Wort davor: Hutkrämer
Hütlein
Erklärung:
Diminutiv zu 1Hut (A).
vgl.
Hütchen,
Hütel.
Hütlein (I)
Erklärung:
als Attribut (Amts-, Standesabzeichen).
Hütlein (I 1)
Erklärung:
des Geistlichen.
- Belegtext:
cartheuser münich, pfaffen, nunnen, pröbste, äpte, bischoff, cardinäl und ... der bapst zu Rom ... tragen gern lang röck ..., mit vil spitzigen hütlein
Datierung: 1546
Fundstelle: ZDPhil. 20 (1888) 162
- Belegtext:
sonst steht jhnen rot tuch vnd huetlein gar cardinalmeßig an
Datierung: 1572
Fundstelle: Fischart,Prakt.(Sch.) 606
- Belegtext:
die geistlichen ... das hueetli mit einer einfachen binden zu tragen verpflichtet [sind]
Fundstelle: SchweizId. II 1783
Faksimile
- digitalisiert in der Onlineversion des Schweizerischen Idiotikons
Hütlein (I 1 Spiegelstrich 1)
Erklärung:
insbesondere Jesuitenhütlein.
vgl.
Hornschlappe.
- Belegtext:
die wunderlichest vnerhoertist legend vnd beschreibung des abgefuehrten, quartirten ... vnd viereckichten vierhoernigen huetleins
Datierung: 1580
Fundstelle: Fischart(H.) I 227
- Fundstelle: Fischart(H.) I 248
Hütlein (I 2)
Erklärung:
des Kurfürsten, Kurhut (I).
- Belegtext:
dye curfürsten des reychs, die hetten ir kleidung an, so sich gebirt, alle rot mit haermli gefuetret, und rot hohe huetlin auf
Datierung: 1486
Fundstelle: AachenZ. 64/65 (1951/52) 91
Hütlein (I 3)
Erklärung:
des Hofjunkers.
- Belegtext:
mit eines ... junckhers vnd hoffjungen hütlein, welches fein auf schweitzerisch mit der feder geblümpt war
Datierung: 1582
Fundstelle: Fischart,GeschKl.(Sch.) 249
Hütlein (II)
Erklärung:
einer Frau, als Gegenstand des Kleiderluxus.
- Belegtext:
es sol ouch dehain frow dehein hütlein nit mer tragen, die kostlicher sig ... denn 50 guldin wert
Datierung: 1390
Fundstelle: KonstanzRbfRotB. 67
Hütlein (III)
Erklärung:
in Verbindungen mit Verben.
Hütlein (III 1)
Erklärung:
Hütlein aufsetzen jemanden täuschen, betrügen.
vgl.
Hütlein (III 2 b).
- Belegtext:
das huetlin vffsetzen
Datierung: 1550
Fundstelle: Schöpper,Syn. 16
Hütlein (III 2)
Erklärung:
unter dem Hütlein spielen von den Künsten des Hütleinspielers übertragen.
Hütlein (III 2 a)
Erklärung:
eine heimliche Abmachung treffen.
- Belegtext:
die schichtmeister [im Bergwerk], wann sie mit den verlegern unter dem huetlein spielen
Datierung: 1669
Fundstelle: KurkölnBergO.(A) VIII 4
- Belegtext:
[er hat] alles mit den kauffleuten in der stille unter dem hütlein gespielt
Datierung: 17. Jh.
Fundstelle: MittPfalz 15 (1891) 177
Hütlein (III 2 b)
Erklärung:
wie Hütlein (III 1).
- Belegtext:
wie jr die leut nur thut betriegen vnd ewer muetlein an jn kuelet, vnterm huetlein mit jn spielet
Datierung: 1571
Fundstelle: Fischart(K.) I 168
Hütlein (III 3)
Erklärung:
das Hütlein trillen [aus Verlegenheit in den Händen drehen] jemanden zu Gevatter bitten.
- Belegtext:
das hütlein trillen zu gevatern bitten
Datierung: 1760
Fundstelle: Alemannia 15 (1887) 207
Hütlein (III 4)
Erklärung:
das Hütlein rucken sich einer Person bemächtigen.
- Belegtext:
Hammen, gib dich gewillig darein! der von Ulm muost du gefangner sein, woltest mir mein huetlin rucken, das dein will ich dir zucken
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: Uhland,Volksl. I 220 Nr. 137
Wort danach: Hütleinmacher
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten