Wort davor: Höhneisen
höhnen
sprachliche Erläuterung:
got. haunjan, ahd. ho-njan, mhd. hoenen, mnd. hônen, mnl. ho(o)nen, hoenen, nl. hoonen, fries. hêna, ae. hynan, hênan; als Lehnwort im Italienischen, Französischen, Spanischen.
vgl.
Hohn,
höhn,
Höhnde (III),
Höhne.
höhnen (I)
Erklärung:
erniedrigen, schmähen.
- Belegtext:
thie selbun euuarton hontun nan mit uuorton
Datierung: um 867
Fundstelle: Otfrid IV 30, 19
- Belegtext:
foedatus gfhpndfr [= gehonder]
Datierung: 10. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Sankt Gallen
Fundstelle: AhdGl. II 57
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
ich wil in [Gunther] hœren lân wie mich [Brünhild] hat gehoenet sîner swester lîp
Datierung: um 1200
Fundstelle: Nibelungennot 851, 3
- Belegtext:
[wer andere fälschlich des Diebstahls bezichtigt] hat ... den lip verlorn. daz ist von siner grozen vntat geschehen, daz er ander lvite gehœnet hat
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(L.)LR. Art. 231
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- Belegtext:
wil the ghene the ghehonet ofte sered is comen to theme naghesten richte ... unde nemen dhar beteringhe umme sine honet ofte sine seret
Datierung: 1303
Fundstelle: BremRQ. 40
Textarchiv: BremRQ. 40
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
ein gedoppelter schelm ... hat das hantwerk vorachtet, gehonet und gesmeht
Datierung: 1594
Fundstelle: HansGBl. 1909 S. 523
- Belegtext:
so wir aber ... siegelbruchig erfunden wurden, geben wir der frauen ... macht und gewalt, uns zu hönen, zu schmehen und anzuschlahen
Datierung: 1599
Fundstelle: BrandenbSchSt. II 280
höhnen (II)
Erklärung:
verletzen, verwunden.
- Belegtext:
[wenn] sin [des Hausherrn] diar hine [den Knecht] hent, ieftha slaith ... sa is thi husherre him scheldech fon tha bed to hilpan
Fundstelle: Richth. 209
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höhnen (III)
Erklärung:
benachteiligen, schädigen.
- Belegtext:
buten vrede sal de voervluchtige [Totschläger] wesen tegen den gehoeneden
Datierung: 1250? (Hs. 1532)
Fundstelle: Langewold 1250(R.) 366
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- Belegtext:
dat de ghene de gehonet ys [durch Verleumdung und üble Nachrede] ende syne vrende, myt eren vpsitten moghen
Datierung: um 1420
Fundstelle: GroningenStB. 45
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höhnen (IV)
Erklärung:
betrügen.
- Belegtext:
dat si [die Gerechtigkeit] elken dat sine gheeft ende nieman en wilt honen
Datierung: 1345
Fundstelle: MnlWB. III 548
Wort danach: Hohnfreund
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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