef. 1578 fol. 90r
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
- Datierung: 1584
Fundstelle: DresdUB. 3
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Belegtext:
wann ein vasal oder belehneter sein feudum oder lehn verkauft ohne consens seines herrn, so ... mag der kauff oder handel keinen statt haben
Datierung: 1585
Fundstelle: Wenckebach,JusTheelachticum 33
- Datierung: 1593
Fundstelle: NMittThürSächs. 4, 4 (1839) 77
- Datierung: 1599
Fundstelle: LauenburgStR. 327
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wo ein kauff oder verkauff auß betrug oder zwang eines oder deß andern theils vorgehet, ist derselbig ... nichtig und kan ... jederzeit widerruffen werden
Datierung: 1610
Fundstelle: PfalzLR. 432
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
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- Belegtext:
item ... söllen die kouf, so hinder dem wyn beschechent thags oder nachts, vngültig vnd craftlos syn, vnd so vf söllichen kouf was verzert, söllent beid theil zalen
Datierung: 1612
Fundstelle: BremgartenStR. 136
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Fundstelle: BernGS. 1615 fol. 97v
- Datierung: um 1630
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 166
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- Datierung: 1666
Fundstelle: Volckmann,Notariat. 58
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- Datierung: 1690
Fundstelle: MosbachStR. 598
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- Datierung: 1713
Fundstelle: Mohr,GS. 32
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1771
Fundstelle: Moser,KreisVerf. 733
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- in Google Books
- Datierung: 1780
Fundstelle: Schwarz,LausWB. V 46
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- Datierung: 1803
Fundstelle: Höpfner,KommHeineccInst. 917
- Belegtext:
der kauf [kann] sowohl von dem kaeufer als verkaeufer nur wegen verletzung ueber die haelfte bestritten werden
Datierung: 1811
Fundstelle: ÖstABGB. § 1060
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
Kauf (I 5)
Erklärung:
Kauf in Rechtssprichwörtern und sprichwortähnlichen Wendungen.
Sachhinweis:
Ebel,ForschLübR. 144-149; Foth,RSprichw. 79f.; Hillebrand,RSprichw.
104ff. (Lit. d. 17. u. 18. Jh.); B. Jüttner, Zur Gesch. d. Grundsatzes "Kauf bricht nicht Miete" Diss. iur. Münster 1959.
- Belegtext:
hat eyn man sin hucz adir eigin vormit, vorkoift her daz, der kouf tued di mite abe
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: EisenachRB.(Rondi) 158
- Belegtext:
koep de drift hure vp, wo de koep schee veer weken vor sunte Peters daghe
Datierung: um 1400
Fundstelle: BillwLR. 340
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- Belegtext:
vri kop mach arfhure vp driven
Fundstelle: DithmLR. 1447 S. 50
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- Belegtext:
her is fester sa thi cap
Datierung: Mitte 15. Jh.
Fundstelle: EmsigerR. 220
Textarchiv: EmsigerR. 220
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- Belegtext:
nademe ... D. [Käufer] ... P. [Mieter] to rechter tiid heft toseggen laten, so breckt koep hure
Datierung: 1480
Fundstelle: LübRatsurt. I 154
- Belegtext:
ein kauff trybt ein bestentniß abe
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: OppenhStB. 193
- Belegtext:
ghelick tho Hamborch schudt, dar hur brickt koep, dat ysz: hur gheyt vor sick al wert dat ghudt vorkofft, so moth de koper de hur dulden
Datierung: Anf. 16. Jh.
Fundstelle: HambStR. 244
[weitere Angaben: Langenbecksche Glosse]
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- Belegtext:
so solde kop hur breken unde kop bliven
Datierung: 1544
Fundstelle: Ebel,ForschLübR. 146
- Belegtext:
[weil] dem beclagten to rechter tit upgesecht, ... so scholde de gedane koep eyn koep bliven
Datierung: 1544
Fundstelle: Ebel,ForschLübR. 147
- Datierung: 1561
Fundstelle: NijmegenStR. 277
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- Belegtext:
der erste kauff vnd das erste glück das beste
Datierung: 1563
Fundstelle: Mathesius VI 64
- Belegtext:
drumb beutel auf, gelt mach den kauf
Datierung: 1563
Fundstelle: Uhland,Volksl. II 619
- Belegtext:
das kauf hure und pfandt auftreibt
Datierung: 1573
Fundstelle: HolstVierstUrt. 519
- Belegtext:
wuerde ... der verkaeuffer das kauffgeld empfangen, ... so muß zwischen den contrahenten kauff kauff bleiben
Datierung: 1586
Fundstelle: LübStR. III 6 § 18
Volltext (und Faksimile), Ausgabe von 1586
- in DRQEdit
- Datierung: um 1600
Fundstelle: CoutLooz II 447
- Datierung: 1615
Fundstelle: CoutAudenaerde I 102
- Datierung: 1665
Fundstelle: CoutMaestricht 391
- Belegtext:
die kaeuff brechen alle bestaendt
Datierung: 1687
Fundstelle: FinsterwalderObs. I 310
- Belegtext:
kauff gehet vor mueeth
Datierung: 1687
Fundstelle: FinsterwalderObs. I 310
- Datierung: 1693
Fundstelle: CAustr. I 48
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- digitalisiert von der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Datierung: 1696
Fundstelle: Schambogen,Prael. 671
- Belegtext:
dan freyer kauff treibet heuer auf
Datierung: um 1700
Region/Autor/Textsorte:
Bordesholm
Fundstelle: Seestern-Pauly 94
- Belegtext:
wiewohlen nach den gemeinen rechten kauff lehnschafft oder mieth bricht, ... so hat solches dannoch unter anderen seine abfaell
Datierung: 1713
Region/Autor/Textsorte:
Trier
Fundstelle: Nahmer II 664
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Datierung: 1722
Fundstelle: HammStR. 96
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- Belegtext:
kauff und backenstreich seynd ungleich
Datierung: 1737
Fundstelle: Hertius,Opuscula II 3 S. 315
- Belegtext:
der kauf erfordert kaufmannsgut
Datierung: 1758
Fundstelle: Estor,RGel. II 527
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- Belegtext:
nach der bekannten rechts-regel: kauf bricht leyh
Datierung: 1772
Fundstelle: Baumgärtel,ErlJurFak. 92
- Datierung: 1785
Fundstelle: Fischer,KamPolR. II ebd. Anm. 4
[weitere Angaben: Lit.]
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
das spruechwort: kauf bricht miethe
Datierung: 1785
Fundstelle: Fischer,KamPolR. II 644
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
bieten und wiederbieten macht den kauf
Datierung: 1792
Fundstelle: Eisenhart 360
- Belegtext:
kauf erfordert kaufmannsgut und kaufmanns glauben
Datierung: 1792
Fundstelle: Eisenhart 365
- Datierung: 1792
Fundstelle: Eisenhart 370
- Datierung: 1792
Fundstelle: Eisenhart 388
- Belegtext:
[Übschr.:] über die paroemie: kauf bricht die miethe
F.X. Krüll, Prüfung einzelner Theile des bürgerlichen Rechts IV (1804) 1
- Belegtext:
kwade betaling breckt geen koop
Fundstelle: Graf u.Dietherr 236 Anm. 81
- Belegtext:
het beste goed is de beste koop
Fundstelle: Graf u.Dietherr 252 Anm. 157
- Belegtext:
koop is koop
Fundstelle: Graf u.Dietherr 259 Anm. 200
- Belegtext:
de koop dryft de koe uit hare huur
Fundstelle: Graf u.Dietherr 280 Anm. 319
- Belegtext:
de erste koop schal macht hebben
Fundstelle: Graf u.Dietherr 281 Anm. 333
- Belegtext:
der erste koep, der beste
Fundstelle: Graf u.Dietherr 281 Anm. 334
- Belegtext:
augen auf, kauf ist kauf
Fundstelle: Graf u.Dietherr 259
Kauf (II)
Erklärung:
gegenüber I stärker differenzierte Bedeutungen.
Kauf (II 1)
Erklärung:
im ae. Sprachgebrauch: Fahrhabe, Vieh, Futter.
- Belegtext:
ceorles worðig ... gif he bið untyneð, (and) recð his neahgebures ceap in ..., nah he æt þam ceape nan wuht
Datierung: 688/94
Fundstelle: Liebermann,AgsG. Ine 40
- Belegtext:
agife healf on fodre, healfe on oþrum ceape
Datierung: 688/94 (Hs. um 1100)
Fundstelle: Liebermann,AgsG. Ine 60
Kauf (II 2)
Erklärung:
Kaufgegenstand, Ware, nach geschehenem Kauf: Kaufeigen.
Kauf (II 3)
Erklärung:
Kaufpreis.
Kauf (II 4)
Kauf (II 4 a)
Erklärung:
Handänderungsgebühr, auch Abgabe, die wie ein Kaufpreis für das übernommene Gut aufgefaßt wird.
Kauf (II 4 b)
Erklärung:
Gutsübergabe, bei der Kauf (II 4) zu leisten ist.
Kauf (II 4 c)
Erklärung:
Abgabe überhaupt.
- Belegtext:
wyl andere flecken ... der hüseren halber mit dem kopf wins an stat des lobs erlassen syndt, ... wollendt wir sie vermittelst eines kopfs win ouch aller koufen ihrer wonung gefryet erlassent haben
Datierung: 1604
Fundstelle: JaunLR. 36
Kauf (II 5)
Erklärung:
bei einem Einlager (I) in Verbindung mit feil (IV) Bezeichnung des Einlagers selbst
und wohl auch des dort zu Verzehrenden.
- Belegtext:
wan sie ermant würden ..., so sont sue sich nach der manung innert 14 tagen antworten gen Costenz ... in offener würth häuser ze vailen koufe vnd da recht giselschaft leisten
Datierung: 1344
Fundstelle: SchrBodensee 23 (1894) 69
- Belegtext:
sont da laisten reht giselschaft in offener wirt husern ze vailem kof nah des landes reht
Datierung: 1362
Fundstelle: FürstenbUB. II 244
Kauf (II 6)
Erklärung:
Gabe bei der Verlobung.
- Belegtext:
oritur ex hac moneta pro arrha sponsalitia danda proverbium nostratium: dre sössling iss de olde koop
Datierung: 1744
R. Sohm, Recht der Eheschliessung (1875) 58 Anm. 77
Kauf (II 7)
Erklärung:
bestimmte Menge, Maß, angelehnt an Kauf (II 2) und kontaminiert mit Kopf, Kufe.
Kauf (II 8)
Erklärung:
als tschechisches Lehnwort: kauf 'ein Gebünde von 16 Eimern' Brandl,Gl. 89.
Kauf (III)
Kauf (III 1)
Erklärung:
Paarformeln (vgl. auch die unter I 1 belegten mehrgliedrigen Formeln).
Kauf (III 1 a)
Erklärung:
,Kauf und Lauf" übliche Bedingungen eines Verkaufs.
- Belegtext:
die [vier gekoren des handwercks] sollen ... die kommerschafft, sover die mehr were dan zween gulden, wert setzen nach kauff und lauff der stede von Collen und Sieberg
Datierung: 1552
Region/Autor/Textsorte:
Siegburg
Fundstelle: NrhAnn. 25 (1873) 112
- Belegtext:
als dann derselben zit uf freiem marct der kouf und louf umb bargelt ist
Datierung: 1568
Fundstelle: Argovia 4 (1864/65) 340
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- digitalisiert im Rahmen des Projekts retro.seals.ch
- Belegtext:
wie ... nach verbrachtem herbst ... gemeiner kauff und lauff syn wirt
Datierung: 1628
Fundstelle: BernMand. XVII 17 S. 41
- Datierung: 1673
Fundstelle: SchwäbWB. IV 289
- Belegtext:
soll man ihnen dargegen den wein nach der tax, wo je eine ist: oder sonst, nach kauff und lauff abnemmen
Fundstelle: BernGS. 1762 S. 65
Kauf (III 1 b)
Erklärung:
,Kauf und Verkauf" emptio venditio.
Kauf (III 2)
sprachliche Erläuterung:
(gebr.) Verbindungen mit Adjektiven s.d., insb. aufrecht (II 1), aufrichtig (II), beständig (I 2), blind (II 5), dunkel (vgl. Dunkelkauf), durchgehend ( durchgehen IV 2), ehrbar (C II), ewig (III 1), 1fährlich (I), falsch (II), feil, 1fest (I), frei (VI 3), ganz (III 2 a), gebührlich (III 1), gefährlich (I 2), 1gemein ( A I 4, A XVII 3), genannt (I) (= K. mit festgesetztem Kaufpreis 1483 IsnyStR. 276), 2gerecht (II) (15. Jh. Argovia 4 S. 260), geschwind (II), gewiß (V) (= in allen Einzelheiten bestimmter K. 1586 CCNass. I 1 Sp. 522), gewöhnlich (II) (= K. zu den üblichen Bedingungen 1713 TrierLR. 663), gleich (I 2), 1heimlich (A III 5), hoch (II 4) (= teuer. 16. Jh. QFrankfG. II 139), näher (= K. unter Ausübung des Näherrechts), offen, recht (= rechtmäßig oder billig), redlich, samt u. samthaft (vgl. Samtkauf), stet (= unwiderruflich), tot (= K. auf ewige Zeiten, Totkauf), tüchtlich (= rechtswirksam), ungleich (= teuer), unrecht, unstet, voll, wahr, zeitlich, ziemlich (= angemessen).
Wort danach: Kaufsablösung
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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